Beiträge zum Thema: Die Zeit zwischen Asche--und Ostern!!

 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Stobbs, es ist ja kein "ich muss", sondern sinnvollerweise tut man das, was einem der Körper mitteilt.
Kennst Du nicht das Gefühl, einmal bis oben hin "voll" zu sein? Das meine ich nicht nur im Hinblick aufs Essen. Manchmal hab ich das Gefühl, dass es reicht. Dann brauche ich die Entleerung, das wieder Blank-Sein, innen wie außen.

Während einer Fastenkur oder zumindest bei dieser, wie ich sie mache, bekommt man schon etwas zu "essen", sollte man sogar: Gemüsebrühe, Säfte, viel zu trinken. Der Körper lebt aus sich selbst. Wir haben genügend Energie gespeichert und so wie das in Urzeiten war, so geschieht es auch heute noch: Wir zehren von dem, was sich in uns angesammelt hat. Das ist eigentlich ein natürlicher Zustand, denn alles Fett an unserem Körper hat ja nur den einen Sinn, uns über Hungerzeiten hinwegzuhelfen.

Auch Wildtiere haben Zeiten des Überflusses und Zeiten der Not, des Hungers. Der Körper ist dem angepaßt.

Neulich habe ich gelesen, dass die bisher angezweifelte Annahme, dass es Körperschlacken gibt,sich nun bestätigt hat. Angeblich werden Eiweiß-Zucker-Verbindungen im Gewebe abgelegt und das sollte nicht gut sein. Während des Fastens werden diese abgebaut.

Grundsätzlich behaupte ich, dass, wer fasten möchte, dies auch tun sollte, und diesen Menschen tut es sicher gut.
Wer darin keinen Sinn sieht und das nicht möchte, dem könnte es vielleicht tatsächlich schaden. Es gibt ja viele Zustände und Krankheiten, bei denen Fasten schädlich ist...

Orlanda
(die sich gerade mit Milllirahm-Strudel vollstopft! Mit volem Bauch spricht es sich besonders gut übers Fasten, wie auch es sich beim Fasten besonders gut übers Essen spricht...! Paradoxon des Lebens...?)
 
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Orlanda
Orlanda
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Fasten ist eine wunderbare Erfahrung! Muss aber nicht unbedingt vor Ostern geschehen, sondern ganz so, wie es einem der Körper vorgibt.
Ich verspüre jedes Jahr zweimal das Verlangen, mich zu reduzieren. Nicht immer schaffe ich es. Aber immer, wenn es mir gelingt durchzuhalten, fühle ich mich danach wie neugeboren.

Die ersten zwei bis drei Tage sind schwer und man wird von dem Gefühl geplagt, ob es denn unbedingt sein muss... Wenn diese Tage überstanden sind, befällt mich immer eine unglaubliche Kraft und Energie. Wenn es mir vor dem Fasten schwer fiel zu laufen, so schaffe ich nun plötzlich die doppelte Strecke. Das innere Gefühl der Zufriedenheit überdeckt bei weitem das manchmal auftretende GEfühl des Futtermangels.

Ich höre meistens nach 7 - 10 Tagen mit dem Fasten auf. Danach fühle ich mich leicht - ERLEICHTERT - und ich möchte dieses Gefühl in meinem Leben nie mehr missen. Die Sinne schärfen sich schon während des Fastens. Man hört, sieht, schmeckt, fühlt intensiver. Man ist auch leichter gereizt über Artgenossen. Manchmal arbeite ich in der Zeit, aber sehr reduziert.

Heuer hab ich's noch nicht geschafft, wegen meines Umzugs. Da war ich zu sehr mit 'äußeren' Dingen beschäftigt. Aber jetzt, wo ich so darüber schreibe, beschließe ich mit dem nächsten Neumond zu fasten... Um Neumond herum gelingt es mir immer am besten und längsten. Ob dies nun Einbildung ist oder ob es tatsächlich so ist...?

Orlanda
 
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emirena
emirena
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Dass Fasten einen Sinn hat, egal ob zum Abnehmen oder nicht, kann ich durchaus nachvollziehen.
Trotzdem habe ich keine Lust dazu. Wozu mich selbst kasteien?

Muss aber jeder selbst wissen. Was ich allerdings nicht weiß, warum es dann ausgerechnet zwischen Aschermittwoch und Ostern sein muss. Weil es die Kirche so vorschreibt? Na gut. Es ist ein Brauch. Wer's braucht, der darf.

Vielleicht ist es ähnlich wie mit Streit und Versöhnung.
Oder mit Ramadan und Fastenbrechen: wenn es vorbei ist, ist der wieder erlaubte Genuss umso größer. Genuss und Lust durch vorausgegangene Askese?

emirena, nicht masochistisch veranlagt
 
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Sandmännchen
Sandmännchen
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liebe cardia,du kannst mich alles fragen,nur nichts zwischen der zahl 2 und der zahl 4.
 
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
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Hallo Kirie,

mir ist ein guter ABSATZ allemal wichtiger als ein guter VORSATZ!-:)

" Wer seine Gesundheit
durch allzu strenge Lebensweise zu
erhalten sucht, begibt sich damit in eine
fortlaufende und langweilige
Krankheit."
( wenns auch nur für 40 Tage ist....)

F. Rochefoucauld

Sieh Dir Sandmännchen an:

Keine Frauen, kein Alkohol und.....
es war die schlimmste Viertelstunde seines Lebens....

LG Cardia
 
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Sandmännchen
Sandmännchen
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ich habe 40 tage lang keinen sex.
desweiteren stelle ich meine wohnungsklingel ab,um völlig in ruhe und einsamkeit leben zu müssen.
auch mein handy und telefon wird nur auf telefonnummern umgestellt die beruflich nötig sind.

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