Beiträge zum Thema: Politische Schuldzuweisungen!

 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2271
Jetzt konnten wir es hier tatsächlich lesen: Schuld an dem wirtschaftlichen Niedergang der DDR war das Volk. Die „Werktätigen“ sollen arbeitsscheu gewesen sein und nur wenig „produktive Leistungen“ erbracht haben.

Ein Freifahrtschein für die politisch Verantwortlichen?

Andererseits ist ja bekannt, dass es laufend Wettbewerbe und Auszeichnungen für die produktivsten Mitarbeiter gab. Auch wurde Bummelei disziplinarisch und strafrechtlich verfolgt und konnte zu erzieherischen Maßnahmen bis hin zur Einweisung in ein Arbeitslager führen.

Also diese einfache „Lieschen Müller“ - Betrachtung ist sicherlich nicht die Ursache für den wirtschaftlichen Niedergang der DDR.

Eine sachliche Darstellung liefert diese Seite:

http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47076/ddr-wirtschaft?p=all

Wenn die „einfachen“ Betrachtungsweisen Schule machen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn generell die Schuld für jeglichen Schlamassel immer der Bevölkerung zugeschoben wird.

E.
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2136
Zur allgemeinen " Brandkatastrophe " und

Schuldzuweisungen im Forum:-:))-( Ganz allgemein...)

Hey, wer legt denn immer wieder Feuerchen und ist damit schon allgemeiner Brandstifter...????

Sind die, die das Feuer schüren, dann auch gleichzeitig Menschenrechtler...???

Also, wer sind die Feuerleger, die sich als allgemeine Brandstifter, dann noch jeglichen Worten ( die nicht in den Kram passen )gegenüber taub stellen...???

Öl kann doch nur ins Feuer gegossen werden, wenn man
sich auf die Machtspielchen einer gewissen Person einlässt...

Da sind mir doch die symphatischer, die ihr inneres Feuer schüren, so kann der Funke überspringen, ohne zu schaden...

Humor und Kritik sollte eigentlich jeder aushalten können...!!!
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2271
Hi Orlanda und Merlin,

Danke!


Groß-E-Ponkt
 
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47
Anzahl Beiträge: 1616
Sicherlich wird gelegentlich Öl ins Feuer gegossen – man muss es aber nicht unbedingt anzünden.


Merlin
 
Beitrag aus Archiv
Orlanda
Orlanda
Anzahl Beiträge: 3598
Das Falschverstehen ist hier doch an der Tagesordnung!

Ruben, was willst Du eigentlich? Ein wenig Öl herumgießen, damit es besser brennt?
Ein Thema heraussuchen, bei dem man noch einmal herumstochert um Unruhe in einen Unruheherd zu bringen (ohne selbst wirklich konstruktiv aktiv zu werden!)...

Orlanda
 
Beitrag aus Archiv
Sprotte1946
Sprotte1946
Anzahl Beiträge: 1044
@ Merope;
Beides ist braun, lediglich in der Konsistenz und im Geschmack könnte es differieren; ich habe bisher nur Schokolade probiert. ***grins
MfG
Sprotte1946
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 1983
Lieber Ruben,

Erinnerung bezog sich wirklich auf einem Satz von mir -der aber völlig anders gemeint und total aus dem Zusammenhang gerissen war.

Würde dir gern sagen, in welchen Thread ich das geschrieben hatte - find es aber selbst nicht mehr - uns solche Kleinigkeit sind mir das Nachforschen nicht wert!

Wenn jemand einen falsch verstehen will, dann wird er immer Gelegenheit dazu finden: Wenn man "Schokolade" sagt, wird er "Schei...e" verstehen.

SChönen Abend noch
Merope
 
Beitrag aus Archiv
ruben7587
ruben7587
Anzahl Beiträge: 287
moin erinnerung ,
du schreibst : die schuldzuweisung des wirtschaftlichen niederganges KONNTE MAN HIER LESEN .
kannst du mir dazu bitte die quelle nennen , damit ich nachlesen kann ?
ein geschriebener satz im forum hat immer den nachteil , dass man zwar die worte lesen kann aber nicht die betonung hört .

moin merope ,
ich glaube nicht , dass erinnerung hier ihre meinung kund tut , vielmehr zitierte sie hier eine andere auffassung .
ihre meinung dazu ergibt sich nach meiner auffassung aus den zeilen , die sie unter ps: ... schrieb .

gleichwohl würde mich die quelle interessieren ;-))
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 7477
...die Gedanken sind frei, sagt man.
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 7477
ich wäre auch für einen "größeren Gedankenpool".
Leider stoßen wir HIER damit an (verschiedenartige) Grenzen.
Visionen sind aber ausdrücklich zulässig und meinerseits auch erwünscht.

e.
 
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47
Anzahl Beiträge: 1616
Der Weg zur Sprache war ein wichtiger Schritt für die Menschen, denn auf diese Weise konnten sie ihren Geist auf der übergeordneten Ebene einer Gemeinschaft vernetzen.

Eventuell stehen wir ja auch jetzt mit dem Internet an einer solchen Schwelle, mit dem wir unsere Gedanken auf einer noch größeren Ebene verbinden können.

Ich denke, dass sich auf diese Weise eine neue Freiheit des Geistes auf breiter Basis bilden wird. Bisher war dieses Privileg des öffentlichen Gedankenaustausches nur wenigen möglich, der Masse blieb da lediglich der private Rahmen (wenn überhaupt).

Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich aus einem größeren Gedankenpool leichter neue Ansätze bilden können. Welche Veränderungen mit dem Internet möglich sind, kann man sehr leicht in der sich verändernden politischen Landschaft erkennen.

Eventuell können wir ja auf diese Weise auch unser Verhaltensmuster mit dem Sippendenken überlisten.

Am Ende bliebe dann noch die Frage, in welcher Richtung wir diese neue humane Gesellschaft ausgestalten und wo wir beginnen sollten. Ist es eher der Gedanke Platons über seinen perfekten Staat oder mehr das Reich Gottes, das Jesus zum Ziel hatte.


Merlin
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 2271
Hallo Merlin,

Deine Ausführungen zu gesellschaftlichen Strukturen sind prinzipiell interessant.

Mir ging es aber darum, warum der "kleine Mann / Frau" daran schuld sein sollen, wenn ein System nicht funktionierte.

Hätte sich ein hoher Funktionär so geäußert, hätte es mich wenig gewundert. Aber so......

Dass die "Funktionäre" immer irgendwie davonkommen, zeigte eine aktuelle Meldung.

So wurde jetzt nachträglich bekannt, dass das frühere SS-Mitglied Helmut Wobisch von 1954 bis 1968 Geschäftsführer der renommierten österreichischen Wiener Philharmoniker war.

Die Anzahl der NSDAP-Mitglieder war ausserdem sehr hoch.

E.

PS: Ohne Aufarbeitung ist ein Neuanfang irgendwie immer auf Sand gebaut.
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 1983
Merlin, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Nur die 10-Personen-Gruppe scheint mir entwas zu tief angesetzt.
Es gibt nämlich Dörfer - meist etwas abgelegen wo das "Wir" noch funktioniert und sich selbst die meisten Zugezogenen nach einiger Zeit rege am Gemeinleben beteiligen.

Schönen Tag noch
Merope
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 7477
Jeder von uns kann und darf ein Visionär sein,
lieber Merlin!
Also warum sollten wir uns auf die Suche nach anderen Visionären aufhalten?

Jeder Tag kann ein neuer Anfang sein!
Jeder Tag ist für jeden selbst eine neue Möglichkeit, sich mit den Dingen auseinander zu setzen.

Nicht alle Visionen sind realisierbar. Müssen wir sie deswegen unterdrücken? Ich denke nicht.

Manchmal finden sich viele kleine und kleinste Visionäre "im Geiste" zusammen und verändern etwas, manchmal kommt es zu einem (für Visionäre und für den Rest der Welt) ungewollten Ergebnis.

So what!
Eines meiner Lieblings-Motti:
höre nie auf, anzufangen (mit neuen Visionen);
fange nie an, aufzuhören (zu resignieren)!
 
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47
Anzahl Beiträge: 1616
Liebe Emirena,

das Problem ist hier, dass es an den Visionären fehlt. Im Augenblick beschäftigen wir uns zu sehr mit dem Versäumten, der Operation an einem Sterbenden, dem Misserfolg oder mit dem Erhalt überkommener Vorstellungen.

Ich denke, dass immer größere gesellschaftliche Strukturen zu immer weniger Menschlichkeit führen. Solche übermäßige Systeme gleichen einem trägen Dinosaurier, der wenig anpassungsfähig ist. In der Geschichte sind alle Imperien letztlich an ihrer Größe zugrunde gegangen.

Mit einem visionären Europa hätten wir eine gute Chance gehabt, aber da hat man auch lieber den "bewährten" Weg des Imperialismus gewählt: noch größer, noch mächtiger!

Merlin
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 7477
eben - wir sollten (und müssen) uns besinnen....
immer wieder neu!

Es hilft nicht weiter, den Blick aufs Versagen zu richten!

emirena
 
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47
Anzahl Beiträge: 1616
Der Kommunismus gehört im Grunde eigentlich zur Erfolgsstrategie des Menschen als soziales Wesen. Unsere Stärke, die unser Überleben garantiert, liegt in der Einbindung in eine Gemeinschaft.

Das Problem liegt nun aber darin, dass sich dieses soziale Verhaltensmuster nur auf einen überschaubaren Personenkreis einer Sippe bezieht (ca. 16 Personen).

Alles, was über diese kleine familiäre Gemeinschaft hinausgeht, wird als fremd angesehen. Bei abstrakten Gesellschaften, wie eine Kommune oder Staat fehlt deshalb das Wirgefühl und die selbstlose Zuwendung zum anderen.

Die Mitglieder solcher abstrakten Gemeinschaften werden als Konkurrenten betrachtet und darin liegt dann auch der Grund, warum der Kommunismus als Staatsform nicht praktikabel sein kann.

Das Verhaltensmuster wirkt sich dann bei abstrakten Gemeinschaften auch noch auf andere Weise aus, indem sich innerhalb dieser Strukturen wieder kleine Gemeinschaften formieren, um sich gegenüber dem Rest durchsetzen zu können.

Ich denke, dass die Machtkonzentration in einer so kleinen Gemeinschaft zum Scheitern der DDR wesentlich beigetragen hatte. Das unglaubliche Misstrauen, den daraus resultierenden Kontrollzwang und Reglementierungswut hatte jede Kreativität erstickt.

Diese kleine Führungsriege hatte durch den Verteidigungszwang ihres Kästchens jeglichen Bezug zu der Außenwelt verloren und wurden Gefangene ihrer selbst. Die vielen kleinen Gruppierungen von Sympathisanten, die sich sonst noch gebildet hatten und auf diesen Zug aufgesprungen waren erledigten dann den Rest.

Ich denke aber, dass gerade diese Umstände an der Basis zu einem größeren Zusammenrücken geführt hatte, als dies im Westen der Fall war. Sicherlich ein gewichtiger Grund, warum es überhaupt zur friedlichen Revolution kommen konnte.

Der Mensch ist nicht für den Kommunismus im großen Stil geschaffen, das werden wir wohl den Ameisen- und Bienenvölkern überlassen müssen. Wir sollten uns auf unsere Möglichkeiten besinnen und darauf eine wirklich humane Gesellschaft aufbauen.


Merlin
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 7477
Zitat Erinnerung:
"die "Schuld" für Mißstände auf die untere Ebene abzuschieben ist ein "systemunabhängiges" Verfahren"

genauso ist es. Jetzt wird über den Kommunismus hergezogen, weil er angeblich versagt hat.
Kommunisten ziehen über den Kapitalismus her, weil auch da vieles nciht funktioniert.

In der nationalen und internationalen Politik ist es evtl. wie in großen Unternehmen oder auch wie in kleineren Gemeinschaften, z.B. Familienverbänden:

wenn es dem Einzelnen (jedem Einzelnen) einigermaßen gut geht, geht es auch dem Unternehmen insgesamt gut.

Als Beispiel für einen wirkungsvolleren Kommunismus als das Beispiel DDR könnte man evtl. Venezuela betrachten. Der verstorbene Hugo Chavez bewies tatsächlich einen humaneren Ansatz als die "Kollegen" in der ehemaligen DDR oder SU.

Dass seine Politik auch kein Allheilmittel gegen Korruption und Menschenverachtung ist/war, bestreite ich nicht.

Aber was sollte "uns" daran hindern, wieder und wieder und wieder nach neuen Wegen, nach gerechteren Wegen zu suchen?

emirena
 
Beitrag aus Archiv
Orlanda
Orlanda
Anzahl Beiträge: 3598
Es sind doch alles Verallgemeinerungen!
Wenn ich mir heute z.B. die Thüringischen Weinbauern anschaue! Die haben ihre vormals nicht optimal bewirtschafteten (vom Kollektiv) Weingüter zu musterhaften Unternehmen ausgebaut.
WARUM? Weil sie jetzt frei entscheiden können, ihrem eigenen wirtschaftlichen Empfinden folgen können und nicht irgendeiner Parteiparole!

So ging es wohl vielen! Wie soll der Mensch wirtschaften, wenn ihm nur Prügel zwischen die Beine geworfen werden? Es war ja gar nicht möglich Eigeninitiative zu ergreifen, ohne dass man gleich verdächtig erschien.

Natürlich gibt es überall Menschen, die nicht gerne arbeiten - die gibts im Westen Deutschlands, in ganz Europa und in der ganzen Welt.

Man wirft die Unlust zu arbeiten ja auch gerne den ausländischen Einwanderern und den sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen vor!
Ich lernte einmal einen Afrikaner kennen (war ein Freund einer Bekannten), der arbeitete an drei Stellen: In der Nacht bei McDonalds bis um 4h. Dann fuhr er zum Putzen, schlief von 9 bis 13h, ging nochmals zum Putzen und ab 20 h war er wieder bei McDonalds.
Wie er das ausgehalten hat? Keine Ahnung! Er brauchte das Geld für seine alte Mutter und einen Neffen und zwei Nichten. Die Letztgenannten sollten eine gute Schulausbildung bekommen und für die Mutter sollte auch Geld da sein, um ärztliche Hilfe zu bekommen. Nebenbei versorgte er auch noch andere Familienmitglieder. Die Afrikaner haben ein ausgeklügeltes Netzwerk, wie sie das in ihr Land bringen, was ihren Leuten hilft.

Als dieser Mann einmal erschöpft bei seinem "Schichtwechsel" am Bahnsteig eingeschlafen war (um 1/2 5 Uhr morgens), schrie ihn ein freundlicher Deutscher an: "Schlafen, faul sein! Das könnt ihr! Man sollte Euch alle ausweisen!"...
Man sollte nicht vergessen, dass jeder Mensch, der in Deutschland arbeitet, auch ausreichend Steuern bezahlt!

Orlanda
 
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
Anzahl Beiträge: 1983
Wen willste denn jetzt hauen, lieber Ruben .-) ?

© 2021 lebensfreude50 . All Rights Reserved.

Scrollen