Beiträge zum Thema: Die Liebe ist ein seltsames Spiel. . . . .

 
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Hedi1
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@ "Stobbs",

Was hilft es mir, wenn ich Jahre-Jahrzehntelang nach dem Schuldigen suche, warum das "Liebesglück" nicht bei mir blieb?

Wichtig ist mir das Jetzt und heute und das ich aus Vergangenem gelernt habe.

Deinen nachdenklich stimmenden Zeilen kann ich wiedermal nur zustimmen.

Einen schönen Abend wünscht

Hedi
 
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Hedi1
Hedi1
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@ "stobbs",

ganz sicher hat man sich einmal lieb gehabt.

Ich hatte erst jetzt in Wien bei meiner Tochter ein Wiedersehen mit meinem ersten Mann,es war toll wie gut wir wieder miteinander umgehen konnten.

Ich sagte Ihm, wenn wir es auch vor 35 Jahren nicht geschafft haben unsere Ehe aufrecht zu erhalten,so haben wir wenigstens eine wunderbare Tochter gezeugt,die inzwischen vier eigene Kinder bekommen hat.

Er war da auch meiner Meinung und meiner Tochter tut es gut, wenn Sie heute sieht, wie prima wir ohne Zorn und Vorwürfe miteinander umgehen.

Hedi
 
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Hedi1
Hedi1
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@ "stobbs",

gerne erzähle ich Dir, wie ich es schaffte, ein neues Leben zu starten,aber ich denke das hier im Forum zu erörtern, wäre zu viel des Guten.


Eins nur für alle interessierten User,mein Schritt war ein Akt der Verzweiflung,entweder bei diesem Leben draufgehen oder alles hinter sich lassen.

Mag sein, dass ich dadurch "stark" geworden bin.
Meiner Meinung nach muss niemand in einer Beziehung ausharren,wo die Liebe nur noch einseitig vorhanden ist.

Seit gestern bin ich ich bei Lebensfreude50 als Plus Mitglied angemeldet,kann aber leider bis zur Freischaltung keine Mails an User schreiben.

LG Hedi
 
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Hedi1
Hedi1
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@ "emirena",

was für eine kluge Aussage, "Die Frage an sich ist für mich etwas widersprüchlich.
Wenn es um "aushalten können/müssen" geht, ist die Liebe längst ausgegangen bzw. nie dagewesen."

Ich sah es für mich nach diesen vielen Jahren der Anpassung und dem krampfhaften festhalten an dieser maroden Ehe ähnlich,die "Liebe" war längst erloschen und so packte ich mein Köfferchen,ließ Mann und alles materielle hinter mir.
Mein neues Leben begann in einer kleinen Wohnung mit einem Hausrat vom Sperrmüll und trotz all der Existenzängste und Einsamkeit konnte ich wieder befreit aufatmen.

LG Hedi
 
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nakona
nakona
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Hallo Emirena
ja - besser kann man es nicht ausdrücken - ich hatte mich auch an diesem "aushalten" gestoßen.....

GB
 
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emirena
emirena
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Ich komme nochmal auf die eingangs in den Raum gestellte Frage zurück, was denn "die Liebe aushalten kann".

Die Frage an sich ist für mich etwas widersprüchlich.
Wenn es um "aushalten können/müssen" geht, ist die Liebe längst ausgegangen bzw. nie dagewesen.

Vielleicht sind dann noch irgendwelche gesellschaftliche Normen, moralische Verpflichtungen etc von Bedeutung, aber Liebe fragt nicht danach, ob man etwas aushalten kann. Sie ist einfach DA.

emirena
 
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emirena
emirena
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"wo WIR sind, ist das PARADIES"
(aber wir können ja nicht überall sein!)

....oder ging es etwa um das Chaos und den ganz normalen Wahnsinn?

nee, das ist jetzt zu viel auf einmal.
 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Stobbs,
mittlerweile bin ich sehr gut ausgerüstet und meine Sinne sind so geschärft, dass ich keinen männlichen Kompass brauche. Lasse mich auch auf keinen Abschneider mehr ein, nur gelegentliche Flussdurchquerungen, wenn mir das Spiel mit den Wellen und der Kraft des Flusses Freude bereitet...

Das Leben ist schön...!
Orlanda
 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Emirena, ich sehe das so: Wir alle haben unseren Weg hinter uns und auch noch vor uns. Wichtig ist, dass wir am Ende und auch jetzt schon wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wir haben die unterschiedlichsten Gegenden durchstreift, sind in wasserlosen Wüsten gewesen, haben gekämpft, sehen uns jetzt aber in einem grünen Garten.

Nur das ist wichtig...

Wünsch Dir einen schönen Sonntag!
Orlanda
 
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nakona
nakona
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Hallo Hedi
ich weiß wovon du redest und ich weiß wie sich das anfühlt.....

viele Grüße
GB
 
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Hedi1
Hedi1
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@ "kirie456",

mein langer Weg zu mir selbst war alles andere als locker und flockig.

Nach einer schwierigen Kindheit und 25 Jahren Ehe fing ich allein ohne Hilfe noch einmal ganz von vorne an.
Ich war nach dem Zusammenbruch jahrelang in Psychologischer Behandlung und vergoss endlos viele Tränen beim erkennen was ICH alles falsch im Leben angefangen habe.

Heute habe ich einen Mann an meiner Seite der mich nimmt so wie ich bin,beim dem ich mich nicht mehr verbiegen muss.

Ich wünsche jeden User das er auch mit Ü 50 noch einmal der Liebe begegnen darf, die ihn von Herzen glücklich macht.
OHNE zu viele Kompromisse machen zu müssen.

LG Hedi
 
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emirena
emirena
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Orlanda, was denkst Du, dass ich mit meinen Kindern gemacht habe?

Es war auch für mich die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit. An einer solchen Aufgabe kann man wachsen - oder scheitern. Einfach war das ganz bestimmt nicht. Ein bisschen Glück gehörte auch dazu, aber vor allem unendlich viel Kraft und Durchhaltevermögen. Ich habe diese Trennung niemals auch nur eine einzige Sekunde bereut.

Diese Phase hat mich sehr stark werden lassen, ohne dass ich deswegen ein verbitterter Mensch geworden wäre.

Ich habe dann auch sehr schnell begriffen, dass dieses Abhängigkeitsverhältnis keine LIEBE sein konnte.

emirena
 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Emirena, Du hast prinzipiell schon Recht, aber so einfach ist das halt manchmal nicht im Leben. Da waren auch noch Kinder, es galt abzuwägen meine Freiheit gegen ihre Geborgenheit. Ich hab sie 13 Jahre lang betreut, erzogen, mit ihnen die Zeit verbracht. Der Preis war das Durchhaltenmüssen. Bereue es nicht. Es war die einzig gute Entscheidung in meinem Leben - die zweitbeste war dann meine Scheidung..

Orlanda
 
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emirena
emirena
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Das klingt ja nun fast so, alles wäre die ganze Frauenbewegung vergeblich gewesen....

Ich meine jetzt nicht bei den Männern, sondern bei vielen Frauen selbst, die sich nach wie vor verhalten wie als Töchterchen bei Papa. Schön angepasst, lieb, schmollend und geduldig auf jedes kleine Zeichen von Zuwendung wartend.

Ich habe mich nur einmal (an den Falschen) angepasst. Mit 17. Fünf Jahre Ehe, drei Kinder. Danach die Konsequenzen gezogen und dann nur noch "emanzipierte Männer" kennengelernt. Begegnungen auf gleicher Augenhöhe. Jeder trägt seinen Anteil am Gelingen der Beziehung. Genauso muss es bleiben und ich bin sehr zuversichtlich.

Zuuu lieb sein, vor allem "falsch" lieb (d.h. angepasst bis zur Selbstaufgabe oder bis knapp an die Grenze), hat meistens eine fatale wirkung.

Eine eigenständige, selbstbewusste und nur in einem vernünftigen Rahmen angepasste Frau (etwa wie sich fast jeder Mensch allgemeinen gesellschaftlicen Normen anpasst), wird in aller Regel mehr anerkannt und auch mehr geliebt als ein "liebes Mädchen".
Liebe Mädchen sind oft so etwas wie ein Besitz und man erwartet von ihnen, dass sie immer schön dankbar sind, weil Mann ihnen Schutz verspricht.

Liebe Mädchen wundern sich hinterher immer noch, was da wohl schief gegangen ist. Selbstbewusste Frauen geraten auf Grund ihrer Ausstrahlung eher selten an "falsche Männer". Eine Xanthippe sind diese Frauen deswegen noch lange nicht. Das haben sie gar nicht nötig, denn wer übertrieben STärke und Macht dem Partner gegenüber demonstriert, ist in Wahrheit meistens eher schwach und hilflos.

Querverweis zum "alten Thema":
"was halten Männer von starken Frauen?"
(keiner muss lesen, jeder darf, wenn er möchte)
 
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Hedi1
Hedi1
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@ "Orlanda",

da fällt mir plötzlich der Buchtitel,
"Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin" ein.
Ganz ehrlich so ein Körnchen Wahrheit steckt da meiner Meinung nach schon drin.;-)

Bei meinen Eltern konnte ich immer gut beobachten wohin ein zu sehr angepasstes Verhalten führt.
Meine Mutter lebt erst heute seit dem Tod von meinem Vater.ein eigenständiges Leben,
Sie lässt sich nichts mehr vorschreiben,hat endlich Freundschaften mit anderen Frauen in Ihrem Alter geknüpft und genießt Ihr Leben.
Es ist eine Freude zu beobachten wie Sie aufgeblüht ist.

Seit ich meine eigenen alten Verhaltensmuster geändert habe, fühle auch ich mich befreit und genau das kommt durch meine jetzige Ausstrahlung beim anderen Geschlecht herüber.

LG Hedi
 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Hedi, wie Recht Du hast.
Ich spreche wieder von mir und nicht von Anderen, weil ich nur das bei mir erlebte beschreiben kann!
Ich vermute, bei jedem Mann, dem ich begegnet bin und der mir gefiel, versuchte ich das brave Mädchen zu spielen. So wie das bei Papa geklappt hat, muss es doch auch beim Mann funktionieren?
Nein, hat es nicht,..

Meine Mutter sagte immer, man müsse Männer schlecht behandeln, dann liegen sie einem zu Füßen. In manchen Beziehungen um mich herum konnte ich das bestätigt sehen. Einschließlich der Ehe meiner Mutter, die meinen Vater auch arg mitspielte und der fast 50 Jahre bei ihr blieb. Dann starben sie auch noch fast gemeinsam... Ob's "da oben" nun besser ist, wage ich zu bezweifeln...

Klar, ich werde in Zukunft auch meine Eckzähne zeigen und nicht mehr das liebe Frauchen sein. Vielleicht ist das aber auch ein Grund, weshalb Männer gerne jüngere Partnerinnen haben und Frauen meines Alters nur selten einen Partner für eine feste Partnerschaft finden. Männer haben ja auch ihr Vorleben und haben vielleicht gerade eine Ehe o.ä. mit einer "Xanthippe" hinter sich..?

So kreisen wir alle umeinander und sehen in den Menschen um uns herum viele tausend Mal immer wieder die Wiedergänger unseres abgelegten Lebens...

Oh, schon wieder so negativ - nein, das will ich nicht sein. Wird schon einmal passen und die männliche eierlegende (!!?? gibts das??) Wollmilchsau kommt dahergestiefelt... Liebe Hedi, ich hör jetzt auf, denn sonst wird der Schmarrn zu groß!

Orlanda
 
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Hedi1
Hedi1
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Könnte es nicht sein, dass Frauen oftmals zu angepasst sind, wenn sie der vermeintlichen neuen „Liebe“ begegnen?
Einen Mann anhimmeln bringt Frauen auf Dauer bestimmt nicht an das heiß ersehnte Ziel, einer neuen Partnerschaft.
Insofern gebe ich „Stobbs“ gerne Recht, Partnersuchende sollten sich auf Augenhöhe begegnen.
Jede(r) sollte gleichwertig sein und trotz Verliebtheit das Gehirn nicht völlig ausschalten.

Auch ich bin schon öfters Blendern begegnet,nur weil ich nicht sehen wollte, wie ER wirklich ist, wurde mein Herz gebrochen.
Die „Schuld“ daran sollte ich nicht ausschließlich bei dem Objekt meiner Begierde suchen, sondern genauer hinterfragen, was ich Falsch gemacht habe.
Nur sich selbst Fehler einzugestehen, fällt wohl niemand leicht.

LG
 
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emirena
emirena
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Liebe ist sicher nicht immer nur Glück.
Wenn man mit ansehen muß, wenn ein geliebter Mensch leidet (z.B. durch Krankheit), wäre es wohl paradox, von Glück zu sprechen.
Verschiedene Schicksalsschläge können das schönste Glück trüben oder schlimmstenfalls zerstören.

Glück ist ja auch nicht immer nur in der (erotischen) Liebe zu erfahren, sondern in vielen verschiedenen Lebensbereichen. Und - Glück ist wohl seltenst ein Dauerzustand, den man pachten kann, sondern eine möglihst lückenlose Verkettung von "glücklichen" Einzelereignissen, von "Momentaufnahmen.

Nachdenken und Grübeln sind nicht das Gleiche, das denke ich auch.

emirena
 
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Bröckchen
Bröckchen
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Hallo Gundulabella,
ich finde es ja schön, dass Du Dich so um andere sorgst und sogar Deine eigenen Äußerungen (Liebe ist fordernd) kritisierst.

Trotzdem möchte ich klarstellen, dass ich mich in Deiner Verallgemeinerung "wir sind alle verletzt worden" und "aus dem Loch herausklettern" nicht wiederfinde ... es ist auch nicht hilfreich, für andere vorzudenken, was sie wohl empfinden.

Nur weil es aktuell keinen Partner in meinem Leben gibt, muss ich doch nicht traurig in der Ecke sitzen. Wie bereits vorher geschrieben, ich bin absolut zufrieden. Und ich denke, wie lefour es auch schon sagte, dass das eine gute Voraussetzung ist für eine mögliche neue Partnerschaft.

Bröckchen
 
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emirena
emirena
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schon klar, dass es nicht um einen bestimmten Menschen ging. Aber wenn Du von Dir sagst, dass Du selbst "ein relativ kalter Mensch" warst, heißt das noch lange nicht, dass alle, die gerade weniger hoch fliegen als Du, auch relativ kalte Menschen sein müssen. Für mich z.B. bestreite ich das energisch.

Und ganz sicher bin ich mir dessen, dass viele, wenn nicht sogar die meisten hier, selbstverständlich versuchen, ihr Leben so gut wie möglich zu genießen.
Dazu brauchen wohl die wenigsten eine entsprechende "Empfehlung" oder einen "guten Rat".

Einen solchen Höhenflug, wie Du ihn gerade erlebst, kann man zwar im Universum "bestellen", aber ob geliefert wird, ist fraglich. Ist halt auch ein bisschen Glücksache. Da helfen "gute Tipps" wenig. Offen sein ist etwas, was man selbst tun kann. Es kann vieles passieren, wenn man es zulässt.

Du siehst im Moment nur in eine Richtung, von oben nach unten. An einem anderen Standort als dem Deinen hat man die besseren Möglichkeiten in mindestens zwei Richtungen zu sehen.

Kann man denn nicht sein Glück genießen, ohne den Rest der Welt in die Negativ-Schublade zu verfrachten?

Mit Rausklettern-Wollen ist es nicht immer getan; man muss auch können. Da gibt es oft Hindernisse, die von von außen nicht sehen kann.
ABer Du hast Recht damit, dass man nie aufgeben sollte! Meistens kann der, der hinfällt, wieder aufstehen, er muss es zu allererst WOLLEN.

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