Alle Symptome einer Erkältung im Überblick

Jeder kennt sie, jeder hat sie – Kindergartenkinder sogar bis zu 10 Mal im Jahr: Eine Erkältung. Und obwohl die Erkältung zu den häufigsten Infektionserkrankungen gehört, besteht oft Unsicherheit: Ist das noch eine Erkältung oder schon „etwas Schlimmeres“? Wir geben Ihnen einen Überblick über alle Symptome, die bei einer Erkältung möglich sind, und zeigen Ihnen dadurch auf, wann Sie zum Arzt gehen sollten.

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Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Die Klassiker der Erkältungssymptome

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, ist eine akute Infektion der oberen Atemwege. In der Regel sind Viren, allen voran Rhino- oder Adenoviren, die Auslöser einer Erkältung. Die Viren gelangen beim Husten, Sprechen oder Niesen oder über kontaminierte Gegenstände wie Türklinken von Mensch zu Mensch. Sie befallen zunächst die Schleimhäute von Nase und Hals, weswegen sich die Symptome einer Erkältung zunächst dort bemerkbar machen. Typisch sind:

• Kratzen, Schmerzen oder Trockenheitsgefühl im Hals,
• Heiserkeit,
• Niesreiz,
• eine verstopfte Nase, sowie
• Schnupfen mit dünnflüssigem Sekret (Rhinitis).

Da die Erkältungsviren nicht in den Schleimhautzellen von Nase und Hals bleiben, sondern sich weiter im Körper ausbreiten, kommen bei einer Erkältung auch Symptome, die den ganzen Organismus betreffen, hinzu. Mattigkeit, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen sind verbreitet. Auch eine mäßig erhöhte Temperatur (bis 38 Grad Celsius) kommt vor und ist kein Grund, in Panik zu verfallen. Die erhöhte Körpertemperatur ist ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem die Eindringlinge bekämpft. Husten zählt zu den späten Symptomen einer Erkältung – klassischerweise tritt er zwischen dem sechsten und neunten Tag nach der Ansteckung auf und kann noch andauern, wenn alle anderen Beschwerden bereits abgeklungen sind.

Symptome einer starken Erkältung – oder doch etwas Schlimmeres?

In der Regel ist eine Erkältung nach wenigen Tagen bis einer Woche überstanden. Jedoch hängt die Stärke und Dauer der Symptome immer auch ein wenig vom eigenen Immunsystem ab. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, zum Beispiel viel an der frischen Luft aktiv ist, kommt besser mit einer Erkältung zurecht als beispielsweise ältere Menschen, deren Immunsystem unter Umständen mit anderen, chronischen Erkrankungen zu kämpfen hat. Diese Symptome können eine starke Erkältung auszeichnen:

• leichte Appetitlosigkeit
• erschwerte Nasenatmung
• Husten über zwei bis drei Wochen hinweg
• Schnupfen mit gelbem oder grünem Sekret

Anders als früher angenommen, ist die Dicke und Farbe des Nasensekrets kein sicheres Kennzeichen dafür, ob es sich noch um einen erkältungsbedingten Schnupfen handelt, oder ob Bakterien schuld an der Schnupfennase sind. Auch dickes, eitriges Sekret kann durchaus im Rahmen einer starken Erkältung auftreten und muss nicht zwingend mit Antibiotika behandelt werden.

Bei diesen Symptomen besser zum Arzt

Andere Symptome hingegen sollten Sie ernst nehmen, weil sie nicht mehr zum Krankheitsbild einer starken Erkältung gehören. Treten bei Ihnen oder Ihrem Kind folgende Anzeichen auf, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, damit dieser eine genaue Diagnose stellen kann:

• Fieber über 38 Grad Celsius oder eine erhöhte Temperatur über mehr als ein paar Tage hinweg
• starke Ohrenschmerzen
• starke Schmerzen beim Schlucken oder gar Probleme bei der Nahrungsaufnahme
• Nacken- und Muskelschmerzen
• starke, plötzlich einsetzende Mattigkeit
• Schüttelfrost
• krampfartige Hustenanfälle, bis hin zu Übelkeit
• feines Pfeifen beim Atmen

Als mögliche Komplikationen einer Erkältung kommen zum Beispiel eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung infrage. Dies geschieht dann, wenn die Viren über die Ohrtrompete ins Mittelohr wandern oder die Nasennebenhöhlen – luftgefüllte Hohlräume im Gesichtsschädel – befallen.
Auch eine sogenannte Superinfektion ist möglich. Hier lässt die entzündete und geschwächte Schleimhaut Bakterien in den Körper eindringen, die dann zusätzlich Krankheiten verursachen können. Eine solche Folge kann zum Beispiel eine Lungenentzündung sein.
Insbesondere bei älteren Menschen sollte bei starken Symptomen auch immer an die echte Grippe (Influenza) gedacht werden – Ihr Arzt kann Sie hierzu und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung beraten.

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