Beiträge zum Thema: "Liebe ist... habe ich mal gelesen

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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3654
Vorwort im Buch "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm:

"Man darf von diesem Buch keine simple Anleitung zur Kunst des Liebens erwarten; tut man es doch, wird man enttäuscht sein. Das Buch möchte ganz im Gegenteil zeigen, dass die Liebe kein Gefühl ist, dem sich jeder ohne Rücksicht auf den Grad der eigenen Reife nur einfach hinzugeben braucht.
Ich möchte den Leser davon überzeugen, dass alle seine Versuche zu lieben fehlschlagen müssen, sofern er nicht aktiv versucht, seine ganze Persönlichkeit zu entwickeln, und es ihm so gelingt, produktiv zu werden; ich möchte zeigen, dass es in der Liebe zu einem anderen Menschen überhaupt keine Erfüllung ohne die Liebe zum Nächsten, ohne wahre Demut, ohne Mut, Glaube und Disziplin geben kann.
In einer Kultur, in der diese Eigenschaften rar geworden sind, wird die Fähigkeit zu lieben nur selten voll entwickelt. Jeder mag sich selbst in Frage stellen, wie viele wahrhaft liebende Menschen er kennt..."

usw. usw....

Ein wunderbares Buch mit viel Weisheit geschrieben. Wenn man es nicht versteht, muss man es deshalb aber nicht schlecht und somit seinen eigenen Mangel an Verständnis öffentlich machen...

Paracelsus sagte und Fromm setzt es als Motto über sein Buch:

" Wer nichts weiß, liebt nichts. Wer nichts tun kann, versteht nichts. Wer nichts versteht, ist nichts wert. Aber wer versteht, der liebt, bemerkt und sieht auch...
Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt, desto größer ist die Liebe.


Und nun zum Schluss:

El gringo hat - mehr oder weniger genüsslich - in seinem Schmähtext bemerkt: "...Fromm (deutsch-amerikanischer
Psychologe, er stammt aus einer streng religiösen jüdischen Familie, aus der zahlreiche Rabbiner kommen),.."
Aha! JA, was hat denn DAS mit el gringo's Bewertung zum Buch zu tun - stammte Fromm aus einer niederbayrischen Hühnerzüchterfamilie, wäre das dann auch erwähnenswert gewesen?

Ist es nun Zufall oder Absicht - hier im Forum ist es nicht das erste Mal, dass in diese Richtung argumentiert wird... und der weitere Wortlaut der Schmähung des Buches und seines Autors paßt haargenau dazu...

Orlanda
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7493
Lass' Dich nicht beirren, Silberstaub,
Hier gibt es immer mal wieder irgendeinen Oberschlaumeier, der herumstänkert.
Diesmal sind die Leute von der Schreibenden Zunft die Modefeinde, in diesem FAll vor allem diejenigen, die für das Geschriebene Geld bekommen. Da spricht wirklich nur der NEID..

Es gibt Leute, die Unmengen von kostenlosem Geblubber absondern. Mehr Wert ist das deshalb noch lange nicht; eher ist das Gegenteil der Fall.

"Wert" ist relativ. Die BILD hat z.B. einen Brennwert.

emirena
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Hallo Silberstaub,
wofür brauchen wir denn den Erich Fromm, wenn wir doch den Gringo haben.....:-(

Gringo: Manche verdienen sich ihr Geld, in dem sie ein paar Lebensweisheiten an bedürftige Leser (fürn Appel und 'n Ei) weitergeben - Andere verdienen ein Vielfaches davon, indem sie wertlose Börsenpapiere an ahnungslose, vertrauenselige Kunden für teuer Geld verkaufen.

Was ist nun verwerflich und was nützlich?

Merope
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1537
Hallo Florentine,
Freiheit in einer Beziehung heißt für MICH:
ich sehe und fühle meinen Partner dann, wenn ICH ES MÖCHTE - - und nicht, weil "eben Montag ist" . . .
ich bin, trotz Partnerschaft, auch mit anderen Menschen unterwegs.
Umso schöner ist es doch, wenn man sich dann wieder sieht und in die Arme nehmen kann :-)
Freiheit ist, daß ich meinen Partner nicht BRAUCHE, sondern WILL :-))) nicht immer - aber immer öfter *schmunzel*

Natürlich soll (bitte auf die Wortwahl achten: SOLL -nicht DARF!!!!) mein Partner genau das gleiche für sich in Anspruch nehmen . . . denn NUR stets und ständig jede Minute miteinander verbringen zu wollen, DAS tötet m.M. nach JEDE Liebe.
Auch die Liebe zwischen Freunden - - und/oder Eltern und Kindern.
Liebe bedeutet auch LOSLASSEN können/wollen.

Jockeline
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2176
Was LIEBE wirklich ist,...
******************

..." ein Stern in einem Haufen Mist!"

Doch was Liebe wirklich ist...
*********************

sagt für mich ganz einzigartig das

" Hohelied der Liebe " aus.

Cardia
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Kirile
Kirile Anzahl Beiträge: 125
Es gibt vier Arten von Chemie:
die körperliche, die emotionale, die geistige und die seelische.
Die körperliche Chemie weckt Begehren,
die emotionale erzeugt Zuneigung,
die geistige Chemie weckt Interesse und
die seelische erzeugt Liebe.
Ein Seelengefährte besitzt sie alle vier
und da
käme man der Liebe nahe - denk
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signorina
signorina Anzahl Beiträge: 905
Hallo Silberstaub,

sehe ich auch so.

Und....
nennt man so etwas nicht "Maulwurf"?

Signorina
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7493
ist doch logisch nachvollziehbar, dass die Frage nach der Liebe in diesem Fall in der Erotik-Lounge gelandet ist.
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Liebe: das ist leider im Umgangston so abgedroschen....
Das Thema gab's hier auch schon mal.

Ich sag jetzt mal ganz einfach: Liebe ist Lebensbejahung...
Und ich bin zwar ohne Partner, aber nicht ohne Liebe. Da sind: Meine Töchter, meine Enkel - und nicht zuletzt: Ich selbst.

Merope, die mal wieder Erich Fromm: "Die Kunst des Liebens" empfiehlt.
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Hochheider
Hochheider Anzahl Beiträge: 139
Du hast Recht "el Gringo",
darum mein Nachtrag :
Für mich ist heutzutage Liebe,wenn man nicht gleich von
Trennung spricht,bei einen Steit,oder die Interessen
etwas auseinandergehen.
Auch sehr wichtig ist,dass man im Krankheitsfalle oder
bei anderen Problemen durch Liebe zu seinem Partner
steht.
Gruß HH
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3654
Das sind eben zwei verschiedene Bereiche:

Der triebhafte Zwang sich zu vermehren (mit oder ohne Lust) und die erst im 18. Jahrhundert sich durchgesetzte romantische Vorstellung, man müßte den Fortpflanzungspartner "lieben"...

Geheiratet wurde früher natürlich um den Sexualtrieb unter allgemein kontrollierbare Normen zu stellen und auch, um Vermögen zu Vermögen zu bringen. Wirtschaftliche Gründe standen an erster Stelle. Was die Ehefrau/der Ehemann nicht "brachten", holte man sich dann auch außerhalb der Ehe - je nach geltenden oder tolerierten Regeln.

Wir Heutigen sehen die ganze Angelegenheit wesentlich komplizierter: Da soll alles passen, die Liebe/Zuneigung, das Geld, der soziale Status usw. Man sollte allerdings auch beachten, dass Menschen 50+ früher kaum mehr wieder sexuelle Aktivitäten aufgenommen haben, wenn sie verwitwet waren. Vielleicht noch mancher Mann, aber kaum mehr die Frauen - war man doch schon mit 40 "alt"...

Wir Heutigen versuchen einen Spagat und wundern uns, wenn er nicht gelingt.
Aber egal wie es früher war: Es ist heute nichts Besonderes, wenn man es sich gönnt, sich nur auf eine Beziehung einzulassen, in der beides stimmt: Die seelische als auch die körperliche Anziehung und Befriedigung. Sich nur der profanen triebhaften Sexualität hinzugeben ist für den heutigen Menschen einfach nicht mehr verlockend. Für Körperübungen eignet sich besser die Mitgliedschaft in einem Sportklub oder in einem Fitness-Center.

Als Frau meines Alters sehe ich das ganze immer distanzierter: Liebe ja, körperliche Anziehung auch - aber doch nicht dieses seelenlose Paarungsverhalten, das man vielleicht mit 18, aber doch nicht mehr in einem Alter mag, in dem man gelernt hat, die wahren Genüsse zu schätzen...

Orlanda
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Hochheider
Hochheider Anzahl Beiträge: 139
Dann will ich doch mal Antworten.
Vielleicht hast du damals den Film gesehen :
Am Anfang war das Feuer, vor 80.000 Jahren.
Da gab es den Begriff noch garnicht.Da wurde noch
"Liebe gemacht" bei allen Gelegenheiten.
Im Laufe der der Entwicklung der Menschheit und natürlich
auch durch die Kirche ist der Begriff "Liebe"
nach unserer heutigen Denkweise entstanden.
In unserer Kultur hat sich das Wort "Liebe " entsprechend
entwickelt.
Auch hier in unserem Forum ist schon ausgiebig
daüber geschrieben und diskutiert worden.
Viele Grüße HH
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