Ratgeber und Tipps rund um Wohnwagen aller Art

Wer Urlaub machen möchte hat viele Möglichkeiten: Das Verreisen mit Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug, eine Seefahrt mit einem

Abbildung 1: Der Charme des Campings überzeugt vor allem Naturliebhaber und Menschen, die die Gesellschaft anderer Camper genießen.

Abbildung 1: Der Charme des Campings überzeugt vor allem Naturliebhaber und Menschen, die die Gesellschaft anderer Camper genießen.

Kreuzfahrtschiff, Inlands- und Auslands-, Städte- und Kulturreisen sowie nicht zuletzt das Camping.Viele Urlauber aus allen Altersgruppen wissen hierbei einen guten Wohnwagen zu schätzen. Die Vorteile sind schließlich nicht von der Hand zu weisen: Eine hohe Flexibilität bei der Wahl der Reiseziele, die Freiheit vor Ort, der sehr günstige Urlaub nach einmaligen Anschaffungskosten oder durch Mieten und das Genießen des Campingflairs ohne großen Verzicht auf Komfort. Welche verschiedenen Bautypen es gibt, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile sowie Tipps für Vorbereitungen und eine eventuelle Anschaffung folgen in diesem Artikel:

Arten von Wohnwagen

Die günstigste aller Varianten ist der Zeltwohnwagen, der auch Faltcaravan genannt wird. Eigentlich ein aus einem Anhänger ausklappbaren Zelt bestehend, ist die Stabilität und die Ausstattungsmerkmale des Zeltklapp-Wohnwagens als vergleichsweise gering einzustufen. Die Häufigkeit des Fahrzeugs fällt daher eher mäßig aus.

+      günstige Kosten für Anschaffung; einfacher und schneller Aufbau mit ein wenig Übung möglich

–      minimale oder keine Ausstattung enthalten; geringe Haltbarkeit und Wetterfestigkeit

Der Klappwohnwagen funktioniert ähnlich wie der Zeltwohnwagen, jedoch meist aus solidem Kunststoff gefertigt welches mit einem Metallrahmen stabilisiert wird. Auch diese Bauart ist vergleichsweise selten in Verwendung.

+    immer noch sehr günstige Anschaffungskosten; etwas mehr Ausstattung; deutlich höhere Stabilität; Aufbau ist ebenfalls schnell, einfach und alleine realisierbar; ist aerodynamischer gebaut, lässt Blick in den Rückspiegel zu und ist damit praktischer für die Fahrt

–    wenn auch etwas höher als bei Zeltwohnwagen, ist die Ausstattung noch immer das große Manko; Haltbarkeit und Stabilität immer noch etwas niedriger als bei nachfolgendenBauarten

Wesentlich häufiger und beliebter sind Hubdach-Wohnwagen, die für die Fahrt mit einem einklappbaren bzw. senkbaren Dach ausgestattet sind. Die wesentlich größere Ausstattung ist mit den zuvor genannten Modellen nicht zu vergleichen und umfasst in der Regel alles, was für das Camping essentiell ist.

+    Kosten eher moderat, dahermeist akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis; gesenktes Dach  während der Fahrt vereinfacht den Blick in den Rückspiegel; vor Ort kann das Dach ausgefahren und damit die Geräumigkeitdeutlich erweitert werden; vergleichsweise gute Ausstattung, welche die wichtigsten Bedürfnisse abdeckt; hohe Haltbarkeit und Stabilität

–    bei Stoffdächern ist die Wetterfestigkeit nicht besonders hoch; Modelle mit Kunststoffdach sind kostenaufwändiger

Ein klassischer Wohnwagen (auch als Touring-Wohnwagen bezeichnet) hat eine feste Außenstruktur, wodurch er ohne ein Aufbauen auskommt und vor Ort direkt einsetzbar ist. Der Umfang der Innenausstattung ist nochmal höher als die eines Hubdach-Modells, sofern es sich nicht um einen sogenannten Mini-Wohnwagen handelt. Diese sind zwar deutlich kleiner und damit auch für Autos mit geringer Zugkraft geeignet, jedoch auch wesentlich geringer ausgestattet. Den Umkehrfall stellen Luxuswohnwagen dar, die deutlich größer als die klassischen sind und einsehr ausgeprägtes, meist individuell wählbares Interieur enthalten.Außerdem eignen sich diese Modelle meist am ehesten, falls möglicherweise Anpassungen für Rollstuhlfahrer gemacht werden müssen (siehe z.B. in diesem Artikel).

+    hohe Stabilität während der Fahrt und im Einsatz vor Ort; lässt sich sofort einsetzen; Dach kann mit Solarpanelen für eine unabhängige Stromversorgung bedeckt werden; Ausstattung je nach Größe sehr umfangreich; höchstmögliche Wetterfestigkeit

–    Anschaffungskosten von allen Bauarten zum Teil am höchsten; Aerodynamik ist geringer, wodurch das Fahren mehr Kraftstoff verbraucht; bei großen Modellen ist das Manövrieren und Parken auf Campingplätzen schwerer; Anhänger nimmt auch bei Nicht-Verwendung deutlich mehrPlatz ein

Häufig kommt es beim Thema Wohnwagen zu Verwechslungen mit den Wohnmobilen, die einen eigenen Antrieb besitzen und

Abbildung 2: Mit einem großen Wohnmobil lässt sich sogar Amerika gut bereisen.

Abbildung 2: Mit einem großen Wohnmobil lässt sich sogar Amerika gut bereisen.

damit eigentlich Fahrzeuge mit wohntauglichem Interieur sind, welche denen von Wohnwagen in Form eines Autoanhängers ähneln. Von ihrer Bauart entsprechen sie etwa denen eines klassischen bzw. Touring-Wohnwagens und können ausstattungstechnisch von der Einsteiger- bis zur Luxusklasse reichen. Nachteilig ist, dass die Fahrzeugzulassung – im Gegensatz zu reinen Anhängern – zusätzliche Kfz-Steuern nach sich zieht, die in ihrer Höhe zwischen LKW und PKW angesetzt sind. Klarer Vorteil hingegen ist das meist einfachere Parken und Steuern, die Nutzung des Wohnraums während der Fahrt und die Sicherheit, dass die Motorleistung für das Ziehen ausreichend ist.

Welche Ausstattung wird benötigt?

Wer einmal campen war – auch mit einem einfachen Zelt – wird bereits festgestellt haben, dass eine Vielzahl der mitgeführten Geräte, Werkzeuge, Einrichtungen und Vorräte überhaupt nicht verwendet werden, während andere deutlich spürbar fehlen. So kann es beispielsweise für Camper der Generation 50+ wichtig sein, dass der Einstieg durch eine kleine Treppe erleichtert wird, da manche Modelle leider keine Stufen besitzen und das Betreten des Anhängers daher ein wenig umständlich sein kann. Um sich einen Überblick zu verschaffen, was hinsichtlich der Vorbereitungen sinnvoll ist, kann ein Blick in diese detaillierte Anleitung hier helfen, da die von Campern gesammelten Erfahrungen in der Regel am praxisorientiertesten sind. Noch ein kleiner Tipp für die Fahrt: Um ein Klirren von Glasflaschen im Kühlschrank zu vermeiden, können zwischen diese gefaltete Servietten geklemmt werden.

Mieten, gebraucht oder neu kaufen?

Für die Anschaffung eines Wohnwagens oder -mobils kommen mehrere Optionen in Frage. Das Mieten hat natürlich den Vorteil,

Abbildung 3: Campern bieten sich des öfteren Ausblicke und Momente, die Hotel- oder Fremdenzimmer-Gästen  in vielen Fällen verwehrt bleiben

Abbildung 3: Campern bieten sich des öfteren Ausblicke und Momente, die Hotel- oder Fremdenzimmer-Gästen in vielen Fällen verwehrt bleiben

dass bei vergleichsweise geringen Kosten ein Fahrzeug verfügbar ist und nach dem Urlaub keine Stellfläche benötigt wird. Was hingegen nachteilig sein kann, ist eine mangelnde Kenntnis des geliehenen Caravans, sobald er eingesetzt wird. Beim Anschließen an Strom und ggf. Wasser, sowie bei der Bedienung der verschiedenen Funktionen kann es daher eher zu anfänglichen Problemen kommen.

Bei häufigerem Einsatz lohnt sich eher ein Kauf, denn dabei erledigt sich die fehlende Möglichkeit, den Innenraum des Caravans an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Zudem ist ein eigener Wohnwagen verlockend, um gleich mehrmals im Jahr einen kostengünstigen Urlaub zu machen.Dabei muss ein Kauf nicht zwingend teuer sein: Rund um den Wohnwagen existiert sowohl ein großer Markt für neue als auch für gebrauchte Fahrzeuge bzw. Anhänger. Wer Kosten sparen und sich daher einen Gebrauchten zulegen möchte, sollte sich – wie beim Kauf eines PKW – eingehend über die genaue Ausstattung, den Zustand und die Abnutzungserscheinungen informieren. Wer hingegen Wert auf eine individuelle Einrichtung oder bestimmte Ausstattungsmerkmale sowie Funktionen legt, sollte eher zu einem neuen Modell greifen.

In beiden Fällen lohnt es sich in aller Regel, in Internetportalen wie autoscout24.de auf dem bestehenden Markt nach einem passenden Wohnwagen zu suchen. Dabei können auch Suchkriterien wie Aufbautyp, Hersteller oder Preislage angegeben werden, um die Ergebnisse entsprechend zu filtern.

Bilder:

Abbildung 1: ©HarryHofm– Pixabay.com (CC0 1.0)

Abbildung 2: ©Simon– Pixabay.com (CC0 1.0)

Abbildung 3: ©MartinStr– Pixabay.com (CC0 1.0)

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