Das Zuhause barrierefrei umgestalten

Wenn im hohen Alter die eigene Wohnung oder das eigene Haus nicht aufgegeben werden soll, müssen die eigenen vier Wände barrierefrei umgestaltet werden. Dies ist notwendig, um ein Leben ohne starke

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Einschränkungen zu erhalten. So sollten spätestens dann, wenn es abzusehen ist, dass die Beweglichkeit der jeweiligen Bewohnerin in naher Zukunft nachlässt, einige Maßnahmen getroffen werden. Wie umfangreich diese dann ausfallen, hängt vor allem von den Gegebenheiten der Wohnung/des Hauses und auch den Wünschen und Vorstellungen der Bewohner ab.

1. Stolperfallen entfernen

Da schon kleine Stolperfallen zu einem großen Problem werden können, sollten diese entfernt werden. Bei vielen Hindernissen ist noch nicht einmal ein baulicher oder finanzieller Aufwand von Nöten. So sollten alle Teppiche und Fußläufer entfernt oder alternativ auch befestigt werden. Zudem ist es sehr wichtig, dass die einzelnen Räume ideal möbliert sind. Sie sollten weder zu üppig, noch zu eng gestaltet werden. Die einzelnen Möbel sollten möglichst standfest und ideal gesichert sein.

Wenn die Bewohner zwar noch alleine laufen können, aber bereits etwas unsicher auf den Beinen sind, werden die Treppen mit einem zweiten Handlauf versehen. Ist ausreichend Platz vorhanden, sollte auch über den Einbau eines Treppenlifts nachgedacht werden. Denn dieser kann in Zukunft sehr hilfreich sein, wenn das alleinige Bewältigungen von Treppen nicht mehr möglich ist. Bei dem Umbau der Wohnung oder des Hauses sollte auch geschaut werden, ob die Türen breit genug sind, um sie mit einem Rollstuhl zu passieren.

2. Einen Treppenlift nachrüsten

Treppenlifte können in unterschiedlichen Ausführungen erworben werden. Einige Modelle bieten dem Nutzer die Möglichkeit, in einem Sitz nach oben befördert zu werden. Anderen hingegen haben sogar Platz für einen ganzen Rollstuhl. Zudem können viele Modelle sowohl im wie auch außen am Haus angebracht werden. Wichtig ist, dass sie sehr robust sind und allen Belastungen standhalten.

Daher sind das TÜV-Prüfzeichen und das CE-Zeichen sehr wichtig. Treppenlifte sollten auch bedient werden können, selbst wenn es zu einem Stromausfall kommt. Hierfür sollten Akkus vorhanden sein, die problemlos aufgeladen werden können und natürlich möglichst lange halten. Genauso wichtig ist auch, dass der Treppenlift sehr einfach bedient werden kann, per Knopf oder auch mittels Fernbedienung. Weitere Informationen bieten z.B. erfahrene Hersteller wie Graventa an.

Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern

Auch viele Hilfsmittel können den Alltag im Alter sehr stark erleichtern. So machen Haltegriffe überall dort Sinn, wo der Nutzer einen sicheren Halt benötigt, wie zum Beispiel im Bad, an Treppen, an der Balkontür oder auch in der Küche. Zudem sollten ausreichend viele Sitzgelegenheiten vorhanden sein, um sich kurz ausruhen zu können. Und auch beim Anziehen der Schuhe können Stühle sehr hilfreich sein.

Alle Sitzgelegenheiten sollte ideal auf die Höhe der Bewohner angepasst sein, um ein möglichst einfaches Aufstehen und Hinsetzen zu gewährleisten. In der Küche sollten die Möbel so gestaltet werden, dass alle Elektrogeräte problemlos erreicht werden können. Da es immer Mal zu diversen Problemen kommen kann, sollte auch ein sogenanntes Hausnotrufsystem installiert werden. Mit diesem kann der oder die Pflegebedürftige dann Hilfe rufen.

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