Die Wohngemeinschaft im Alter

Bildquelle: © Jupiterimages/Photos.com/Thinkstock

Wie sich die Zeiten doch ändern! Setzte man den Begriff Wohngemeinschaft, und in besonderem Maße die im deutschen Sprachgebrauch übliche Abkürzung „WG“, anno dazumal noch mit wilden Studentenkommunen und provisorischen Wohnverhältnissen gleich, ist dieses Konzept heute gang und gäbe. Die Gründe für diesen Wandel sind mannigfaltig: Der demografische Wandel, die hohen Mietpreise in den Metropolregionen und gesellschaftliche Veränderungen tragen sicherlich ihren Teil dazu bei. Senioren profitieren von dem Zusammenleben in einer WG, weil die gegenseitige Hilfe und die Geselligkeit zu einer höheren Lebensqualität führen.

WGs gibt es nicht nur für junge Leute

Die Wohngemeinschaft ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wer in Städten wie Berlin, München oder Hamburg eine neue Wohnung sucht, die horrenden Mietpreise aber nicht alleine tragen möchte, der sollte sich vielleicht nach einer passenden WG umschauen. Das ist längst nicht mehr nur etwas für junge Leute und leider ist es vielerorts auch gar nicht mehr so leicht, einen attraktiven WG-Platz zu ergattern. Sogenannte WG-Castings stehen an der Tagesordnung, lange Bewerberlisten liegen aus und Massenbesichtigungen sind nichts Ungewöhnliches. Natürlich sind derartige Zustände unter jungen Leuten verbreiteter und vor allem Studenten müssen, eingedenk ihres sehr geringen Einkommens, mit der Gemeinschaftswohnung oder einem entsprechenden Studentenheim vorlieb nehmen. Für ältere Menschen, die sich vielleicht mit Gleichgesinnten eine hübsche Wohnung aussuchen, ergeben sich indes gravierende Vorteile!

Mehr Lebensfreude in der Gemeinschaft

Selbstbestimmung und Lebensfreude nehmen im Alter unweigerlich ab. Barrierefreie Wohnkonzepte können dabei helfen, länger ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Was ist aber, wenn man alleine wohnt und den Alltag einfach nicht mehr meistern kann? Was kann man tun, wenn man sich im Alter einsam und isoliert fühlt? Wohngemeinschaften für ältere Menschen sind in diesem Zusammenhang eine gute Lösung. Wenn sich die Zusammenlebenden gut verstehen, sich gegenseitig helfen und Gesellschaft leisten, steigt die Lebensqualität ganz deutlich. Und auch wenn viele ältere Menschen das WG-Leben eher als Notlösung ansehen, ziehen sie es meist dem Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung vor.