Beiträge zum Thema: Was lest Ihr gerade?????

16.10.2017 17:41
Sprotte1946
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Jetzt habe ich mit diesem Buch angefangen:
Hans-Peter Schwarz: Die neue Völkerwanderung nach Europa: Über den Verlust politischer Kontrolle und moralischer Gewissheiten

Die neue Völkerwanderung nach Europa Über den Verlust politischer Kontrolle und moralischer Gewissheiten
Europas neue HerausforderungSeit der Zuspitzung der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 beherrschen die Themen Migration, Flüchtlingspolitik und Asylrecht die politische Agenda in Deutschland und Europa. Die EU steht vor einer Zerreißprobe. Doch die Krise kündigte sich schon seit längerem an. Der renommierte Historiker und Politikwissenschaftler Hans-Peter Schwarz fügt der aktuellen Diskussion eine zeithistorische Dimension hinzu. Er zeigt, wie die Konstruktionsfehler des Schengen-Raums und des EU-Flüchtlingsrechts die heutige Situation ermöglicht haben – und wie eine ziellose Politik des Improvisierens und Durchwurstelns sowie die Auflösungserscheinungen der Europäischen Union sie weiter verschärfen. Pointiert wie präzise analysiert Schwarz die Probleme dieser Jahrhundertaufgabe und entwirft fünf Leitlinien für einen neuen Kurs der Flüchtlingspolitik.
10.10.2017 22:39
Ehemaliges Mitglied
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Verstehe ich das Richtig, dass die Briten und Amerikaner nicht mögen? Mensch TRUMP wäre bestimmt überrascht wenn er das Wissen hätte, dass Sie haben. Wahrscheinlich würde er antworten,“ Was wollen Sie, mein Großvater war Deutscher!“
10.10.2017 10:50
Schimmelreiter
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Habe eben durch Zufall im Forum gestöbert und bin auf diesen Beitrag gestoßen. Beschäftige mich schon seit längerem mit diesem Thema, das Buch hört sich gut an. Werde mal sehen ob ich es in der Bücherei bekomme, ansonsten Bücherläden haben es sicherlich auch.Manchmal lohnt es sich solch ein Buch zuhause zu haben.Brauche aber manchmal auch leichte Kost.Das Buch was ich im Augenblick lese ist von Charlotte Link, einfach mal so zum durchlesen und nicht viel nachdenken. Das tue ich sowieso sehr oft.
07.10.2017 11:38
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1418
Auf dieses Buch habe ich mich schon lange gefreut:
Peter Haisenko
England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert


Nahezu jeder Krieg/Konflikt/Krisenherd der Gegenwart ist zurückzuführen auf die perfiden Strategien des British Empire. Wer die Geschichte der letzten 150 Jahre betrachtet wird sehen können, wie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Zustand der Britischen Wirtschaft kontinuierlich katastrophaler geworden ist und Britische Produkte auf den Märkten nicht mehr konkurrenzfähig waren. Um 1900 betrug das Außenhandelsdefizit des British Empire 50 Prozent und das Empire drohte unterzugehen.


So, wie heute die USA an der Seite Englands, hat das British Empire damals verzweifelt versucht, seine wirtschaftlichen Defizite durch Eroberungskriege mit einem überdimensionierten Militär zu kompensieren. Dabei wurden gewachsene und hoffnungsvolle Strukturen zerstört in den Ländern, die das British Empire zwecks Ausbeutung unter seine Kontrolle zwingen wollte. Beispielhaft seien genannt: Sudan, Afghanistan, Ägypten, Burma/Myanmar und halb Afrika.
Als das Deutsche Reich nach 1871 die Weltführung übernommen hatte, was den wirtschaftlichen und philosophischen (Humanismus!) Fortschritt betrifft, haben die Strategen des British Empire erkannt, dass sie ihren Weltführungsanspruch mit friedlichen Mitteln nicht mehr gegen den deutschsprachigen Raum verteidigen können. Das Deutsche Reich und Österreich/Ungarn, in Freundschaft verbunden, waren auf dem Sprung, Kontinentaleuropa in friedlicher Vereinigung unter deutscher Regie zu allgemeinem Wohlstand zu führen, der in dieser Dimension bislang als unerreichbar gegolten hatte.

Dieses „Vereinte Europa“ unter Ausschluss des British Empire musste zerschlagen werden, weil die britischen Strategen die Aussicht nicht ertragen konnten, in einem solchen Europa bestenfalls die Nummer Zwei zu sein, noch dazu unter deutscher Vorherrschaft. Sie sahen nur einen Ausweg: Krieg. Dieser Krieg wurde der Erste Weltkrieg. Glauben Sie nicht? Vielleicht glauben Sie dem britischen Militärhistoriker Professor Laffan, der 1917 folgendes geschrieben hat:
„Deutschlands ... Grundidee war, eine Kette von verbündeten Staaten unter deutscher Vorherrschaft zu errichten, die sich von der Nordsee bis zum Golf von Persien erstreckt... Würde die Bahn Berlin-Bagdad fertiggestellt, wäre eine riesige Landmasse unter deutscher Herrschaft vereinigt worden, in der jeder erdenkliche wirtschaftliche Reichtum hergestellt werden könnte, die aber für eine Seemacht unangreifbar wäre. ... Die deutsche und die türkische Armee könnten leicht auf Schussweite an unsere Interessen in Ägypten herankommen und vom persischen Golf aus würde unser indisches Empire bedroht.“ ... „Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, aus welchen Gliedern sich die Kette der Staaten zusammensetzt, die zwischen Berlin und Bagdad liegen: das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien und die Türkei. Nur ein kleiner Gebietsstreifen verhinderte, dass die beiden Enden der Kette miteinander verbunden werden konnten. Dieser kleine Streifen ist Serbien. Serbien war in der Tat die erste Verteidigungslinie für unsere Besitzungen im Osten. ...“

Beginnend 1916 haben die Briten dann den Grundstein für das heutige Chaos im Nahen und Mittleren Osten gelegt, indem sie das tolerante Osmanische Reich völkerrechtswidrig angegriffen und zerstört haben. Zypern war als Teil des Osmanischen Reichs ein Paradies. Dann kamen die Engländer. Dasselbe gilt für Palästina, dass auf dem Weg zu einer friedlich prosperierenden Region unter deutsch-türkischer Führung war. Hierbei kam schon die Gier nach Öl zum tragen, die dann 1952 auch dazu geführt hat, dass die friedlich demokratische Entwicklung in Persien von der CIA im Auftrag Englands jäh zerstört worden ist. Ja, welcher Konflikt der Neuzeit ist nicht auf die perfiden Strategien des British Empire zurückzuführen? Selbst China ist keine Ausnahme, wenn man sich an die Politik der Opiumkriege erinnert. Auch diese hatten nur das Ziel, die wirtschaftlichen Probleme des Empire auf Kosten der Menschen in China zu lindern.

In unseren Geschichtsbüchern wird kaum am Rande erwähnt, dass die angeblich so friedliebenden Siegermächte des Ersten Weltkriegs noch im Jahr 1918 Russland überfallen haben und bis 1923 Tod und Verderben über das Land gebracht haben. Geschätzte 20 Millionen Russen hat das das Leben gekostet.
Uns wird auf Anordnung der Kriegssieger gelehrt, dass Deutschland ein grundbösartiges und kriegslüsternes Land war. Ein Blick in die Statistik sollte den Letzten eines Besseren belehren. Wer hat die meisten Kriege geführt? Professor Pitirim Sorokin sagt dazu in Band III, 2. Teil, seiner „Social and Cultural Dynamics” auf Seite 352, dass sich vom 12. Jahrhundert bis zum Jahre 1925 der Prozentsatz an Jahren, in denen sich die führenden europäischen Mächte im Kriege befanden, wie folgt verteilt:

Spanien 67 Prozent Kriegsjahre
Polen 58 Prozent Kriegsjahre
England 56 Prozent Kriegsjahre
Frankreich 50 Prozent Kriegsjahre
Russland 46 Prozent Kriegsjahre
Holland 44 Prozent Kriegsjahre
Italien 36 Prozent Kriegsjahre
Deutschland 28 Prozent Kriegsjahre

Die Forschungsergebnisse von Professor Quincy Wright, mitgeteilt in seiner “A Study of War” (Band I, S. 221) weisen nach, wie die europäischen Mächte in der Zeit von 1480 bis 1940 an 278 Kriegen beteiligt waren, und zwar prozentual wie folgt:

England an 28 Prozent dieser Kriege
Frankreich an 26 Prozent dieser Kriege
Spanien an 23 Prozent dieser Kriege
Russland an 22 Prozent dieser Kriege
Österreich an 19 Prozent dieser Kriege
Türkei an 15 Prozent dieser Kriege
Polen an 11 Prozent dieser Kriege
Schweden an 9 Prozent dieser Kriege
Italien an 9 Prozent dieser Kriege
Holland an 8 Prozent dieser Kriege
Deutschland an 8 Prozent dieser Kriege (einschließlich Preußen)

Anzumerken wäre, dass die jungen USA während der gerade mal gut 230 Jahren ihrer „Unabhängigkeit“ diverse Kriege geführt haben und seit 1941 pausenlos Krieg führen.

Wir haben heute gesichertes Wissen darüber, mit welchen Lügen, perfiden Strategien und Zielen die Kriege gegen Vietnam, Irak und Afghanistan hergestellt worden sind, um nur drei Beispiele zu nennen. Wer wollte noch so naiv sein und ernsthaft glauben, dass es mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland anders war? Die Geschichtsklitterung in Deutschland ist ein perfides Machwerk und schlüssig durchorganisiert. Es gibt nur eine Lücke, die nicht so einfach zu fälschen ist: Die Wirtschaftshistorie. Anhand derer weise ich nach, dass es eben nicht die Deutschen waren, die aus einem Krieg Vorteile hätten erwarten können. Deswegen wollten sie auch keinen.

Ohne den ersten Weltkrieg wäre Hitler ein unbekannter Schildermaler geblieben und es hätte weder Judenverfolgung noch einen Zweiten Weltkrieg gegeben. Ohne die deutsche moralische Verantwortung negieren zu wollen muss doch festgestellt werden, dass zumindest ein großer Teil der Verantwortung dafür demjenigen zusteht, der aus niederen Motiven den ersten Weltkrieg angezettelt hat. Dem British Empire. Den detaillierten Nachweis darüber finden Sie in dem Buch „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“.

Dazu noch ein link mit einer Leseprobe:

http://anderweltverlag.com/epages/7ebd50b8-862e-4d44-b6b2-7afce366b691.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/7ebd50b8-862e-4d44-b6b2-7afce366b691/Categories/4/Redaktionelle_Seite1
01.10.2017 22:58
soletti
Anzahl Beiträge: 12
@ Daisy, das klingt sehr interessant, auch wenn ich nie ein Juhnke-Fan war. Aber ich mochte Biographien schon immer sehr gerne.

Ich war früher soooo eine Leseratte und die letzten Jahre - erschreckend. Irgendwie hab ich dafür nicht mehr die ausreichende Konzentration oder was auch immer.

Nun hab ich mir gestern seit langem mal wieder einen Roman gekauft, als ich in der Buchhandlung war, hätte ich viel mehr kaufen können.
Ich bin so stolz auf mich. Tatsächlich hab ich gestern damit angefangen und war heute fertig damit. Fast wie früher..

Achso, eher ein "Frauenroman" - nennt sich Der letzte Verrat - von Nicola Moriarty.
01.10.2017 19:21
Daisy59
Anzahl Beiträge: 838
Ich habe gerade von Harald Juhnke: "Meine sieben Leben" verschlungen.
Klingt ehrlich und teilweise auch knallhart. Man liest viele, viele Namen von Regisseuren, Schauspielern usw. und auf einmal kommen einem diese bekannt vor. Eine schöne Erinnerung an frühere Zeiten!
Ich hatte auch nie gewusst, dass dieser und jener Schauspieler auch Alkoholiker war.
Und wenn man sich an manche Berichte über Harald Juhnke erinnert, kommt doch im Buch heraus, dass die Presse bzw. die Paparazzi schon ein ganz besonderes Volk sein müsssen. Man erfährt halt nur Halbwahrheiten, weil die Betroffenen einfach gar nicht gehört werden, Hauptsache das Zeugs bringt Kohle. Hintergründe, warum irgendetwas passiert, interessieren nicht.

Sehr empfehlenswert!
Daisy
01.10.2017 17:31
Sprotte1946
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Jetzt mal wieder ein interessantes Sachbuch:
Thomas Schuler
Immer im Recht
Wie Amerika sich und seine Ideale verrät

Klappentext
Amerika: Seit Jahrhunderten Zuflucht politisch und religiös Unterdrückter aller Herren Länder auf der Suche nach Freiheit. Seit der Gründergeneration erhielt das Recht einen dominanten Stellenwert in der amerikanischen Gesellschaft. Doch was ist aus der "Rule of Law" geworden? In der Theorie ist Justitia unparteiisch. Es gibt keine Klassen, sondern gleiches Recht für alle. Thomas Schuler zeigt, dass die Rechtspraxis anders aussieht. US-Law diente von Beginn an dazu, Partikularinteressen zu vertreten oder sogar die Rechte unliebsamer Minoritäten - Indianer und Schwarze - zu unterdrücken. Gleiches Recht für alle? Auf internationaler Bühne verlangen die USA Sonderrechte, indem sie die Gründung eines internationalen Strafgerichtshofs boykottieren. Die besten Gesetze? Auf der Suche nach milliardenschweren Sammelklagen praktizieren amerikanische Staranwälte Katastrophentourismus.
10.09.2017 22:46
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1418
Zur Entspannung lese ich mal wieder einen Roman:
Die Caine war ihr Schicksal von Herman Wouk

Handlung:

Während des Zweiten Weltkriegs übernimmt Lieutenant Commander Philip F. Queeg im Jahr 1943 das Kommando über den amerikanischen schnellen Minensuchzerstörer U.S.S. Caine (DMS 18), auf den der junge Marineakademie-Abgänger Fähnrich Willie Seward Keith abkommandiert worden war. Auf dem alten, nach langem Einsatz eher verwahrlosten und vom bisherigen Kommandanten Lt.Comdr. DeVriess sehr locker geführten Schiff zeigt Queeg sofort ein hartes und inkompetentes Regiment, das die Mannschaft schon bald gegen ihn aufbringt. Sie verweigern ihm daher seine Bitte um Hilfe, als er erkennt, dass er Fehler gemacht hat. Der zynisch orientierte Lieutenant Tom Keefer intrigiert seit der Übernahme gegen den Kommandanten, während der Erste Offizier Lt. Steve Maryk dessen irrationales Verhalten anfangs noch verteidigt.

Im Laufe der Zeit stellt aber auch Maryk fest, dass Queeg in einer paranoiden Weise auf Vorschriften herumreitet und die Offiziere ebenso wie die Mannschaft drangsaliert: Queeg verdächtigt sie, gegen ihn zu arbeiten, verhängt wegen Kleinigkeiten drakonische Strafen, und er wird zunehmend unkontrollierbar. Als er die Caine schließlich in einen Taifun steuert und das Leben aller an Bord gefährdet, weil er um jeden Preis seine Befehle ausgeführt sehen will, enthebt Maryk ihn mit Hilfe der übrigen Offiziere des Kommandos und bringt das Schiff in Sicherheit.

Nach der Rückkehr in die Heimat werden die Führungsoffiziere der Caine, der Erste Offizier Oberleutnant Maryk und der diensthabende Deckoffizier Fähnrich Keith, wegen Meuterei angeklagt und müssen sich vor einem Kriegsgericht verantworten. Der Verteidiger Lt. Barney Greenwald schafft es jedoch, Lt.Comdr. Queeg vor Gericht so unter Druck zu setzen, dass dieser sein ungezügeltes, krankhaft paranoides Selbst vor Gericht entblößt und so die Entscheidung seiner Untergebenen rechtfertigt.

Bei der anschließenden Siegesfeier von Maryk und den Offizieren der Caine spricht der Anwalt seinen Mandanten jedoch seine Verachtung aus und macht sie alle, die dem Kapitän Queeg ihre Hilfe verweigert hatten, für das irrationale Benehmen Queegs und damit auch für die Meuterei verantwortlich; besonders Keefer, der als Zeuge während der Verhandlung gelogen hat, um sich eine mögliche Anklage wegen Meuterei zu ersparen, nennt er einen ehrlosen Feigling, der die US Navy hasse und der wahre Schuldige der Meuterei auf der Caine gewesen sei, weil er u.a. auch davon profitieren wollte durch das Schreiben und Verkaufen eines Buchs über die Geschehnisse. Berufsoffiziere wie Queeg seien es gewesen, die das Land bei Kriegsbeginn verteidigt hätten und nicht sie. Dann erhebt Greenwald sein Glas auf Lt. Keefer – und schüttet ihm das Getränk ins Gesicht.
27.08.2017 10:58
Sprotte1946
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Jetzt lese ich:
Gerd Schultze-Rhonhof
1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte: Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg



Was hat die Generation meines Vaters dazu bewogen, nur 20 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg Adolf Hitler in einen neuen Krieg zu folgen? Die Suche des Autors nach einer Antwort führt zu überraschenden Ergebnissen. Dokumente beteiligter Außenministerien, Notizen und Memoiren englischer, französischer, italienischer und amerikanischer Regierungschefs, Minister, Diplomaten und Armeeoberbefehlshaber belegen: Es war eine ganze Anzahl von Staaten, die den Zweiten Weltkrieg angezettelt haben. Zusammenhänge werden deutlich, die bislang schlichtweg übergangen wurden. „Dieser Krieg“, so Schultze-Rhonhof, „hatte viele Väter“. Vieles in unserer deutschen Geschichte zwischen 1919 und 1939 ist ohne Kenntnis des zeitgleichen Geschehens in anderen Ländern nicht zu verstehen, zu eng greifen oft Wirkung und Wechselwirkung ineinander. Doch es ist nicht allein die zeitgleiche Geschichte unserer Nachbarvölker, die den Kriegsbeginn beeinflußt hat, es ist auch – und das nicht unerheblich – die gemeinsame Vorgeschichte der streitenden Parteien. Der israelische Botschafter in Bonn, Asher ben Nathan, antwortete in einem Interview auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe: „Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“ So hat fast jede Geschichte ihre Vorgeschichte.
23.08.2017 18:26
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1418
Zur Entspannung lese ich:
Beaty, David:
Vorortzug



Pendler im Vorortzug: Menschen, die sich nur vom Sehen kennen, vom Warten auf dem Bahnsteig, vom Gedränge beim Ein- und Aussteigen. Eines Tages bleibt der Zug plötzlich in dem alten dunklen Tunnel stehen, durch den er Tag für Tag rattert. Die Lichter in den Abteilen erlöschen, undurchdringliche Finsternis umgibt die Fahrgäste. Von panischer Angst erfasst, sucht jeder von ihnen zum ersten Mal die Nähe des anderen, um Trost zu finden. In dieser bangen Stunde werden Lebensweichen neu gestellt. Beziehungen bahnen sich an, Gefühle werden geweckt, Hoffnungen flammen auf, die sich vielleciht nie erfüllen werden. Der Autorenname David Beaty ist in aller Welt ein Markenzeichen für anspruchsvolle, spannende Unterhaltung. Er erzählt die Geschichte der Menschen im VORORTZUG so hautnah, dass der Leser sich in das Geschehen einbezogen fühlt,
15.08.2017 12:27
kongus
Anzahl Beiträge: 3
Graeme Simsion:
'Das Rosie-Projekt'

- selten hat mich ein Buch sooo aus der Fassung und zum Lachen gebracht.

Christine Westermann. WDR: Sehr, sehr unterhaltend

( Der Nachfolgeband ist eben der Nachfolger - nicht halb so gut )
27.07.2017 18:27
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1418
Momentan lese ich:
David S. Wyman
Das unerwünschte Volk
Amerika und die Vernichtung der europäischen Juden

Klappentext
Deutsch von Karl Heinz Silber. Der amerikanische Historiker beschäftigt sich ausführlich mit der Frage, inwieweit die USA selbst eine Mitschuld an der Vernichtung der europäischen Juden trägt. In seiner schockierenden Bilanz zeigt er, dass und warum die US-Regierung in den 40er Jahren so gut wie nichts unternommen hat, um jüdischen Flüchtlingen zu helfen, die vor den Nazis in die USA hatten fliehen wollen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.09.2000

Das Buch geht der Frage nach, warum die USA so wenig zur Rettung der europäischen Juden während der Nazizeit unternommen haben. Es handelt sich, so Rezensent Hans-Martin Lohmann, um eine "außerordentlich gründlich" recherchierte Untersuchung, die auf einfache Schuldzuweisungen verzichtet. Auf der einen Seite werden eine Reihe von Schutzbehauptungen von amerikanischer Seite demontiert, auf der anderen Seite aber, so der Rezensent, wird aufgezeigt, dass unterschiedliche Faktoren eine Rolle gespielt haben. Amerikanischer Antisemitismus ebenso wie Uneinigkeit der amerikanischen Juden. Die starke zionistische Fraktion etwa konzentrierte sich vor allem auf die Gründung eines eigenen Staates in Palästina. Zuletzt, und da stimmt der Rezensent zu, sei die "Fernstenliebe" grundsätzlich der moralische "Ausnahmefall".
25.07.2017 11:19
Amselflay
Anzahl Beiträge: 1
Kamasutra - zwischen 200 und 300 nach Chr. verfasst.
Ein mythisches Buch für Liebhaber schöner Werke...
aber vor allem für Liebhaber der Leidenschaft.
Empfehlenswert, bringt nicht nur Abwechslung in Ihr Schlafzimmer,
sondern auch frischen Wind in Ihrer Beziehung.
24.07.2017 00:18
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2
Von Susanne Fröhlich "Der Hund, die Krähe, das Om .... und ich!

Eine herrlich leichte Frauenlektüre zum Thema Yoga, so witzig geschrieben, dass es wirklich Spaß macht, zu lesen. Auch wenn ich nicht wirklich mit Pfündchen zu kämpfen habe und auch kein echter Yogi bin, wer noch ein wenig Amüsement im Urlaubskoffer braucht: Hier ist es.
21.07.2017 22:24
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2
Ich lese gerade :
Ein Date mit der Seele / Ilka Plassmeier

Wer kennt sie nicht, die Krisenzeiten, Lebensumbrüche oder unerwarteten Entscheidungen. Vieles bewältigt man allein, automatisch. Hier hilft die persönliche Lebenserfahrung. Und doch gibt es sich wiederholende Situationen, in denen man einfach nicht weiter weiß, weil man die (meist einfache) Lösung nicht sieht. Was möchte einem das Leben hiermit sagen? Was für Resonanzen senden wir aus, um immer wieder in gleiche oder ähnliche Situationen zu gelangen? Warum ist es mitunter so schwer, sich aus diesen Situationen zu "befreien"? Und worauf deutet die äußere Situation in Bezug auf meine Beziehung zu mir selbst und meiner Seele hin (Außen wie Innen)?

"Ein Date mit der Seele" zeigt Wege und eine Methode auf, seine innere Stimme wieder zu bemerken und ihr zu vertrauen, sich selbst wieder zu vertrauen, neue Wege zu beschreiten und effektiv Lösungen zu integrieren.

Dieses Buch erläutert Hintergründe zu seelischen Blockaden. Es nimmt Dich mit auf eine Reise, die das Herz berührt, unter die Haut geht und ein (neues) Verständnis für die Seele und die Zusammenhänge im Leben schafft.

Anhand von vielen Praxisbeispielen schildert die Autorin Ilka Plassmeier anschaulich und einfühlsam, wie man sich aus unbewussten Verstrickungen löst, körperliche und seelische Balance findet, Schwächen zu Stärken transformiert, Mut, Leichtigkeit, Vertrauen und Selbstbewusstsein entwi-ckelt und sein ungeahntes Potenzial entfaltet. Eine wertvolle Chance, das eigene Leben neu zu gestalten.

Ilka Plassmeier, Heilpraktikerin für Psychotherapie und erfahrener Coach, leitet seit Jahren erfolgreich Seminare, Ausbildungen und Workshops und hält Vorträge. Mit dem Buch "Ein Date für die Seele" gewährt sie erstmals Einblicke in ihre Tätigkeit und schildert, wie es sich anfühlt und was pas-siert, wenn man seiner Seele begegnet.
16.07.2017 19:38
Marisa6
Anzahl Beiträge: 3
Ich lese momentan
Deborah Feldman , Unorthodox ,
Die Protagonistin , ein wissbegieriges, junges Mädchen lebt in der amerikanischen chassidischen Satmar-Gemeinde und lehnt sich im Laufe der Geschichte gegen diese frauenfeindliche , religionsfanatische Welt auf und wir werden Zeuge ihrer außergewöhnlichen Entwicklung .
spannend, berührend und sehr interessant .
ich kann es empfehlen.
16.07.2017 11:43
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1418
Momentan lese ich:
Roosevelts Krieg: amerikanische Politik und Strategie 1937 - 1945
von Dirk Bavendamm

Da eine neutrale Beschreibung leider nicht im Netz zu finden ist, stelle ich ersatzweise einen link ein; ich bitte um Nachsicht dafür:

http://www.deutschlandjournal.de/Deutsc ... _Krieg.pdf
27.06.2017 13:53
OlafJohannson
Anzahl Beiträge: 4
ich lese gerade Jorge Luis Borges und die Bibliothek von Babel-
21.06.2017 18:12
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1418
Momentan lese ich von Dirk Bavendamm " Roosevelts Weg zum Krieg " Untertitel: Amerikanische Politik 1914 - 1939.

Klappentext: Die Gefahr eines Dritten Weltkrieges ist in dem halben Menschenalter, das seit dem Zweiten Weltkrieg verging, nicht kleiner, sondern eher grösser geworden. Während sich die politische Debatte um das Stärkeverhältnis zwischen Ost und West in der gegenseitigen Aufrechnung der militärischen Potentiale erschöpft, droht die geschichtliche Dimension der Friedensfrage in Vergessenheit zu geraten. Dabei könnte man in dem Versuch der Reagan-Administration, der Sowjetunion in Gestalt der nachgerüsteten NATO ein Bündnis von überwältigender Macht entgegenstellen, durchaus ein Element der historischen Kontinuität erkennen.
Bevor die Sowjetunion zur nuklearen Supermacht aufstieg, sahen die Vereinigten Staaten von Amerika im nationalsozialistischen Deutschland ihren Weltfeind Nr. 1. Franklin Delano Roosevelt, dem amerikanischen Präsidenten, waren jedoch durch die Neutralitätsgesetze seines Landes in die Opposition im Kongress bis zu einem gewissen Grad die Hände gebunden. Trotzdem gelang es ihm, am Rande der Legalität Mittel und Wege zu finden, um Hitler ebneso geschickt wie erfolgreich entgegenzutreten. Letztlich muss man in der Quarantäne, die Rossevelt 1939 mit Hilfe Englands, Frankreichs und Polens über das Dritte Reich verhängte, sogar den eigentlichen Anlass für Hitlers Aggression sehen.
Diese aufsehenerregende These seines Buches belegt Dirk Bavendamm mit zahlreichen Geheimdokumenten aus dem Englischen Staatsarchiv, die bisher noch nie veröffentlicht wurden. Weit davon entfernt, die aggressive und grausame Natur des Nazi-Regimes zu beschönigen, versucht er, zu ergründen, warum sich die Westmächte und Polen 1939 der nationalsozialistischen Expansion widersetzten. Bavendamm sieht den Grund dafür im weltpolitischen Führungsanspruch der Vereinigten Staaten, die auf der anderen Seite des Atlantiks keine Gegenmacht von vergleichbarer Bedeutung dulden.
Mit seinem spannend, sachlich und informativ geschriebenen Buch wirbt der Autor für ein neues Geschichtsverhält. Für ihn sind Aufstieg und Fall des Dritten Reiches, der Niedergang der europäischen Kolonialmächte und letzlich auch der Kalte Krieg schicksalhaft verwoben mit dem Aufstieg der USA zur nuklearen Supermacht. Nicht zufällig hat man dieses Jahrhundert das" amerikanische Jahrhundert " genannt.
Die zentrale Frage dieses gewaltigen Geschehens, das Dirk Bavendamm vor dem Leser ausbreitet, war Franklin Delano Roosewelt. Er regierte sein Land länger und mit mehr Folgen für die ganze Menschheit als jeder andere Präsident. Unter ihm sind nahm die amerikanische Friedenspolitik jene Formen an, die auch heute noch kriegerische Konflikte auslösen könnten.
15.06.2017 09:54
PeterEisen
Anzahl Beiträge: 12
Ich lese momentan Telluria von V. Sorokin, sehr spannend aber auch zum Teil sehr kompliziert geschrieben.
Davor habe ich den Cool Aid Electric Acid test gelesen. Zum schmökern im Urlaub auch sehr zu empfehlen :)