Sieben Backtipps: So gelingt Anfängern der Kuchen

Es ist nie zu spät! Das gilt auch für eine der schönsten Freizeitbeschäftigungen: das Backen. Spät ist doppeldeutig. Es ist sowohl nie zu spät im Jahr, denn insbesondere zur Weihnachtszeit sind Kekse, Lebkuchen, Stollen und Kuchen besonders gefragt. Als es auch nie zu spät im Leben ist, das Backen zu lernen. Gerade mit mehr Zeit im Alter ist Backen sogar ein wunderbares Hobby, das den Tag strukturiert und am Ende ein leckeres Ergebnis bringt.

Bild: rainer nissen – freeimages.com

Nur Mut, Backen ist kein Hexenwerk

Wer bisher kein geborener Backkünstler ist, muss keine Angst haben. Denn Backen ist kein Hexenwerk. Kuchen, Kekse und Torten lassen sich mit genauem Befolgen von Rezepten erfolgreich umsetzen, ohne erst eine Ausbildung in der Backstube absolvieren zu müssen. Ganz am Ende ist es reine Chemie: Was reagiert mit welchem Stoff wann und in welcher Form. Daher sollten sich besonders die Anfänger strikt an Rezepte halten. Dazu eine Prise Liebe und Leidenschaft sowie idealerweise etwas Kreativität – und schon wird aus dem Begriff Backen ein süßes Hobby, das die Tage mit echten Sahnestücken verschönern kann.

Tipps für gute Backergebnisse

So leicht Backen ist, so viel können Anfänger falsch machen. Dabei geht es gar nicht um die Umsetzung des eigentlichen Rezeptes, die meistens fehlerfrei ist. Sondern es sind technische Kleinigkeiten, die ein Backergebnis ruinieren können. Daher sind folgende Tipps eine gute Richtlinie, um grobe Schnitzer zu vermeiden.

Tipp 1: Nur frische Zutaten verwenden

Die Bedeutung der Frische der Zutaten unterschätzen viele Hobbybäcker. Sind Eier, Butter oder andere fetthaltigen Zutaten wie Haselnüsse, Mandeln oder Schokolade nicht mehr frisch, schmeckt das darin enthaltene Fett ggf. ranzig. Sind Gewürze oder Aromen nicht frisch, fehlt dem Backwerk die besondere Note. Ist Hefe nicht frisch, geht der Teig nicht auf. Das sind nur ein paar Beispiele, warum sich frische Zutaten lohnen.

Tipp 2: Reihenfolge beachten

Rezepte geben nicht nur die Menge der benötigten Zutaten vor, sondern auch die Reihenfolge. Anfänger kommen bei vielen Zutaten schnell aus dem Rhythmus und geben spätere Zutaten vor anderen hinein. Oben hieß es: Backen ist Chemie. Genau das ist bei diesem Tipp wichtig. Denn stimmt die Reihenfolge nicht, entfalten sich die Zutaten nicht und das Backergebnis wird verfälscht – meistens zum Negativen. Also: An die Reihenfolge halten!

Tipp 3: Temperaturen angleichen

Soweit es nicht explizit anders angegeben ist, sollten alle Zutaten die gleiche Temperatur haben – und zwar: Zimmertemperatur. Das ist wichtig, um eine homogene Masse zu erzeugen.

Tipp 4: Saubere Hilfsmittel, Backformen und Hände

Ein weiterer unterschätzter Punkt sind saubere Backlöffel, Formen, Hände usw. Kleine Reste von Lebensmitteln, speziell Ei und Butter, können das harmonische Einrühren von Zutaten erschweren oder die Zubereitung fast unmöglich machen. Zum Beispiel verhindern fettige Rührbecher, dass Eischnee fest wird. Nicht zuletzt sind saubere Hände das A und O. Nicht nur, weil sie hygienischer sind, sondern weil sie das Arbeiten erleichtern.

Tipp 5: Sinnvolle Backutensilien

Niemand benötigt eine Profiausstattung. Aber es gibt viele nützliche Backutensilien wie Stanzformen, Küchenschaber, Rührlöffel, Spritzbeutel und Pinsel, die neu gekauft am besten funktionieren. Der Verschleiß ist einfach groß. Plätzchenformen und Backformen halten länger, aber auch hier ist das regelmäßige Kontrollieren sinnvoll. Speziell Metallformen können teilweise sogar Roststellen ansetzen oder unlösbar festgebrannte Teigreste aufweisen. Alternativen sind unter anderem Silikonformen. Dieses und anderes Zubehör muss niemand teuer kaufen. Tchibo hat zum Beispiel regelmäßig gute Angebote und auf der Webseite viele nützliche Backtipps. Gutes Zubehör hat außerdem einen weiteren Vorteil: Die Arbeit geht im wahrsten Sinne des Wortes besser von der Hand.

Tipp 6: Teig auf den Punkt bringen

Es ist anfangs nicht immer leicht, aber beim Rühren oder Kneten des Teigs ist eine Punktlandung wichtig. Sonst kommt es zum „Übermixen“ und die benötigte Struktur geht verloren. Andererseits: Ein zu kurzes Mixen reicht nicht aus, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Dieser Punkt ist speziell bei Hefeteig und zum Beispiel Buttercreme wichtig.

Tipp 7: die Optimale Ofentemperatur

Ganz wichtig ist die optimale Temperatur. Das gilt sowohl für Hefeteig, wenn er bei Zimmertemperatur oder in der Sonne gehen soll, als auch für das Backen selbst. Daher gilt: Optimal ist, wenn der Backofen entsprechend vorgeheizt ist und die Hitze beim Backen exakt stimmt. Einige Öfen heizen nicht der Einstellung entsprechend, Hobbybäcker sollten die Temperatur mit einem kleinen Ofenthermometer überprüfen. Zu berücksichtigen ist außerdem die Backform, denn aus Höhe und Breite resultieren ggf. Abweichungen. Ein typischer Fehler: Backofentür zum Hineinsehen öffnen. Das zerstört in den meisten Fällen das Backergebnis. Daher gilt: Die Tür ist erst dann zu öffnen, wenn bei passender Temperatur die vorgegebene Zeit zumindest grob abgelaufen ist. Tipp: Vor dem Herausnehmen mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig durchgebacken ist. Bleibt Teig hängen, ist der Kuchen bzw. das Brot noch nicht fertig.

Mit diesen Tipps vermeiden nicht nur Anfänger einige der gröbsten Fehler. Wer sich zudem an das Rezept hält und die Form stets gut einfettet, kann bereits beim ersten Versuch ein erstklassiges Ergebnis erzielen. Dem Genuss von leckerem Kuchen, Keksen oder Torten sowie einem selbst gebackenen Brot steht dann nichts mehr im Weg.

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