Gesundheit

Ist der Viagra Wirkstoff Sildenafil bald ohne Rezept erhältlich?

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Der Wirkstoff Sildenafil wurde 1988 von dem pharmazeutische Unternehmen Pizer auf den Markt gebracht. Damals wie heute gilt das Medikament, das unter den Namen Viagra weltberühmt wurde, als ultimative Lösung für männliche Potenzprobleme. Aufgrund der Rezeptpflicht und der Tatsache, dass Potenzprobleme nach wie vor zu den Tabuthemen gehören, blüht der Schwarzhandel mit den blauen Potenzpillen. Jetzt soll das Medikament gegen erektile Dysfunktion (Impotenz) ohne Rezept in Apotheken erhältlich gemacht werden.

Sildenafil immer noch rezeptpflichtig

Das Patent des Pharmaunternehmens Pfizer für das Medikament ist bereits im Jahr 2013 ausgelaufen. Schon damals hatten viele Männer gehofft, dass Viagra endlich rezeptfrei in deutschen Apotheken gekauft werden könnte und so der Gang zum Arzt erspart bleiben würde. Zwar endete der Patentschutz pünktlich, doch blieb die Verschreibungspflicht für Sildenafil Generika bestehen.

Schwarzhandel mit Potenzmittel blüht

Wer den Arztbesuch scheute, musste sich das Potenzmittel zwangsläufig über andere Quellen besorgen. Der Schwarzmarkt blüht, allerdings
mit oftmals verheerenden Folgen für die von erektiler Dysfunktion betroffenen Männer. Oft enthalten diese, meist über das Internet bestellten Medikamente, nicht die original Inhaltsstoffe und wirken daher nicht oder verursachen gesundheitsschädliche Nebenwirkungen.

Mit der Freigabe als sogenanntes OTC-Medikament könnte damit jetzt Schluss sein. Eine entsprechende Freigabe würde bedeuten, dass Sildenafil, wie es bereits in einigen Ländern der Fall ist, frei in Apotheken erhältlich wäre.

Was ist ein OTC-Medikament?

Das Kürzel OTC stammt aus dem Englischen und steht für „Over the Counter“ , was frei übersetzt den Verkauf über die Ladentheke bedeutet. Somit handelt es sich bei einem OTC-Medikament um ein Arzneimittel, das ohne vorherige Konsultation eines Arztes, ohne Rezept beispielsweise in zugelassenen Apotheken verkauft werden darf.
Die Entlassung eines Medikaments aus der Verschreibungspflicht wird als OTC-Switch bezeichnet.

Welche Bedeutung hat der Sildenafil OTC-Switch für Apotheken?

Ein OTC-Switch hinsichtlich des Wirkstoffs Sildenafil bietet sowohl den Apotheken als auch den Patienten einige Vorteile. Sollte Sildenafil in Deutschland aus der Verschreibungspflicht entlassen werden, wird zugleich die Beratungskompetenz der Apotheken intensiviert. Das bedeutet, dass der Apotheker den Kunden eingehend berät und ihm direkt vor Ort bei seinem Problem helfen kann. Somit wird die Position des Apothekers als Arzneimittelexperte gegenüber dem Kunden erheblich gestärkt.

Welchen Vorteil bietet der OTC-Switch dem Patienten?

Durch die Entlassung des Wirkstoffs Sildenafil aus der Verschreibungspflicht könnte Männern mit Potenzschwierigkeiten eine zuverlässige sowie unbürokratische Soforthilfe zur Verfügung gestellt werden. Viele Männer würden eine Freigabe vermutlich befürworten, da sie den Besuch eines Arztes, vor allem aufgrund des brisanten Themas Impotenz, bisher vermieden haben. Zudem kann durch den OTC-Switch die Flut an gefährlichen und oft völlig überteuerten Potenzmitteln vom Schwarzmarkt wirkungsvoll unterbunden werden.

Ist Sildenafil in anderen Ländern bereits rezeptfrei erhältlich?

In Großbritannien wird die Freigabe von Sildenafil als OTC-Mittel möglicherweise bald stattfinden. So soll Viagra in einer Dosierung von 50 mg aus der Verschreibungspflicht genommen werden. Die britische Ärztekammer hat diesbezüglich keine Bedenken. Im Rest von Europa sieht das allerdings anders aus. So hatte die zuständige Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erhebliche Bedenken, das Medikament, insbesondere wegen der Nebenwirkungen, von der Rezeptpflicht zu befreien. Daher wurde ein 2008 von Pfizer gestellter Antrag auf einen OTC-Switch abgelehnt.

Viagra in Großbritannien bald in der Apotheke erhältlich?

Aktuell sieht es für eine Befreiung des Medikaments Viagra von der Verschreibungspflicht recht gut aus. Zumindest die britische Ärztekammer (Royal Pharmaceutical Society) scheint den Antrag von Pfizer zu unterstützen. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings, dass die Apotheken mit entsprechenden Informationsmaterialien ausgestattet werden.

Großbritannien hatte bereits im Jahr 2007 über die Drogeriekette Boots im Rahmen eines Modellversuchs Viagra ohne Rezept herausgegeben. Der Versuch fand allerdings nur in drei ausgesuchten Städten, unter anderem in Manchester statt. Zudem wurde das Potenzmittel nur für einen Zeitraum von sechs Monaten an ausgesuchte Probanden verteilt. Dennoch waren die Erfahrungswerte die der Modellversuch lieferte durchaus positiv. Dennoch dauerte es noch bis 2017, bis der nächste Antrag von Pfizer eingereicht wurde.

In Neuseeland gibt es Viagra bereits rezeptfrei in Apotheken

In Neuseeland wird das Potenzmittel Viagra bereits seit geraumer Zeit als OTC-Medikament in Apotheken verkauft. Auch in Polen ist in diesem Punkt fortschrittlicher. Bereits 2016 wurde der OTC-Switch erfolgreich durchgeführt. Daher kann heute in Polen ein Sildenafil- Generikum in der Dosierung von 25mg und in einer Päckchengröße von 2 Tabletten ohne Rezept erworben werden.

Ist ein OTC-Switch in Deutschland möglich?

Ob der Antrag des Unternehmens Pfizer in Deutschland erfolgreich sein wird, ist fraglich. Sicherlich sind die Bedenken der zuständigen Behörden und der Ärztekammer hinsichtlich eventueller Nebenwirkungen und dem Risiko eines Medikamentenmissbrauchs nicht von der Hand zu weisen.

Dennoch haben die Erfahrungen anderer Länder gezeigt, dass es mit dem rezeptfreien Verkauf von Viagra beziehungsweise einem entsprechenden Generikum keine besonderen Schwierigkeiten gegeben hat. Dennoch werden sicherlich noch einige Jahre vergehen, bis ein möglicher OTC-Switch tatsächlich durchgeführt wird.

Magnesiummangel – Das kann gefährlich werden!

Magnesium ist ein sog. Mineralstoff, der mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, sind in jedem Falle ausreichend mit Magnesium versorgt. Vor allem bei Fehlernährung und bei einigen Krankheiten kann es jedoch zu einem Mangel an Magnesium kommen. Dieser zeigt sich durch einige Symptome, die den Alltag des Betroffenen mitunter stark einschränken können. Beim Magnesiummangel handelt es sich um einen ernsthaften, gesundheitlich sehr bedenklichen Zustand, der einer ärztlichen Behandlung bedarf.

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Im menschlichen Körper ist Magnesium an etwa 300 Enzymreaktionen beteiligt. Außerdem beeinflussen freie Magnesiumionen das Potential an den Zellmembranen und wirken als sekundärer Botenstoff im Immunsystem. Sie stabilisieren weiterhin das Ruhepotential von Muskelzellen, Nervenzellen und Zellen des autonomen Nervensystems. Magnesium ist somit ein Stoff, der viele wichtige Aufgaben im menschlichen Körper übernimmt. Um den korrekten Ablauf all dieser Aufgabe garantieren zu können, muss Magnesium täglich in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden.

Magnesiummangel: Wann tritt er auf?

Bei einer Fehlernährung kann es zu einem Mangel an Magnesium kommen. Doch auch Menschen, die sich ausgewogen ernähren und Magnesium in ausreichender Menge zu sich nehmen, sind nicht vor einem Mangel geschützt. Bei einer verminderten Aufnahme des Magnesiums im Darm und bei einer zu starken Ausscheidung von Magnesium durch die Haut oder die Nieren kann es ebenfalls zu einem Mangel kommen. Um einem solchen Mangel vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, immer ausreichend zu essen und sich nicht einseitig zu ernähren. Da Krankheiten bzw. Störungen der körperlichen Abläufe sich nicht ausschließen lassen, ist es wichtig, Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt regelmäßig in Anspruch zu nehmen.

Vor allem Alkoholismus, chronische Erkrankungen des Darms, chronische Erkrankungen der Nieren und Diabetes verschlechtern die Magnesiumbilanz des Körpers. Sollten Sie an einer Krankheit leiden, die diesem Spektrum zuzuordnen ist, ist es ratsam, den Hausarzt um Rat zu fragen.

Neben den genannten Ursachen können auch einige Medikamente die Magnesiumbilanz des Körpers verschlechtern und so zu einem Mangel führen. Auch genetische Ursachen sind möglich.

Magnesiummangel: Auswirkungen

Da Magnesium zahlreiche Körperfunktionen beeinflusst, treten bei einem Mangel zumeist mehrere Symptome auf. Beim Magnesiummangelsyndrom handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die dringend behandelt werden muss. Die Folgen des Magnesiummangels können mitunter lebensgefährlich sein.

Es kann zu folgenden Symptomen kommen:

• Muskelkrämpfe
• Muskelzucken
• Müdigkeit
• schnelle Erschöpfbarkeit
• innere Unruhe
• Reizbarkeit
• Kopfschmerzen
• kalte Füße
• Geräuschempfindlichkeit
• Verwirrtheit
• Grübeln
• Taubheitsgefühle in den Extremitäten
• übermäßiges Schlafbedürfnis
• Herzklopfen, Herzrasen
• Schwächegefühl
• Kreuz- und Rückenschmerzen
• Durchblutungsstörungen
• neurologische Symptome
• Muskelschwäche
• Oberbauchbeschwerden
• Koliken

Alle genannten Symptome sind recht unspezifisch. Sie treten auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auf und lassen nicht direkt auf einen Magnesiummangel schließen. Es konnte beobachtet werden, dass die auftretende Symptomatik sich bei verschiedenen Altersgruppen zum Teil stark unterscheidet. Bei Erwachsenen treten vor allem schnelle Erschöpfbarkeit, Depressionen, Ängste, ein erhöhtes Schlafbedürfnis, Muskelkrämpfe in den Waden sowie in der Gefäß- und Eingeweidemuskulatur, Kopfschmerzen, Oberbauchbeschwerden und Koliken auf. Ab dem 40. Lebensjahr sind auch neurologische Ausfälle zu beobachten. Die auftretende Muskelschwäche wird in der Regel als sehr belastend wahrgenommen. Die Gefahr eines Schlaganfalls ist bei Magnesiummangel leicht erhöht.

Sollten Sie befürchten, an einem Magnesiummangel zu leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Magnesiummangel muss ärztlich behandelt werden.

Wenn die Nacht zur Belastung wird

Extremes Schnarchen kann nicht nur die Gesundheit schädigen, sondern auch die Partnerschaft empfindlich belasten. Neben jedem Schnarcher, der in einer Beziehung lebt, liegt nachts oftmals der Andere wach und findet keine Ruhe. Sägen, Prusten und andere Laute, die beim Schnarchen von sich gegeben werden, stören den Betroffenen selbst in der Regel gar nicht. Doch für denjenigen, der hellwach daneben liegt und nicht in den Schlaf findet, kann die Nacht zur Qual werden. Zu wenig Schlaf, daraus resultierende Müdigkeit und Reizbarkeit können zu einer echten Belastung für eine Beziehung werden. Doch was kann man dagegen tun?

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Probleme ehrlich ansprechen und Einsicht einfordern

Viele Menschen, die mit einem Schnarcher zusammenleben, kennen das Problem: Neben dem Schnarchen an sich, was schon belastend genug wäre, kann der andere die Belastung nicht nachvollziehen. Dies ist erst ein mal nicht verwunderlich, denn schnarchende Menschen hören sich selbst im Schlaf nicht und wissen am nächsten Morgen von nichts. Es kommt nicht selten vor, dass das eigene Schnarchen geleugnet oder heruntergespielt wird. Zur gestörten Nachtruhe gesellt sich dann noch das Problem, dass man sich nicht ernstgenommen fühlt und glaubt, die nächtliche Unruhe ertragen zu müssen. Diese Situation kann jedoch eine Beziehung auf Dauer vergiften. Schnarcher müssen erkennen, was nachts geschieht und wie sehr der andere darunter leidet. So manchem hat es schon die Augen und Ohren geöffnet, wenn der Partner nachts einmal die Geräuschkulisse aufgezeichnet hat. Viele können sich nicht vorstellen, dass sie selbst so laut schnarchen. Haben sie aber einmal eine solche Tonaufnahme gehört, können sie sich besser vorstellen, was es heißt, über Stunden und häufig jede Nacht wach zu liegen und dem zuhören zu müssen. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung der Problematik – wer etwas gegen sein Schnarchen tun will, hat heutzutage zahlreiche Möglichkeiten.

Schnarchen im Alter

Wenn der Mensch älter wird, finden körperliche Umbauprozesse statt, die das Schnarchen begünstigen können. Zum einen wird das Gewebe weicher, was dazu führt, dass die Gewebespannung vor allem bei Frauen deutlich nachlässt. Zudem schlafen viele ältere Menschen aufgrund von orthopädischen Problemen eher auf dem Rücken. Genau diese Schlafhaltung verstärkt allerdings die Gefahr, dass die Zunge nachts zurückfällt und eine Mundatmung einsetzt. Zu berücksichtigen ist eine eventuelle Zunahme des Zungenvolumens im Alter (Akromegalie). Während die Zunge größer wird, entwickelt der Mundraum nicht gleichzeitig mehr Platz. Diese Enge und die Fehlpositionierung der Zunge im Schlaf können das Schnarchen verstärken. Ein entscheidender Aspekt ist immer auch Übergewicht, welches sich im Alter häufig einstellt. Jedes Kilo zu viel lagert sich natürlich auch im Halsbereich ein und drückt dort gerade im Liegen auf den Atemkanal. Dies führt dazu, dass die ohnehin engen Wände des Atmungsschlauches noch leichter kollabieren und der Mensch zu schnarchen beginnt.

Möglichkeiten der modernen Medizin nutzen

Schnarchen, welches eine Partnerschaft immens belasten kann, wird im Detail immer unterschiedliche Ursachen haben. Eine fundierte Ursachenforschung ist der erste Schritt, um das Problem nachhaltig anzugehen. So sollte beispielsweise eine potentielle gefährliche Schlafapnoe von einem Facharzt ausgeschlossen werden. Darüber hinaus können Schnarcher selbst einiges tun, um dem Partner nachts mehr Ruhe zu gönnen und sich selbst zu einem leisen Schlaf zu verhelfen. Manchmal reichen Änderungen im Alltag. Reduktion von Übergewicht kann beispielsweise helfen, weniger zu schnarchen. Manche Ärzte sehen einen Zusammenhang zwischen schwerem Essen am Abend und einem Schnarchproblem. Auch Alkohol am Abend wird zu einer verringerten Muskelspannung beitragen, die ihrerseits wieder das Schnarchen begünstigt. Zuletzt kann die bewusste Änderung der Schlafposition manchmal das Schnarchen erheblich reduzieren oder gar abstellen.

Wenn kleine Änderungen der Alltagsgewohnheiten nicht reichen, sollten die Möglichkeiten der Medizin in Anspruch genommen werden. Spezielle Nasenklammern können Schnarchen reduzieren, wenn sich die Ursache dafür im Bereich des Naseneingangs abspielt. Dauerhaft effizienter sind aber entsprechende operative Eingriffe durch einen HNO-Facharzt, der die Nase sanieren kann. Spezialisierte Zahnmediziner können Schnarchern eine Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) anpassen. Diese verlagert den Unterkiefer ein Stück weit nach vorne, verändert die Lage der Zunge und kann damit Schnarchen verhindern. Spezielle Lagerungskissen aus dem Fachhandel können die Lage des Kopfes verändern und zur Reduzierung des Schnarchens beitragen. Wichtig ist, dass starkes Schnarchen immer ärztlich abgeklärt wird und Betroffene sich alle Möglichkeiten der professionellen Hilfe darstellen lassen.

Getrennte Schlafzimmer als Lösung?

Nicht immer ist ein Partner sofort einsichtig, dass Schnarchen die Beziehung massiv belastet, und nicht immer lassen sich Änderungen durch medizinische Maßnahmen augenblicklich herbeiführen. Dann müssen Partner abwägen: Wie wichtig ist ihnen das gemeinsame Schlafzimmer? Eine dauerhaft gestörte Nachtruhe wiegt für die meisten Menschen schwer, sodass sich über kurz oder lang unweigerlich psychosoziale Belastungen einstellen. Nachts getrennt voneinander zu schlafen, löst zwar nicht das medizinische Problem des Schnarchens, kann aber dem betroffenen Partner seinen Schlaf zurückgeben und die Beziehung wieder stabilisieren.Niemand schnarcht mit Absicht, Schnarchen ist keinesfalls eine Böswilligkeit dem Partner gegenüber. Die daraus resultierenden Belastungen können aber so gravierend sein, dass getrennte Betten die bessere Variante im Vergleich zu täglichem Stress sind.

Donald Kressner

 

Zum Autor:

Donald Kressner beschäftigt sich seit 2000 mit gesundem Schlaf und der umfassenden Thematik des Schnarchens und Schlafapnoen. Er ist der Geschäftsführer der FlexPoint GmbH und Betreiber der Webseiten snorflex.de und schlafapnoe-online.de, welche sich ausgiebig mit Schlafthemen auseinandersetzen.“

Geschlechtskrankheiten machen auch vor dem Alter keinen Halt

Gegenwärtig liegt die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen bei 50- bis 90-Jährigen so hoch wie nie zuvor. Das belegen mehrere Studien aus England, Kanada und den USA. Nach Informationen von Dr. Osamah Hamouda vom Robert Koch Institut (RKI) ist die Situation „in vielen Industrieländern ähnlich“. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Geschlechtskrankheiten bei der Generation 50+ ein zunehmendes Problem. Betroffen sind homo- als auch heterosexuelle Frauen und Männer.

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Geschlechtskrankheiten sind Infektionen, die durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Ungeschützter Sex und wechselnde Partner erhöhen das Risiko einer Ansteckung. Zu den hierzulande am stärksten verbreiteten Krankheiten zählen Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper), Trichomoniasis und Syphilis. Aber auch die HIV-Neuinfektionsrate ist gleichbleibend hoch.

Die Erreger befinden sich in den Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Scheidensekret, Speichel) und gelangen über die Schleimhäute in den Blutkreislauf. Bei einigen Erkrankungen erfolgt die Infektion bereits durch Hautkontakt. Somit können Geschlechtskrankheiten beim Vaginalsex, Oralsex, Analsex, der gemeinsamen Benutzung von Sexspielzeug, Petting oder beim Küssen übertragen werden. Eine überstandene Infektion schützt nicht vor erneuter Ansteckung.

Mehrere Gründe für sprunghaften Anstieg

Seit einigen Jahren steigen die Infektionszahlen in älteren Bevölkerungsgruppen. Im Vergleich zu vor zehn Jahren werden aktuell je nach Geschlechtskrankheit doppelt bis dreifach so viele Ansteckungen verzeichnet. Die genauen Ursachen für den Anstieg der Infektionen sind Forschern zufolge noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden mehrere Faktoren:

  • Durch die verbesserte medizinische Versorgung und steigende Lebenserwartung spielt Sex nicht nur in jüngeren Jahren eine wichtige Rolle. Einer Umfrage zufolge sind in der Altersgruppe der 50- bis 90-jährigen etwa 80 Prozent regelmäßig sexuell aktiv.
  • Potenzsteigernde Mittel ermöglichen es die sexuellen Bedürfnisse auch in der zweiten Lebenshälfte auszuleben. In der Auswertung der Daten aus England, Kanada und den USA konnten Forscher einen Zusammenhang mit Geschlechtskrankheiten feststellen: Bei Männern, die potenzsteigernde Mittel einnahmen, wurden sexuell übertragene Krankheiten häufiger diagnostiziert. Das Risiko ist insbesondere im ersten Behandlungsjahr erhöht.
  • Hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren führen zu trockeneren Schleimhäuten. Für Frauen steigt das Infektionsrisiko durch vaginale Trockenheit nach der Menopause.
  • Da das Risiko einer Schwangerschaft ab 50 praktisch nicht mehr existiert, fällt der Verzicht auf Kondome leichter. Belastbare Studien zum Kondomgebrauch im Alter gibt es derzeit allerdings noch nicht.
  • Online Dating über Internet-Kontaktbörsen gewinnt auch bei älteren Bevölkerungsschichten an Popularität und ermöglicht viel mehr sexuelle Kontakte. In den vergangenen Jahren hatten Menschen zwischen 50 und 90 mehr neue Sexualpartner als je zuvor.

Sex und Geschlechtskrankheiten gelten als Domäne der Jugend

Statistisch gesehen waren bisher Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren am häufigsten von Geschlechtskrankheiten betroffen. Deshalb sind Jugendliche und junge Erwachsene die Hauptzielgruppe, wenn es um Präventionskampagnen geht. Ältere Bevölkerungsschichten werden aktuell nur selten als Risikogruppe wahrgenommen. Spezielle Informations- und Aufklärungsangebote für Menschen ab 50 sind rar. Das fehlende Bewusstsein hat negative Effekte in zweierlei Hinsicht.

Einerseits wiegen sich Menschen der Generation 50+ in trügerischer Sicherheit, weil sie Geschlechtskrankheiten mit der Jugend assoziieren. Folglich werden die Themen Safer Sex und regelmäßige Kontrollen nicht ernst genug genommen. Das leistet der Verbreitung von Geschlechtskrankheiten unter Altersgenossen weiter Vorschub.

Andererseits denken Ärzte häufig nicht an sexuell übertragbare Infektionen, wenn ältere Patienten ihnen von Beschwerden erzählen. Stattdessen geht die Diagnoseermittlung zuerst in eine andere Richtung. Bleibt die Erkrankung in einer solchen Situation längere Zeit unbehandelt, können in der Zwischenzeit unbewusst weitere Personen infiziert werden.

Forscher fordern ein Umdenken

Geschlechtskrankheiten können jeden treffen, der sexuell aktiv ist. Auch mit 50, 70 oder 90 Jahren ist das Risiko nicht automatisch gebannt. Deshalb darf die Gefahr auch in der zweiten Lebenshälfte nicht unterschätz werden. Die Forderung der Wissenschaftler richtet sich in erster Linie an die Ärzte.

Aus ihrer Sicht sind Mediziner in der Pflicht ältere Patienten, die wegen Erektionsstörungen in die Praxis kommen, gezielt an das Risiko für Geschlechtskrankheiten zu erinnern. Zudem bestünde weiterer Forschungsbedarf zum Thema Sex im Alter, um den Präventionsbedarf besser einschätzen zu können. Aber auch die Patienten selbst sollten aktiv werden. Durch die Benutzung von Kondomen lässt sich das Risiko für eine Ansteckung deutlich verringern.

Zudem ist es empfehlenswert das Thema Geschlechtskrankheiten bei jedem neuen Partner anzusprechen und sich vorsorglich einmal im Jahr auf sexuell übertragbare Krankheiten testen zu lassen. Denn früh genug behandelt, lassen sich die meisten Infektionen heilen. Diese Verhaltensweisen bieten bewiesenermaßen den besten Schutz vor Geschlechtskrankheiten und sorgen für unbeschwerten Spaß im Bett bis ins hohe Alter.

Quellen:

  1. 
https://www.euroclinix.net/de/geschlechtskrankheiten
  2. https://www.welt.de/gesundheit/article13871635/Aeltere-haben-immer-mehr-Geschlechtskrankheiten.html

  3. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/grossbritannien-geschlechtskrankheiten-unter-aelteren-boomen-a-562956.html
  4. http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-families/health-news/older-people-stis-sexually-transmitted-infections-50-to-70-chief-medical-officer-report-dame-sally-a7463861.html

Geruchsverlust (Anosmie) im Alter

Altersbedingter Geruchsverlust (Anosmie) kann nicht nur die Lebensqualität einschränken, auch vor Gefahren kann die Nase nicht mehr schützen.

Geruchsverlust: Wenn die Nase im Alter nicht mehr riechen will

Der Geruch von Sommerregen auf warmem Asphalt oder der typische Duft von Omas Bügelstärke – vertraute Gerüche aus unserer Kindheit lassen uns meist in Nostalgie schwelgen. Früher roch alles besser? Das kann durchaus sein, denn mit dem Alter können viele Menschen schlechter riechen. Schätzungsweise jeder Dritte über 50 Jahre hat ein verschlechtertes Riechvermögen, jeder Dritte über 70 Jahre riecht überhaupt nichts mehr. Aber wieso?

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Was ist Anosmie im Alter?

Eine gesunde Nase unterschiedet mehr als 100 Milliarden Gerüche. Dafür sind mehr als 30 Millionen Riechinnenzellen verantwortlich, die sich in unserer Nase befinden und mit feinen Härchen ausgestattet sind. Die Riechzellen fungieren als eine Art Übersetzer. Sie wandeln die chemischen Informationen des Duftmoleküls in elektrische Reize um und leiten diese ans Gehirn weiter. Die Riechzellen können jedoch aus mehreren Gründen in ihrer Funktion gestört werden:

  • Heftige Entzündungen in der Nase (zum Beispiel infolge von Allergien oder einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung) setzen den Riechzellen zu.
  • Chemische Stoffe und Schadstoffe (zum Beispiel Medikamente, Zigarettenrauch, Abgase und Staub) schaden den Riechzellen.

Da mit zunehmendem Alter mehr Riechzellen Schaden davontragen, als sich regenerieren können, ist es nur natürlich, dass ältere Menschen zum Teil schlecht riechen. Dabei unterschieden Mediziner zwischen einer Verminderung des Geruchssinns (Hyposmie) und einer Anosmie (Totaler Geruchsverlust). Meist bemerken Betroffene eine Anosmie oder Hyposmie erst dadurch, dass sie nicht mehr richtig schmecken. Denn der Geruchssinn spielt beim Schmecken eine größere Rolle als die Zunge.
Des Weiteren konnten Studien nachweisen, das Geruchsverlust ein häufiges Begleitsymptom von Krankheiten ist, die überwiegend ältere Menschen betreffen. Dazu zählen beispielsweise Demenz oder Morbus Parkinson.

Diese Folgen kann altersbedingter Geruchsverlust haben

Ob etwas süß, sauer oder bitter ist, können Menschen mit Anosmie zwar noch unterscheiden, als Feinschmecker können sie sich jedoch meist nicht mehr bezeichnen. Infolge von Riechstörungen geht auch der Geschmack verloren und Speisen und Getränke schmecken oft fade. Die fehlende Lust am Essen führt wiederum bei vielen Betroffenen zu einem Gewichtsverlust. Gerade ältere Menschen sollten jedoch auf eine ausgewogenere Ernährung achten, da es bei ihnen schnell zu Mangelzuständen kommen kann. Viele soziale Aktivitäten werden außerdem mit gemeinsamem Essen verbunden. Daher gehört auch eine Reduzierung des eigenen Soziallebens zu den möglichen Konsequenzen eines Geruchsverlustes im Alter.

Tipps im Alltag

Der Geruchssinn warnt den Menschen vor Gefahrensituationen. Bei einer Riechstörung riecht man jedoch schlecht, ob die Milch schon ranzig ist. So kann man sich schnell eine Lebensmittelvergiftung holen. Zur Vorsicht sollten Patienten folgende Tipps beachten:

  • das Kaufdatum von Lebensmitteln vermerken
  • Nahrungsmittel kühl und trocken lagern
  • beim Würzen genau an die Rezeptvorschriften halten
  • Geruch von anderen Menschen überprüfen lassen
  • Lebensmittel im Zweifelsfall wegwerfen

Auch beim Kochen müssen Betroffene den Herd ständig im Auge behalten, weil sie nicht riechen, ob etwas anbrennt.

Therapie bei Geruchsverlust im Alter

Bei einer Verminderung des Geruchssinns oder einem vollständigen Geruchsverlust kann der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine Nasenspiegelung vornehmen, um mögliche Veränderungen der Nasenschleimhaut als Ursache auszuschließen. Des Weiteren wird oft ein Riechtest durchgeführt, bei dem der Patient starke Gerüche wie Kaffee oder Vanille erraten muss. Manche HNO-Ärzte empfehlen außerdem ein Riechtraining. Dabei bekommt der Patient vier verschiedene Duftstoffe mit nach Hause und muss täglich an ihnen schnüffeln. Jedoch ist umstritten, ob ein solches Riechtraining bei angeborene oder altersbedingte Anosmie tatsächlich zu einer Verbesserung des Riechvermögens führen kann. Dennoch ist ein Arztbesuch sinnvoll, denn hinter einem zunehmenden Geruchsverlust können viele Erkrankungen wie Parkinson stecken, die dadurch rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

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Hörgeräte sind zur Nomalität geworden

Hörgeräte stellen heute keinen Makel mehr dar. Sie sind mittlerweile so klein, dass sie kaum noch auffallen. Regelmäßige Werbesendungen im Fernsehen informieren Hörgeschädigte darüber, dass moderne Hörgeräte kaum noch Zuzahlungen erfordern. Schon die kassenfinanzierten Basismodelle sind erstaunlich leistungsfähig. Gänzlich können die winzigen Computerchips in modernen Hörgeräten aber die außergewöhnlichen Leistungen des Innenohrs noch nicht ersetzen.

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Wer gut hört, verliert nicht den Anschluss

Jeder dritte Deutsche hat heute Hörprobleme und ein „Kind im Ohr“. So mancher gönnt sich nicht nur die von der Krankenkasse finanzierten Basismodelle. Da die Grundausstattung, die von den Kassen finanziert wird, nur Basisfunktionen bietet, legen anspruchsvollere Kunden gerne etwas drauf. Sie erhalten dafür eine ausgereiftere Technologie mit weicheren Silikonstopfen. Alle Hörgeräte werden individuell angepasst. Die neuen Hörhilfen werden beim Hörgeräteakustiker perfekt auf die Bedürfnisse des Kunden eingestellt, unabhängig davon, welches Modell gewählt wurde. Auf der Webseite von Unbeschwert Hören erfahren Sie mehr über die möglichen Kosten.

Eine Imagefrage: Brille oder Hörgerät?

Das Hörgerät zieht langsam mit der Brille gleich. Diese hat ihr Image in den letzten Jahren verändert. Sie wurde zum modischen Accessoire, das einem Gesicht mehr Charakter verleiht. Das kann man von einer Hörhilfe nicht behaupten. Doch Hörgeräte ermöglichen trotz teilweisen Hörverlustes die uneingeschränkte Teilhabe am Leben. Ohne Hörerlebnisse in der Natur, uneingeschränkten Kunstgenuss und gutes Sprachverständnis mangelt es an Lebensqualität. Die immer anspruchsvoller werdenden Hörgeräte-Technologien können heute auf kleinstem Raum untergebracht werden. Auch das Design konventioneller Hörgeräte ist deutlich moderner geworden.

Das neue Hörerlebnis benötigt Gewöhnung

Trotz moderner Technologie und ansprechenden Designs empfinden viele Menschen die Eingewöhnungsphase bei neuen Hörgeräten als problematisch. Das Gehirn muss sich erst an das veränderte Hörerlebnis gewöhnen. Viele Geräusche, die als gewohnte Geräuschkulisse weggeblendet wurden, dringen nun verstärkt an unser Bewusstsein. Wir haben schon als Kinder gelernt, selektiv zu hören. Nun muss die vom Hörgerät verstärkte Geräuschkulisse erst neu sortiert und gefiltert werden. Anfangs klingt vieles, was das Hörgerät ans Ohr sendet, blechern. Nach und nach gewöhnt der Hörgerätenutzer sich daran. Er bemerkt, was ihm durch den zunehmenden Hörverlust bereits entgangen ist.

Moderne Hörgeräte: kleiner, feiner und erstaunlich leistungsfähig

Während eine Brille dank besseren Sehens sofort als Erfolgserlebnis verbucht wird, verlangt ein Hörgerät dem Träger ein bisschen Mitarbeit ab. Hörgeräte werden vielfach als optischer Makel wahrgenommen, obwohl kaum jemand sie bemerkt. Trotzdem sind moderne Hörhilfen heute so weit verbreitet, dass die Vorurteile darüber als überholt angesehen werden müssen. Gewisse Akzeptanzprobleme sind noch vorhanden – vermutlich, weil ein zunehmender Hörverlust mit dem Altern gleichgesetzt wird. Tatsächlich aber kommen deutlich mehr Neugeborene mit einem Hörschaden auf die Welt als mit Sehschäden.

„Ach, tragen Sie auch eine Hörhilfe?“

Es ist abzusehen, dass die Akzeptanzschwierigkeiten gegenüber modernen Hörgeräten am Abklingen sind. Das Image veralteter Technologie und unschöner Optik ist nicht mehr haltbar. Heute hindert einen nicht mehr das Schamgefühl daran, ein Hörgerät zu tragen. Vielmehr lässt sich ablesen, dass die Menschen von heute interessiert an einer uneingeschränkten Teilhabe am Leben sind. Zudem tragen auch immer mehr hörgeschädigte junge Menschen wie selbstverständlich ein Hörgerät. Sichtbare Cochlear-Implantate und die Zeichensprache gehörloser Menschen sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken.

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Spröde, trockene Nase? Mit diesen Tipps befeuchten Sie eine trockene Nasenschleimhaut

– gesponserter Artikel –

Die Nase fühlt sich abends spröde an und juckt, zudem blutet sie manchmal unvermittelt? Eine trockene Nase gehört zu den häufigsten Atemwegsbeschwerden, gerade bei Senioren, da die Durchblutung der Schleimhäute allgemein nachlässt. Welche Ursachen noch hinter trockener Nasenschleimhaut stecken können und wie Sie sich Abhilfe verschaffen, lesen Sie jetzt.

Wie zeigt sich eine trockene Nase?

Spricht man von trockener Nase, können damit zwei Bereiche des Riechorgans gemeint sein. Zum einen kann die äußere Nasenhaut austrocknen – der Bereich der Nase, der vom Aufbau her der normalen Gesichtshaut entspricht. Zum anderen kann die Nasenschleimhaut im Inneren der Nase trocken werden. Die Nasenschleimhaut besteht aus einem speziellen Flimmerepithel, welches mit Flimmerhärchen ausgestattet ist und Fremdkörper aus der Nase transportiert. Sie ist auch dafür zuständig, das Nasensekret zu bilden. Eine trockene Nasenschleimhaut macht sich durch

• Juck- und Niesreiz
• Krusten- und Borkenbildung
• gelegentliches Nasenbluten
• und Brennen bemerkbar.

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Die Trockenheit der Nasenschleimhaut kann sich in Einzelfällen bis in die Nasennebenhöhlen ausbreiten. Selten kann der Geruchssinn beeinträchtigt sein. Eine trockene Nasenhaut hingegen verursacht gerötete, schuppige Stellen an den Nasenflügeln. Eine Berührung, zum Beispiel mit dem Taschentuch, führt dann zu starkem Brennen. Zum Glück gibt es spezielle Produkte, beispielsweise Gelositin® Nasenpflege [https://www.gelositin.de/], mit denen sich die Symptome einer trockenen Nase lindern lassen.

Woher kommt eine trockene Nase?

Im Rahmen einer Erkältung greift man häufig zu Taschentüchern und schnäuzt kräftig. Der Dauergebrauch von Taschentüchern kann dazu führen, dass die äußere Nase austrocknet und sich mikroskopisch kleine Risse bilden, die schmerzen. Zu einer trockenen Nasenschleimhaut kommt es ebenfalls häufig durch äußere Faktoren, beispielsweise durch zu geringe Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Klimaanlagen im Sommer oder Heizungsluft im Winter entziehen der Luft Feuchtigkeit und trocknen die empfindliche Schleimhaut aus. Weitere Ursachen einer trockenen Nasenschleimhaut sind:

• Hausstaub- oder andere Staubbelastungen
• Abgase oder Rauch
• (allergischer) Schnupfen
• Langzeitgebrauch von abschwellenden Nasensprays
• bestimmte Wirkstoffe zur Potenzsteigerung, Bronchienerweiterung, Blutdrucksenkung oder gegen Übelkeit und Schlafstörungen

Auch in den Wechseljahren nehmen trockene Schleimhäute in der Nase zu. Die Menopause führt zu sinkenden Östrogenspiegeln, was die Schleimhäute in Augen, Mund und Nase trockener macht. Auch eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca) kommt bei ständig trockener Nase als Ursache in Betracht. Bei einer Rhinitis sicca werden die Schleimhautzellen zerstört, anstelle der gesunden Schleimhaut bilden sich Borken. Betroffene haben das Gefühl, die Nase wäre dauerhaft verstopft.

„Ich bin so oft erkältet“ – Folgen der trockenen Nase
Eine dauerhaft trockene Nase kann wichtige Reinigungsaufgaben nicht mehr erfüllen. Da die Feuchtigkeit im Inneren der Nase fehlt und das Nasensekret zu dickflüssig ist, werden Krankheitserreger schlechter abgefangen und abtransportiert. Die Folge: Bakterien oder Viren können sich besser einnisten, die Gefahr von Infektionen steigt.

Wie behandle ich eine trockene Nasenschleimhaut?

Die gute Nachricht vorweg: Eine trockene Nase lässt sich mit der richtigen Pflege in der Regel gut behandeln. Beobachten Sie Ihre Wohnung und Ihre Lebensumstände: Lässt sich die Ursache beseitigen? Helfen kann beispielsweise die Umstellung eines Medikamentes in Absprache mit Ihrem Arzt oder die Erhöhung der Raumfeuchte auf 50 bis 60 Prozent. Probieren Sie folgendes:

• Stellen Sie in jedes Zimmer eine Schale mit Wasser, die Sie täglich erneuern und lüften Sie Ihre Wohnung drei Mal am Tag für circa zehn Minuten.
• Trinken Sie täglich zwei Liter Wasser (außer bei Herzschwäche) – das befeuchtet die Schleimhäute von innen.
• Verwenden Sie eine Nasendusche mit isotonischer Kochsalzlösung zur täglichen Befeuchtung Ihrer Nase.

In der Apotheke gibt es zudem eine große Auswahl an frei verkäuflichen Nasenpflegeprodukten. Nasensalben und Nasenöle weichen Borken und Krusten in der Nase auf und haben eine pflegende Wirkung. Salben können zum Eincremen der trockenen Nasenhaut verwendet werden, wohingegen Öle gut zur Behandlung trockener Stellen im hinteren Bereich geeignet sind. Meerwassernasensprays dienen der schonenden Befeuchtung. Nasensprays mit den Wirkstoffen Dexpanthenol oder Hyaluronsäure benetzen und unterstützen die Regeneration der angegriffenen Nasenschleimhaut.

Was gehört in eine Hausapotheke?

Unfälle und Erkrankungen sind im Haushalt keine Seltenheit. Umso wichtiger ist eine ordentliche und sinnvoll ausgestattete Hausapotheke.

Die Hausapotheke

Verbandsmaterial, lindernde Medikamente gegen akute Erkrankungen und diverses Zubehör – in eine optimal bestückte Hausapotheke gehören:

● Desinfektionsmittel für eine gute Wundversorgung,
● Wund- und Heilsalben,
● Salben oder Gel zur Anwendung bei verschiedenen Sportverletzungen wie Verstauchungen, Prellungen oder Zerrungen,
● Schmerzmittel und fiebersenkende Mittel gegen akute Erkältungskrankheiten wie Halsschmerzen, Husten und Schnupfen,
● Medikamente gegen verschiedene Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, Durchfall oder Verstopfung,
● Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand.

Außerdem können in der Hausapotheke die verschiedenen Medikamente gegen chronische Krankheiten wie Allergien oder Bluthochdruck optimal gelagert werden. Eine detaillierte Checkliste finden Sie hier.

Das Verbandsmaterial ist wichtig

Ein Vorrat steriler Mullbinden und Kompressen unterschiedlicher Größe gehört ebenso in die Hausapotheke wie Heftpflaster und das besonders

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praktisch anzuwendende Sprühpflaster. Auch spezielleres Verbandmaterial wie Wundschnellverband oder Brandwundenverband sollte vorrätig sein. Zu Fixierung eines Verbandes sind Sicherheitsnadeln und Verbandklammern notwendig. Eine Verbandschere hilft beim passenden Zuschnitt von Binden und Pflastern. Mithilfe einer Pinzette können Splitter entfernt werden.

Praktisches Zubehör

Alle Medikamente werden in ihrer Originalverpackung und mit dem zugehörigen Beipackzettel gelagert. So lassen sich das jeweilige Haltbarkeitsdatum und die Einnahmeempfehlungen leicht kontrollieren. Die Verbandsmaterialien bleiben ohnehin nur in der Originalverpackung steril.
Kühlkompressen bewähren sich bei Verstauchungen – sie können am besten im Kühlschrank gelagert werden. Komplett wird die Ausstattung der Hausapotheke mit Einmalhandschuhen, einem Fieberthermometer und mit einer übersichtlichen Erste-Hilfe-Anleitung.

Der ideale Ort

In vielen Haushalten wird die Hausapotheke an ziemlich ungeeigneten Orten installiert. So ist die hohe Luftfeuchtigkeit und die Wärme im Badezimmer geradezu Gift für Verbandszeug und Arzneimittel. Auch der Kühlschrank in der Küche ist keine besonders clevere Alternative.
Gut geeignet sind vielmehr kühle und trockene Räume wie der Flur oder das Schlafzimmer. Ein übersichtliches Fach im Schrank reicht zwar aus – besser ist allerdings ein zweckbestimmter, ordentlicher Medizinschrank. Der Medizinschrank muss verschließbar sein, besonders wenn Kinder im Haushalt sind. Sinnvoll ist es, an der Innenseite der Tür eine übersichtliche Notiz mit allen wichtigen Telefonnummern wie Notruf, Arzt, Krankenhaus, Apotheke und Giftnotruf anzubringen. So sind die aktuellen Informationen im Bedarfsfall schnell verfügbar.

Die Aktualität ist das A und O

Apropos Aktualität: Nachdem die Hausapotheke eingerichtet und installiert wurde, soll sie mindestens einmal pro Jahr sorgfältig kontrolliert und bedarfsweise nachgefüllt werden. Bereits angebrochene Medikamente werden spätestens nach einem halben Jahr komplett entsorgt – deshalb ist es sinnvoll, direkt auf der Verpackung das Datum der Öffnung zu notieren. Nasensprays und Augentropfen sollten nach ihrer Anwendung komplett entsorgt werden, um die Ausbreitung von Keimen zu unterbinden. Direkt nach dem Gebrauch werden Verbandsmaterialien nachgekauft, außerdem werden die Mindesthaltbarkeitsdaten turnusmäßig überprüft.
Denn nur so ist man für den nächsten Notfall gut gerüstet. Eine auf diese Weise sinnvoll zusammengestellte Hausapotheke bietet im Notfall Hilfe und Unterstützung. Außerdem lassen sich kleinere Beschwerden direkt und schnell lindern.

Wieso Schönheitsoperationen im hohen Alter noch möglich sind

„Ich fühle mich viel jünger als ich bin.“ Ein Satz, den heute gerne ältere Menschen benutzen, denn sie fühlen sich fit und vital.

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Sie ernähren sich gesund und unternehmen viel. Und doch gibt es einen Punkt, über den gerade die „Golden Ager“ oft nachdenken, die sichtbaren Zeichen des Alters. Umso mehr nehmen Schönheitsoperationen bei Senioren zu. Dies überrascht nicht, denn Beauty-OPs finden immer mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit und auch im Familien- und Freundeskreis. Viele

Schönheitsoperationen können heute ohne sichtbare Narben und rein ambulant vorgenommen werden. Oft kann Frau und Mann bereits nach ein bis zwei Tagen wieder in die Öffentlichkeit gehen. Zudem gibt es immer mehr schonende Methoden, die gerade für ältere Menschen vorteilhaft sind.

Es gibt viele Gründe, die für eine Schönheitsoperation im hohen Alter sprechen:

– Schlupflieder
– Tränensäcke
– Kinnstraffung
– Brust-OPs
– Krampfadern
– Hautstraffungen an Bauch, Armen und Oberschenkeln
– Haartransplantationen

Vorteile

Alleine das Beseitigen von Schlupflidern, das heute ein Routine-Eingriff ist, lässt Senioren, die Jahre darunter gelitten haben, strahlen. Ihr Seh-Radius wird vergrößert, sie nehmen ihre Umwelt um ein Vielfaches stärker wahr, sie bringen sich wieder aktiver in Gesprächen ein und fühlen sich attraktiver. Wen wundert es, wenn die Zahl Jahr für Jahr steigt. Ist es doch eine OP, die nicht lange dauert und ambulant durchgeführt wird. Der spätere Effekt ist jedoch enorm. Während manche Ärzte nach wie vor auf die herkömmliche Methode setzen, verschließen andere die Lidfalte mit einem Spezialkleber. Je nachdem, welche Art der Patient bevorzugt. Die Beseitigung von unschönen Tränensäcken ist ebenfalls ein Routine-Eingriff. Eine Behandlung, die Senioren um Jahre jünger erscheinen lässt und sie fühlen sich auch so. „Endlich kann ich mich im Spiegel wieder ansehen.“ Eine kleine optische Veränderung, die so viel ausmachen kann und worunter gerade Ältere sehr oft leiden, ohne darüber zu sprechen. Genauso verhält es sich mit Hautstraffungen. Hatte früher eine Gewichtsabnahme den Vorteil, dass Frau endlich wieder in ihr Kleid passte, hat dies im Alter die Folge, dass sich beispielsweise die Haut an den Oberarmen oder am Bauch nicht mehr automatisch mit dem Gewichtsverlust zurückdehnt. Ihr fehlt die Elastizität. Weshalb gerade hierbei im Alter nur eine Hautstraffung Abhilfe schaffen kann. Dabei ist es ratsam, sich an Fachärzte und Kliniken zu wenden, die eine optimale Beratung bieten. Denn der Wunsch nach strafferer Haut ist das eine, der Weg zum gewünschten Ergebnis ein anderer. Zudem gibt es unterschiedliche Methoden und es gilt herauszufinden, welche zu einem am besten passt und am geeignetsten ist. Letztlich ist eine Schönheitsoperation immer auch ein medizinischer Eingriff, dessen Resultat jedoch hinterher zu mehr Lebensqualität beiträgt, um auch im hohen Alter noch strahlend schön auszusehen und sich vor allem in seinem Körper und in seiner Haut wohl zu fühlen. Denn Letzteres geht mit dem damit gewonnenen Anti-Aging-Effekt automatisch einher.

Lebensqualität

Viele der eben genannten Gründe, um in eine Klinik zu gehen, tragen bei den „Golden Agern“ zu einer besseren Lebensqualität bei. Sie führen zu mehr Komfort und Attraktivität und leisten damit einen Anti-Aging-Beitrag, der weit über den eigentlichen Eingriff hinausgeht. Straffere Oberarme oder ein glatterer Hals machen um Jahre jünger. Das optische Aussehen spiegelt wieder, wie alt sich Mann und Frau tatsächlich fühlen. Es macht sie glücklich, wenn sie sich im Spiegel betrachten. Dabei spielt das Alter für eine solche Behandlung nicht wirklich eine Rolle, außer vielleicht, dass die Schnitte nicht mehr ganz so schnell verheilen, dafür meist jedoch ohne Narbenrückstände. Die Risiken hingegen bleiben gleich, doch die Vorteile überwiegen. Schönheitsoperationen sind somit keine Frage des Alters, sondern der Lebenseinstellung.

Fitnesstracker helfen die Gesundheit zu erhalten

Gesund älter werden – Der Einfluss von körperlicher Bewegung

Dass regelmäßige körperliche Betätigung das Risiko für die Entstehung chronischer Erkrankungen nachweislich mindert und damit einen immensen Einfluss auf die Lebenserwartung hat, ist nicht neu. Deshalb sind die 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit erarbeiteten „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ eigentlich ein längst überfälliges Papier. Eine Gruppe von renommierten Wissenschaftlern und Institutionen hat die Empfehlungen zusammengetragen, wobei sich ein Kapitel speziell an gesunde und chronisch kranke ältere Erwachsene ab 65 Jahren richtet. Empfohlen werden für diese Altersgruppe neben Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts regelmäßige körperliche Aktivitäten mit moderater Intensität (z. B. Zufußgehen) in einem Umfang von 5 x 30 Minuten pro Woche oder 75 Minuten pro Woche mit höherer Intensität (z. B. Treppensteigen, Radfahren, Schwimmen), sowie Muskelkräftigung an mindestens zwei Tagen pro Woche. Interessanterweise können die nachhaltigsten Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden dann beobachtet werden, wenn das Trainingsprogramm die Anforderungen der Alltags

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aktivitäten imitiert. Durch eine Steigerung der normalen täglichen Bewegungen wie Treppensteigen oder Gehen wird so ein großer Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit geleistet wobei durch die gewohnten Bewegungsabläufe gleichzeitig das Sturz- und Verletzungsrisiko niedrig gehalten wird. Da die positiven Trainingseffekte bei Nichtbetätigung rasch verloren gehen, sollte das körperliche Training regelmäßig stattfinden.

Fitnesstracker helfen dabei, den Überblick zu behalten

Fitnesstracker bieten dabei eine hervorragende Möglichkeit, den Umfang der körperlichen Betätigung im Blick zu behalten. Je nach Modell können die unterschiedlichsten Werte überwacht werden, beispielsweise die Anzahl der geleisteten Schritte oder einer gelaufenen Distanz pro Tag, Herzfrequenz und Puls oder auch der Kalorienverbrauch. Die Tracker übertragen die am Handgelenk aufgezeichneten Daten an weitere Endgeräte (Rechner oder Laptops) und können dort in speziellen Apps visualisiert und ausgewertet werden.
Fitnesstracker sind für Ältere auch im Hinblick auf Zusammenhänge zwischen körperlicher Betätigung und aktuellem Befinden nützlich. Die gesammelten Daten der absolvierten Bewegung lassen so beispielsweise Rückschlüsse auf das aktuelle Gewicht, Blutdruck oder Blutzuckerspiegel zu und machen dem Anwender in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Bewegung auf die eigene Gesundheit deutlich. Dies motiviert, weiter mobil zu sein. Auch die Aktivitätserinnerung von Fitnesstrackern kann hierfür hilfreich sein.

Anforderungen an Fitnesstracker für Ältere

Da auch die ältere Generation immer technikaffiner wird, werden Fitnesstracker aus den oben genannten Gründen immer beliebter. Ein Vergleich von Fitness-Trackern lohnt sich. Auch schon im unteren oder mittleren Preissegment gibt es gute Geräte, die die für die Zielgruppe interessantesten Werte zuverlässig ermittelt und überträgt. Studien haben gezeigt, dass vor allem die Anzahl der täglichen Schrittzahl, die zurückgelegte Distanz sowie Puls und Schlafrhythmus als wichtig erachtet werden. Als beste Fitnesstracker werden jene gewertet, die eine hohe Benutzerfreundlichkeit aufweisen, sich einfach bedienen lassen und die Daten sowohl auf dem Tracker als auch in der App einfach und übersichtlich darstellen. Tragekomfort, Passform und Design des Fitnesstrackers werden individuell beurteilt, generell sollten möglichst wenig Tasten eine ausreichend große Darstellung der Werte ermöglichen. Die zugehörige App sollte einfach anzulegen und zu starten sein, genau wie die Synchronisierung zwischen Armband und App. Viele Geräte machen dies bereits mit nur einem Knopfdruck möglich. Die Daten in der App sollten wöchentliche und monatliche Vergleiche zulassen.

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