Beiträge zum Thema: Getrennt leben:

 
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emirena
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Gundulabella, wenn jemand "ledig" angibt, heißt das ja nicht unbedingt, dass er nie in häuslicher oder anderer Gemeinschaft in einer Beziehung gelebt hat. Er (der jemand) kann durchaus eheähnliche ERfahrungen gesammelt haben.

Kommt übrigens relativ oft vor, dass man den Begriff ledig für "derzeit alleinlebend" verwendet; es kann also irreführend sein. Absichtlich oder unabsichtlich.
Die Wirkung fällt ebenso unterschiedlich aus.

emirena
 
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signorina
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Ja nun Gundulabella,

dann war die Baustelle falsch?

Signorina
 
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emirena
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Hallo Widder,
da Du das "Hintertürchen" aufgegriffen hast:
Ich wollte damit keineswegs sagen, dass es immer so sein muß. Ich glaube sogar, dass die "Hintertürler" eher die Ausnahme sind.

Ich selbst habe mit "getrennt lebend" kein Problem, weil ich einen Menschen erst kennenzulernen versuche, bevor ich ihm einen "unlauteren Wettbewerb" unterstelle. Später würde ich neu nachdenken. wirtschaftliche Gründe sind NICHT IMMER NUR eine "Ausrede", werden aber teilweise als solche mißbraucht.

NICHT blauäugig zu sein, ist immer gut. Das ist m.E. auch kein Widerspruch zu einem Grundvertrauen, das die ideale Basis für ein Kennenlernen ist. Wenn das nicht möglich sein sollte, ist es meistens ein schlechtes Vorzeichen für die "Kompatibilität" von zwei Menschen. Dann sollte man die Hände weg lassen.

Zu meiner Aussage hatte mich bewogen, dass AMD eine solche BEfürchtung zu haben schien in Bezug auf die Frau, die er kennenlernen könnte.

emirena
 
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signorina
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Hallo AMD,

aus der Sicht einer erfahrenen Frau , die Ähnliches erlebt hat und das öfters, möchte ich dir raten:
Laß Dir Zeit und überstürze Nichts. Dein Gemüt braucht eine Denk- und Ruhepause!

War diese Ehe denn so gut? War ich glücklich damit oder war es am Schluß nur Gewohnheit?
Was möchte ich noch anfangen in meinem Leben?
Es sind viele Fragen die Du Dir stellen solltest und das braucht Zeit. In dieser aktuellen Phase ist es nicht ratsam eine neue Beziehung einzugehen...
Die Wunde ist noch frisch und muß erst mal versorgt werden, also erst mal an Dich selbst denken und dann schön langsam an die Zukunft - nur aufarbeiten solltest Du die Vergangenheit alleine...
Alles Gute!

Signorina
 
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Vor allem wenn man(n)/frau selbst klare, geordnete Verhältnisse hat, ist es auch ein berechtigter Anspruch an den neuen Partner und...

ich möchte nicht das 5. Rad am Wagen sein; denn als Lückenbüser sollte sich jeder zu schade sein.-.

Außerdem gibt es da noch oft Altlasten, Spannungen und ungeklärte Verhältnisse; nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für eine neue Beziehung.

Deshalb : Entweder die Konsequensen ziehen und sich scheiden lassen ( finanzielle Gründe sind da eine beliebte Ausrede).
Ein Hinterrtürchen offen zu lassen, empfinde ich als unzumutbar füe eine neue Partnerschaft.-

Als seelischer Abfalleimer und Rückenverstärker in der Phase des verliebtseins agieren zu müssen, nein, das würde meiner Verliebtheit ganz schnell ein Ende setzen und da brauchts dann keinen Regenschirm, sondern eher einen Rettungsschirm!

Es ist für mich absolut nachvollziehbar, wenn jemand mit " getrennt lebend " nicht klar kommt!

Cardia
 
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Ich weiß nicht, wie ich reagierren würde, wenn ich einen Mann, der getrennt lebt, kennenlernen würde. Aber vom Verstand her sehe ich dies eher skeptisch.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei Paare, die nach jahrelangem Getrenntleben wieder zusammengekommen sind. Alle hatten in der Trennungszeit andere Partner, die nun im Regen stehen....

Merope, eher skeptisch.
 
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emirena
emirena
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also erst einmal ein bisschen sortieren.
AMD meint wohl (sicher manchmal zu Recht) die Situation, dass ein potentieller, getrennt lebender Partner sich ein Hintertürchen offen lassen möchte.

Was er, wenn ich es richtig verstehe, NICHT gemeint hat, ist die Entscheidung zweier Menschen, die sich mögen/lieben, nicht in einer gemeinsamen Wohnung zu leben.

AMD, es ist doch egal, ob Mann oder Frau, ob getrennt lebend, geschieden oder was auch immer; zunächst mal ist es eine Frage des Vertrauens (auch des Selbstvertrauens), ob man befürchtet, dass der Partner "wieder weglaufen könnte".
Die Gefahr besteht generell immer. Es handelt sich ja bei einer Partnerschaft nicht um ein lebenslanges Eigentumsrecht. Und auch abgesehen von "Besitzverhältnissen" sind Beziehungen immer seltener auf die Ewigkeit angelegt. DAs mag man bedauern, ist aber grundsätzlich nicht zu ändern. es sei denn, man würde die Sklaverei wieder einführen.

Was man ändern kann, ist die eigene Einstellung.
Vielleicht triffft man dann ja auch auf einen Menschen, der seine Einstellung auch überdacht und ggf. geändert hat.

Ich verstehe Deinen Ansatz sehr gut, AMD.
Man wünscht sich gerade dann, wenn man nicht mehr blutjung und übermütig ist, ein wenig Sicherheit. Man möchte wissen, dass man nicht in einer schweren Lebenslage alleine gelassen wird oder aus einer Laune (?) heraus plötzlich verlassen wird. Der Wunsch ist verständlich.

Trotzdem kann man sich dagegen nicht absichern. Man kann nur eines tun: prüfen mit wem man sich einläßt. Jetzt kommen gleich die Einwände, die ich auch kenne: "Man kann sich nicht aussuchen, in wen man sich verliebt." Ja, schon richtig, aber man muss auch nicht, wenn man sich verliebt, gleich alle Brücken hinter sich abbrechen. Man kann sich und einem anderen Menschen Zeit und Raum lassen, um für sich selbst zur relativ sicheren Überzeugung zu gelangen, dass man es mit gleichen Vorzeichen zu tun hat; mit einer integren Person, die ähnliche Wertvorstellung hat. Mehr Sicherheit geht nicht.

Und dann bleibt nur noch ein kleiner Schritt:
Tun oder bleiben lassen. Beides kann richtig und falsch sein. ES kommt darauf an, was zum Zeitpunkt der Gabelung richtig ist. Was in zehn Jahren sein wird, wissen nur Hellseher. ABer auch die können sich irren.

emirena
 
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Bröckchen
Bröckchen
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Es mag jeder anders sehen. Für mich käme nur eine Freundschaft oder gemeinsame Freizeitgestaltung in Frage.

Eine wirkliche Partnerschaft kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, wenn der Partner, aus welchem Grund auch immer, seine bisherige Partnerschaft nicht wirklich beendet. Ich empfinde es auch als unfair (vielleicht sogar unehrlich) dem Noch-Ehepartner gegenüber.

Gerade auch, wenn man sich aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht scheiden lässt, aber trotzdem eine neue Partnerschaft eingehen will, hat das für mich einen unangenehmen Beigeschmack.

Bröckchen
 
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Ehemaliges Mitglied
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In unserem Alter gibt es Gründe,die ein endgültiges trennen nicht zulassen. Zum Beispiel schwere Krankheit des bisherigen Partners, die eine Pflege in einem Pflegeheim erfordert. Zum anderen sind auch familiere und/oder wirtschaftliche Erwägungen im fortgeschrittenen Alter zu berücksichtigen, die eine Scheidung nicht zulassen. Wenn beide Partner damit leben können steht doch einer neuen Beziehung nichts im Wege. Der neue Partner sollte jedoch diese Gründe genau prüfen und überlegen ob er damit leben kann.

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