Beiträge zum Thema: Weinbaugebiete in Deutschlands Osten...

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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Wein gehört für mich zum Essen und ist ein Stück Genuss gelegentlich am Abend...
Deshalb mein Eintrag hier unter "Gesundheit und Ernährung"!

Bisher kannte und mochte ich Weine aus Österreich und Italien. Die deutschen Weine interessierten mich weniger, obwohl ich weiß, dass es auch hier erstklassige Weine gibt!

Im Laufe der Jahre legte ich mich auf ein paar Gebiete und Weinsorten fest und das war so, bis ich vor einigen Wochen einen Fernsehbeitrag über die Weine aus Deutschlands Osten sah.
Es wurden ein paar Winzer aus Thüringen vorgestellt und da mich nicht nur die vorgestellten Weine, sondern auch die Menschen und ihr Elan begeisterten, schaute ich mich im Internet um und fand herrliche Dinge!

So lagern bei mir nun auch Weine aus Thüringen. Die erste Flasche habe ich vorige Woche geöffnet. Ein wundervoller trockener Silvana aus 2011, von der Saale-Unstrut...

Es gibt immer noch viel zu entdecken, "des Lebens Ruf wird niemals enden..." (H.Hesse) und sei es, dass uns Landschaften mit ihren Menschen rufen und locken mit goldenen Tropfen...

Orlanda
(Genießerin)
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
liebe Orlanda,

der Gedanke, Weihnachten in den verschneiten Alpen zu verbringen mit Option auf ein wunderbares weihnachtliches Menu mit Rotkäppchen-Champagner als Aperitif, ist wirklich überaus reizvoll.
Tolle Idee auch mit dem Märchen-Motto!

Leider ist das für mich ziemlich utopisch aus vielerlei Gründen.
Bin schon froh, wenn ich es bis Weihnachen nach Nürnberg und bis ersten Mai oder so ähnlich zum Chiemsee schaffe.

Ich habe richtig Sehnsucht nach "meinen" Bergen und ich weiß, Du verstehst das. Die (zweifellos auch schönen) Mittelgebirgslandschaften können diese Sehnsucht nicht heilen.
Kommt noch dazu, dass meine Sehnsüchte ziemlich multipel sind, was die Sache auch nicht gerade vereinfacht. Es gibt jedoch eine (kleine) Lösung:
träumen, Bilder/Filme angucken etc.
Kein Grund, Trübsal zu bla sen.

emirena
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Liebe Emirena, wenn Du es schaffst, am 2. Weihnachtsfeiertag in die verschneiten Alpen zu fahren, bist Du herzlich eingeladen! Genaue Reise-Details gibts im Postfach...

Dieses Glühweingelee paßt sicher auch zur Gans oder Ente. Neulich aß ich Preiselbeeren, die man auf einer Orangenscheibe drapiert hatte - das Orangen-Aroma müßte auch dem Rotweingelee gut bekommen...

Ich werde meiner Familie das Rotkäppchen trotzdem als Champagner anbieten. Was kümmert es die Großmutter, wenn sie vom Wolf angeheult wird, nicht wahr?

Mit dem Rotkäppchen-Sekt kam mir die Idee, dass das Thema des Weihnachtsmenüs das Märchen sein wird. Zwischen den Gängen könnte eins vorgelesen werden - die Schneekönigin oder eben Rotkäppchen...

Orlanda
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Liebe Erinnerung, soweit ich mich erinnere, war der Hobby-Weinbauer auf französische Weine spezialisiert...(?) Womöglich hätte er in der Tat kluge Sachen zum Thema Wein aus Thüringen von sich gegeben.

Manche löschen sich selbst... mich erinnert das an ein Spiel zu Beginn meines PC-Benutzerdaseins (MS-DOS!!): Ein Gorilla warf eine Banane und die kam wie ein Bumerang zurück und wenn man den richtigen Winkel angab, dann zerstörte sich der Gorilla selbst.
Ich war damals gerade dabei, das Abitur nachzuholen und hatte in Mathe gelernt, wie man solche Kurven berechnet...
Es war fantastisch! Wie man sieht, kann man alles im wirklichen Leben gebrauchen.
Bei Menschen hab ich das leider noch nicht ausprobiert. Vielleicht funktioniert es da auch?
Naja, die Männer haben alle von alleine die Kurve gekriegt, da müssen meine Berechnungen wohl auch gestimmt haben...

Orlanda
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
Vorsicht Bürokratie:
der Rotkäppchen-Sekt darf nicht "Champagner" genannt werden, noch nicht mal "Méthode Champanoise"
Aber wir sind hier ja (größtenteils - hoffentlich) unter uns.

War das mit dem Weihnachtsmenu etwa eine Einladung??
(Glühweingelee könnte ich mir auch gut zur Gans oder zu Ente vorstellen, nicht nur als süßes Schmankerl)

lecker-schmecker-emi
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Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2282
Hallo Orlanda,

hättest Du das Thema einige Monate früher eingestellt, hätte damals der anwesende Hobby-Weinbauer Dir bestimmt noch manchen praktischen Tipp geben können.

Aber er hat sich ja selbst gelöscht.

Wenn ein Nick vom Nickerfinder selbst gelöscht wird, ist das dann „Harakiri“ wie bei einem Kamikaze?

Wenn allerdings ein „Nick“ einem Geist gleichkommt, stelle ich mir ein Harakiri aber etwas schwierig vor. Dann müsste ja anschließend auch noch ein „Geist des Geistes“ durch die Gegend schwirren.

Groß-E-Ponkt
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Danke, liebe Wanderbegleitung, Deine Schilderung zeigt mir einen Weg und ich vermute, dass ich in den nächsten Jahren auf völlig neuen Wein-Pfaden wandeln werde!

Leider war ich noch nie im Osten Deutschlands, obwohl es mich da hinzieht. Es sind die Landschaften, die Menschen und die alte Kultur (zu der nicht nur Musik und Literatur, bildende Kunst, sondern auch das Kulinarische gehört) die locken...

Rotkäppchen Champagner wird heuer als Aperitif das Weihnachtsmenü anführen...
Das Glühweingelee von Kloster Pforta gibts entweder zum Frühstück oder auch als Klecks auf die chiemseemarzipangefüllten Bratäpfel...

Orlanda
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
Dein Wort in Gottes Ohr, Orlanda!
(wo man guten Wein anbaut,.....)
Ich möchte dem weder widersprechen (warum sollte ich auch) noch es unterschreiben, denn so sicher wäre ich mir da auch wieder nicht. Egal, Du wirst es dann ja rausfinden!

DAS dagegen unterschreibe ich voll:
"Mir sind vorallem "junge" innovative Erzeuger lieber als die eingefahrenen ganz großen!"
Können wir nur hoffen, daß nicht chinesische Geschäftsleute große und kleine Erzeuger früher oder später "übernehmen", wie das bereits bei mehreren exclusiven Gütern in Frankreich der Fall ist.

Das mit den "innovativen jungen Winzern" wurde mir bereits vor zig Jahren klar, als ich damals in den Weinanbaugebieten Frankens unterwegs war.
(doch, solche Winzer gab es auch damals schon). Sie kultivierten längst aus der Mode gewordene Rebsorten neu und gingen auch bei der Produktion ganz andere Wege als z.B. Genossenschaften, die mehr Wert auf Umsatz als auf Qualität gelegt haben.
Leider habe ich nicht verfolgt, was daraus geworden ist.

emirena
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Die in dem TV-Beitrag vorgestellten Winzer haben für ihre Weine zum Teil sogar goldene Auszeichnungen bekommen. Sie stehen auch in der Ausrüstung und im KnowHow nicht mehr hinter den westdeutschen Winzern.
Das Sortiment an "Schmankerln", das auf der Internetseite z.B. von der Weinkellerei Kloster Pforta angeboten wird, ist m.E. 1A! Aber es gibt noch viele Andere, die ich ebenfalls noch probieren werde.

Mir sind vorallem "junge" innovative Erzeuger lieber als die eingefahrenen ganz großen! Es zeigte sich ja z.B. auch in Österreich nach dem Glykose-Skandal, wie gut die kleineren und bis dahin unbekannten Winzer waren und sind! Sie erhielten durch den Skandal die Chance bekannt zu werden und es war ein echter Glücksfall für alle Weinliebhaber (ein wenig erinnert mich das an den Meteoriten, der das Aussterben der Saurier zur Folge hatte, was wiederum den damals winzigen Säugetieren eine Entwicklungschance gab...)!

So sehe ich auch die ostdeutschen Weinbaubetriebe: Im aufsteigen, Super-Qualität (denn sie müssen ja schließlich mit den Großen mithalten!) und äußerst sympathisch!

Es ist immer gut einmal etwas Neues zu probieren. Habe mir für das nächste Jahr vorgenommen, einmal eine Wein-Rundreise durch die thüringische Region zu machen... Wo man guten Wein anbaut, ist auch alles andere in Ordnung (Kultur, Menschen, Essen...), das ist meine Erfahrung.

Orlanda
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
wer sich von Landschaften und "goldenen" Tropfen rufen lässt, wird selten enttäuscht sein.
Denn Gutes gibt es (fast) überall.
("goldene" Tropfen können auch bestes Olivenöl u.ä. sein)

Vom Saale/Unstrut Gebiet habe ich schon mal gehört, aber noch nichts probiert. Danke für den Tipp!

Vor etlichen Jahren hatte ich mal die Gelegenheit, den auch schon damals im Osten bekannten und beliebten "Rotkäppchen-Sekt" zu probieren.
Auch wenn er nicht ganz "mein" Geschmack" ist, so kann er es doch ganz gut mit ähnlichem Sekt aus dem Westen aufnehmen.

Mein persönliches Fazit aus diesem Thema (und auch aus anderen) : am besten ohne Vorurteile Neues ausprobieren; ablehnen kann man immer noch.
Ein paar Vorsichtsmaßnahmen (bezieht sich weniger auf Weine) können jedoch nicht schaden.

emirena
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