Wlan, MMS, GPS, Internet, Mail-Accounts und was es noch so alles in den aktuellen Handy- und Smartphone-Modellen gibt, sind Features, auf die Senioren meist absolut keinen Wert legen. Wenn man sich den Alltag unserer älteren Generation mal etwas genauer anschaut, dann erkennt man sehr schnell, auf was solche speziellen Seniorenhandys spezialisiert sein sollten. Hier nützen Touchscreen und Miniaturtelefone absolut nichts, hier zählen Werte wie Robustheit, Gewicht, Menüführung usw. viel mehr als modernes Design und Hightech-Software.

Was muss ein Seniorenhandy so alle haben?

Fangen wir mal mit dem Gerät an sich an. Ein Seniorenhandy sollte fest und sicher in der Hand liegen. Aus diesem Grund sind solche speziellen Mobiltelefone auch meist viel größer und schwerer als die aktuellen Handymodelle. Grund hierfür ist einfach das sogenannte „Merken, ob das Handy in der Hand ist“. Der Senior soll das Telefon sicher in der Hand halten können – ohne Angst, es könnte abrutschen oder etwas kaputt gehen. Wenn wir bei den äußeren Auffälligkeiten solcher Seniorenhandys bleiben, so muss man natürlich die extra großen Tasten ansprechen. Senioren können nunmal mit Touchscreen und dergleichen nichts anfangen. Dies liegt aber nicht am „Verstehen“ oder „Wollen“ – mit zunehmendem Alter lässt einfach das feinmotorische Gefühl etwas nach. Und dann ist man als Senior sehr froh über ein Telefon, welches große Tasten mit deutlich merkbarem Druckpunkt hat. Hier finden Sie das passende Seniorenhandy.

Das Innenleben dieser speziellen Seniorenhandys!

So „grob“ und „robust“ die Mobilgeräte für Senioren von Außen auch sind, so intelligent und durchdacht sind sie im Innenleben. Spezielle Kippsensoren (waagrecht und senkrecht) melden zum Beispiel einen eventuellen Sturz der Person, extra laute Klingeltöne und zusätzlich verstärkte Vibrationsalarme machen einen Anruf auch für das nachlassende Gehör bemerkbar, oder spezielle Notruftasten (können beliebig programmiert werden) können im Notfall lebensrettend sein. Dies sind nur ein paar der exzellenten Ausstattungsmerkmale solcher Seniorenhandys. Natürlich gibt es noch weitere individuellen Features im Bereich dieser Telefonsparte. Ausgewählte externe „Administratoren“ können sich zum Beispiel von einem anderen Handy aus Zugriff auf das Seniorenhandy verschaffen und Einstellungen oder Ortungen vornehmen. Diese Funktion nennt man „over the air“ – Funktion.

Seniorenhandys sind mehr als nur eine Möglichkeit der Telekommunikation …

Im Schnitt könnte oder kann man behaupten, dass die speziellen Seniorenhandys viel mehr sind als rein nur Telefone. Diese Geräte sind  Kommunikationsbasis, Hilfe im Alltag, Hilfe in der Not und Verbindung zur Außenwelt in einem und demselben Gerät. Seniorenhandys machen nicht nur das Leben im Alter einfacher, sie können es vor allem auch in allen Lebenslagen retten. Die wohl bekannteste Herstellerfirma von solchen Seniorenhandys ist Doro. Mit diesen Geräten wird der Seniorenalltag zum sicheren Alltag!

 

Das Glück wohnt zuhause

Noch nie waren die Deutschen so glücklich wie heute. Zu diesem Ergebnis kommt der im September vorgestellte „Glücksatlas 2011“. Gemeinsam mit Forschern der Uni Freiburg hat das Institut für Demoskopie Allensbach auch herausgefunden, welche Altersgruppen sich am zufriedensten fühlen: Neben den 20- bis 30-Jährigen weisen die Deutschen ab dem 60. Lebensjahr die höchsten Glücks-Werte auf.

Lifta Treppenlift

Als wichtigste Gründe für das Glück im Alter nennt die Studie Gesundheit und Geselligkeit. Ein entscheidender Faktor für das Glück der sogenannten Best Ager ist auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Zuhause.
Entscheidend hierbei ist die seniorengerechte und barrierefreie Gestaltung der Wohnung oder des Hauses. Auch wenn die meisten Immobilien bei der Errichtung nicht altersgerecht konzipiert wurden, lassen sich die eigenen vier Wände leicht und ohne großen Aufwand an die Bedürfnisse des zunehmenden Alters anpassen.
Neben guter Beleuchtung, rutschfesten Bodenbelägen und einem bodengleichen Duscheingang muss vor allem für die Treppe eine barrierefreie Lösung gefunden werden. Eine komfortable und sichere Alternative zum täglichen Überwinden der Stufen sind Treppenlifte. Mit den modernen Liftsystemen lässt sich nahezu jede noch so verwinkelte Treppenanlage überwinden.
Für Menschen, die sich selbständig zu Hause bewegen können, aber Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben, ist ein Sitzlift meistens die optimale Lösung. Rollstuhlfahrer sind mit einem Plattformlift oder Hublift besser beraten.

Lifta Treppenlift Esprit

Neben den verschiedenen Treppenlift Arten bietet z.B. die Premiummarke Lifta auch zahlreiche Ausstattungsvarianten an, so dass sich die modernen Lifte auch optisch an den individuellen Einrichtungsstil geschmackvoll und dezent anpassen lassen. Die zuverlässigen und technisch robusten Treppenlifter sind zudem für den Innen- und Außenbereich erhältlich.
Dass ein Treppenlift für immer mehr Menschen zu einem ganz normalen – und oftmals unverzichtbaren – Einrichtungsgegenstand werden, beweist die steigende Zahl der Nutzer. So hat allein Marktführer Lifta bis zum heutigen Tag mehr als 80.000 Sitz-, Hub-, Plattform- oder andere Treppenlifte in diversen Ausstattungen aufgestellt. Für nahezu jede Treppenform, ob gerade oder kurvig, bietet Lifta das geeignetste Treppenlift-Modell.
Weil das eigene Zuhause für das Glück mit zunehmendem Alter eine große Rolle spielt, sollte man sich also rechtzeitig Gedanken über barrierefreies Wohnen machen. Denn laut der Zeiterhebungsstudie Gerostat verbringt ein 60-Jähriger fast vier Mal so viel Zeit zu Hause wie ein 30-Jähriger.

Fotos: Copyright Lifta

 

Auf anspruchsvollen Wanderrouten sollen die Schuhe den Fuß schützen und entlasten. Gerade wenn weite Strecken in der freien Natur zurückgelegt werden müssen, ist eine Entlastung des Fußes essentiell. Der Untergrund kann steinig, uneben oder rutschig sein, was sich auf die Gelenke mitunter sehr nachteilig auswirkt. An dieser Stelle wollen wir unseren Lesern einen speziellen Stiefel vorstellen, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufriedenstellend ist.

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Nov 232011
 

Als eine “Quelle des Glücks und der Gemütsruhe” bezeichnete der Philosoph Schopenhauer die Einsamkeit. Viele Künstler glauben an die schöpferische Kraft, die nur aus der Einsamkeit entsteht: zum Beispiel der Schriftsteller Thomas Mann oder der Pianist und Komponist Glenn Gould. Andere Menschen jedoch leiden unter Einsamkeit, fühlen sich isoliert und verlassen. Dabei lebt nicht jeder allein, der sich einsam fühlt – und nicht jeder der allein ist, fühlt sich einsam.

Einsamkeit

Der Weltumsegler Uwe Röttgering war im Jahr 2000 allein mit einem Segelboot unterwegs. 26 Monate lang, davon insgesamt 14 Monate ohne Kontakt zu anderen Menschen. Einsam hat er sich da nach eigener Aussage nie gefühlt. Heute lebt er in Berlin und arbeitet hauptberuflich in einer Immobilienfirma. In Berlin passiert es ihm häufiger, dass er sich einsam fühlt. Seine Erklärung klingt so einfach wie nachvollziehbar: Auf dem Boot war er in Bewegung, ständig gab es neue Dinge zu sehen, die ihn beschäftigten und inspirierten. In Berlin hasten hunderte Menschen um Uwe Röttgering herum, und er kennt keinen. Da fühlt er sich oft ganz plötzlich einsam.

Die Französin Madé Maylin lebte zehn Jahre lang in Paris. Sie arbeitete bei einer Finanzbehörde, heiratete, bekam drei Kinder. Aber trotz der vielen Aufgaben und Menschen fühlte sie sich einsam in der Großstadt. Die Kontakte der Menschen untereinander waren ihr zu oberflächlich. Immer stärker wurde das Gefühl, ein Rädchen in einem Getriebe zu sein, welches jemand anders steuert. Mit 30 Jahren verließ Madé Maylin Paris – um nicht mehr wiederzukehren. Sie trennte sich von ihrem Mann, nahm ihre drei Kinder und wurde Schäferin in einem einsamen Tal in den französischen Pyrenäen. Mit 60 Jahren lebt sie immer noch als Schäferin in genau dem Tal, in das sie vor 30 Jahren kam. Sechs Monate im Jahr ist sie in den Bergen auf einer Alm ganz alleine mit ihren 350 Schafen. Alleine, aber nicht einsam, betont Madé Maylin.

Jeder Mensch hat in seinem Leben immer wieder Zeiten und Phasen, in denen er allein ist. Alleinsein gehört zum Leben dazu, doch es wird ganz unterschiedlich empfunden und bewertet. Viele sind ungewollt allein, und diese Situation ist für sie mit einem unangenehmen Gefühl der Isolation, der Abgeschnittenheit von der Welt verbunden. Sie empfinden Alleinsein als negativ und belastend. Dieses negative Alleinseinsgefühl wird heute meistens als Einsamkeit bezeichnet. Einsamkeit ist also nicht das gleiche wie Alleinsein. Viele empfinden Einsamkeit – das Gefühl von anderen Menschen getrennt zu sein – auch wenn sie mit anderen zusammen leben. Auch mitten unter Menschen kann man sich einsam fühlen. Andere Menschen suchen das Alleinsein ganz bewusst und sind fasziniert, ja fast schon berauscht von den Erlebnissen, den Gedanken und der Kraft, die sie erfahren. Sie fühlen sich aber nicht isoliert und einsam, eben weil sie mit sich selbst etwas erleben. Deshalb betonen diese Menschen oft, dass sie allein, aber nicht einsam sind. Denn heute wird der Begriff Einsamkeit, ganz anders als früher, eher in einem negativen Zusammenhang benutzt.

Glück und Faszination der Einsamkeit ist ein Thema, welches sich durch die Jahrhunderte zieht und in fast allen Bereichen des Lebens zu finden ist. Noch vor 20, 30 Jahren war der Begriff Einsamkeit sehr positiv besetzt. Das Wort “einsam” verbreitete sich im späten Mittelalter in Deutschland und bedeutete zunächst “mit sich selbst identisch sein”, “bei sich sein”. Die großen Weltreligionen gehen auf religiöse Leitfiguren zurück, sei es Buddha, Jesus oder Mohammed, die in der Abgeschiedenheit Erkenntnis und Sammlung suchten. Bis vor drei Jahrzehnten noch stand der Begriff Einsamkeit als positive Bezeichnung für schöpferische Kraft, heroische Taten und Selbstfindung.

Heute gilt Einsamkeit als gesellschaftliches Problem. Noch nie wurde wissenschaftlich ein solcher Aufwand getrieben um das Phänomen Einsamkeit zu untersuchen. Eine Umfrage des Allensbacher Institutes aus dem Jahr 2003 zeigt, dass jeder dritte Deutsche Angst vor Einsamkeit hat. Und auch eine Ehe oder Beziehung bietet keinen Schutz: 16 Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer fühlen sich trotz Partnerschaft einsam. Einsamkeit ist seit etwa zwei, drei Jahrzehnten negativ besetzt: Wer einsam ist, sich einsam fühlt, gilt als Verlierer. Werbung und Medien verkaufen uns, dass Glück ausschließlich in der Gemeinschaft stattfindet, sei es in der Familie, in Cliquen oder unter Arbeitskollegen. Und zunehmend beginnen sich Menschen, die allein sind, auch einsam zu fühlen. Die Folge: Ihr Selbstwertgefühl schwindet und ihr Problem, soziale Bindungen zu knüpfen und so ihre Einsamkeit zu überwinden, wird immer größer. Noch nie gab es so viele Ratgeberbücher, psychologische Zeitungsartikel und Homepages, die Einsamen bei der Bewältigung ihres Problems zu helfen versuchen.

Da immer mehr Menschen unter Einsamkeit leiden, spezialisieren sich auch immer mehr Psychologen auf dieses Thema, zum Beispiel die durch viele Publikationen bekannte Psychotherapeutin Doris Wolf. Sie erklärt, dass es vor allem darum gehe, sich selbst zu mögen und sich selbst ein ausgefülltes Leben zu geben. Denn nur wer mit sich selbst zufrieden ist und allein etwas mit sich anfangen kann, der ist auch ein attraktiver Gesprächs- und Beziehungspartner für andere Menschen. Doris Wolf kommt zu dem Schluss, dass viele einsame Menschen sich in einer Spirale befinden, weil sie glauben, nur mit einem Partner und Freunden habe das Leben Sinn. Dabei vergessen diese einsamen Menschen oft völlig, etwas für sich selbst zu tun und vernachlässigen sich immer mehr, bis hin zur Unfähigkeit, überhaupt noch etwas tun zu können. Je verzweifelter aber diese Menschen einen Partner oder Freunde suchen, desto weniger finden sie jemanden. Denn instinktiv spüren mögliche Freunde, dass sie nur gebraucht werden, um jemand anderem einen Lebenssinn zu geben. Das kann und will in der Regel niemand. Die meisten Psychologen bezeichnen Einsamkeit als ein Gefängnis, dessen Türe nur von innen geöffnet werden kann. Das heißt, unter Einsamkeit leidende Menschen müssen selbst aktiv werden und nicht darauf warten, dass sie jemand von außen von ihrer Einsamkeit befreit.

(Quelle: planet-wissen.de)

 

Nov 012011
 

Sex im Alter ist insbesondere bei jüngeren Menschen noch ein Tabuthema. Zeit also mit Vorurteilen aufzuräumen.

Sex im Alter

Die zweite Lebenshälfte bedeutet Veränderung und Chance im Umgang mit der Sexualität. Es ist die Zeit, in der man neue, eigenständige Modelle im Verhalten und der Sexualität leben kann. Die Sexualität der zweiten Lebenshälfte kann nicht nach dem Muster der ersten gelebt werden.

Sex im Alter ist oft mit negativen Vorstellungen von Verlust, Behinderung und Krankheit verbunden. Eine Fülle von Vorurteilen und falschen Vorstellungen überlagert dieses Thema. Jeder kennt solche Sätze wie “Männer können nicht mehr” oder “Frauen haben keine Lust mehr”. So als seien ältere Menschen quasi automatisch asexuelle Wesen. Doch das Alter allein sagt reichlich wenig darüber aus, wie Menschen ihre Sexualität (er)leben.

Studien und Umfragen belegen, dass ältere Menschen häufig bis fast immer Lust auf Sex haben. Doch Wunsch und Wirklichkeit gehen oftmals stark auseinander. Aber nicht die typischen Erscheinungen des Älterwerdens verhindern erfüllten Sex im Alter. Vielmehr sind der fehlende Partner, Krankheiten, die mit Medikamenteneinnahme verbunden sind, Vorurteile und vor allem Sprachlosigkeit Gründe für das Nichterfüllen des Wunsches nach Sex.

Zumindest wird heutzutage wesentlich unbefangener über Sex im Alter gesprochen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 

Eine aktiv gelebte Sexualität hat gerade im Alter viele positive Effekte. Sie dient nicht nur der Lebensqualität und Vitalität ganz allgemein, sondern hat auch direkte gesundheitliche Auswirkungen. Die Durchblutung wird gefördert, Stoffwechselprozesse werden angeregt, die Beckenmuskulatur trainiert und die Hormonproduktion ganz natürlich stimuliert. Bei Schwierigkeiten hat die moderne Medizin wirksame Hilfsmittel zur Verfügung. Sehr hilfreich ist das vertrauensvolle Gespräch mit einem guten Hausarzt oder der Besuch einer Hormonsprechstunde bei einem Internisten oder Endokrinologen. Oft sind es ganz einfache Lösungen, die der Arzt anbieten kann.

Das Tabu “Sex im Alter” betrifft insbesondere Frauen. So wird deren Sexualität jenseits der Wechseljahre kaum erforscht. Die Tatsache, dass Frauen jenseits der Gebärfähigkeit oft sexuell aktiver sind als vorher, wird ignoriert. Die Hormonproduktion geht nicht zu Ende, sondern spielt sich neu ein.

Auch die Potenzstörungen des Mannes sind mit Vorurteilen behaftet. Man weiß, dass an Impotenz selten das Alter schuld ist, sondern Faktoren wie Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck, Übergewicht, Alkohol- und Zigarettenkonsum und nicht zuletzt psychische Gründe.
Für eine erfreuliche Sexualität müssen die Rahmenbedingungen stimmen, in welchem Lebensabschnitt auch immer.

Eine Seite der Sexualität im Alter ist die Tatsache, dass viele Männer und noch mehr Frauen in der zweiten Lebenshälfte über lange Zeit allein leben. Sie müssen auch ohne Partner eigene Wege für Zärtlichkeit und Sexualität finden. So bekommt auch die Selbstbefriedigung eine neue Rolle und wird von vielen Menschen in dieser Situation neu entdeckt. Selbstbefriedigung ist oft eine gute Lösung, mit vielen positiven Effekten. Einfache Hilfsmittel erleichtern den Einstieg in Formen der Sexualität ohne Partner. Solche Verhaltensweisen sind weit mehr als nur eine Notlösung. Sie sorgen für ein positives Körpergefühl, den Kontakt zum eigenen Körper und halten all die Funktionen wach, die Körper und Seele gut tun. Auch die Selbstbefriedigung wirkt durchblutungsfördernd und stimuliert auch noch jenseits der 60 die Hormonproduktion.

Ältere Menschen haben ein großes Potential an Erfahrung und Zärtlichkeit. Sie müssen es nur nützen. “Use it or lose it”, sagen die Amerikaner. “Mach es, oder du verlernst es.” Das gilt nicht nur für die Muskulatur des Sportlers, sondern auch für die Sexualität. Dabei ist nichts so individuell, wie die eigene Sexualität, ob in der Jugend oder im Alter. Man kann auch im Alter mit seinen vorhandenen Potentialen kreativ umgehen.

Quelle: WDR (www.wdr.de)

 

 
Der Wohn-Riester besitzt einen sogenannten Ratgeber, der Ihnen alles näher erläutert. Die Initiative der Bundesregierung 50plus greift hier ebenfalls ein. Die neue Wohn-Riester Förderung gilt für den Kauf, Bau oder Entschuldung einer Wohnung oder eines Hauses oder auch einer sogenannten Genossenschaftswohnung oder eines lebenslangen Dauerwohnrechtes. Man kann ein Riester – Darlehn oder einen Riester- Bausparvertrag abschließen. Diese Finanzierung von Wohneigentum wird als Standbein für die private Altersversorgung verwendet. Gefördert werden die pflichtversicherten Arbeitnehmer und deren Ehegatten. Der Bundesverband Initiative 50plus ist gemeinnützig. Menschen mit 50 sind für unsere Gesellschaft und für den Arbeitsmarkt noch nicht zu alt. Ob das schon alle Arbeitgeber wissen? Sicher nicht, dann gäbe es ja nicht so einen hohen Prozentsatz an Arbeitssuchenden in diesem Alter. Ob nun Riester – Darlehn oder Rieseter – Bausparvertrag es werden jedenfalls die über 50jährigen angesprochen, die noch viel an Ideenreichtum und Arbeitsleistung in unsere Gesellschaft einbringen können und wollen. Der Arbeitsmarkt sucht und er sollte sich auf die Richtigen besinnen und die Angebote der Arbeitsgeber dahingehend prüfen und revidieren in Richtung zu alt für diesen Arbeitsmarkt. Mit 50 sicher nicht.
 

Endlich. Ein Morgen, der ganz uns gehört. Die Stille, noch. Ein warmer Tag, der sich allmählich ausbreitet und uns vor allem sagen möchte das wir heute nicht diskutieren wollen, nicht streiten, nicht hetzen, nicht weinen, nicht grübeln sondern ruhen.

Wir können zum Beispiel hinausgehen und uns ganz der Natur widmen. Allein ein Stück mit den Gedanken und wir kommen zur Ruhe. Oder man sucht sich einen ruhigen Platz nach einem Spaziergang um eine Geschichte zu lesen, oder eine dieser Geschichten zu einem wundervollen Thema das in einer Zeit wie der unseren schon oft wie ein Brennpunkt scheint über den man dennoch kaum redet. Vielmehr hören wir uns klagen und ächzen und stöhnen als das wir uns besinnen:

Eine kleine Guten Morgen Geschichte …

„Ein Mann mit einem schmalen Rucksack bucht bei einem kanadischen Buschpiloten im Frühling einen Flug zu einem See mitten in einer sonst unzugänglichen Wildnis.
Das Wasserflugzeug landet, der Mann steigt aus und sagt dem Piloten, er solle zurückfliegen und ihn nächstes Jahr um diese Zeit wieder abholen. Der Pilot will das nicht glauben und lässt sich den Inhalt des Rucksacks zeigen: eine große Axt, Angelschnüre, Unterwäsche, ein Jagdmesser. Schließlich, da sich der Todeskandidat nicht umstimmen lässt, verspricht er in einem Jahr wiederzukommen und akzeptiert eine Vorauszahlung.
Ein Jahr später landet er an derselben Stelle. Am Ufer steht ein Blockhaus, aus dem lehmverputzten Schornstein wölkt Rauch. Die Hütte ist wohnlich eingerichtet, mit steinerner Feuerstelle, einem pelzbedeckten Bett, Tisch und Stuhl. Was ein Pilot zum Überleben braucht, ist anders als das, was ein Trapper braucht.
Das ist unvermeidlich. Aber wenn uns heute der Trapper so viel mutiger und tüchtiger erscheint als der Pilot, zeigt das doch, wie dumm wir durch unsere bequemen Dinge gemacht werden und wie viel Intelligenz die einfachsten Werkzeuge wecken ..“
Die ganze Geschichte erfährt man in diesem Buch:

http://www.wolfgang-schmidbauer.de/kulturpsychologie/die-einfachen-dinge

Doch halt. Ich habe noch einen Buchtipp, eine ähnliche Botschaft:

„Viele Menschen erleben die heutige Gesellschaft als beängstigend, weil wichtige Werte zu verschwinden scheinen:
soziale Verantwortung, Rücksicht, Fairness, Solidarität, Mitleid. Judith Giovannelli-Blocher, die “Alters-Expertin” (Die ZEIT) aus der Schweiz, zeigt, wie aus der je eigenen Lebenserfahrung Zuversicht und Gelassenheit gegenüber den Zumutungen einer sozial erkaltenden Welt erwachsen kann.
Ihre Geschichten handeln von Freundschaft und Familiensinn, von Verantwortung und der Verunsicherung bei der Begegnung mit Fremden, aber auch von der Fähigkeit, das Leben in die Hand zu nehmen. Ein klares, verständliches und starkes Buch – ein Ratgeber, der Mut macht, Trost spendet und die Gültigkeit grundlegender Werte neu erschließt.“

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-312-00459-1

Mit lieben Grüßen in einen sonnigen und erholsamen Sonntag in der jede Seele zur Ruhe kommen sollte

“Je intensiver man lebt, desto deutlicher sieht man
dass ‘die einfachen Dinge’ die wahrhaft größten sind.”

 

Endlich - die Fahrt mit dem Orientexpress

Fahrt nach Ankara (300 km / 5 Std. / 25 TL p.P. )

Um 10 starten wir nach sonnigem Frühstück auf der Terrasse hoch über Göreme mit Blick auf den Red Valley. Eine kurze Fahrt bringt uns nach Nevcehir, dort warten wir ½ Std (statt versicherter 10 min.) auf den Bus nach Ankara. Doch die herrliche Fahrt durch weite, fruchtbare Ebene am schneebedeckten Taurusgebirge entlang entschädigt uns schnell für die Warterei. Die Schneegipfel leuchten in der Sonne, hier blitzt ein See auf, dort ein Flusslauf. Um 12 Uhr erreichen wir nach kurzem Tankstop (Benzin 1,60 Euro) auf 4spuriger, mautpflichtiger Autobahn Aksaray, eine Großstadt am Fuß des Taurus . Dann geht es lange durch eine rosafarbene Wüste – oder ist das eine Fata Morgana? Nein, es ist ein schier endloser Salzsee „Tuz Gölü“, der abrupt endet und fruchtbares Land zulässt.

Sooo preiswert ist Busfahren in Syrien und Türkei

Ein endloser Salzsee dehnt sich rosa vor unseren Augen


Gegen 13 Uhr erneut ein nicht endender Salzsee, der noch nicht ausgetrocknet ist und weiße Salz-kristall-ufer hat. Keine Menschen weit und breit, nur die 2spurige Straße mit ihren Lastern.

Um 16oo Uhr sind wir in Ankara im Hotel Ogultürk *** , nachdem wir endlos an identischen Neubauvierteln, identischen Hochhausbauten und wieder Neubauvierteln vorbei fuhren. Steriler geht’s nimmer. Das Taxi zum Hotel kostet 20 TL, die Hälfte davon war das Taxi von Aleppo nach Antakia. -

In Ankara bemühen wir uns als Erstes um die Zugfahrt nach Istanbul. Wir wollen doch endlich mal Orientexpress – oder wie auch immer er jetzt heißen mag.

Wir kaufen die Tickets für den "Orientexpress"

 

Wir marschieren 1 km zum Bahnhof: Riesig, modern, steril. Infos hin und her, dann wissen wir, wo wir das Ticket bekommen. Am Schalter werden wir jedoch zurück gewiesen: Erst ne Nummer ziehen, dann warten, bis man aufgerufen wird. Wow. Da warten viele. Sitzreihen wie im Kino sind aufgebaut. Das kann dauern.

Das Prozedere am Ticketschalter geht dann relativ zügig, Keiner will Vaters oder Mutters Namen notieren – und dann haben wir tatsächlich Tickets für den Orientexpress!!!! Oder was???

Und so sieht das Prachtexemplar heute aus. Dafür ist es auch doppelt so teuer wie die Busfahrt. Aber was ist hier mit öffentlichen Verkehrsmitteln schon teuer.

Im Hotel stoßen wir wieder auf Unverständnis: Warum mit der Bahn, der Bus ist doch billiger und bequemer. Stimmt. Aber wir spinnen nun mal.

Mit den

Tickets in der Tasche erobern wir uns jetzt Ankara, schlendern durch den Souk / market : Schafsfüße und Schafsköpfe sind appetitlich offeriert.

 

 

Wir sind hungrig und finden kein Restaurant, nehmen schließlich mit einer Dönerbude vorlieb, wo man uns ein bisschen übers Ohr haut. Die Kolumne des Julian finden wir nicht, dafür aber unser Hotel und einen vorzüglichen Wein aus Kapadokien , den ich – abrakadabra – aus dem Koffer zaubere.

Inschala klappt das morgen mit dem Zug.

 


Es klappt!! Morgens klettern wir hinauf zur Zitadelle und sind sehr überrascht, innerhalb der Mauern eine Kleinstadt vorzufinden mit engen Gassen und mehrstöckigen Häusern. Das Taxi bringt uns später zum Bahnhof, der Bahnsteig ist gestopft mit Menschen, der Zug kommt püntlich um 11.10 Uhr !!!!! und unser Abteil ist voll besetzt. Gut, dass wir Plätze gebucht haben. Der TCDD, ein Hochgeschwindigkeitsexpress, fährt 252 km/std. Und so fühlt sich das auch an. Wir fliegen durch Hügellandschaften, Felder und Wiesen, Seen mit Störchen, Dörfer und Städte. Besonders rassant ist das im Gebirge, wo die Felsen nah an den Zug heranrücken.

Nach 1 Std. Ankunft in Eskisehir mit 10 min. Verspätung.

 

Hoffentlich wartet der Anschlusszug. Oh je, der steht auf dem Nachbargleis, Treppe runter – Treppe rauf. Und dann noch den richtigen Wagen finden! Aber da sind sofort zwei junge Männer, die sich unseres Gepäckes ermächtigen. Wir eilen hinterher, und als unsere Koffer im richtigen Wagen verstaut sind, verschwinden die beiden ohne Bakschisch, während der Zug anfährt. Dieser Zug ist nun viel weniger elegant. Wie schön, dass man auf uns gewartet hat. Auch dieser Zug ist voll besetzt.

Um 14oo Uhr sind wir durch viele Tunnel und über Brücken hoch oben im Gebirge. Die Lok dampft und stampft und stinkt und hält schließlich in Bilecik, eine weitläufige Gebirgs- und Industriestadt. Immer höher steigt der Zug jetzt ins Gebirge, schroff, zerklüftet, an einem Gebirgsbach entlang. Felswände zum Greifen, Tunnel, Brücken in abenteuerlicher Höhe. Der Himmel ist bewölkt, die Wolken sind sehr nah.

Die Schlucht öffnet sich, das Wildwasser ist mit Beton gebändigt, die Straße ist auch wieder da. Sattes Grün, breitflächig blühendes Gelb.

Eifrige Bautätigkeit an der Trasse. Das Wildwasser, das wir so lange begleitet haben, wird zum reißenden Fluss. Jetzt fahren wir drüber, es muss der Sakarya sein.

Mit ½ Std. Verspätung kommen wir um 16.30 Uhr in Istanbul am legendären Bahnhof Hydarpasa an, dem phantastischen Gebäude WilhemsII. Mit der Fähre geht’s nach Karaköy, dann genehmigen wir uns ein Taxi zum bereits vertrauten Hotel Nezih am großen Basar.

Gewürze appertitlich offeriert

Topkapi – Zysterne – Taksim

Es ist kalt in Istanbul. Irmgard entscheidet sich für Topkapi, ich kenne das schon und schlendere durch die Gassen entlang am Goldenen Horn, besichtige nahe Hagia Sophia die Zysterne mit ihren 336 Säulen, die 9 m hoch sind. Aber zu viele Schulklassen lärmen zu laut.

Abends entscheiden wir uns für Taksim, das modernste Viertel Istanbuls.

Mit der Straßenbahn nach Karaköy, per U-Bahn (der kürzesten der Welt?) nach Tuner und mit der nostalgischen Tram, einer Zahnradbahn, bis zum Taksim-Sqare.

nostalgische Tram zum Taksim-Square

Von dort schwimmen wir mit den Menschenmassen bergab, die Istiklal Caddesi, Istanbuls Amusiermeile runter, vorbei an prachvollen Konsulaten und später angesagten Bars. In einer Seitengasse ein edler Fischmarkt, darüber noch edlere Fischlokale. Noch viel gäbe es hier laut Führer zu entdecken, aber das Bett ruft, denn die Strecke U-Bahn und Tram haben wir auf dem Rückweg zu Fuß zurück gelegt.

 

Bosporus-Rundfahrt

Wunderbar!! Straßenbahn nach Eminönü, dann mit dem Linienschiff 10.35 Uhr von Eminönü ab mit leider zu vielen Touris, die das Gleiche wollen. Wir kreuzen hin und her zwischen Europa und Asien, vorbei an prachtvoll pastellfarbenen Holzvillen im Zuckerbäckerstil, besonders in Arnavutköy. Vorbei auch an dem luxuriösen Bebek, der vornehmsten Adresse der Stadt. Wer hier wohnt, hat ein schnittiges Cabrio in der Garage und eine Yacht im Hafen.

Die Mehmet Fati Brücke spannt sich in unglaublicher Höhe und Länge neben der trutzigen Festung Rumeli Hisari über den Bosporus.

Herrlich die Yalis – die Bosporusvillen der Haute Volee.

 

In Anadolu Kavagi endet die Fahrt nach 32 km und wir besteigen die dortige genuesische Festung mit Blick auf die Pforte zum Schwarzen Meer. Die Sehnsucht packt uns, da wollen wir hin!!!

 

In einem leckeren Fischrestaurant dort oben nähren wir unsere Sehnsucht, genießen den Blick auf die winzigen Lastkähne tief unter uns , die durch den Bosporus ins Schwarze Meer fahren.

Gesättigt, bei bester Laune und bestem Licht treten wir die Rückfahrt mit unserer Fähre an.

 

Tour durchs Goldene Horn

Das goldene Horn ist keine Landmasse wie Kap Horn in Südafrika, sondern ein 11km langer und max. 400 m breiter Meeresarm, der den europäischen Teil der Stadt durchschneidet. „Halic“ – Meerbusen nennen ihn die Türken.

Wir starten hinter der Galatabrücke und kurven mit der Fähre hin und her. Schon an der Brücke erreicht uns Festtagsstimmung, die Brücke ist verstopft mit Menschen, die sich fahnenschwingend über uns stauen. Auf Taksim-Square wird bald der Teufel los sein, da gibt’s die Maikundgebungen.

Wir zögern, an der Endstation Eyüp auszusteigen, doch der Hunger treibt uns in ein nahes Straßenlokal und wir teilen uns eine hier berühmte Riesenkartoffel, die im Feuerofen gebacken und dann mit leckeren Inhalten vermischt und gefüllt wird.


 

 

Alle Frauen sind verhüllt, viele ganz in Schwarz – wir sind im heiligsten Viertel Istanbuls. Hier steht neben der Moschee der Sarkophag Eyüps, dem Bannerträger und engsten Freund des Propheten und der Besuch seines Mausoleums ist fast so wichtig wie der Hatch nach Mekka.

Gut gesättigt und verhüllt wallfahren auch wir zu Eyüp und die Inbrunst der Betenden zieht mich in ihren Bann.


 

In der Moschee ist Gottesdienst und ein Immam liest aus dem Koran. Der riesige Raum ist bald dicht gedrängt von auf den Fersen sitzenden Männern. Keine Frauen. Sie sind – von hier unsichtbar – auf einer Tribüne. Wir halten uns am Rande und werden nicht beachtet. Draußen treffen wir dann auch auf die königlich gewandeten etwa 7jährigen Jungen, die an Festtagen hierher zur Beschneidung gebracht werden.

 

Weil sich fromme Muslime in Eyüps Nähe bestatten ließen, ziehen sich die Grabanlagen endlos den Berg hinauf und wir folgen ihnen bis zu Piere Lotes Cafe. Eilige Touris werden hier per Gondel heraufgebracht.

Zurück in der Stadt fahren wir mit dem Bus nach Fener, um die berühmte Chora-Kirche zu besuchen.

Schwer zu finden führen uns drei Kinder durch den morsch-verwitterten Charme des alten Istanbul, das als Hochburg der Islamisten gilt.

 

Die Chora-Kirche klein, uralt, überlaufen, teuer (15 TL, 7,50E) tolle Mosaiken.

Später endloses Verlaufen.

Der Tag ging nicht so gut zu Ende.

 

Schwarzes Meer

Unsere Fahrt ans Schwarze Meer starten wir am Busbahnhof Harem. Nur 3,50 Euro zahlen wir für 1,5 Std einfache Fahrt. Jetzt geht es endlos durch Istanbul, bis man mal rauskommt aus der Stadt durch Wälder und an Seen vorbei.

Dann das Schwarze Meer. Spaziergang am langen Sandstrand, üppiges Essen im Strandrestaurant.

Der Badeort Sile, 72 km von Istanbul entfernt, wirkt ungepflegt mit geringem Angebot. Was könnte man aus diesem Sandstrand machen!!

Erst abends spät kommen wir zurück nach Istanbul, fahren bis zur Endstation, das ist leider der falsche Ausstieg und wir sind sehr weit weg von der Fähre .

 

Prinzen-Inseln

Na ja, eigentlich wollte ich nicht hin. Man muss sie auch nicht gesehen haben. Die Türken nennen sie „Kizil Adalar“, rote Inseln. Ihren Namen haben sie nicht etwa, weil sie so fürstlich sind, sondern weil hier unliebsame Prinzen verbannt wurden, so sie nicht gelyncht wurden. Die Fähre ab Eminönü ist billig und überfüllt. Erst die Rückfahrt am frühen Nachmittag ist angenehm leer und wir haben 2 Std. sightseeing auf dem Marmarameer.


 

Stressig ist später der Gewürzbasar oder Ägyptische Basar an der Neuen Moschee.

Er geht in den Großen Basar quasi über und das tun wir uns nicht lange an.


 

Rückflug

 

Der Shutle-Dolmush holt uns pünktlich um 8,30 Uhr, und Irmgards Ängste, ob das wohl alles klappt, erweisen sich als unnötig. Pünktlicher Abflug in halb leerer Maschine, von oben ein ergreifender Blick auf Marmarameer, Bosporus und Schwarzes Meer. Dann hindern Wolken die Orientierung.

In Frankfurt fehlt meinem neuen Koffer aus Damaskus ein Rad. Nur mühsam komme ich mit dem schwankenden Gefährt zum S-Bahnhof, dann die Rolltreppe hoch und zur Regionalbahn nach Gießen. Per Handy bat ich Minicar Otto, mich am Bahnsteig2

um 16 Uhr abzuholen. Tatsächlich trug mir dann der Taxifahrer meinen lädierten Koffer die lange Strecke zum Auto und schließlich meine hohe Treppe hoch bis in die Wohnung.Unterwegs verloren wir weitere Teile der Rollenhalterung. Der Koffer ist Schrott. Es wird einen neuen geben. Inschallah.

 

Kosten der Reise:

126 E Flug 57 E Bahn u. Taxen

140 E Fahrten u. Hotels 1.200 Bar-Abhebung Ca. 1500 Euro Gesamt.

Jun 022011
 

Nun, ich bin kein gebürtiger Schwabe, lebe jedoch gern seit über 20 Jahren im Schwabenland und mochte bald die eine oder andere Ausdrucksform weil es lustig klingt für eine “Nichtschwäbin”. Immerhin verstehe ich nun auch ein bissle schwäbisch und habe mir sicher das eine oder andere selbst schon zu Eigen gemacht.

Lavendel

Nun jedoch zum eigentlichen Thema – dem Haschen und Haben und Halten.

Momentan weiß ich niemanden mit dem ich eine Beziehung führen wollte und habe demzufolge für eine Zeit nur noch mich allein. Doch so eine Geschichte ist so alt wie die Menschheit. Mindestens! Ich weiß. Also kann ich ja einmal eine meiner Versionen berichten und schon reihe ich mich ein. Weiser und klüger als zuvor weil selbst erlebt und nicht nur erzählt bekommen oder gelesen.

Man begegnet sich zufällig, verschaut sich und schon befinden sich zwei mitten in einem Reigen dem man kaum noch entrinnen kann. Wie eine Geiselnahme, doch in diesem Fall hat Frau sich selbst die Handschellen verpasst. Wer sollte also wen jetzt bestrafen? Um also zu meiner Hascherei zurück zukommen, „Hasch’ mich, ich bin der Frühling“ – fällt mir spontan dazu ein und noch etwas, denn es ist wesentlich: Jedem Frühling folgt der Sommer, der Herbst, der Winter.

Meine Geschichte: Ich hatte einmal einen Freund. Fühlte ihn als meine größte Liebe und er hatte mich gern. Erst hatte er mich gern und ich ihn und dann plötzlich, fast drei Jahre später, konnte er mich gern haben. Nach X- Streitgesprächen und dem
Hickhack von „ich bin dann mal weg und komme niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiie wieder“ und „Verzeih‘ mir, ich hab’s nicht so gemeint“ sollte ich, als ich eine sinnvolle Frage zur Entwicklung unserer Beziehung gestellt habe, vollkommen überraschend nur einen einzigen Satz hören und alles in mir fühlte sich hart und wie versteinert an. Alle meine möglichen weiteren Fragen verstummten.

Ich war sprachlos und ich schwöre, das zählt nicht zu meinen Stärken. Diesen einen Satz und den Blick dazu werde ich wohl nicht so schnell verdrängen:

„Ich will die Welt retten und mein nahes Umfeld steht mir im Weg”

Hat nicht viel Heiterkeit so ein plötzliches AUS und so hat es zunächst einmal Tränen gekostet. Das können wir Mädls auf Knopfdruck aber hier stand plötzlich auch noch der Reißverschluss offen. Tränen, Trauer, Schweiß, vorübergehende Mutlosigkeit, Zweifel und Nerven. Es kostete vor allem aber unwiederbringliche Lebenszeit.

Blut kostete es nicht, denn das spende ich vorsorglich regelmäßig. Vor allem weil es Leben retten soll und nicht vernichten. In Momenten wie diesen, in denen man erfährt im Wege zu stehen und damit dafür gesorgt wird das “frau”, also ich, “ihr” Leben vorübergehend selbst in Frage und sich damit für eine Zeit gern selbst in den Weg stellt, spende ich besonders gern. Es ist nämlich gerade dann höchstwahrscheinlich das einem das Blut in den Adern gefriert. Dann ginge ja gar nichts mehr und dem
gilt es möglichst in aller erster Linie vorzubeugen. Blanker Selbstschutz sozusagen und das sollte ich mir einmal beim Deutschen Roten Kreuz patentieren lassen.

Eine Notrufnummer “SOS” für alle die soeben nicht mehr wissen warum ihnen das geschieht und die vollkommen verloren und selbstlos bis auf den letzten Tropfen Blut ausgesaugt werden könnten, vorausgesetzt man bekommt es aufgetaut.
Sollte ich also das Auftauproblem geklärt bekommen, melde ich es als Patent an und rette selbst die Menschheit.

Ich     habe     Blut     geleckt, ich bin lernfähig.

Weder sein noch mein Blut habe ich also vergossen und bin gegangen weil mir jedwede Gewalt zuwider ist. ‚Gut so‘
sage ich mir im Nachhinein. Die Welt steht nur scheinbar still und nun, ein paar leere Sonntagabende mit Krimi und Taschentüchern weiser, bin ich sicher das es im anderen Fall vermutlich wie in den meisten Tatort Krimis,
welche Beziehungskistenrennen als Fundament für das Bühnenstück nehmen, ein Blutvergießen hätte geben können. Dies wiederum so spontan das weder das DRK noch ein Krankenhaus hätten etwas damit anfangen können. Und was das schlimmste
wäre, oberungerecht? Wenn sie hätten kommen müssen um den Rest des ‘Weltenretters’ wieder zusammen zu flicken und dazu dann ausgerechnet meine kostbare Blutspende dafür einsetzen.

Was mir also blieb ist eine Zeit die quälende Frage, wie kann ich blöde Kuh über drei Jahre einen Menschen lieben der eigentlich, warum auch immer, meint die Welt retten zu können? Es zu wollen lässt einen erwachsenen Menschen, der´mit diesen Worten eine solche Abfuhr erfährt, schon erschauern. Und die Aussicht im Weg zustehen, wenn man sich bisher als das nahe, das naheste Umfeld überhaupt, betrachtet hatte … lässt die Dinge, die einem in einer Beziehung schon eine Weile Sorgen bereiten dann wohl restlich ins Wanken bringen.

Und nun? Stehe ich nicht am Anfang und nicht am Ende sondern mir vor allem selbst nicht länger im Weg weil ich mich gern hab und weil es mir ja auch einiges gebracht hat eine Zeit an Liebe, Vertrauen und Fürsorge zu glauben. Das
jedenfalls lass ich mir nicht nehmen und nach einer Trauer die wohl verständlich ist, lache ich der Welt – weder kann ich sie retten noch sie mich – zumindest wieder ins Gesicht und frag‘ sie wohlgelaunt:

„Hascht mi?“

 

Nachdem sich sonst niemand dafür zuständig fühlt, ein nationales Treffen zu organisieren, findet dieses zum dritten Mal in München statt.

In der Planung sind:

Nachtwächtertour,

Donisl, Hofbräuhaus oder ein anderes bekanntes bayerisches Lokal,

ein Ausflug am Samstag

Besuch des Valentin-Musäums (keine Bange, das ist so richtig geschrieben). Es ist ganz klein und es gibt ein ebenso kleines Cafe dabei mit Abendprogramm.

Stadtrundfahrt mit dem Bus oder mit einer alten Trambahn (das ist das bayerische Wort für “Straßenbahn”).

Nur, damit ihr so ein kleines Gefühl bekommt, was euch erwarten könnte.

Die Planung ist aber erst im Anfangsstadium, es kommt natürlich noch genauer. Wer kommen will, bitte bei Daisy59 anmelden, damit die Reservierungen vorgenommen werden können. Um Zimmer bitte selbst kümmern, bitte rechtzeitig, denn 14 Tage später beginnt das Oktoberfest und es könnte vielleicht schon etwas eng werden.

So, nun schauen wir mal, wer da kommt …

Daisy DuckDAISY

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