Beiträge zum Thema: Probleme, einen Partner zu finden – woran kann es liegen?

 
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Sonnenschein1958
Sonnenschein1958
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Liebe Lottogewinn, ich glaube das Problem, das Du beschreibst haben sicher einige. Ich zähle mich auch dazu, nachdem ich schon viele erste Treffen hinter mir habe, prüfe ich auch 200%ig ob ich Zeit und Geld investieren soll... Wie oft ging das daneben, weil die Vorstellung über einen Menschen, auch wenn man vorher telefoniert hat, meistens anders ist als die Realität. Warum soll es also einem Mann nicht gleich gehen?

Das Problem ist ja tatsächlich, dass man sich nicht unbefangen trifft, sondern es ist ja ein Zweck dahinter. Das blockiert ungemein, denn selten kann man sich das, was man wünscht, beim ersten Anblick eines Menschen mit diesem vorstellen. Wenn nun das Gegenüber dazu auch noch nicht so reagiert, wie man sich das vorstellt, dann ist die Aktion mißlungen!

Trotzdem sollte man sich nicht wie ein verletztes Reh zurückziehen, sondern davon ausgehen, dass irgendwo ein Mensch lebt, dessen Weg sich eines Tages mit dem unseren kreuzt.
Und wenn nicht, dann tritt irgendwann die Erkenntnis ins Bewußtsein, dass ein Leben auch ohne Partner/Partnerin schön sein kann. Garantie gibt es ja ohnehin keine, dass man im Alter nicht plötzlich doch alleine ist, auch wenn man heute einen Partner hätte. Wer weiß schon wie die Zukunft ist...?

Nora
 
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lottogewinn
lottogewinn
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Mein Problem ist immer das selbe,
selbst wenn vieles paßt,
keiner ist bereit sich mal zu treffen und sich mal live vorzustellen.
Ich hörte sogar schon mal das Wort! Investieren - Zeit und Sprit? Und selbst wenn ich den Sprit investiere, die Herren wollen dann nicht mal die Zeit fürs Treffen investieren!
Es wird immer davon geredet, aber die Termine immer kurzfristig abgesagt, wegen Arbeit, Familie, Unpäßlichkeit!
Oder einfach nur Angst?????

(Ausnahmen sind die Männer, die sich mal schnell für eine ONS treffen wollen, die würden nach 10 min chat schon losfahren, bei denen wütet der "hormonelle Tsunami" !supertolles Wort!)

Und die, bei denen der hormonelle Tsunami gänzlich zur Ruhe gekommen ist, wären in einem Andrologie-Psychologie Forum erst mal besser aufgehoben, für viele Probleme hat die Medizin eine Lösung und wenn das kuriert ist, dann gibt es auch keine Probleme bei der Partnersuche! Denn egal wie alt, ein kleiner hormoneller Wind sollte in einer Partnerschaft schon vorhanden sein! (Sorry, ich spreche da aus 2 negativen Erfahrungen! Nette Männer, die keine wirkliche Bindung mehr eingehen wollen, weil nach dem Kennenlernen irgendwann auch der Wunsch nach Zärtlichkeit, und Sex aufkommt und sie sich auf dem Gebiet nicht sebstbewußt fühlen und dann lieber auf die Partnerin verzichten, statt zum Andrologen zu gehen!Selbst wenn Frau dafür Verständnis hat!) Auch das gehört zu einer Partnerschaft!


Und die im Profil schon mit einer Lüge starten oder nicht bereit sind erst mal offen auf jemanden zuzugehen, wie soll das was werden?
Denn in der Liebe bekommt man nur soviel zurück, wie man auch bereit ist selber zu Geben!
 
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lottogewinn
lottogewinn
Anzahl Beiträge: 3
Hallo? Quasimodo52?
Hab hier etwas rumgelesen und dachte, Du beschwerst dich wegen den 99% Lügen und Du wärst ein ehrlicher Typ!
Dann schreibst Du: wir haben geheiratet usw..

und in deinem profil steht ledig????
Genau diese Lüge macht dich durchaus uninteressant!
Der Lügnertyp ist wirklich nicht gefragt!

entweder bist geschieden oder noch nicht, dann getrennt lebend, oder getrennt aber immer noch zusammenwohnend?
Auf keinen Fall Ledig!!!

Sowas schreckt sofort ab!
 
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Sonnenschein1958
Sonnenschein1958
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Ja, lieber KF, genau so ist es: Den Menschen einfach so nehmen wie er ist und wenn er oder sie trotz kleiner oder größerer Macken einem unter die Haut geht, dann ist das wunderbar. Wenn nicht, dann halt nicht, vielleicht ist's dann jemand Anderer...

Jede(r) darf sein wie er/sie ist. Am End' find't jeder Topf sein' Deckel und wenn er noch so verbeult ist - der Topf als auch der Deckel - grad dann passen's manchmal b'sonders gut zusammen.

Nora
 
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Ehemaliges Mitglied
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Ich halte Nora´s Beitrag für beachtenswert,weil er aus meiner Sicht den Sachverhalt ,oder zumindest einen Teilaspekt,nämlich das Beharren auf einem eigenständigen Leben,Denken und Verhalten,korrekt wiedergibt.
Da der "hormonelle Tsunami"(find ich gut !) in unserem Alter als Motor der Veränderung meist ausfällt ,finden wir eine starke Veränderung gegenüber dem,was wir von früher her in puncto Beziehung gewohnt sind.
Wenn es nun gelänge,dies einfach mal so hinzunehmen und in die Grundlagen für eine Beziehung einzubeziehen,wäre dies ein grosser Gewinn;viele Irrungen und Wirrungen ,Missverständnisse und daraus resultierend böse Worte könnten vermieden werden.
Es könnten auch die ganzen geschlechtsspezifischen Schuldzuweisungen und Herabsetzungen ("was bist denn du für einer")vermieden werden;es ist dann einfach so.
wär das was ?
Grüsse
KF.
 
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Ehemaliges Mitglied
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Hallo,
ich weiß aus Erfahrung, dass im Netz zu 99% gelogen wird, trotzdem hatte ich meine Frau in einem Chat kennengelernt, wir haben geheiratet, und es ging insgesamt 7 Jahre gut, bis sie wieder anfing zu chatten, einen anderen fand und nun ausziehen wird.
Aber kann man sowas verallgemeinern?
Mein Problem ist mein Handicap, aber Börsen für Behinderte sind ja auch nichts für mich, weil ich ja keine Behinderte suche, und da tummeln sich teilweise welche rum, die eine Behinderte als "Fetisch" wollen!
Kommt es denn wirklich auf das optische, auf die Größe an?
Angeblich schauen die meisten Frauen auf "innere Werte" - dann müsste ich ja jede Menge Frauen finden...
Scherz beiseite: ich hänge auch die Messlatte nicht zu hoch, aber anscheinend ist mein Typ nicht gefragt, leider.

Didi
 
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Sonnenschein1958
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Liebe Germaine,

in unserem Alter hat sich auch schon eine gewisse Struktur eingeschlichen, bei uns genauso wie bei den Männern. Man hat seinen Lebensstil gefunden und möchte davon nicht abgehen, weil man sich wohlfühlt. Ich habe kein Interesse an anderen Gewohnheiten und sehe auch keinen Vorteil darin, mich an einen anderen Menschen anzupassen.

Nora
 
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Sonnenschein1958
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Anzahl Beiträge: 476
Liebe Neupfälzer,
zuwenig konfliktfähig? So würde ich das nicht nennen. Es kann doch auch sein, dass man in seinem Leben schon GENUG Konflikte hatte und einfach nur mehr LEBEN möchte - man schaltet natürlich möglichst alles aus, was KONFLIKTTRÄCHTIG aussieht...

Die Erinnerung an schlechte Erfahrungen kann blockieren, kann aber auch verhindern, dass wir immer wieder denselben Fehler begehen!

Nora
 
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Sonnenschein1958
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Anzahl Beiträge: 476
ZITAT (Roberto): "...Vielleicht sollte man mal diskutieren, ob das Forum hier überhaupt noch mit dem eigentlichen (antikem) Ursprung eines Forums etwas zu tun hat..."

WIKIPEDIA sagt:
"Forum (lateinisch forum, ursprünglich „Umplankung“, später „Marktplatz“, „Versammlungsort“; Plural: Foren oder Fora) ist:
....
in der Antike eine römische Platzanlage, siehe Forum (Platz) ...
von dieser Bedeutung abgeleitet: ein realer oder virtueller Ort, wo Meinungen untereinander ausgetauscht werden können, Fragen gestellt und beantwortet werden können, siehe Forum (Kultur)..."

ZITAT (Roberto): "... oder inzwischen nur noch eine Bühne für wenige Darsteller ist. Das erklärt vielleicht auch, warum viele Mitglieder nur amüsiert zuschauen..."


FRAGE (Nora): Gab es in den "antiken" Foren keine Zuschauer? Kein Amüsement angesichts der Gespräche zwischen Händlern und Kunden etc....?

Ich für meinen Teil habe auf meiner "Bühne" recht viel Zustimmung von Mitgliedern, die sich über manche meiner Texte auch amüsieren und mir positive Rückmeldungen geben.
Nur ein männliches Mitglied (das mir anfangs den Hof machte und mich mit 'Liebenswürdigkeiten' überschüttete), schrieb mir, nachdem ich ihm klar machte, dass ich keinen Kontakt will (er ist verheiratet!), er hätte meine Texte gelesen und dass "ALLES was hier im Forum geschrieben" wird "purer Blödsinn" sei und er nicht verstünde, dass man dafür Geld ausgeben kann. Offenbar ist das jemand, der eine falsche Vorstellung von Lebensfreude50 hat, denn fürs Schreiben im Forum bezahlt man nichts...

Nora
(Handel & Vertrieb für fliegende Teppiche und ausgestopfte Fledermäuse
Forumsmitglied seit 2010)
 
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Sonnenschein1958
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Durch das Forum ist es möglich, sich mit Menschen zu unterhalten, zu denen man sonst kaum in Kontakt gekommen wäre.

Partnersuche nennt sich ein Vorgang, bei dem ich eine Zielvorgabe habe, die ich unter allen Umständen erfüllen möchte. Die Praxis zeigt, dass ein solches Vorgehen nur selten zum Erfolg führt.
Wer locker, OHNE die fixe Idee im Kopf zu haben, UNBEDINGT einen Partner/eine Partnerin finden zu wollen/müssen, unter Menschen geht und mit ihnen kommuniziert, wird wahrscheinlich eher einen Menschen kennenlernen, der zu ihm oder ihr paßt, als wenn man von einer Niederlage in die nächste stürzt und am Ende vollkommen desillusioniert ist.
Einen Partner zu finden ist ja nicht als ginge man auf den Markt und man sucht sich nach bestimmten Vorgaben das Richtige aus.
Der oder die Richtige findet sich dort, wo man merkt, dass es gemeinsame Interessen und am Ende auch eine Hingezogenheit gibt. Wie kommt man so weit? Nur indem man kommuniziert, nach innen horcht und sich ohne Zwang und Zielvorgaben in ein schönes Gefühl treiben läßt.....

Ohne Zielvorgabe zu sein heißt, ich brauche nicht zu urteilen, abzuwägen, schönzureden. Ich gehe wie durch eine Landschaft, ohne den Gedanken mich irgendwo häuslich niederzulassen. Hab ja alles was ich brauche bei mir. Wenn ich aber ein Fleckchen finde, an dem ich mich wohlfühle, könnte es schon sein, dass ich die Idee habe, länger oder ganz zu verweilen...

Nora
 
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Sonnenschein1958
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Lieber Eislinger (vom 24.09.2010),

Männer werden von Frauen erzogen, das gilt auch für Gesellschaften, in denen z.B. Frauen sehr unterdrückt werden - meistens sind es die Mütter und Großmütter, die das Patriachat stützen und für den Erhalt kämpfen. Und es sind meistens die Frauen in ihrer Mutterrolle, die die Basis für Männerprobleme schaffen. Auch wenn die Mutter schwach ist bzw. so erscheint als könne sie nichts dafür, ist sie eben in ihrer Schwachheit Ursache (siehe Kafkas Brief an den Vater!).

Wenn ich hier zum Thema Probleme bei der Partnersuche spreche, dann spreche ich natürlich aus meiner Position als Frau. Ich sagte nicht, dass die Männer Probleme machen, sondern ich stellte die Behauptung auf, dass viele bzw. die meisten Männer ihre Probleme nicht bearbeiten (mögen?). Ich habe gehört, es gäbe mehr männliche Selbstmörder als weibliche, was auch darauf hinweist, dass Männer schwerer mit Schicksalsschlägen fertig werden. Aus meiner Erfahrung als Mutter eines Sohnes und Beobachterin der Buben in Verwandtschaft und Umfeld stell(t)e ich immer wieder fest, dass kleine Buben meistens viel sensibler sind als Mädchen. Das Fatale ist, dass aber gerade das früher (und auch heute) nicht wahrgenommen wurde, sondern eher durch besonders harte Erziehungsmaßnahmen bekämpft wurde.

Noch eines ist zu bedenken: Die innere Einstellung einer Frau gegenüber den Männern schlägt sich in jedem Fall auf die Erziehung der Söhne nieder. Entweder sie verachtet im Sohn alle Männer oder sie will aus ihm einen Supermann machen, um zu zeigen, wie Mann zu sein hat. Die Rolle, die der Vater spielt, gibt der seelischen Entwicklung eines Buben den Rest.

Nora
 
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Ehemaliges Mitglied
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Hallo ihr Lieben,
die ihr so inbrünstig die Probleme der Anderen beklagt.
Darf ich mal eine etwas boshafte Anmerkung machen.
Projektion ist als Selbstschutz eine gute Sache.
Man kann alle seine Probleme bequem woanders abladen.
Aber auf Dauer wird es dadurch nicht besser.
Und mancher nimmt sogar für bare Münze ,was ihr schreibt,und grämt sich.
Gleichzeitig gewährt ihr natürlich damit auch einen tiefen Einblick in Euer Seelenleben,oder,derb ausgedrückt,man sieht die schmutzige Unterwäsche.
Daran solltet ihr denken.

Oder, frei nach Schiller´s "Glocke":

Wohlthätig ist des Mundes Macht,
Wenn sein Besitzer ihn bewacht,
Denn was er redet, was er spricht,
Oft ist's was Kluges, oft auch nicht

ein schönes,besinnliches Wochenende
wünscht Euch
KF.
 
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Sonnenschein1958
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Nein, lieber Eislinger, so meine ich das nicht mit dem in sich gehen. Ich kenne einige Männer, die von ihren Frauen verlassen wurden. aber gleich darauf wieder eine neue Beziehung hatten. Die ist aber auch schnell wieder gescheitert.
Ich meine, dass vorallem Männer sich zuwenig Zeit lassen mit dem Trauern und dem Verarbeiten von Schmerzen bei der Trennung. Das sind dann die Fälle, in denen die Ex oder die Verstorbene bis in alle Ewigkeit in den neuen Beziehungen herumgeistern. Dass eine neue Beziehung dann scheitert, versteht sich von selbst.
Klar, das gibt es auch bei Frauen, aber Frauen begeben sich wesentlich häufiger in Therapie oder ähnliche Beratung, um Schmerz und Trauer zu verarbeiten. Von allen alleinstehenden Frauen die ich kenne, waren schon mehr als die Hälfte in einer Therapie, um mit sich und ihrem Leben, ihren Ängsten und ihrem 'Versagen' ins Reine zu kommen. Männer fliehen da lieber vor dem Schmerz und behaupten, sie hätten es nicht nötig. Ich kann mir vorstellen, dass das aus der Erziehung kommt, der Mann hat stark zu sein, mit seinen Problemen selbst fertig zu werden, Zähne zusammenbeißen und durch...

@Roberto: Freilich gehe ich in meinem Aufsatz von Beziehungen aus, die nicht gelingen können, denn ich glaube, wenn zwei Leute wirklich zusammen passen, dann braucht es keine "Anpassung". Klar entwickelt man sich weiter, in guten Beziehungen mit dem Partner. Wenn beide offen sind für neue Eindrücke, aber auch großteils dieselben Interessen und Wertvorstellungen haben, dann geht das sicher ohne große Kompromisse. Wenn man einen Menschen liebt und auch seine Eigenheiten, dann ist das kein Erdulden oder Kompromiss, weil man ja den ganzen Menschen mit all seinen Ausprägungen liebt. Sobald etwas so fremd wird, dass man sich überwinden muss und Kompromisse gesucht werden, ist es nicht mehr gut.

Für mich gibt es halt nur entweder es stimmt oder es stimmt nicht. Ich habe zu oft erlebt, wie es ist, wenn es nicht stimmt und wenn man sich ständig angleichen muss. Klar gab es viele Gemeinsamkeiten, aber das was nicht paßte, war einfach zu krass und zu verschieden. Da tut die Anpassung dann einfach zu sehr weh. Dann paßt es halt nicht. Wenn man einen ewigen Nörgler oder Grantler an der Seite hat, dann kann es noch so schön sein mit ihm in einen Konzert zu sitzen, man wird den Grant und die Nörgelei auf Dauer nicht aushalten (das gilt umgekehrt auch)...

Diese Einsicht stellt sich bei mir z.B. als Entwicklung dar, zu der ich in meinem Fürmichsein gefunden habe. Ich HABE versucht mich anzupassen, über vieles hinweg zu sehen. Es ist umsonst. Die Struktur eines Menschen kann man nicht ändern.
Man sagt, dass nur der in einer Beziehung leben kann, der auch das Alleinesein und Alleineleben beherrscht. Ich sage nicht, dass ich nie mehr eine Beziehung haben werde, aber ich bin nicht so fixiert auf eine zukünftige Beziehung, dass ich mein Alleineleben nur als Überbrückung sehe. (M)ein Leben hat seinen Wert in sich - ob so oder so...

Nora
 
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deine antwort eislinger gefällt mir am besten

::::eine hübsche pflegekraft ::::
ronya 55
 
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Sonnenschein1958
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@Roberto

Zitat: "Es ist klar, dass eine ausreichend grosse Schnittmenge an Gemeinsamkeiten vorhanden sein muss. Das ist dann auch keine Begrenzung (Freiheitseinschränkung) in der eigenen bzw. gemeinsamen Entwicklung.

Wer meint, er bleibt lieber so, wie er ist, verzichtet auch auf neue persönliche Entwicklungen, bleibt also (wahrscheinlich) ein(e) "Ewig Gestrige(r)".

Wenn Männer (Kerle) früher eine Partnerschaft eingehen, zeigt dies nur, dass diese sich meistens schneller positiv aufstellen können. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel." (Zitat-Ende)

Das klingt ja alles sehr klug, ist aber bei näherer Überlegung unsinnig: Wie kann es pauschal als "eine Entwicklung - eine gemeinsame Entwicklung! - angesehen werden, wenn ich mich z.B. meinem Partner dahingehend annähere, indem ich z.B. meine Bewegungsfreudigkeit einem total bewegungsfaulen Menschen anpasse?
Und warum, um Himmels Willen, bleibe ich eine "Ewig Gestrige", nur weil ich auf die persönliche Entwicklung mit einem Partner verzichte. Kann sich der Mensch nicht auch alleine entwickeln? Bin ich als einzelner Mensch etwa nur ein halber Mensch? Viel wichtiger, als mich an einem Partner zu entwickeln erscheint mir, mich mit vielen Menschen in vielen Altersstufen abzugeben. Das entwickelt weiter! Und nicht, wenn ich mich womöglich mit einem Menschen auseinander setzen muss, der aufgrund seines Alters völlig festgefahren ist und der erwartet, dass man sich "annähert"...

Die Aussage, dass nur gut ist was zu zweit ist, ist ebenso ein Unsinn als würde ich sagen, dass nur dass Alleineleben normal ist...

Wenn Männer schneller nach einer gescheiterten Beziehung wieder eine neue eingehen, dann vorallem deshalb, weil sie nicht alleine sein können. Nichts rührt so sehr am Ego eines Mannes, als wenn er unbeweibt ist. Deshalb muss schnellstmöglich wieder eine Frau herbei geholt werden. Viele ältere Männer brauchen auch eine neue Betreuerin... Verarbeiten tun die wenigsten Männer, was zu bearbeiten wäre an Seelenarbeit und in sich gehen ist gerade auch bei ältern Männern eher nicht der Fall.

Nora
 
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Sonnenschein1958
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Über dieses Thema kann man unendliche Betrachtungen anstellen!

Angefangen von der Frage, ob es in der Natur des Menschen liegt, sich noch in späteren Jahren zu verpaaren bis hin zu der Frage, inwieweit es sinnvoll und zuträglich ist, sich anzupassen. Noch die Generation meiner Eltern oder gar die meiner Großeltern lebte großteils in jahrzehntelanger Ehe, bis ein Partner starb und dann war man selbst alt. Kaum jemand wäre auf die Idee gekommen, noch einmal auf Freiersfüßen zu wandeln - eher schon die Männer, die sich jüngere Frauen nahmen, wenn die eigene im Kindbett oder so starb. Oder der Mann verunglückte, dann war Frau schon aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen wieder zu heiraten. Als älterer Mensch ohne Partner lebte man in der Familie mit Kindern und Enkeln bis zum Grab.

Heute hat man in der Mitte seines Lebens schon einige Partnerschaften hinter sich, sein Leben gefunden, finanziell geht es auch oder zumindest einigermaßen. Die Freizeit gestaltet man sich mit Bekannten, Freunden, mit der Familie und einer grandiosen Freizeitindustrie.
Man könnte glücklich sein, wäre da nicht das Loch im Herzen mit der Sehnsucht nach einer Partnerschaft. Wie nett wäre es jemanden um sich zu haben - beim Frühstück, beim Einkaufsbummel, im Urlaub, Tag für Tag... Aufeinander eingehen, sein eigenes Leben auf das des Partners reduzieren, seine Launen ertragen, sich ihm anpassen... Was tut man nicht alles, um das Loch im Herzen gefüllt zu halten! Nie mehr allein - das ist das große Ziel aller Partnersuchenden.

Woher kommt dieser Wunsch nach einem Partner? In späteren Jahren ist der Wunsch der Familienbildung sicher nicht mehr der Auslöser zur Partnersuche. Was also ist es? Sind es verschüttete, kindliche Sehnsüchte, nicht allein zu sein? Immer jemanden um sich zu haben, einen Menschen, der einem auch ein bißchen die Verantwortung für das eigene Leben abnimmt? Sich anlehnen können, schwach sein dürfen? Wie damals, als Mama und Papa sich noch um einen gekümmert haben? Ist es das?

Es gibt sie, die glücklichen Paare, aber es geht nicht ohne Kompromisse, ohne Einschränkungen. Die mögen, wenn zwei sich wirklich mögen, gering erscheinen und leicht auf sich genommen werden. Doch die Jahre vergehen und bleibt es so? Wie fühlt sich das nach 10, nach 20 Jahren an, wenn man seine Bedürfnisse nie wirklich ausgelebt hat, weil der Partner das nicht wollte oder man es selbst nicht wollte, sich nicht getraute?

Meine Großmutter blieb allein, als sie mit 52 Jahren ihren Mann verlor. Sie wollte keinen Mann mehr, denn in ihrer Generation bedeutete ein Mann in ihrem Alter nur, wie sie sagte, einen zweiten Fall der Krankenpflege und dazu war sie nicht mehr bereit. Sie war eine kräftige, glückliche und unternehmungslustige Frau, die noch mit 75 Jahren auf einen 2300 m hohen Berg stieg. Sie war agil bis sie mit 82 Jahren starb.

Wer in jungen Jahren einen Partner wählt, ist noch jung, biegsam, hat alles noch vor sich, ist offen für Neues, Erfahrungen fehlen und trüben noch nicht die Hoffnung.
Nach einem halben Leben sieht alles anders aus. Was vorher noch biegsames Holz war, hat nun eine starre Rinde und ist innerlich gefestigt. Viele Stürme haben den alten Stamm geschüttelt und viele Wetter ihm arg zugesetzt. Nun kann ihm niemand mehr etwas anhaben. Deshalb ist er vorsichtig und auch nicht mehr bereit, sich zu verbiegen.

Letztendlich ist es aber einfach eine Fügung, wenn zwei Menschen zusammenfinden, zusammenpassen und sich miteinander wohl fühlen. Darauf kommt es letztendlich an. Ich meine, wenn man in einer Partnerschaft erst anfangen muss zu diskutieren und womöglich auch noch versucht, sich gegenseitig eine Psychotherapie (die oft in Psychoterror ausartet) zu verpassen, kann man es gleich vergessen! Wenn man mit einem Menschen glücklich werden will, sollte man ihn oder sie so nehmen wie er oder sie ist. Wenn man das nicht kann, soll man es lassen (ich weiß das aus eigenen Erfahrungen).

Vielleicht wird es in älteren Jahren aber auch deshalb so schwierig, weil man zuviel nachdenkt....

Nora

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