Beiträge zum Thema: Herausforderungen ab 60 Plus!

 
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Erinnerung
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Manche sehnen das Ende des Arbeitslebens herbei, um danach nochmals richtig durchzustarten.

Aber was ist es denn, was im Rentenalter nochmals als Herausforderung angesehen werden kann mit einem Hauch von Abenteuer?

Nur Träume ohne Chance auf Verwirklichung?

E.
 
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emirena
emirena
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So wie sich das anhört, scheint Senioren-Bashing in Hörsälen im Kommen zu sein.
Wohin führt das? Jeder gegen Jeden?

Die Tendenz erstaunt nicht, wenn man bedenkt, wie hart es für viele junge Studenten ist, sich in der Berufswelt zu etablieren und eine Lebensplanung so zu gestalten, dass auch eine Familienplanung möglich ist.
Aber auch nicht erstaunlich, dass die jüngere ältere Generation nach Wegen sucht, ihr Leben aktiv und inhaltlich wertvoll zu gestalten (trotz der oft mageren Rente!!)

Letztendlich müssen sowohl junge Studenten als auch ältere Gasthörer für einander Verständnis aufbringen.
Es wird in Zukunft wichtiger denn je sein, dass sich die verschiedenen Generationen irgendwie arrangieren. Oder??
Jeder Einzelne ist dabei GEFORDERT, egal ob alt oder jung, Mann oder Frau, arm oder reich.

Wer mit Scheuklappen durch die Welt läuft nach dem Motto "nach mir die Sintflut", kann möglicherweise momentan daraus einen (egoistischen) Nutzen ziehen, aber mittel- bis langfristig sich selbst ins eigene Fleisch schneiden.

Leben und Leben lassen muss die Devise heißen.
Eine Gesellschaft, die das nicht hinkriegt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern.

emirena
 
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Erinnerung
Erinnerung
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Erfahrungen mit dem Seniorenstudium an einer Uni:

http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2011-02/seniorenstudium-hochschulen


Jung und alt an der Uni ist wohl doch nicht so einfach.

E.
 
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Orlanda
Orlanda
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Ein wichtiger Aspekt in der Verarbeitung ist auch das Gespräch mit anderen Menschen. In unseren Dialogen finde ich mich oftmals positiv herausgefordert - vorallem auch dahingehend, dass ich nochmal in die Tiefe gehe.
Soweit bin ich jetzt schon geübt, dass ich ein Gespür dafür habe, woher was kommen könnte. Ich meine damit nicht, dass ich mich auf irgendein Erlebnis beziehe, sondern einfach dieses "aha, jetzt reagiere ich wieder so..." spüre.
Und es zieht mich wieder in die Gegenwart.

Deiner Definition von Neutralität kann ich voll zustimmen...

Komme gerade von einem Spaziergang am "Fluss" zurück. Das Wasser steht nun schon sehr hoch. Auf der anderen Seite ist ein Stück Mauer, das die Flutmulde von der Straße trennt, eingebochen und nun ist die STraße geflutet. Das ist der Grund, weshalb seit in der Früh schon umgeleitet wird.

Der Wasserstand der Flutmulde hat nun fast die Rekordmarke von 2005 (359 cm) erreicht: 358 cm. Dieses Jahr wird es wohl einen neuen Rekord geben.
Wie gut, dass die Brücken so stabil aussehen - ob sie es sind? Ich werde morgen früh ganz schnell rüberflitzen auf die andere Seite - aber wer weiß, vielleicht ist die Brücke morgen gar nicht mehr da?

Alles ist mir ziemlich unheimlich.

Das Wasser in der Tiefgarage ist gestiegen, aber die Kellerabteile sind noch trocken. Der Hausmeister hat alles voll im Griff, das wird für ihn vielleicht eine schlaflose Nacht.
Ich brauche heute auch etwas zur Beruhigung - werde mir ein Glas dunkles Bier gönnen, das haut mich bestimmt um...

Orlanda
 
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emirena
emirena
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...alles meistens leichter gesagt als getan. Ich weiß.

vielleicht hab ich ja leicht reden...
vielleicht habe ich mit der Zeit ein dickeres Fell an der richtigen STelle bekommen.

Gleichzeitig bin ich aber auch sensibler an anderen Stellen geworden.
(mit sensibel meine ich nicht empfindlich im Sinne von leicht beleidigt!)

Meinst Du wirklich, dass es mit dem Alter immer schwieriger wird? Gibt es nicht auch zusätzliche Chancen?

DAS sehe ich als meine Herausforderung; eine Balance zu entwickeln, die nicht an der Realität scheitert.

emirena
 
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emirena
emirena
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Wenn ich das jetzt lese, Orlanda,
scheint es mir wieder ganz logisch zu sein:

Realität ist immer NUR die Gegenwart, in der ich mich selbst gerade aktuell befinde. Das schließt natürlich auch mit ein, wie ich gefühlsmäßig auf eine Situation reagiere. Und da schließt sich der Kreis zu Deiner Darstellung, denn die Gefühle von "früher" haben natürlich Spuren im Unterbewußtsein hinterlassen.
Im BEWUSSTSEIN aber auch. Also einfach ist es nicht.

Neutralität bedeutet m.E., keinerlei Vorurteile gegen Menschen oder Meinungen zu haben; im Einzelfall genau hinzusehen und zu prüfen, bevor man (ver-)urteilt.
Ich finde, Neutralität setzt voraus, dass die eigenen Altlasten aufgearbeitet sind und ich mit mir selbst im Reinen bin.
Nicht nur negative Erfahrung schränken die Neutralität ein sondern auch zu viel "Glück".
Wer selbst immer nur auf der Sonnenseite des Lebens gestanden hat, konnte evtl. kein (Mit-)GEfühl entwickeln. Er neigt zu Arroganz und Dekadenz.

Wenn man sich in eine Rechtfertigungs-Situation gedrängt sieht, reagiert man leicht mit Abwehr und Polemik. Dann ist Schluss mit Neutralität.

Aufgestaute Agressisivität ist sicher wenig hilfreich.
Besser man kanalisiert sie; z.B. beim Sport o.ä.
Wenn das nicht gelingt, wirkt sie zerstörerisch auf den Agressor selbst.
Also, immer schon raus mit der Wut -
und dann tief durchatmen und gut iss....

emirena
 
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Orlanda
Orlanda
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@Emirena: "... aber wie verhält es sich mit dem 'realistisch'?.."

Ohh, liebste Emirena, das Thema "Realistisch/Neutral" ist ein unendliches Thema bei dem man sich sicher zu Tode schreiben könnte...

Ich weiß von mir, dass ich aufgrund meiner schlechten Erfahrungen oftmals nicht realistisch bin und damit auch nicht neutral, obwohl es mir manchmal so erscheint.

Wie ich schon einmal schrieb, sind unangenehme Gefühle (z.B. aufgrund unschöner Erfahrungen) im Unbewußten verankert (je früher sie passiert sind, umso unbewußter, sagte mir einmal jemand). Ich reagiere somit auf etwas und meine das sei eine 'realistische' bzw. 'neutrale' Sichtweise; das ist es aber nicht, weil im tiefsten Hinterstübchen Dinge ablaufen, die mir nicht ins Bewußtsein kommen. Es braucht eine fachkundige Hilfe, um diesen Dingen auf die Spur zu kommen. Manchmal hilft die aber auch nicht besonders viel und vorallem heißt auch die Erkenntnis noch lange nicht, dass man diese unbewußten Reaktionen und Aktionen so ohne weiteres BEWUSST unterbrechen oder auschalten kann.

Fast jeder reagiert so, es sei denn jemand ist wirklich ganz bewußt und hat sich schon ausgiebig mit sich beschäftigt!

Es ist aber völlig gleichgültig, ob dies Andere für sich erkennen oder nicht. Wichtig ist, dass man das von sich selbst weiß und gegebenenfalls ein Bewußtsein dafür entwickelt. So könnte über längere Zeiträume dann ein anderes Verhalten, eine andere Reaktion einbeübt werden.

Wenn mir jemand den Begriff Kindheit sagt, geschehen in mir alle möglichen Dinge, aber alles hat keine Realität, denn all das ist schon vor 100 Jahren geschehen. Genauso das Thema mit den Männern - alles schon uralter Käse! Die Kindheit habe ich aber eher im Griff als die Männer. Da darf noch kräftig geübt und trainiert werden! Realität ist das Heute und jetzt und neutral zu reagieren heißt im Heute und Jetzt und nicht im Vorgestern zu handeln!

Das Schlimme ist, dass vieles vom Verstand her erfaßt wird und man meint das würde reichen. Reicht aber nicht, vorallem nicht gleich, weil das was von innen kommt, aus dem Unbewußten, sich nur schwer ausschalten oder überschreiben läßt. Und je älter man wird, umso schwieriger ist es. Aber bis zum Eintritt ins Nirwana wird's dann schon klappen...

Während ich schreibe, läuft die Wanne voll - ich meine natürlich die Flutmulde. Wir haben einen Stand von 348 cm - es fehlen nur mehr wenige Zentimeter zum Spitzenwert von 2005: 359 cm. Tendenz steigend...
Von der Wasseroberfläche bis zur Untergrenze der Brücke ist nur mehr ein kleiner Spielraum. Mit dem Boot könnte man nicht mehr unten durchfahren, vielleicht mit flach hinlegen im Boot...

Im Keller steht schon das Wasser - bisher nur in der Tiefgarage, da hat das Grundwasser schon seinen Weg nach oben gefunden... Ein Straßenstück, das zur Autobahn führt, ist auch überflutet. Alles wird umgeleitet und es steht eine Riesenschlange von Autos auf der Brücke... Jetzt fährt wieder das THW mit Sirene vorbei. So geht es heute schon den ganzen Tag.

Wenn es nicht bald aufhört zu regnen und das Wasser weiter steigt, baue ich doch noch eine Arche...

Schiff ahoi!
Orlanda

PS: Nochmal zum Thema Realistisch/Neutral:
Der Mensch ist ja nicht so einfach strukturiert, dass man alle Segmente seines Verhaltens schön auseinanderhalten könnte.

Wenn ich mich über die Männer auslasse, dann ist es ja nicht nur das Thema im Kopf das abläuft, Es kommt ja noch etwas Anderes hinzu: Nämlich die aufgestaute Aggression, die in der mir angeborenen Weise - oder sagen wir in der meiner Persönlichkeit entsprechenden Weise ihren Weg findet. Da ich oftmals keine Lust habe zur Zurückhaltung (auch das ließe sich analysieren), wird sicher so mancher manchmal aus allen Wolken fallen, wenn er oder sie meine Texte liest.
Ich will damit nur ausdrücken, dass der Mensch ein Konglomerat aus verschiedensten Teilchen ist - Angeborenes, Frustrationsteilchen, Neurosen-Teilchen, Anerzogenes/Eingedrilltes etc.... Und aus dem Misch-Masch glaubt der Mensch realistisch oder neutral sein zu können. - Ich sehe das für mich sehr kritisch, wenn ich ehrlich bin.
Realistisch/Neutral das ist genauso wie mit der Wahrheit - es gibt ihrer so viele unterschiedliche wie es Individuen gibt...
 
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emirena
emirena
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verspätet aber nicht vergessen:
liebe Orlanda,

"Kannst Du mir, liebe Emirena, in dieser Phase des 'Beobachtens und Konsequenzen ziehens' den Unterschied erklären zum Negativdenker?"

ich versuche es:
es kommt darauf an, ob er die (negativen) Erfahrungen aus der Vergangenheit verarbeiten und neutralisieren konnte.

"Was Du schreibst klingt so als wäre der Beobachter kein Mensch, sondern eine eiskalte Maschine.
Und aus dieser Position erfolgt 'Anteilnahme'?"

ich weiß, Menschen die überwiegend aus dem Bauch heraus handeln, tun sich schwer damit zu verstehen, dass man auch überwiegend von der Ratio gesteuert handeln kann.
Als eiskalte Maschine möchte ich zwar nicht bezeichnet werden, bin aber wohl etwas rationaler als mancher andere. Das ist kein WERTMASSSTAB!

"Wer viel Negatives erlebt hat, schreibst Du, täte sich schwer damit, "auf Anfang zurückzuschalten und nur neutral und realistisch (?) zu sein.

Mit dem neutral sein hast Du sicher Recht, aber wie verhält es sich mit dem 'realistisch'? Gerade wer schlechte Erfahrung gemacht hat neigt dazu, sehr realistisch zu sein. Neutral sein und realistisch sein, das läßt sich nicht gut miteinander vereinen, meine ich. Um neutral zu sein muß ich wohl einiges Realistische ablegen."

Ich glaube einfach nicht, dass jemand, der viel Negatives erlebt hat, nicht auch Positives erleben konnte. Neutral heißt für ich einfach nur:
Heute ist ein neuer Tag, aktuell die Stunde NULL. Was ich daraus machen kann, muss ich mal sehen...
Was ich gestern erlebt habe, hat mich geprägt aber nicht unzugänglich für Veränderungen gemacht.

"Neutral meine ich, waren eher die Leute hier im Thread, die sich über die Niedrigrenten-Thematik hinweggesetzt haben. Du kamst mit dem Realismus, indem Du die Niedrig-Rentner ins Thema brachtest."

Nee, das seh ich ganz anders. Wer sich über ein Thema hinwegsetzt, weil es ihm lästig ist, den betrachte ich nicht als neutral.

"Und welche Konsequenzen ziehst Du für Dich aus Deinem Realismus? "
ich kann versuchen, aus negativen UND porsitiven Aspekten eine für mich tragbare realistische Chance zu entwickeln.

"Manchmal ist es besser ein wenig Neutralität zu wahren, ...."
siehe oben; das ist für mich nicht neutral, wenn sich jemand nicht für ein Thema interessiert.

" Wem nützt es, wenn man sich nur grämt und sich den Tag verdirbt?"

Wer zwingt uns dazu???
Ich gräme mich nicht, aber ich versuche auch nicht zu verdrängen. Ich finde es ganz normal, mich mit einem Sachverhalt auseinander zu setzen OHNE mich zu grämen.

" Oder kann man so vollkommen emotional kühl bleiben, wenn einem etwas nahe geht? Ich nicht, wie Du schon bemerkt hast!"
Einer kann es besser, ein Anderer kann es nicht. Vollkommen geht sicher nicht.
Jeder Mensch ist einzigartig. Was hinter einer Fassade steckt, ist ohnehin meistens etwas anderes als das, was man auf den ersten Blick sehen kann.

"Von der vielgepriesenen Anteilnahme kann sich ein Niedrigrentner auch nichts kaufen."

Damit hast Du vollkommen Recht!
Aber man muss diesen zusätzlich zu seinen Problemen nicht auch noch ignorieren, sondern kann ihm eine angemessene Beachtung schenken und ihn mit seinen Nöten ernst nehmen.

" Und was heißt schon besserwisserisch und belehrend?"

Ja, das ist wirklich eine Gratwanderung!Und oft genug geht es schief. Ohne dass man etwas Böses will.

"Jetzt muss ich die Lage realistisch sehen und gleich zum Einkaufen fahren, ehe es wieder regnet. Es sieht ein wenig so aus, als braute sich ein Gewitter zusammen..."

Na, wenn das nicht Realismus ist:
die Gunst der Stunde zu nutzen. Nach Regen kommt Sonnenschein - und das ist Fakt.

Ich wünsche Dir und allen MitleserInnen einen trockenen Tag!
(natürlich auch den Verweigerern, denen es zu anstrengen ist - alles hat seinen Sinn, auch wenn ihn nicht jeder gleich erkennt)

emirena

PS: jetzt, wo ich fertig geschrieben habe, denke ich, dass NEUTRAL und REALISTISCH sich auf verschiedenen Ebenen ablaufen!?
 
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Ohhhh, es sind keine Versuche und keine Differenzen,
sondern
TATSACHEN!

Cardia
 
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Erinnerung
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Ohh, da wird ja wieder der Versuch gestartet, in den öffentlichen Beiträgen sehr „persönlich“ zu werden.

Auch wenn der MOD öfter darauf hinweist, dass „persönliche Dinge“ per Mail geklärt werden sollen, kann das gelegentlich auch nicht das „Gelbe vom Ei“ sein.

Es gibt nämlich den Einen oder Anderen, der keine Scheu hat, „Inhalte aus persönlichen Mails“ öffentlich einzustellen.

Da muss man schon sehr genau überlegen, wem man eine „persönliche Mail“ schreibt, um evtl. Differenzen zu klären.

Aber wer sich gerne in der Rolle als „Rumpelstilzchen“ wohlfühlt, den sollte man dabei nicht stören. Wer wissen möchte, wie es mit „Rumpelstilzchen“ ausging, kann sich ja jetzt aktuell bei den diversen Veranstaltungen des Grimm-Jahres informieren.


Groß-E-Ponkt
 
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Auch " Wortklaubereien " ( jedes Wort auf die Goldwaage legen!)...-können echte Herausforderungen sein...

Bei solchen ( humorlosen ) Menschen können dann Nebenwirkungen auftreten, die irreparabel sind. Mit Verlaub,- so wie bei Dir, liebe Erinnerung.

Täglich kann man sich den Herausfordeungen des Alltags stellen und das ganze Leben ist Herausfordetrung an sich.-

" Früher " sind die Menschen mit 40 fröhlich gestorben.-

Heute mogeln und jammern sie sich möglichst bis 80 durch, um sich dann oft selbst nicht mehr zu kennen....

Für alle, die noch ein langes,medizinisches Tablettenleben vor sich haben, kann dann schon die nächste Straßenkreuzung zur Herausforderung werden, oder...
die drohende Altersarmut ist für viele Menschen schon Herausforderung genug...

Trotz allem sind die ärmsten Menschen oft sehr zufrieden....

Cardia
 
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Fazi t- Schlussfolgerungen, die kann ich doch für MICH ziehen, so oft ich mag.....
Ist doch schön, wenn ICH was draus lerne ;-)
 
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Erinnerung
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ich habe auch nicht behauptet, das Du behauptest hast, dass es NUR......usw., usw., Merope.


Ich habe mich NUR auf den eingestellten Beitrag bezogen und den Begriff "Darstellung" verwendet.

Allerdings bekommt diese "Darstellung" durch den Eingang... "mein Fazit:" eine besondere Note bzw. Gewichtung.


Groß-E-Ponkt


PS: Ich sehe auch ohne Brille immer noch recht gut.
 
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hab ich behauptet, das es NUR das und sonst nix gibt, Erinnerung?
Aber es gibt diese Einstellungen, oder willst du das leugnen?
Dann hättest du keine Augen im Kopf.
 
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Orlanda
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Natürlich gibt es Optimisten, die nach dem Motto leben: Man muss nichts tun, es kommt alles auf einen zu!

Dazu gehören z.B. Jugendliche, die von den Eltern gut ernährt und verwöhnt werden, ohne dass die jungen Herrschaften etwas leisten müssen.
Sie leben nach dem Bibelspruch: "Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.."

Zwar ist kein himmlischer Vater am Werk, sondern einfach ein Zahlemann-Vater oder eine Zahlefrau-Mutter... Auf jeden Fall sind beide aktiv am Geldverdienen - und diese Konstellation Kind = passiv, Eltern = aktiv ist ein leider recht häufig anzutreffendes Phänomen.

Orlanda
 
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Das ist aber eine Darstellung nach dem Motto:

Es gibt nur schwarz oder weiß und nichts dazwischen.


E.


PS: Einen Optimisten, der seine Hände in den Schoß legt, ist mir noch nicht begegnet. Nur das Gegenteil!
 
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Ehemaliges Mitglied
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mein Fazit:
Sowohl der Optimist als auch der Pessimist haben gute Chancen, ein erfülltes Leben zu führen - wenn:
der Optimist sagt: "Es wird alles gut, wenn ich mich anstrenge, einbringe: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott."

Und der Pessimist sagt: "Es ist alles besch... aber ich kann es
ändern."

Wenn jedoch der Optimist sagt: "Alles ist gut, ich muss gar nix tun - und der Pessimist sagt: "Alles ist schlecht, ich kann es gar nicht ändern." --- dann verdatteln beide ihre Chancen.
 
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emirena
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liebe Orlanda,
ich muss die Beantwortung Deiner Frage aus technischen Gründen vertagen.
Mein derzeitiger Leih-Laptop spinnt; hat sich vielleich einen Virus einefangen und ich kann alles nur mikroskopisch klein lesen und schreiben.

Es wird nun auch etwas kompliiziert und es liegt mir am Herzen, nicht einfach so über Deine Ansätze hnwegzufegen, sondern darauf einzugehen. Ich muss um Aufschub bitten und hoffe, dass einer meiner Kollegen mir am Montag helfen kann, dieses technische Problem zu beseitigen.

So viel jedoch noch vorab:
Ein Realist sollte nicht glauben, er wäre ein solcher, während er einen einzelnen anderen Menschen beobachtet. Das geht gar nicht.

Und als neutral empfinde ich nicht, dass man sich aus einer Sache raushält oder sich nicht dafür interessiert, sondern die Sache weder positiv noch negativ nach eigener Erfahrung einfärbt.

emirena
 
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Jeder sieht die Realität immer von seinem Standpunkt aus.

Insofern kann ein personenbezogener Realismus eigentlich nicht "objektiv" sein.

Betrachtet man den "Realismus" wissenschaftlich, gibt es eine ganze Palette von unterschiedlichem "Realismus".

Wenn ein "Realist" überwiegend nur Mißstände beschreibt, kann man ihn da wohl als "negativen Realisten" beschreiben?

Zur "Realität" gehören ja nicht nur negative Vorkommen sondern ebenfalls Positive.

E.

PS: Da lohnt es sich ja fast, ein eigenes "Thema" über "Realismus" zu eröffnen.
 
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Orlanda
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@Emirena: "... Ein Realist beobachtet, sozusagen von aussen.
In eigener Sache zieht er entsprechende Konsequenzen aus den Ereignissen..."


Kannst Du mir, liebe Emirena, in dieser Phase des 'Beobachtens und Konsequenzen ziehens' den Unterschied erklären zum Negativdenker?

Was Du schreibst klingt so als wäre der Beobachter kein Mensch, sondern eine eiskalte Maschine.
Und aus dieser Position erfolgt 'Anteilnahme'?

Wer viel Negatives erlebt hat, schreibst Du, täte sich schwer damit, "auf Anfang zurückzuschalten und nur neutral und realistisch (?) zu sein.

Mit dem neutral sein hast Du sicher Recht, aber wie verhält es sich mit dem 'realistisch'? Gerade wer schlechte Erfahrung gemacht hat neigt dazu, sehr realistisch zu sein. Neutral sein und realistisch sein, das läßt sich nicht gut miteinander vereinen, meine ich. Um neutral zu sein muß ich wohl einiges Realistische ablegen.

Neutral meine ich, waren eher die Leute hier im Thread, die sich über die Niedrigrenten-Thematik hinweggesetzt haben. Du kamst mit dem Realismus, indem Du die Niedrig-Rentner ins Thema brachtest.

Und welche Konsequenzen ziehst Du für Dich aus Deinem Realismus?
Manchmal ist es besser ein wenig Neutralität zu wahren, auch wenn man dabei die Armen aus dem Blickfeld verliert. Wem nützt es, wenn man sich nur grämt und sich den Tag verdirbt?
Oder kann man so vollkommen emotional kühl bleiben, wenn einem etwas nahe geht? Ich nicht, wie Du schon bemerkt hast!

Von der vielgepriesenen Anteilnahme kann sich ein Niedrigrentner auch nichts kaufen.
Und was heißt schon besserwisserisch und belehrend?
Hier kann jeder alles Gesagte so auffassen. Wer optimistisch in die Zukunft blickt trotz wenig Geld, der wird den ewigen Hinweis auf das Rentendrama vielleicht gar auch als belehrend und besserwisserisch auffassen. Niemand ist davor gefeit...

Jetzt muss ich die Lage realistisch sehen und gleich zum Einkaufen fahren, ehe es wieder regnet. Es sieht ein wenig so aus, als braute sich ein Gewitter zusammen...

Orlanda

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