Neu dekorieren statt umziehen

Viele Menschen starten in der zweiten Lebenshälfte noch einmal richtig durch und wagen einen Neubeginn: Manche wandern dazu in sonnige Gefilde aus und andere ziehen endlich aus der lauten Stadt ins Grüne um. Wer nicht umziehen will oder kann, gestaltet seine Bleibe gerne vollständig um und richtet sich neu ein.

Endlich so wohnen, wie es gefällt!

Der Geschmack eines Menschen wandelt sich im Laufe der Zeit ebenso wie die angesagten Wohnstile. Wer die letzten zwanzig Jahre mit Gelsenkirchener Barock und altmodischen Polstermöbeln verbracht hat, sehnt sich womöglich nach einer weißen Ledercouch und modernen hellen Wandschränken. Der Röhrenfernseher wird gegen einen Plasmafernseher ausgetauscht und die spießigen Rüschen-Gardinen an den Fenstern durch individuelle Maß-Rollos in bunten Mustern ersetzt. Wenn sie abends herabgelassen werden, bieten sie zusätzliche Farbtupfer im Zimmer und einen exzellenten Sichtschutz.

Damit die Umgestaltung der Wohnung oder des Hauses klappt, sollte jedoch nicht einfach wild drauflos renoviert werden, sondern erst einmal gründlich geplant werden, wie die neue Einrichtung aussehen soll. Eine Wohnung wirkt erst dann wirklich harmonisch, wenn die Zimmer farblich und stilistisch zueinander passen und aufeinander abgestimmt werden. Dies kann beispielsweise der trendy Landhausstil sein mit weiß gestrichenen Holzmöbeln und zarten Pastellfarben, der maritim-frische Stil mit viel Blau und Weiß oder die skandinavische Minimalistik mit hellem Holz und viel Schwarz-Weiß.

Für größere Umbauten sollte unbedingt ein professioneller Handwerker herangezogen werden, der nicht nur Wände streicht oder den uralten Teppichboden durch helles Laminat ersetzt, sondern möglicherweise auch Wände durchbricht, um größere Räume zu schaffen, einen schönen Kamin einbaut, der im Winter Behaglichkeit schafft, oder neue Fenster mit energieeffizienter Doppelverglasung einbaut.

An das fortgeschrittene Alter denken

Wer in einem zweistöckigen Haus wohnt, sollte sich bei einem größeren Umbau auch schon Gedanken über das zukünftige Alter machen, wenn das Treppensteigen schwerer fällt. Wer später keinen teuren Treppenlift einbauen will, sollte zum Beispiel darüber nachdenken, im Erdgeschoss ein Zimmer bereitzuhalten, beispielsweise als Arbeitszimmer oder zusätzliches Esszimmer, das später als Schlafzimmer eingerichtet werden kann, sodass das tägliche Treppensteigen dann entfällt. Zum
altersgerechten Wohnen gehört außerdem die Umgestaltung des Badezimmers mit zusätzlichen Haltegriffen.

Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte, ist der moderne Schutz gegen Einbrecher und Diebe. Das einfache Türschloss mag seit 30 Jahren seinen Dienst tun, doch da gerade ältere Menschen häufig Opfer von Einbrechern werden, weil sie für hilfloser gehalten werden, sollte es durch ein Sicherheitsschloss ersetzt werden. Eine Alarmanlage ist gerade bei frei stehenden Häusern im Grünen eine zusätzliche sinnvolle Investition, um nachts ruhig zu schlafen.

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©Jupiterimages/Brand X Pictures/Thinkstock

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