Beiträge zum Thema: Das Ehrenamt

 
04.06.2015 13:20
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Anzahl Beiträge: 1
Hallo Erbeerblau, ich bin ehrenamtlich Hozpizhelfer. Ich habe ein Jahr einen Kurs mitgemacht muss sagen da habe ich über mir sehr viel gelernt und es ist schade das der Tod hier in Deutschland immer noch ein Tabu Thema ist. Wo doch das sterben genauso dazugehört wie die Geburt. Und in vielen Fällen bekommt man so viel geschenkt wie Dankbarkeit vertrauen wo man sonst nicht bekommt (soll hier nicht falsch verstanden werden ich rede nicht von weltlichen Geschenke).
Schöne grüße Mudda
 
14.05.2015 22:17
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Anzahl Beiträge: 1
Hallo,
ein interessantes Thema.
Auch ich war am Amtsgericht als Schöffe. Da kann man wirklich Erfahrungen sammeln.
Jetzt bin ich ehrenamtlicher Richter am Arbeits- und am Sozialgericht.
Auch sehr spannend.
Außerdem betreue ich ausländische Studenten und helfe Lehrlingen, die Prüfungen zu bestehen.
Da ich nicht mehr arbeite, habe ich die Zeit dafür.
Durch die ehrenamtliche Tätigkeit lernt man dazu und kann anderen Menschen helfen.
Das ist doch sehr viel.
Grüße aus Erfurt
 
23.04.2015 18:05
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Anzahl Beiträge: 185
Hallo Daisy,

Du bist ja eine sehr sportliche und tanzbeschwingte Frau. Das liest sich richtig klasse. Ich kann mir nur sehr schlecht vorstellen, in ein paar Jahren wenn ich berentet werde, nur Haushalt und Freizeit um die Ohren zu haben:) Eine sinnvolle Aufgabe die mir Spaß macht, die gehört für mich dazu wenn ich an die Rentenzeit denke.

Als alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern bin ich von der Gesellschaft für ein paar Jahre auch unterstützt worden. Da passt für mich einfach, ein bisschen was zurück zugeben.

Am Jugendgericht geht es ja nicht zwingend darum jemanden zu einer Haftstrafe zu verurteilen. Da suchen alle Beteiligten: Richter, Staatsanwalt, Verteidiger, Jugendamtmitarbeiter und Schöffen, nach Wegen, die dem Jugendlichen eine positive Entwicklung ermöglichen. An diesem „Prozess“ bin ich gern beteiligt.

Mein Schöffenamt am Jugendgericht, lässt mich aber auch in eine Welt blicken, die in den allermeisten Fällen nichts mit meiner Lebenswirklichkeit zu tun hat.

Wenn ich höre unter welchen Bedingungen ein jugendlicher Mehrfachtäter lebt und erzogen wurde/wird, ist das eine Realität zwar erschreckt, mir aber auch zeigt wie gut es mir und meinen Kindern geht.
Und dann gibt s auch noch dunklere Einblicke auf einen Teil unserer Gesellschaft. Wenn die Eltern beim Verlesenen der Vorstrafenliste des jugendlichen Gewalt- Intensitäten sich auf die Schenkel hauen und Schmunzeln………………Dann denke ich, niemand wird als Täter geboren, aber wahrscheinlich kann man Täter erziehen.

Netter Gruß
erdbeerblau
 
22.04.2015 23:26
Daisy59
Daisy59
Anzahl Beiträge: 901
Hallo erdbeerblau,
ich habe viele Jahre ehrenamtlich Kinder und Frauen in Judo trainiert. Habe mit 40 Jahren Judo angefangen, mich dann "hochtrainiert" bis zum braunen Gürtel, bis ich dann den Übungsleiterschein machen durfte. Mein Chef hatte mich damals 2 x 1 Woche freigestellt von der Arbeit. Es hat total viel Spaß gemacht, wenn die "Kurzen" sich auf de Matte gewälzt haben. Manchmal kamen auch ganz witzige Situationen vor: Der Gründer des Judo hieß Jigoro Kano. Bei der Gürtelprüfung wurde ein 8-jähriger Junge gefragt, wer Judo gegründet hat. Die Antwort kam prompt: "Chicoree". Diese Zeit ist leider vorbei, hat aber immer viel Spaß gemacht.
Heute bin ich seit 16 Jahren ehrenamtliche Abteilungsleiterin eines Tanzvereins. Nachdem ich ihn gegründet habe, hänge ich mich immer noch rein und habe auch relativ viel Arbeit damit. Aber man soll ja nicht einrosten, wenn man in Rente ist.
Ich kann mir vorstellen, dass die Arbeit als Schöffin auch total interessant und spannend ist. Vor allem bildet man sich auch irgendwie weiter, oder? Wie sind deine Erfahrungen?

Daisy
 
22.04.2015 09:51
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Anzahl Beiträge: 185
Hallo,

ich versuch es noch mal mit einem neuen Thema. Vielleicht belebt sich das Forum wieder ein wenig.

Das Ehrenamt!? Warum übernehme ich ein Ehrenamt? Was „bringt es mir das “? Welche Erfahrungen habe ich gemacht? Jeder hat wohl seine ganz persönlichen Gründe ein unentgeltliches Ehrenamt anzunehmen.

Ich bin noch berufstätig und habe ein Ehrenamt am Amtsgerichte als Schöffin. Von meinem Job werde ich dafür freigestellt. …………..und ich mache Erfahrungen die bisher in meinem Leben nicht vorgesehen waren. Ohne wenn und aber, es ist eine Bereicherung für mich,

Und was denkst Du über Ehrenämter?

Netter Gruß
erdbeerblau

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