Welche Rolle spielt der Duft bei der Partnersuche

Duft und Liebe

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Anmerkungen zum Körpergeruch

Am 01. März war der metereologische Frühlingsbeginn. Klimaforscher behaupten, dass er in diesem Jahr angenehm mild ausfallen wird. Vorboten dafür gibt es bereits. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Narzissen und Tulpen arbeiten sich durch die Erde. Diese Frühblüher bieten wie in jedem Jahr einen schönen Anblick. Auch der Geruchssinn reagiert, denn jede Blume hat ihren Duft.
Beim Menschen verhält es sich ebenso, weil auch jede Person über einen einzigartigen Körpergeruch verfügt. Dieser ist genetisch festgelegt und nur bei eineiigen Zwillingen identisch. Genau wie der Fingerabdruck ist der Körpergeruch individuell einmalig. In der Kriminalistik überlegt man deshalb, ergänzend zum Fingerabdruck, Geruchsproben vom menschlichen Körper einzuführen.

Die Rolle des Körpergeruchs bei der Partnerwahl

Der Duft eines Menschen spielt aber nicht nur in der Kriminalistik eine Rolle, sondern auch bei der Partnersuche. Der Körpergeruch ist sogar ein wesentliches Kriterium in puncto Partnerwahl. Die Nase entscheidet oft, wen man attraktiv findet. Es heißt bei der Partnersuche nicht umsonst: Die Chemie muss stimmen.
Welche chemisch-biologischen Prozesse laufen unbewusst beim Flirten ab?
Die Nase verfügt über 350 Geruchsrezeptoren und ist das älteste Sinnesorgan mit dem direktesten Zugang zum Gehirn. Der Duft gelangt geradewegs zum Hippocampus, dem Erinnerungszentrum und zum limbischen System, dem Gefühlszentrum.
Der Geruch, welcher für die Partnerwahl bedeutend ist, wird von Schweißzellen produziert. Dieser Duft spiegelt die Gene eines Menschen wieder. Die Natur will Personen zusammenführen, die genetisch unterschiedlich sind. Der Nachwuchs von genetisch verschiedenen Eltern hat ein besseres Immunsystem. Durch den Geruchssinn steuert die Natur also die Fortpflanzung, denn die Nachkommen sollen gesund und immunstabil sein. Konkret heißt das: weniger Infekte, Krankheiten oder Allergien.
Auch eine von Forschern durchgeführte Studie beweist, dass Frauen den Geruch von Männern bevorzugen, welche sich im genetischen Profil stark vom eigenen unterscheiden.
Man ließ Frauen an verschwitzten T-Shirts verschiedener Männer riechen, und die Geruchsforscher kamen zu der Erkenntnis: Gegensätze ziehen sich an.

Pheromone

Auch Pheromone sind in diesem Zusammenhang relevant. Es sind Duftstoffe, mit denen Artgenossen kommunizieren. In der Tierwelt spielen sie eine große Rolle. Meistens geht es um Fortpflanzung: Wann ist das Weibchen fruchtbar? Wo befindet sich mein potenzieller Partner?
Auch der Mensch besitzt Rezeptoren für Pheromone, die sich ebenfalls in der Nase befinden. Im Gegensatz zu den Geruchsrezeptoren haben Pheromone eine eigene Leitungsbahn ins Gehirn, wo sie an einer anderen Stelle verarbeitet werden.
Die genaue Wirkungsweise der Pheromone ist noch relativ unerforscht. Der Botenstoff ist geruchlos, soll aber bei der Partnerwahl eine Rolle spielen. Es gibt in zwischen diverse Angebote an Pheromon-Parfums auf dem Markt. Sie versprechen den Verbrauchern, ihre Traumpartner zu finden.
Außerdem gibt es sogenannte Pheromon-Partys. Dort schnuppern Partnerwillige an verschwitzten T-Shirts. Wer sich gut riechen kann, verabredet sich.
Experten halten das Funktionieren dieser Art der Partnerwahl jedoch für unwahrscheinlich.
Spielen Sympathie, Aussehen und sozialer Status überhaupt eine Rolle bei der Partnersuche? Die Dating-Portale, wo es keine Geruchsproben gibt, arbeiten erfolgreich. Es ist aber kein Fehler, bei der Partnerwahl auf seine Nase zu hören.

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