Magnesiummangel – Das kann gefährlich werden!

Magnesium ist ein sog. Mineralstoff, der mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Gesunde Menschen, die sich ausgewogen ernähren, sind in jedem Falle ausreichend mit Magnesium versorgt. Vor allem bei Fehlernährung und bei einigen Krankheiten kann es jedoch zu einem Mangel an Magnesium kommen. Dieser zeigt sich durch einige Symptome, die den Alltag des Betroffenen mitunter stark einschränken können. Beim Magnesiummangel handelt es sich um einen ernsthaften, gesundheitlich sehr bedenklichen Zustand, der einer ärztlichen Behandlung bedarf.

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Im menschlichen Körper ist Magnesium an etwa 300 Enzymreaktionen beteiligt. Außerdem beeinflussen freie Magnesiumionen das Potential an den Zellmembranen und wirken als sekundärer Botenstoff im Immunsystem. Sie stabilisieren weiterhin das Ruhepotential von Muskelzellen, Nervenzellen und Zellen des autonomen Nervensystems. Magnesium ist somit ein Stoff, der viele wichtige Aufgaben im menschlichen Körper übernimmt. Um den korrekten Ablauf all dieser Aufgabe garantieren zu können, muss Magnesium täglich in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden.

Magnesiummangel: Wann tritt er auf?

Bei einer Fehlernährung kann es zu einem Mangel an Magnesium kommen. Doch auch Menschen, die sich ausgewogen ernähren und Magnesium in ausreichender Menge zu sich nehmen, sind nicht vor einem Mangel geschützt. Bei einer verminderten Aufnahme des Magnesiums im Darm und bei einer zu starken Ausscheidung von Magnesium durch die Haut oder die Nieren kann es ebenfalls zu einem Mangel kommen. Um einem solchen Mangel vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, immer ausreichend zu essen und sich nicht einseitig zu ernähren. Da Krankheiten bzw. Störungen der körperlichen Abläufe sich nicht ausschließen lassen, ist es wichtig, Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt regelmäßig in Anspruch zu nehmen.

Vor allem Alkoholismus, chronische Erkrankungen des Darms, chronische Erkrankungen der Nieren und Diabetes verschlechtern die Magnesiumbilanz des Körpers. Sollten Sie an einer Krankheit leiden, die diesem Spektrum zuzuordnen ist, ist es ratsam, den Hausarzt um Rat zu fragen.

Neben den genannten Ursachen können auch einige Medikamente die Magnesiumbilanz des Körpers verschlechtern und so zu einem Mangel führen. Auch genetische Ursachen sind möglich.

Magnesiummangel: Auswirkungen

Da Magnesium zahlreiche Körperfunktionen beeinflusst, treten bei einem Mangel zumeist mehrere Symptome auf. Beim Magnesiummangelsyndrom handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die dringend behandelt werden muss. Die Folgen des Magnesiummangels können mitunter lebensgefährlich sein.

Es kann zu folgenden Symptomen kommen:

• Muskelkrämpfe
• Muskelzucken
• Müdigkeit
• schnelle Erschöpfbarkeit
• innere Unruhe
• Reizbarkeit
• Kopfschmerzen
• kalte Füße
• Geräuschempfindlichkeit
• Verwirrtheit
• Grübeln
• Taubheitsgefühle in den Extremitäten
• übermäßiges Schlafbedürfnis
• Herzklopfen, Herzrasen
• Schwächegefühl
• Kreuz- und Rückenschmerzen
• Durchblutungsstörungen
• neurologische Symptome
• Muskelschwäche
• Oberbauchbeschwerden
• Koliken

Alle genannten Symptome sind recht unspezifisch. Sie treten auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auf und lassen nicht direkt auf einen Magnesiummangel schließen. Es konnte beobachtet werden, dass die auftretende Symptomatik sich bei verschiedenen Altersgruppen zum Teil stark unterscheidet. Bei Erwachsenen treten vor allem schnelle Erschöpfbarkeit, Depressionen, Ängste, ein erhöhtes Schlafbedürfnis, Muskelkrämpfe in den Waden sowie in der Gefäß- und Eingeweidemuskulatur, Kopfschmerzen, Oberbauchbeschwerden und Koliken auf. Ab dem 40. Lebensjahr sind auch neurologische Ausfälle zu beobachten. Die auftretende Muskelschwäche wird in der Regel als sehr belastend wahrgenommen. Die Gefahr eines Schlaganfalls ist bei Magnesiummangel leicht erhöht.

Sollten Sie befürchten, an einem Magnesiummangel zu leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Magnesiummangel muss ärztlich behandelt werden.

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