Beiträge zum Thema: Was kommt danach?

 
31.08.2020 22:43
Lillybonita25
Lillybonita25
Anzahl Beiträge: 7
Hallo, Epimetheus, danke für Deine Ergänzungen und das Zitat von Elli Wiesel. Ich bin auch Ansicht, dass die Gleichgültigkeit das Gegenteil der Liebe ist.Ich würde sogar sagen, dass Gleichgültigkeit der Tod der Liebe ist.
Ja, ich glaube auch, dass viele Menschen ihre Endlichkeit verdrängen,leider. Vielleicht wuerden wir alle verantwortlicher mit unseren Problemen umgehen, wenn allen klar wäre, dass wir eben nicht ewig leben, sondern unsere irdische Zeit begrenzt ist und daher auch unsere Aufgaben in dieser Welt.
Die immer wiederkehrende Frage ist :Was treibt uns um?
Wonach suchen wir Menschen?
Grüße, L.

 
31.08.2020 21:10
Borkenkäfer
Borkenkäfer
Anzahl Beiträge: 21
hallo und guten abend epimetheus .  
ich gebe dir recht .      ich war schon drei mal bis dicht dran . man ergibt sich nicht und kämpft bis zum letzten . nur , man geht sehr bewu0t danach mit sich um und verliert die scheu , dinge beim namen zu nennen . auch vor vielen jahren eine kleine tochter verloren . die lebt heute noch in mir . auch mutter ist mir stete gegenwärtig , als würde sie mich immer beschützen . aber ob ein gott damit in verbindung zu bringen ist , daran zweifele ich .
im krieg nahmen viele mütter brandgeruch wahr , als ihre söhne so sinnlos fielen , und man dreht sich unwillkürlich um , wenn einem jemand von hinten anstarrt .
natur , trieb , instinkt , soweit noch nicht ganz verloren .
wir haben noch antennen . manch einer nicht mehr oder nur noch auf dem dicken konto . sorgen , not , schmerzen und ängste lassen unsere wahrnehmungen noch nicht ganz versiegen . zufriedenheit und ein gut gewissen , ist ein gutes ruhekissen .

in diesem sinne , dir einen schönen abend, bleib gesund ,
hartwig .
ps. : ein auge sieht wieder !!
 
31.08.2020 19:27
Epimetheus
Epimetheus
Anzahl Beiträge: 57
@Borkenkäfer, Lillybonita25: Den Widerspruch kann ich nicht erkennen. Ich sage ja nicht, dass man grundsätzlich schweigen muss. Die Beschäftigung mit dem Leben ist natürlich wichtig. Ich will es mal mit den Worten von Elie Wiesel ausdrücken: "Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgütigkeit, das Gegenteil von Leben ist nicht Tod, sondern die Gefühllosigkeit."

In diesem Sinne, Borke bist du sicher nicht gleichgültig und schon gar nicht gefühllos.
Und Lillybonita25 (welch ein Name), meiner Meinung nach verdrängen wir ständig unsere Endlichkeit und zwar aus gutem Grund. Ich mochte immer die Aura des "Idioten" bei Dostojewski, sie entsprang der erlebten Todesangst des Autors, der Sekunden vor der Exekution begnadigt wurde. Aber selbst dann führte die verdichtete intensive Wahrnehmung des eigenen gelebten Lebens nicht zu einer permanenten intensiveren Lebenswahrnehmung. Wenn ich die Todesalter in meiner Familie betrachte, dann bleiben mir so 15 Jahre. Ich bin mir meiner Endlichkeit bewusst, aber sie bestimmt nicht meine Wahrnehmung. Ich arbeite lieber darauf hin, mit mir selbst im Reinen zu sein. Dann kann ich ruhig abtreten. Der Abschiedsbrief an meine Tochter ist bereits geschrieben, wird aber laufend ergänzt und umgeschrieben.
 
27.08.2020 15:32
Borkenkäfer
Borkenkäfer
Anzahl Beiträge: 21
ein ganz winziger widerspruch an epi... . ich kann eben nicht mein kleines hirn und meine 81 jahre nicht so einfach ausschalten .
warum erhebt sich der mensch über alles auf unseren kleinen planeten ? doch nur ,weil er glaubt , er sei auserwählt dazu . und so fungiert er auch . er lässt die welt einfach nicht so , wie sie ihm gegeben wurde . fortschritt nennt man das .
dieser fortschritt geht aber in mehrere richtungen , und mindestens eine gute richtung ist auch dabei .
nur mal zwei fakten , die in der letzten zeit diskutiert wurden , hart .
in unserem relativ kleinem land werden jährlich siebenundfünfzig  millionen schweinchen geschlachtet und etwa zweihundert tausend hähnchen täglich .
das sind auch geschöpfe , die einen anspruch auf weiterleben hatten . wo geht deren seele dabei hin . und die haben auch todesängste .
wir , so denke ich , leben in unseren kindern , enkel-und urenkeln weiter , die meist dann unser werk erben oder fortsetzen oder auch zerstören . in deren gedanken sind wir immer gegenwärtig , auch wenn nicht immer das beste verhältnist bestand .
ich hoffe für mich , dass meine vier kinder sich recht oft an meine mahnenden worte erinnen , wenn ich einmal nur noch in deren gedankenwelt existiere .
unser leben ist kostbar , aber auch das leben aller kreaturen . und das sollte uns bewusst sein , oder noch werden . ich hoffe es .
 
27.08.2020 12:39
Lillybonita25
Lillybonita25
Anzahl Beiträge: 7
Immerhin wusste Aristoteles schon, dass die Erde eine Kugel ist, was er auf unterschiedliche Weise bewiesen hat, leider aber nicht weiter verfolgt hat. Für seine Zeit ist das schon eine enorme Leistung.
Was das Thema betrifft, denke ich auch, es ist wichtiger, sich mit dem Leben zu befassen, wohl wissend, dass es endlich ist. Die Gewissheit der Endlichkeit kann uns, wenn wir es positiv nutzen, zu einer intensiveren Wahrnehmung führen.
Grüße, Lillybonita

 
27.08.2020 12:27
Fliesentom
Fliesentom
Anzahl Beiträge: 14
???
 
27.08.2020 12:13
Epimetheus
Epimetheus
Anzahl Beiträge: 57
Ehemaliges Mitglied schrieb:
Ich glaube an die Wissenschaft, und die kennt kein Leben nach dem Tod.
Es ist viel wichtiger, sich Gedanken zum derzeitigen Leben zu machen... ...
Also an die Wissenschaft kann man sich in dem Punkt wirklich nicht halten. Wenn es z. B. nach der aristotelischen Physik gegangen wäre, dann stünde die Erde noch heute im Mittelpunkt des Universums. Zum Glück kam Kopernikus.
Die Wissenschaft lehrt uns ja nur punktuell den "Stand der Dinge". Über den Tod oder was nach dem Leben kommt, hat sie uns nichts sagen. Ich halte es da mit dem guten Ludwig Wittgenstein: "Worüber man nichts sagen kann, muss man schweigen".
 
18.08.2020 22:49
Bum
Bum
Anzahl Beiträge: 60
Was kommt danach, halt nach dem Ablauf eines Lebenszyklusses?
Real gesehen geht es erst einmal in der Richtung, Lebenszeugung, Alterung, Zeugung von neuem Leben, Tod.
Zerfall und Renaturierung der körperlichen Überreste.

Ist das alles?
Die Frage kann ich leider nicht beantworten.

Herzliche Grüße und Gesundheit
Ludger


 
19.07.2018 00:51
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 11
klekwa schrieb:
Ich bin überzeugt, dass der Tot nur ein Hinübergehen ist und ein ein sehr langer Schlaf. Ohne diese Überzeugung und ohne diesen Trost könnte ich nicht die trauer um den Abschied von meinem Ehemann ertragen....
Ich hatte als Kind immer sehr große Angst vor dem Tod und bemerkte beim heranwachsen meiner Kinder in der Pupertät das ebenso.
Erst durch das echte Erleben des Todes meiner Schwiegermutter und deren Begleitung wich diese Angst.
Als ich den Kampf gegen den Krebs mit meinem Mann nach drei Jahren Aufgab und wissentlich in den Abschied in die Begleitung in die Ewigkeit gegangen bin und es mir vergönnt war, alles so zu schaffen, wie ich es mir wünschen würde habe ich erkannt, dass unser Leben hier jeden Tag kostbar ist.
Glaube mir ertragen ist abgeleitet von tragen, dass ist vorbei. Getragen hat man sich zu Lebzeiten.
Jetzt so geht es mir traure ich eigentlich, um die verlohrene Hälfte die einem den Halt und Mittelpunkt war.
Der Tod hat mich sogar lange gezogen, aber entscheiden zu Leben, weiter zu leben ist hart.
Es ist kein Abschied wir kommen alle nach.....
 
18.07.2018 07:42
klekwa
klekwa
Anzahl Beiträge: 1
Ich bin überzeugt, dass der Tot nur ein Hinübergehen ist und ein ein sehr langer Schlaf. Ohne diese Überzeugung und ohne diesen Trost könnte ich nicht die trauer um den Abschied von meinem Ehemann ertragen.
 
15.07.2018 19:16
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 7
Wolfie59 schrieb:
Der Tod ist nicht das Ende. Es gibt kein Ende. Alles ist Teil eines immerwährenden Kreislaufs....
Da stimme ich dir Vollkommen zu!!!

Viele wissen es nicht einmal, das sie bereits verstarben und gehen deren Alltägliches Leben bei als würden sie noch leben, so braucht man sich nicht fürchten vor dem Tod. Es ist aber auch Geistig, Seelisch oder Menschlich, je nach Dimension, wo man über so was wie denkt.
 
15.04.2018 10:09
Wolfie59
Wolfie59
Anzahl Beiträge: 5
Der Tod ist nicht das Ende. Es gibt kein Ende. Alles ist Teil eines immerwährenden Kreislaufs.
 
06.05.2017 23:48
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 6
Das menschliche Gehirn ist ein Wunderwerk und fähig, dem Menschen alle Bilder zu senden, die er gerne sehen möchte. Wer fest an etwas glaubt, der bekommt alles frei Haus geliefert.

Der Körper zerfällt in seine Bestandteile, es geht nichts verloren. Diese Bestandteile werden aus dem Erdreich von Pflanzen und Tieren wieder aufgenommen. Nichts geht verloren und das ist die Ewigkeit! Auch wenn die Erde zerstört würde, so blieben doch die Grundstoffe erhalten.

Wohin der Geist entschwindet, wer weiß das schon? Vielleicht ist der Geist ja auch nur das Produkt unseres GEhirns. So wie der Strom, der durch die Leitungen fließt, solange eine Stromerzeugungsmaschine funktioniert und Strom liefert. Wenn man abschaltet geht das Licht aus.

Mich erschüttert eher der Abschied vom Leben, von lieben Menschen. Aber was danach kommt, OB etwas kommt oder nichts, wird unbedeutend in dem Moment, wo das Leben zu Ende ist. Sicher scheint nur zu sein, dass es eine Ewigkeit gibt, aber nur die unserer körperlichen Grundstoffe.
 
17.04.2017 19:19
65plus
65plus
Anzahl Beiträge: 1
Es geht ganz sicher weiter, es ist nur die Frage wohin?
Wen's wirklich interessiert, der könnte die Antwort in dem Buch "Meine Zeit im Himmel" (16,00 €) finden.
Im Internet kann man auch Test-Seiten lesen.
 
17.02.2017 23:50
die_insel
die_insel
Anzahl Beiträge: 106
Thema:Leben nach dem Tod?
Ja, es geht weiter!
Je älter ich wurde und ich mich immer intensiver mit diesem Thema beschäftigt habe, meine Erfahrungen mit Weggefährten und Vorfahren,die ich jahrelang begleitet hatte bis zum Sterbezeitpunkt - und die Zeit danach- alles das in intensiver Beobachtung in meiner furchtbaren Traurigkeit, die abgelöst wurde durch "Zeichen" der Verstorbenen, "daß es weiter geht"; dass die Seele als Energie einfach unsere Ebene, wo Menschen, Tiere und Pflanzen existieren, verlassen hat, um sich zu erneuern.......schwer zu verstehen für einen Materialisten ( war ich früher auch einmal).
Wenn man als Mensch sich einläßt auf dieses Thema, ohne Vorurteil und mit dem Wollen, mehr zu erkennen, der wird auch mehr erkennen lernen. Das ist ein Lernprozess, ein wahrer.
In Einzelheiten möchte ich hier an dieser Stelle nicht gehen, aber meine Erkenntnisse und Tatsachen haben mein Inneres gestärkt.
Auch ein Grund mehr, wie hier im Forum an vielen Stellen ersichtlich, bewußter das Leben zu leben und nicht nur zu leiden, zu streiten und vieles mehr. Wer Hilfe sucht, muß sie manchmal auch selbst finden.........die_insel
 
29.01.2017 20:42
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2
Hallo,
man sollte sich nicht auf das verlassen was andere Menschen sagen,auch Wissenschaftler können irren.
Es ist gut jeden Tag bewusst zu leben,weil das Leben uns geschenkt wurde.
Was hätte es für einen Sinn hier auf der Erde zu leben und dann einfach wieder zu gehen?
 
29.01.2017 20:06
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2
Hallo.....,

ich bin neu hier.Habe deine Nachricht im Forum gelesen.
Ich kann dich gut verstehen,auch wenn meine Mutter noch lebt.
Bevor ich noch was schreibe,möchte ich erstmal anfragen,ob du hier noch aktiv bist.

Liebe Grüße sendet dir
Petra
 
07.10.2016 13:38
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 1
Meine Mutti, die ich sehr geliebt habe ist leider vor 10 Jahren mit 81 Jahren verstorben und sie fehlt mir so sehr !!!
Für manche Menschen mag das lächerlich erscheinen, aber ich schaue mir täglich ihr Foto an und spreche mit ihr, hole mir Ratschläge von ihr wenn es mir schlecht geht ... was gerade im Moment der Fall ist ... meine Beziehung ist leider gescheitert und in meinem Alter ( 70 ) besonders schwer ...
Ich möchte damit sagen ... sie ist mir so nah dass ich sie spüren kann ... Für mich ist sie " mein Schutzengel "
Daher glaube ich daran, dass es DANACH NICHT ZU ENDE IST ... und vielleicht ( was es auch immer sein mag )
vielleicht schöner sein wird als das Leben hier auf Erden war ...
 
29.09.2016 19:06
Pegasus1
Pegasus1
Anzahl Beiträge: 1
Zu dem Thema gibt es ein tolles Buch "Blick in die Ewigkeit" /Dr.Eben Alexander /ansata-verlag.de !Sehr zu empfehlen????
 
11.09.2016 21:57
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 1
ich denke auch, dass es wichtig ist, sich dem hier und jetzt zu widmen ....

das schließt aber nicht aus, dass man sich auch Gedanken über danach machen dürfen. Ich kann es überhaupt nicht erklären, aber ich bin mir höchst sicher, dass mein von 20 Jahren gestorbener Vater mein Schutzengel ist. Ich weiss es einfach ... oder ich glaube es einfach ... und ich darf das und muss es nicht rechtfertigen oder erklären. Es ist für mich einfach so ...

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