Müdigkeit und Erschöpfung – die Folgen von Mangelerscheinungen

Auch, wenn Sie in der Nacht ausreichend schlafen, begleiten Sie Antriebslosigkeit, Erschöpfung und Müdigkeit durch den Tag – kommt Ihnen die Situation bekannt vor? Falls es Ihnen genauso geht, könnte der Grund dafür eine Mangelerscheinung sein. Denn bei fehlenden Vitaminen, Spurenelementen oder Mineralstoffen, wird die Funktionsfähigkeit unseres Körpers eingeschränkt. Mögliche Folgen sind andauernde Müdigkeit und Erschöpfung. Doch, welche Mangelerscheinungen sind verantwortlich für diese Symptome und wie können sie verhindert werden? Hier lesen Sie die Antworten.

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Vitaminmangel: Dauerhafte Müdigkeit als Folge

„Du musst mehr Obst und Gemüse essen – Vitamine sind wichtig!“, mit dieser Aussage wurden wir als Kind wohl alle das ein oder andere Mal konfrontiert. Und das vollkommen zurecht. Denn: Ohne Vitamine wären die meisten Funktionen unseres Körpers eingeschränkt oder gar nicht erst möglich. Müdigkeit, andauernde Erschöpfung bis hin zu Depressionen können Folgen sein.
Besonders starke Auswirkungen auf unseren Gemütszustand hat beispielsweise eine Mangelerscheinung von Vitamin B12. Da das Vitamin maßgeblich an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt ist, die für den Sauerstofftransport wichtig sind, kann eine Mangelerscheinung

• Konzentrationsschwäche,
• starke körperliche Erschöpfung und
• andauernde Müdigkeit hervorrufen.
Schlimmstenfalls entsteht durch den Vitamin B12 Mangel eine Blutarmut, also eine sogenannte Perniziöse Anämie.
Doch nicht nur ein Vitamin B12 Mangel sorgt für Müdigkeit und Erschöpfung. Auch andere Vitamine, können bei einer Mangelerscheinung Müdigkeit verursachen. Hier ein Überblick:
• Vitamin B5
• Vitamin B6
• Vitamin C
• Vitamin D
Bedingt durch Medikamente oder bestimmte Krankheiten kann es passieren, dass wir trotz ausgewogener Ernährung, nicht mehr ausreichend Vitamine aufnehmen können und eine Mangelerscheinung erleiden.

Müdigkeit und Erschöpfung als Folge von Spurenelementmangel

Spurenelemente erfüllen im Körper spezifische Aufgaben. Eines der Spurenelemente, das eine entscheidende Funktion hat, ist Eisen. Es versorgt unser Blut mit genug Sauerstoff. Herrscht eine Mangelerscheinung, sind Antriebslosigkeit und Müdigkeit typische Folgeerscheinungen.
Woran liegt das? Fehlt dem Körper Eisen, kann er das Protein Hämoglobin, was in den roten Blutkörperchen zu finden ist, nicht bilden. Ohne Hämoglobin können die einzelnen Körperzellen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Sauerstoff ist jedoch für die Zellen wichtig, um die nötige Energie für eine volle Funktionsfähigkeit zu erhalten. Sobald dieser Vorgang gestört wird, verlangsamt sich die Zellarbeit. Das wird dann als Müdigkeit wahrgenommen.
Neben dem Sauerstofftransport, ist Eisen unter anderem noch für Entgiftungsprozesse, den Energiestoffwechsel sowie für die Regeneration von Knochen, Knorpeln und Gewebe notwendig.

Zu wenig Mineralstoffe? Mangelerscheinungen äußern sich durch Müdigkeit

Auch Mineralstoffe in Form von Mengenelementen sind wichtig, damit unser Organismus einwandfrei funktionieren kann. Sie sind maßgeblich daran beteiligt Knochen, Zähne, Hormone und Blutzellen aufzubauen, erhalten die Gewebespannung, aktivieren Enzyme oder übertragen Reize. Die fünf wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper sind:

• Magnesium
• Calcium
• Kalium
• Natrium
• Phosphor

Vor allem der Mineralstoff Magnesium ist ein wichtiger Bestandteil für einen gesunden Energiestoffwechsel. So ist Magnesium beispielsweise für eine normale Funktion des Nervensystems und eine gute Durchblutung verantwortlich. Herrscht eine Mangelerscheinung vor, kann die Reizweiterleitung der Nerven gestört und so die Durchblutung verringert werden. Schlappheit, Müdigkeit und schnelle Reizbarkeit sind zum Beispiel typische Auswirkungen einer Mangelerscheinung von Magnesium.

Mangelerscheinung behandeln – so geht‘s

Wem es nicht gelingt, seinen Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu decken und von einer Mangelerscheinung betroffen ist, der hat die Möglichkeit auf verschiedene Präparate zurückzugreifen. Diese werden in vielen verschiedenen Darreichungsformen angeboten, beispielsweise als:

• Dragées
• Brausetabletten
• Granulate
• Konzentrate
• Kautabletten
• Kapseln
• Tropfen

Erhältlich sind Sie in Apotheken und teilweise auch in Drogerien. Ob bei Ihnen tatsächlich eine Mangelerscheinung die Ursache für andauernde Müdigkeit und Erschöpfung ist, sollten Sie sich jedoch zuvor von einem Arzt durch ein Blutbild bestätigen lassen. Denn auch andere Erkrankungen, Stress oder Schlafstörungen können zu Schlappheit führen. Zudem ist es bei einer diagnostizierten Mangelerscheinung empfehlenswert, die Therapie mit dem Arzt abzustimmen und nicht einfach auf eigene Faust Präparate einzunehmen.

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