Beiträge zum Thema: Einen Mann nehme ich nur noch ambulant, nie mehr stationär!

02.02.2018 09:59
Wilber
Wilber Anzahl Beiträge: 41
Vielleicht ist der Widerspruch gegen eine Ambulanz in dem Wörtchen NIE zu sehen. Stelle ich mir ein Näherkommen vor, so beinhaltet die Beziehungsentwicklung immer erst die Ambulanz, und es wird sich zeigen ob es zu einer Stationären Verbringung kommt. Vielleicht passt es beiden ganz gut in ihr eigenständiges Leben eine Beziehung mit der Möglichkeit auf räumlicher Distanz zu führen. Dann brauchen sie auch nicht die Polarisierung für sich auf Distanz und Nähe. Sollte es jedoch unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich des Wohnens geben, so liegt es an demjenigen, der sich es anders wünscht zu zeigen, dass es auch anders geht ohne einen Beziehungsschaden zu wiederholen. Gelebtes Vertrauen schaffen mag den einen oder anderen Boden zum tauen bringen. Ich persönlich finde es bereichernd, gemeinsame Zeit in unterschiedlichen Umgebungen zu verbringen. Gastgeber zu sein und Gast und dann Zeit auf neutralem Boden z. B. auf Reisen. Wie lange diese Phasen sein können, darüber ist ja nichts gesagt. Und jeder hat immer die Möglichkeit wieder für sich zu sein.
16.01.2018 00:48
Wilber
Wilber Anzahl Beiträge: 41
Dezembermond,

wenn Du beide Standpunkte verstehst, wie ist dann Deine Aussage zu verstehen „Auch wenn Sie negativ waren (Beziehungserfahrungen), so muss man offen für eine Beziehung bleiben oder man lässt es sein. Mangelnde Risikobereitschaft ist fehl am Platz, niemand kann Risiken ausschließen.“.
Ich nehme an, dass die meisten hier offen für eine Beziehung sind und damit auch ein Risiko eingehen. Es geht bei diesem Thema nur um die konkrete Ausgestaltung der nächsten Beziehung. Es gibt einige Beiträge, die klar sagen nur noch ambulant und alle haben ihre guten Gründe, die nicht mal negativ sein mussten wie bei Stürmerchen.

Auf Grund der Altersstruktur bei Lebensfreude, dürfte bei fast allen so viel Beziehungserfahrung vorliegen, dass eine Beziehung ein geben und nehmen ist, phasenweise auch harte Arbeit. Es gibt noch mehr Erfahrung über sich selbst und der daraus resultierenden Klarheit, wie ich mein künftiges Leben in einer Partnerschaft haben will. Viele in die Jahre gekommenen Mitglieder haben inzwischen ein differenziertes Bild von sich und ihren Bedürfnissen nach einem Partner.
Ich höre heraus, dass jemand mit ambulanter Einstellung in einer negativen Verteidigungshaltung an Partnerschaften herangeht, und das stationär, das Normale sei. Wir sind keine 16 mehr! Reich an Erfahrungen wird die nächste Beziehung wohl überlegt sein. Risikobereitschaft war früher. Heute kennen wir das Risiko und wissen uns da abzugrenzen was wir nicht mehr in unserem Leben haben möchten. Wichtig ist jemanden zu finden der es gerne auch mitmacht - stationär oder ambulant.
15.01.2018 15:34
MHDOK
MHDOK Anzahl Beiträge: 3
......Wie wahr !!!! Kussi
14.01.2018 19:28
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 13
so sehe ich es auch Christiane….

..eine Partnerschaft/Beziehung bedeutet immer Arbeit, aber sie lohnt sich, sofern man es wirklich ernst meint !

Die Liebe ist eine Reise durch ein fremdes Land,
man muss den Mut haben,
alles hinter sich zu lassen ohne zu wissen, was vor einem liegt…..
13.01.2018 23:00
Dezembermond
Dezembermond Anzahl Beiträge: 1
Auch ich kann beide Standpunkte verstehen, denn jeder bringt seine Erfahrungen in eine Beziehung ein. Auch wenn sie negativ waren, so muss man offen für eine Beziehung bleiben oder man lässt es sein. Mangelnde Risikobereitschaft ist fehl am Platz, niemand kann Risiken ausschließen. In einer Partnerschaft muss man zu- und abgeben können und ... eine Partnerschaft/Beziehung bedeutet immer Arbeit, aber sie lohnt sich, sofern man es wirklich ernst meint!Christiane
12.01.2018 23:43
Wilber
Wilber Anzahl Beiträge: 41
„viele vergessen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.....deswegen ist dieser Satz mit der ambulanten Aufnahme wahrscheinlich erst entstanden..... „

Das kenne ich auch genau anders herum. Gerade weil die Vergangenheit aufgearbeitet wurde und damit auch das eigene Leben, kommen Menschen u.a. zu dem Schluss alleine zu leben, endlich mal um sich selbst zu kümmern (vielleicht bewusst zum ersten mal), geben damit klar zu erkennen, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen und werden in einer neuen Beziehung auch nicht mehr so leicht untergebuttert. Mit der Ermächtigung des eigenen Ichs, anstatt nur Anpassung, gewinnt man auch seine Würde wieder – je nach erlebten.
„Einen Mann nehme ich nur noch ambulant“ ist in erster Linie eine Provokation und ein Statement, aber nicht ein Schwur auf Ewigkeit.
12.01.2018 09:21
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 13
geschriebenes kann manchmal missverstanden werden....freut mich , wenn ich es jetzt verständlicher rübergebracht habe ...

" Für wichtig halte ich, die Lehren der Vergangenheit aufzuarbeiten um neue Fehler zu begehen und nicht alte zu wiederholen "

schönes Schlusswort von dir...sehe ich auch so......viele vergessen ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.....deswegen ist dieser Satz mit der ambulanten Aufnahme wahrscheinlich erst entstanden.....
wenn man sich neu kennenlernt, muss man ja nicht gleich zusammenziehen....aber es von vornherein abzulehnen, kann ich nicht nachvollziehen......aber das muss jeder für sich selber entscheiden.....
12.01.2018 08:31
Wilber
Wilber Anzahl Beiträge: 41
Ahja verstehe jetzt den Zusammenhang.
Was mich auch veranlaßt hat zu antworten war das Wort IMMER, das in Beurteilungen vielfach Schaden anrichtet, als es zur Klärung beiträgt.
Es gibt Menschen in diesem Forum, die aus den Erfahrungen vergangener Beziehungen für sich zu dem Schluß kommen, ein zusammen wohnen kommt nicht mehr in Frage. Die Gründe können vielfältig sein. Denkbar ist für mich, dass mehr gegeben wurde, die Kompromisse auf der Dauer zu faul waren, dass sie jetzt besser für sich sorgen wollen und daher das getrennt wohnen auch als einen gewissen Schutz für sich sehen, nicht wieder über den Tisch gezogen zu werden, oder anders ausgedrückt über ihre Grenzen zu gehen. Es kann ein Hilfsmittel sein, dass in einer neuen Beziehung mit der Zeit vielleicht nicht mehr notwendig ist und ein Zusammenziehen doch in Betracht gezogen wird. Das getrennt wohnen garantiert auch nicht unbedingt eine bessere Beziehungsführung. Da gehört wohl mehr dazu. Aber es kann hilfreich sein, auch sich selbst voll und vorbehaltlos zu leben.
Das Alter bringt es mit sich einige Lebenserfahrungen aufweisen zu können und jeder zieht seine Schlüsse für die nächste Beziehung, was ihm gut tut und was nicht. Für wichtig halte ich, die Lehren der Vergangenheit aufzuarbeiten um neue Fehler zu begehen und nicht alte zu wiederholen.
11.01.2018 22:41
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 13
"Bedeutet Zweisamkeit immer gleich mangelnde Freiheit ?"

das das war meinen Interpretation auf den Satz: " Einen Mann nehme ich nur noch ambulant, nie mehr stationär!"
11.01.2018 20:22
Wilber
Wilber Anzahl Beiträge: 41
"Bedeutet Zweisamkeit immer gleich mangelnde Freiheit ?"

Ich kann nirgendwo in den Beiträgen rauslesen, das jemand behauptet, das Zweisamkeit IMMER = mangelnde Freiheit bedeutet.
Es sind doch die verschiedensten Varianten vorstellbar. Die Extreme sind dann Individualisten in voller Freiheit und wenige Quadratmillimeter eines gemeinsamen Feldes. Und auf der anderen Seite die Verschmelzung in der die einzelnen Individuen komplett verschwinden und nur noch als WIR auftauchen.

Zweisamkeit ist ein gemeinsames Feld das Menschen in Beziehung entwickeln und in diesem sie sich immer wieder zusammenfinden, und daran weiter arbeiten können. Dieses Feld ist nicht immer da und ist selten von gleicher Größe. Sich in dieses Feld hinein- UND heraus bewegen zu können ist für mich ein Stück elementare Freiheit. Darin verharren, obwohl es nicht den eigenen Bedürfnissen entspricht, das wäre für mich in der Tat Unfreiheit, meist selbst auferlegte.
Nicht umsonst heißt es - Die Liebe ist das Kind der Freiheit.
11.01.2018 17:33
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 13
Bedeutet Zweisamkeit immer gleich mangelnde Freiheit ? Ich glaube es nicht !! Wenn man die zweisamkeit gemeinsam geniessen und zelebrieren kann, dass ist für mich DIE wahre Freiheit !
11.01.2018 12:43
Sonopronto
Sonopronto Anzahl Beiträge: 1
Mann aber auch ????
11.01.2018 10:25
Wilber
Wilber Anzahl Beiträge: 41
fabianalex schrieb:
Aus dem kabarettprogramm von rolf miller: frauen nur noch ambulant und nicht stationär.....
Mit zunehmenden Alter trifft dieses Thema wohl den Nerv vieler - auch mich. Es sind nicht nur die Männer die ein Pflegeheim suchen. Mir scheint, dass es auch eine ganze Reihe von Frauen gibt, die sich in der Rolle der Versorgenden, der Pflege hingeben, weil es Ihre Liebessprache ist. Finde ich OK, wenn beide dies leben können und es sich nicht, wie so oft, um eine Einbahnstraße handelt. Meins ist es dennoch nicht. Ich brauche schon die Selbständigkeit, eine Autonomie. Verpflegt zu werden mag in einem Moment schön sein, aber als genereller Lebensstil würde ich mich hilfloser und passiver und Unwohl fühlen.
Mir selber über die verschiedenen Beziehungsmodelle Klarheit zu verschaffen ist für mich jetzt die Voraussetzung, ehe ich eine neue Beziehung suche. Ich brauche erst eine ehrliche Selbstklärung um für die Restlaufzeit meines Lebens Klarheit zu bekommen in welche neue Abenteuer ich bereit bin mich zu begeben. Schließlich können wir alle auf eine lange Lebenserfahrung zurückgreifen und daraus lernen, was einem im Leben gut tat und was nicht, und uns von nicht mehr passenden Lebensmustern verabschieden. Ich bin in einem Alter in dem ich keine Kinder mehr groß ziehe und damit ein wesentliches Thema des gemeinsamen Wohnens schon entfällt.
Das Schöne am getrennt wohnen sehe ich insbesondere in der freien und bewußten Entscheidung Zeit gemeinsam zu verbringen. Dann ist es auch tatsächlich gewollt. Bei der Liebe geht es um meine Gefühle zur Partnerin. Die sind im Laufe eines Tages, einer Woche, einer Beziehung sehr unterschiedlich. Ich bin verantwortlich für mein Glück. Es zu leben funktioniert für mich besser in einer freien Entscheidung, die ein aktives Tun folgen läßt, wie beispielsweise die Nähe oder die Distanz zu wählen.
Etwas deutlich macht sich das an einem anderen Thema, z. B. eine gemeinsame Stadtbesichtigung. Der eine möchte ins Museum, der Andere vielleicht nur durch die Stadt schlendern und sich einen bestimmten Stadtteil ansehen. Wenn es schon unterschiedliche Bedürfnisse gibt, dann finde ich es für mich besser, wenn jeder seinen Weg geht, um dann wieder zusammen zu kommen und sich zufrieden gegenseitig von seinen Erfahrungen zu erzählen. So hat man auch beides - und vielleicht ist der Partner dann interessiert sich das Andere auch noch anzusehen.
Neben all den theoretischen Kopfszenarien ist mir bewußt, dass es im Wesentlichen eine gemeinsame Entscheidung ist, wie die Beziehung gestaltet werden soll und was dann tatsächlich gelebt werden kann.
24.12.2017 00:43
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1
Das kann ich leider nur bestätigen!Ich habe nur Männer getroffen, (ich habe nicht alle getroffen,
mit einigen habe ich nur geschrieben) die nur an dem Thema Sex interessiert waren,
und das am liebsten sofort!
Ich muß mich wundern,das Männer im gesetzten Alter dieses Thema in den Vordergrund stellen?
Und dabei ist ,wenn es wirklich dazu kommt,tote Hose!
Ausnahmen bestätigen die Regel!
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf,einen Mann zu finden,dem andere Dinge wichtiger sind!
20.12.2017 17:53
Ina2016
Ina2016 Anzahl Beiträge: 10
stimmt, frau darf auch mal an sich denken.
20.12.2017 17:53
Ina2016
Ina2016 Anzahl Beiträge: 10
stimmt, frau darf auch mal an sich denken.
15.12.2017 13:35
fabianalex
fabianalex Anzahl Beiträge: 1
Aus dem kabarettprogramm von rolf miller: frauen nur noch ambulant und nicht stationär..
11.12.2017 21:19
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1
Guten Abend an alle, die hier schon fleißig getippt haben und an die, die einfach zum Lesen vorbei kommen.

Als ich das Motto las "lieber einen Mann ambulant als stationär" musste ich aus meiner langjährigen Berufserfahrung herzhaft lachen. Nicht aus Begeisterung, sondern, weil mich der Titel an das Theaterstück "Der eingebildete Kranke" von Moleire erinnerte und sich soviel Emotionen und Enttäuschungen hinter so einer Aussage verbergen. Ich fragte mich, was will der Initiator damit aussagen? Schlechte Erfahrungen, unbestätigte Liebe, geringe Wertschätzung, Aufopferung und nicht genutzte Chancen. Aber, gibt es nicht auch Männer meine Damen, die sich in ihren Bedürfnissen zurückstellen um von ihren Frauen gesehen zu werden. Männer wie Frauen, die in einer langjährigen Beziehung unglücklich sind. Gibt es aber auch nicht Beziehungen, die über 20,30 oder sogar 40 Jahre wunderbar funktionieren? Was bedeutet eigentlich einen Mann ambulant zu haben? Ist der Arme etwa krank und braucht unsere Fürsorge und Pflege oder Mädels, wollt ihr nur für ein paar Stunden Genuss und leidenschaftlichen Sex haben? Dann sollte doch die Überschrift lauten: "Leidenschaft für Stunden als Flaute langfristig im Bett". Und ist es nicht auch so, dass viele Männer mit einer hohen Erwartung zu ihrer Herzensdame kommen und dann Blümchensex erleben obwohl sie von hemmungslosen Nächten träumen?
Geht es hier eigentlich wirklich um die Wahrnehmung Eurer Bedürfnisse? Wenn ja, warum sprecht ihr dann diese nicht aus und bekennt Euch in der ICH-Botschaft dazu anstatt es als Metapher zu verpacken!" Die Userin "Stürmchen" hat es getan. Sie hat klipp und klar gesagt was sie will. Herzlichen Glückwunsch! Warum wird sie dann für ihre Einstellung angegriffen?

Also liebe lebensfreunde-UserInnen...es geht hier nicht darum wer gut und böse ist oder, ob eine "ambulante Beziehungen" eine bessere Lösung als eine "stationäre Zweckgemeinschaft" sein kann. Hier geht es immer noch um Gefühle, Leidenschaft, Sex und Genuss. Und, wenn sich zwei Menschen über das Wie, Wo und Wann sich einig sind, dann begegnen sie sich auf Augenhöhe mit Respekt und Wertschätzung. Dann kann sich aus einer ambulanten Liebestherapie eine wunderbare stationäre Zweisamkeit entwickeln, die man dann gemeinsam genießt.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Finden Eurer stationären Liebesbeziehung
10.12.2017 11:36
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1
Da spricht aber eine ganze große Enttäuschung und schlechte Erfahrungen mit. Einen Mann ambulant ist eine Mißachtung eines Menschen und eine geringschätzung. Auch spricht da Angst vor Verletzung mit.
Ich hoffe immer noch auf eine Frau und einen Menschen und echten Partner. Jedenfalls mußte ich das loswerden und konnte das nicht unkommentiert lassen.
Dennoch Allen ein frohes Weihnachtsfest egal ob allein oder in Gemeinschaft. :-))
02.12.2017 16:23
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1
Recht hast Du Stürmerchen. Ich habe meinen Partner vor 3 Jahren beerdigt und mit Schulden zurück geblieben...dann bin ich selbst an Krebs erkrankt und alleine durch. Heute bin ich gesund und genieße das Laben wieder. Ich sage nie Nie, jedoch müsste es ein ganz spezieller Mann um mein Singledasein aufzugeben. Ich habe keine schlechten Erfahrungen mit Männern, jedoch sollten wir Frauen ab einen gewissen Punkt auch uns einmal in den Vordergrund stellen. Leben kann auch als Single schön sein.
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