Blasenschwäche: Was kann man tun?

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Viele Frauen kennen das Problem eines unfreiwilligen Abgangs von Urin und einem starken Harndrang. Dabei können sich die Ausprägung und die Ursache dieser Beschwerden überaus unterschiedlich gestalten.

In den meisten Fällen lässt sich eine Blasenschwäche mit der entsprechenden Diagnose ärztlich gut behandeln. Darüber hinaus stehen viele Tipps und Hausmittel zur Verfügung, die genutzt werden können, um einer schwachen Blase vorzubeugen beziehungsweise diese zu bekämpfen.

Welche Maßnahmen bei Inkontinenz und Blasenschwäche Besserung versprechen, erklärt der folgende Beitrag.

Schwache Blase – Die besten Tipps

Bei einer schwachen Blase handelt es sich um ein Problem, welches äußerst intim ist. Betroffene denken in vielen Fällen, dass keine Aussicht auf Heilung oder eine wesentliche Verbesserung ihrer Inkontinenz besteht. Allerdings stehen durchaus unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um die Blasenfunktion nachhaltig zu verbessern. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • Behandlung mit Medikamenten
  • Verhaltenstherapien
  • Bestimmte Sportarten
  • Ernährungsumstellung
  • Viel trinken
  • Übungen für den Beckenboden
  • Operative Eingriffe

Beckenboden trainieren

Das Training des Beckenbodens kann in nur wenigen Minuten ganz nebenbei ausgeführt werden. Die jeweiligen Übungen finden sich dabei oft auch in Pilates- oder Yoga-Kursen. Derartige Kurse werden heutzutage nahezu überall angeboten und bieten so die Möglichkeit, die geeigneten und sehr einfachen Übungen für das Training des Beckenbodens zu erlernen.

Das Beckenbodentraining lässt sich außerdem hervorragend mit Entspannungsübungen kombinieren, sodass auch die Psyche gestärkt wird, beispielsweise durch Meditation oder Tai-Chi. Wird die mentale Gesundheit verbessert, profitiert davon schließlich auch das körperliche Wohlbefinden in hohem Maße.

Ausreichend Trinken

Bei einer Blasenschwäche kommt es in hohem Maße darauf an, ausreichend zu trinken. Es ist dabei jedoch nicht nur wichtig, welche Menge an Flüssigkeit zugeführt wird, sondern auch, welche Getränke verzehrt werden.

Pro Tag sollten idealerweise zwischen 1,5 und zwei Litern getrunken werden, um nicht nur eine gesunde Haut und die allgemeine körperliche Gesundheit zu unterstützen, sondern ebenfalls die Blasengesundheit. Empfehlenswert ist es dabei, hauptsächlich auf ungesüßten Tee und Wasser zurückzugreifen. Einige Tees, die speziell gegen Blasenschwäche wirken sollten, sind Brennnessel- und Bärentraubentee. Salbei-Tee bekämpft daneben auch Bakterien.

Durch die große Menge an Flüssigkeit werden die Harnwege und die Blase optimal durchspült, sodass Infekten wirkungsvoll vorgebeugt wird. Bestehen Probleme mit einer Blasenschwäche, sollte auf Alkohol und koffeinhaltige Getränke soweit es geht verzichtet werden, da diese eine zusätzliche harntreibende Wirkung zeigen.

Bei einem verstärkten Harndrang in der Nacht ist es sinnvoll, ab den frühen Abendstunden keine Getränke mehr zu konsumieren und die Toilette noch einmal vor dem zu Bett gehen aufzusuchen.

Sportliche Betätigung

Um präventiv gegen eine schwache Blase vorzugehen oder die Beschwerden einer bereits bestehenden Blasenschwäche zu lindern, ist es außerdem empfehlenswert, regelmäßig sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Besonders Sportarten, welche die Muskulatur des Beckenbodens trainieren, zeigen positive Auswirkungen auf die Funktion der Blase. Zu diesen sanften Sportarten zählen zum Beispiel Schwimmen, Radfahren, Walking, Yoga und Pilates.

Es gibt jedoch auch einige sportliche Disziplinen, auf die bei einer vorliegenden Blasenschwäche besser verzichtet wird, wie Joggen oder Tennis. Mit regelmäßigem Sport lässt sich jedoch auch in vielen Fällen das Körpergewicht reduzieren, wodurch ebenfalls eine Entlastung der Blase erzielt wird.