Beiträge zum Thema: Leben einzeln und frei ...

03.02.2018 09:47
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 39
Ich versuche einen Gedanken, der in dem Thema „Rückschlüsse - von Kommunikation im Forum auf Kommunikation in Beziehung“ von Jadestern angesprochen wurde, hier weiterzuführen, da er meines Erachtens zu diesen Thema besser passt.
Ausgehend von einer in Beziehungen oftmals stattfindenden, zunehmenden Kommunikationslosigkeit schrieb ich „Damit einher geht häufig die Enttäuschung nicht wirklich gesehen zu werden in all seinen Wünschen und Bedürfnissen.“
Jadestern bezog sich in ihrem Beitag (30.01.2018 00:20) auf diesen Satz und führte u.a. aus:
„Für die Erfüllung seiner Wünsche ist man selbst zuständig, braucht je nach Geldbeutel oder Konstitution jedoch die (stumme) Zustimmung des Partners, wenn ein Wunsch den Partner insofern tangiert, dass es ihn selber wenig glücklich machte. (Meinetwegen wünscht man sich, zusammen mit dem Partner alpin zu wandern und dieser findet das langweilig oder hätte Angst und lehnte es darum ab, mitzukommen; man ahnt es nur...) Darüber läßt sich dann weder diskutieren, noch streiten, da es in jedem Fall für einen von beiden eine Tortur bedeutete.

Mit den Bedürfnissen ist es etwas einfacher, da diese meist im Alltagsgeschehen offensichtlich werden in einer Lebensgemeinschaft und kaum verheimlicht werden können. Ein aufmerksamer Partner merkt, was einem Spaß macht, worüber man sich besonders freut(e), wie und wobei man sich wohlfühlt(e), was man gerne machen würde (alleine oder zu zweit) und doch dauernd gestoppt wird, weil es immer irgendeinen Grund geben wird, wenn der Partner nicht will wie der andere. Wenn der eine Part sparsam veranlagt ist und der andere nicht und es immer nur nach einer Richtung geht, dann häuft sich ein Berg an Enttäuschung an mit der Zeit und versperrt den Weg zwischen damals, als man noch hoffte, dass sich etwas ändert und ab dem Zeitpunkt, wo man feststellen muss, dass es ewig so bleiben wird. Ich gebe zu, dass auch ich schon versucht habe, sowohl meine als auch die Bedürfnisse des Partners auszutricksen, das geht auf Dauer jedoch nicht, ohne dass einer von beiden schlicht grantig wird. Hierher gehört auch die Demut, die fast ein Selbstläufer ist, wenn ich bereit bin, immer wieder Bilanz zu ziehen, dabei versuche, Schuldzuweisungen nicht der Person / dem Partner anzuhängen, sondern der speziellen Situation oder einem konkreten Ereignis und ohne mir meine eigenen Anteile am Ehe­-Dilemma schönzureden.“

Was Jadestern hier beschreibt, dürfte vielen nur all zu bekannt sein. Diese beschriebene Erkenntnis des, „ewig weiter so“ ist erschreckend und deprimierend. Weder scheint es eine gemeinsame Entwicklung, noch eine Unterstützung einer Entwicklung durch den anderen Partner zu geben. Für mich ist es Stillstand und gefühlter Tod.
Ich frage mich, in wie weit eine Partnerschaft nicht über Gebühr strapaziert wird, alles gemeinsam machen zu wollen, bzw. die Erwartung da ist, das der Partner die meisten Wünsche und Bedürfnisse mittragen soll. Wird da nicht zu viel verlangt? Ist es nicht für eine Partnerschaft erfrischend, wenn die einzelnen Partner möglichst viele (positive) Erfahrungen im außen machen und damit auch neuen Wind in eine Beziehung einbringen? Vorausgesetzt, dass es für beide gilt und der Austausch darüber stattfindet.
Erwartungshaltungen können ganz schön lähmend auf eine Beziehung wirken. Nicht nur die artikulierten Erwartungen, besonders auch die Unbewussten. Das engt den Blickwinkel und den Spielraum eines jeden ein und das wird auf die Dauer nicht gut gehen. Dem Recht eigene Wünsche und Bedürfnisse und deren Verwirklichung sollte eine Beziehung nicht im Wege stehen. Den anderen in seiner Entwicklung bejahen und fördern ist doch was ein Mensch sich wünscht. Freiheit und Beziehung gehören zusammen - bedingen einander.
24.01.2018 11:03
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 39
In einer Partnerschaft sind beide die Gesichter einer Beziehung. Jeder hat seinen Anteil daran und teilt auch die Ansicht des Anderen im gemeinsamen Unbewußten. Es ist kein 1:1 teilen, es ist das verteilen von unterschiedlichen inneren Positionen eines Partners auf zwei Personen die die jeweilige Gegenposition übernehmen. Ohne Gespräch und Bewußtwerdung kommt man schnell in einen Teufelskreislauf - ohne zu verstehen, dass Partnerschaft auch ein entsorgen eigener Konflikte durch Verlagerung auf nun zwei Personen bedeuten kann. Deshalb ist mir Eigenklärung vor einer neuen Beziehung sehr wichtig. Auch wesentliche gute Gespräche über das was ich fühle, was der Partner fühlt, und was gerade in jedem ist, können das gemeinsame Unbewußte ins Bewusstsein führen. Ein komplettes Aufgehen in einer Beziehung, ist da für mich hinderlich. Ich habe immer Verantwortung für mich selber und bin mir immer der Wichtigste und daraus kann ich dann Beziehung gestalten.
17.01.2018 13:04
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 39
Auch wenn der Gesprächsfaden schon sehr vertrocknet ist, hier der Versuch es wieder aufzuwärmen.
Vielleicht gibt es andere Zusammenhänge zu demThema. Ich kenne es von Nazim Hikmet mit seinem Spruch: Leben einzeln und frei wie ein Baum und dabei brüderlich wie ein Wald das ist unsere Sehnsucht. Es ist mein Lieblingsmotto.
Was hat das mit Beziehungsvorstellungen zu tun?
Wir sind selbständige einzelne Menschen und Gemeinschaftsmenschen. Lebenslang sind wir alleine und einzigartig - in unseren Träumen, Entscheidungen, Wünschen, Schmerzen, unseren Lebenswegen. Alleine sterben wir auch. D.h. wir sind für uns verantwortlich für unser Leben, für unseren Weg, für unser Glück.

In der Sehnsucht dieses alleine sein zu überwinden versuchen wir vieles. Wir suchen Freunde, Partner, Nähe, Resonanz, Empathie ....auch Süchte um uns über dieses tiefere innere Wissen, das wir letztlich doch alleine sind zu trösten.
In einer Beziehung sind es zwei Menschen, zwei Individuen, die all ihre Besonderheiten einbringen, ihre Träume, Bedürfnisse und Wünsche. Wir erhoffen uns Partner, die uns so sehen wie wir wirklich sind, die unsere Bedürfnisse erkennen und mit dem wir unsere Träume verwirklichen können.
Bei Beziehungen aller Arten entsteht zwischen den Individuen ein gemeinsames Feld, ein Wir, indem jeder einbringt was er kann und was er möchte. Manche mögen sich aus dem Wir Feld gar nicht mehr zurückziehen auf die eigene Person, sondern am liebsten immer dort leben wollen. Sie verdrängen, dass Beziehungen immer nur auf Zeit sind, und sie irgendwann wieder auf sich selbst zurückgeworfen werden.
Für mich ist der Spruch Leben einzeln und frei geschuldet der Tatsache, dass wir einzelne Wesen und freie Menschen sind - so hoffe ich - und von dieser Ausgangsbasis eine spannendes Neues - ein Wir schaffen, das jeden einzelnen wiederum bereichert und hoffentlich glücklich macht. Es gehören also drei zu einer Beziehung. Jeder Einzelne und das Wir.
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Bröckchen
Bröckchen Anzahl Beiträge: 282
Im ursprünglichen Sinn hat es sicher nichts mit gemeinsamer Wohnung zu tun, die meisten Paare wollen das allerdings irgendwann ...

... und wenn man in einer Partnerschaft trotzdem einzeln und frei sein möchte, dann braucht man dazu einen Partner, der das auch will ... wird's wohl nicht so häufig geben.

Bröckchen
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Hedi1
Hedi1 Anzahl Beiträge: 100
Meine ganz persönliche, optimale Lebensvorstellung lautet:

Leben GEMEINSAM und FREI......

Wenn das klappt benötige ich auch keine zweite Wohnung.

Na und ganz ehrlich einen Mann der meine Katzen nicht mag, ist sowieso nicht der richtige Partner für mich.

LG Hedi
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armePoetin
armePoetin Anzahl Beiträge: 1
Hallo
Ich habe seit 1 1/2 Jahren einen kleinen Yorkshire Terrier, ein Energiebündel, muss aller 3-4 Std. außer Nachts mit ihm raus.
Ein neuer Partner od. Mann muss ihn auch mögen, sonst klappt es mit der Beziehung nicht und umgekehrt ist es auch so. Wenn man keine Tiere mag kann man sich noch so viel Mühe geben, dann funktioniert es auch nicht mit dem Partner od. Menschen. Da kann man organisieren wie man will.
Daher tendiere ich zu getrennten Wohnungen, jeder hat seine eingefahrene Schiene. Man kann sich ja in der "Mitte" treffen.
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signorina
signorina Anzahl Beiträge: 905
Also beweisen Tiere manchmal doch den richtigen Instinkt??
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Hochheider
Hochheider Anzahl Beiträge: 139
Das ist kein Scherz :
Ich hatte einmal in einem anderen Portal eine Dame
angeschrieben.
Diese Dame macht mich darauf aufmerksam,dass es ganz
entscheidend sei,dass ihr "Kater"
mit mir einverstanden sein muß,wenn wir uns kennenlernen,
und ich dem Tier begegne.
Daraufhin hatte ich mein Intereese verloren.
Für solch eine Denkweise hatte ich kein Verständnis.
viele Grüße vom Hochheider
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7493
ich weise darauf hin, dass Hunde hier nur im Überraschungspaket mit dem dazu gehörigen Menschen erhältlich sind. Es ist ja eine Kontaktbörse für Menschen.

Vielleicht sollte man mal eine Kontaktbörse "nur für Hunde" einrichten. Allerdings müsste dann jeder suchende Hund nachweisen, dass er kein Mensch ist.

Bin ich glücklich, dass ich solche Probleme nicht habe.

emriena
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signorina
signorina Anzahl Beiträge: 905
Ach, lefour,

du musst "Lassowerfen" doch noch ein wenig üben.

Sonst klappt das nicht mit dem "dranhängen" an andere.

Außerdem läufst du Gefahr, nur mitgeschleift zu werden.

Und Denken??? Da ist der Max bestimmt gut dabei!
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signorina
signorina Anzahl Beiträge: 905
Man merkt, Du bist halt noch neu hier.
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Sharp85
Sharp85 Anzahl Beiträge: 185
....was ist denn los mit dir signorina?
was ist dein Problem?
wie kann ich dir helfen?

Leben einzeln und frei ist das Thema.
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signorina
signorina Anzahl Beiträge: 905
lefour ist dir bestimmt sehr dankbar, wenn du, sharp, mit seinem Max in der Provence "Gassi" gehst.

Er muss dan seine Forumssitzungen nicht unterbrechen,

und...

deine Langeweile schwindet, Sauerstoffaufnahme ist kostenlos und ...

Max wird dich schon erziehen.

Ohne Prüfung wird dich lefour aber nicht annehmen.

Also doch zu schwierig?
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Sharp85
Sharp85 Anzahl Beiträge: 185
liebe Gundi,auch ein Hund ist ein Lebewesenund es kann schon unterscheiden zwischen" guter und schlechter" Behandlung.Es kommt vor,daß ein Hund die Treue mit Aggressivität eintauscht.
Auch ein Hund steht in geistigem Einklang mit seinem Herrn.
Nur so entwickelt sich Vertrauen und Liebe zwischen Mensch und Tier.
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Sharp85
Sharp85 Anzahl Beiträge: 185
....aber der Hund liebe Cardia,ist des Menschen treuester Freund und Begleiter.
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2176
ja Hochheider, das sag ich ja die ganze Zeit,...
und so kommtmann(n) auf den Hund....
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Hochheider
Hochheider Anzahl Beiträge: 139
Leben einzeln und frei macht eine Person komisch und
vielleicht auch menschenscheu.
viele Grüße
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Bröckchen
Bröckchen Anzahl Beiträge: 282
Ist wohl die beste Möglichkeit ...

Bröckchen
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