Beiträge zum Thema: was bedeutet eigentlich "beliebtes Thema"?

 
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emirena
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- Masse statt Klasse?
ein Wettlauf um die höchste Punktzahl?

- in der Kürze liegt die Würze?
auch eine Möglichkeit, zu beweisen, was man drauf hat

- gibt es vielleicht einen Trend zum Wetterbericht aus Hintertupfing? Warum nicht!

- und immer wieder wird auch behauptet, Schweigen sei Gold. Man sollte evtl. über eine Schweigesteuer nachdenken
 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Emirena,
das "Ausbüchsen" bereitet mir viel Vergnügen!
Es erinnert mich an den Vorwurf eines Beziehungsmannes, der mir immer vorgeworfen hat, ich sei eine Herumtreiberin, weil ich so gerne nach Murnau und zum Tegernsee gefahren bin, am Wochenende, zum Wandern und sonstigen Verlustierungen, die man halt so in solchen Gegenden macht, während er grollend und depressiv daheim herumsaß (und sich von seiner Mutter quälen ließ!).

Ich habe das nicht so gemeint, dass nur ich ein Gespür hätte. Aber ich habe eins. Gespüre sind aber immer geleitet von Erfahrungen, die man gemacht hat. Jemand, der schon als Kind am draussen spielen gehindert wurde und sich später selbst in Gefangenschaften begeben hat, wird Einengung anders empfinden, als jemand, der zumindest als Kind frei war.

Aber jetzt ist das Leben schön und es lebe die Freiheit!!

Orlanda
 
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emirena
emirena
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entschuldige bitte, Orlanda,
das war überspitzt ausgedrückt;
anstatt "verfehlen" hätte ich "abschweifen" schreiben sollen.
Aber schlimm ist das natürlich nicht, sondern nur menschlich.

emirena
 
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emirena
emirena
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liebe Orlanda,
das klingt ein wenig so, als würdest Du glauben, nur Du hättest dieses "Gespür" (als eine von ganz wenigen). Das stimmt aber so nicht.
Ich glaube, dass Dein Blick ganz speziell fokussiert ist. Das ist natürlich ganz okay so.

Ich verstehe durchaus, dass Du in einer Phase, in der Du endlich "frei" sein kannst, diese Freiheit genießen willst und jede Fessel ablehnst.
Und die Gefahr, sich abhängig zu machen, ist in der Tat nicht gering.

Übrigens - mit einem Augenzwinkern - bist Du eine Meisterin darin, Themen zu verfehlen bzw. aus einem Thema "auszubüchsen".

emirena
 
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Orlanda
Orlanda
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Liebe Emirena, vielleicht liegt es daran, das ich mittlerweile ein anderes Gespür für Unstimmiges habe. Vordergründig sehen viele Beziehungen gut aus und sie laufen auch, weil die Beteiligten eben auch keinen Grund sehen, die Beziehung aufzugeben. Alle Paare sind schon sehr lange zusammen und werden es auch bleiben.
Nur: Für mich mindert das, was ich sehe, die Lust auf Beziehung und die Bereitschaft, Ähliches leben zu wollen.

Es ist ja gerade dieses "man muss sein Ego zurücknehmen", "man muss einen Konsens finden", "man muss auf den anderen eingehen" schrecken mich ab, weil hinter all dem mehr steckt als vordergründig sichtbar.
Es ist wie mit großen Anstrengungen, die man angeblich so wegsteckt, die nicht überfordern, und die einem am Ende doch ganz schön zusetzen können.

Woher käme sonst die mir gegenüber vorallem von diesen Partnerschafts-Frauen oftmals geäußerte Ausspruch "Dir geht es ja gut, Du kannst machen was Du willst" oder "... Du brauchst keine Rücksicht nehmen.." oder "... er ist halt so, da kann man nichts machen, aber er ist ja auch ein ganz Lieber...".
In meinen Ohren lauter Eigen-Beschwichtigungen.
Und tatsächlich ist es ja immer wieder ein Abwiegen: Was ist schlimmer: Auszuharren oder wieder alleine zu sein? Wenn auch noch materielle Erwägungen greifen, dann hält "man" halt durch.
Ich erinnere mich an meine Ehe: Das war auch ein Abwägen, was ist für meine Kinder besser? Mein Mann war kein Schläger, kein Unhold, er war halt sehr polygam. Für die Kinder wäre der Verlust der Geborgenheit des Elternhauses schlimmer gewesen als ein abwesender Vater. Und ich hab's schon ausgehalten. Es war halt der Preis dafür, dass ich für meine Kinder 100% da sein konnte und es war gut so.

Aber ohne Rücksicht auf die Kinder hätte ich keinen Grund gehabt mir das Theater mit einem Weiberhelden anzutun!
Freilich, wenn ein Mann kein Weiberheld ist und viellecht nur so nervig, dann ist die Entscheidung schwieriger.

Jaja, ich weiß schon, es gibt auch Männer die weder nervig noch Weiberhelden sind. Glaub ich ja auch.

Nun höre ich auf, mache noch schnell meine Morgengymnastik und dann beginnt der Alltag.
Auch ganz schön nervig. Nicht menschenartgerecht eben. Lieber würde ich durch die Isarauen streifen... mit Pfeil und Bogen den Faunen und anderen Gesellen nachstellen... So bleibt mir nur der Anblick der Pinguine... wäre ich ein Walross hätte ich Freude daran, aber so...!??

Orlanda
 
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emirena
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liebe Orlanda,

wenn ich so höre, was es in Deinem Bekanntenkreis für Typen und für Dich inakzeptable Beziehungen gibt, bin ich immer wieder froh darüber, dass es in meinem Dunstkreis auch positive Beispiele gibt.
Natürlich weiß ich, dass auch dort vermutlich einige Abstriche gemacht werden mussten; aber Abstriche macht man auch, wenn man alleine lebt.

Aber ich will Dich natürlich nicht von Deiner Überzeugung abbringen. Du selbst entscheidest doch, in welche Richtung Du blicken möchtest und welche Schlüsse Du ziehst.

Mit "einen Konsens finden" meine ich das Gleiche wie FinCh mit "Ego mal zurücknehmen".
"Sich anpassen" ist für mich nicht das Gleiche.

emirena
 
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Orlanda
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Liebe Emirena, ich sehe das in meinem Bekannten-, Freundes- und Kollegenkreis und zwar in allen Entwicklungsstufen. Es ist fast nie so, wie ich das akzeptieren könnte. Merlin mag schon Recht haben, dass das Wollen und die Erwartung hinderlich sein werden.
Aber es gibt ein WOLLEN das über dem Beziehung-haben-wollen und eine ERWARTUNG was ich vom Leben erwarte über der Erwartung was und wie ein evtueller Partner sein soll steht!

Es ist ja schön, dass ich aus meiner Erfahrung mit mir selbst und dem "Bilderbuch der anderen Beziehungen" für mich lerne.
Die Formeln sind klar erkennbar, auch die Fehler in der Formel. Wenngleich ich in vielen Fällen auch keine Lösung sehen kann, außer sich von einer allzu schwierigen Aufgabe sich zu lösen.

War gerade 30 Minuten beim Joggen - das tut wirklich gut. Ein (älterer!) Mann trat aus dem Haus, wohl auf dem Weg zu seinem Auto, und grüßte mich lächelnd. Kurze Momente, die völlig ausreichen um mich von der Welt angenommen zu fühlen. Ich bin beim Joggen ja irgendwie wie beim Fliegen. Es tut einfach gut!
Nun aber ab ins Bad...

Orlanda
 
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emirena
emirena
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"man" tut es? wenn "man" ihn/sie halten will.
Wer will denn das??? Jemand, der nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernt?

Ich kenne auch die Situation, dass "Mann" mich halten wollte. Erreicht wurde damit das genaue Gegenteil; ich fand es erbärmlich.

Mag schon sein, dass es noch immer vorkommt.
Ich kann die auch nicht alle retten. Aber ich muss kein Hellseher sein, um zu sehen, wie falsch es ist.

Wie Du schreibst, bei Dir und bei mir nicht.

emirena
 
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Orlanda
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@Emirena: "... Man MUSS sich NICHT anpassen, man kann..."

Liebe Emirena, natürlich muss man nicht wirklich, aber um den Partner zu halten, tut man es doch.
Wenn der Druck so groß ist, die Gefahr besteht, den Partner zu verlieren oder den Menschen nicht für sich einnehmen zu können, dann wird oftmals viele gemacht.
Eine Frau gibt ihre ganze sportliche Betätigung auf, eine andere (meine Kollegin) liest nur mehr Bücher, die ihr von ihrem Freund empfohlen werden, noch eine andere Frau lebt den Stundenplan ihres Lebensgefährten (um 10 Frühstück, um 12 Mittagessen, um 15 Kaffeetrinken, um 18 Abendessen und um 19 wird der Fernseher eingeschaltet für das Abendprogramm) - alle Kontakte mit den Kindern und Enkelkindern dürfen nur so stattfinden, dass der Tagesablauf nicht gestört wird, weil der Vater es so will.
Das alles kommt häufiger vor als man denkt...

Naja, ich weiß, bei Dir sicher nicht und bei mir auch nicht.
Aber oftmals sind Partnerschaften scheinbar nur zu halten, wenn "angepaßt" wird...

Orlanda
 
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emirena
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das Wort Anpassen in der Kennenlernphase geht mir total gegen den Strich. Hört sich für mich falsch an.
Man MUSS sich NICHT anpassen, man kann. Ohne Gewähr für die Folgen.

Ich möchte selbst auch keinen angepassten Partner.

Es passt oder es passt nicht.
Wenn es passt, bedeutet das nicht, dass ALLES haargenau übereinstimmt, sondern dass man einen Konsens finden kann und will.

emirena
 
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Orlanda
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Lieber Merlin,

kann man denn Gefühle mit Sex verwechseln?

Für mich ist Sex IMMER mit Gefühlen verbunden - alles andere sind gymnastische Übungen.

Allerdings ist es eine Tatsache, dass diese angeblich so großen Gefühle schon von den Hormonen ausgelöst werden. Am Anfang ist es immer Verliebtheit und die hat bekanntlich mit Liebe wenig zu tun! Man mag den Anderen, hat ihn zum Fressen gern und möchte möglichst viel Zeit miteinander verbringen. Man zeigt sich von der besten Seite und hofft nicht umsonst, dass der Partner auf Grund der Hormonumnebelung nicht gleich merkt wenn etwas faul ist...

Der Mensch ist hormongesteuert - in jeder Hinsicht. Und das Verlieben hat weniger mit seelischen, mystischen Faktoren als vielmehr mit den Hormonen zu tun.

Nach längerer Verliebtheit setzt ein neues Hormon ein, das das Paar zusammenschweißt. Vermutlich hängt das mit der Brutpflege zusammen?

Die Chancen einen Partner zu finden, schreibst Du, hängen einmal vom Wollen und von den Erwartungen ab.
Das sehe ich auch so, aber jeder will etwas Anderes und so ist es nicht einfach, auf jemanden zu stoßen, der das Gleiche wie man selbst möchte!

Und ich entscheide, in welchem Verhältnis die Chancen sind und weniger der Zufall selbst? Das hieße ja, dass ich meine Erwartungen korrigieren und dem "Angebot" anpassen müßte?

Sicher funktioniert es häufig genau so. Man lernt sich kennen, "klopft" sich ab, bemüht sich möglichst unverkrampft sich dem anderen Menschen anzupassen, um sich näher zu kommen, und befindet sich über Kurz oder Lang in einer Falle. Wer Glück hat muss weniger von sich aufgeben, wer Pech hat gerät an einen Partner, der völlige Anpassung fordert (oftmals sind das die (vorallem älteren) Männer).

Wenn das, was ich mir wünsche, weil es ein Teil meiner Lebensqualität ist, viele Männer verschreckt, dann sind es halt nicht die Männer, die zu meinem Leben passen - genauso wie auch ich sicher nicht in ihr Leben passen würde.

In einem meiner schlauen Bücher, die mich seit 25 Jahren durch tiefe Täler begleitet haben, steht für meine Altersgruppe (63-70):
Zeit der Beobachtung vom Wachtturm; alles Gelernte neu ordnen.

Nichts Anderes mache ich. Die Fehler der Jugend liegen weit hinter mir.

Orlanda
 
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Orlanda
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Liebe FinCh, 50/50 sagt genau das aus: Man hat Chancen oder man hat keine - das hält sich die Waage. In meinem Fall meinte ich: Man trifft den passenden Mann oder nicht.
Ich bin nicht (mehr) am Suchen und deshalb sehe ich die 50%, die einen Nicht-Erfolg ausdrücken sehr gelassen, von mir aus können es auch 85% sein... Der Rest ist ZUFALL.

Eher schon lege ich großen Wert auf die Chance, nicht mehr mit einem Mann Vorlieb nehmen zu müssen, der eigentlich weder zu mir noch zu meinem Leben paßt. Solange man nämlich den Drang und Wunsch nach einer Partnerschaft verspürt, ist man leider manchmal allzu gerne bereit Kompromisse zu machen.

Ja, die Männer werden immer älter, die zu einem passen, und damit reduzieren sich die Möglichkeiten! Aber das Leben ist schön und es ist gut wie es ist!

Orlanda
 
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Merlin47
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Liebe Orlanda,

könnte es sein, dass Du die Gefühle mit Sex verwechselst? Die Chancen einen Partner zu finden, hängt einmal vom Wollen und von den Erwartungen ab.

Du entscheidest also, in welchem Verhältnis die Chancen sind und weniger der Zufall selbst. Manchmal werden aber auch die Erwartungen missbraucht, um sich nicht die eigene Wahrheit einzugestehen müssen.

Ein Platon, der Schwanensee liebt, nicht zu spießig aber dennoch bodenständig ist, er sollte auch lieb und nett, aber auch nicht zu nett sein. Da fragt man sich schon, welcher Mann das alles sein möchte – eventuell ein Schauspieler?

Mich erinnert das ein wenig an den Kauf eines neuen Kleides, für das man möglichst wenig investieren möchte: ein Schnäppchen eben.


Merlin
 
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emirena
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Hallo FinCh,

wenn es so ist, dass männliche Nur-Leser von verschiedenen Schreiberinnen verschreckt werden, kann das ja nur zum Vorteil der Nicht-SchreiberInnen sein. Für mich (und ich glaube auch für einige Mit-Viel-Schreiberinnen) kein Problem, denn die, die sich "verschrecken lassen", will ich eh nicht kennenlernen.
Wenigsten EINMAL müsste sich ein solcher "Nur-Leser" schon aus der Reserve trauen und sein (Vor-)Urteil ggf. korrigieren wollen.

ALLEN wünsche ich viel ERfolg, was immer auch das heißen mag! Bei einem Zahlenspiel kommt es ja auch immer darauf an, WOBEI (aus welcher Grundmenge)man eine Chance hat bzw. haben möchte.

Ups, was hat das denn nun schon wieder mit einem "beliebten Thema" zu tun?

emirena
 
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Orlanda
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Lieber Merlin,
nach meiner Erfahrung ist es in der Liebe wie in so vielen anderen Dingen: Eine Richtung alleine mag vielleicht - vorallem, wenn man nur die Hormone sprechen läßt - momentan zufriedenstellen, das Optimale ist aber sicherlich die Verquickung von beiden Dingen: Das weiß man, denn es hilft ja bekanntlich die größe Anziehungskraft wenig, wenn man außerhalb des Bettes keine gemeinsame Ebene hat. Genausowenig dürfte auf Dauer eine rein 'platonische' Beziehung ausreichen, weil ja auch die körperliche Berührung zur Vollendung gehört.

Zu suchen habe ich längst aufgehört. Wer sucht verkrampft sich sehr häufig und wird verbittert.
Es ist eher ein Spiel mit der Chance 50/50. Wie bei allen Spielen geht es nicht um den Gewinn oder den Erfolg, sondern um die Freude am Leben. Der Weg ist das Ziel!

Gestern hörte ich, dass aller Wahrscheinlichkeit nach unter dem Gebiet von Puzzuoli ein Supervulkan schlummert. Wir brauchen uns nicht vor dem Yellowstone ängstigen, Europa hat seine eigene Bombe.
Was kann uns in diesem Leben schon geschehen? Wir haben alle Chancen für alles. Genauso wie der Supervulkan ausbrechen kann, kann auch die große Liebe noch einmal in unser aller Leben treten. Es steht 50/50!

Orlanda
 
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Merlin47
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Liebe Orlanda,

was Platon zur Liebe und zu den Beziehungen unter den Geschlechtern gesagt hatte, weiß man. Obwohl er Schwanensee nicht kennen würde, wäre es für dich sicherlich ein erbauliches Gespräch auf Augenhöhe.

Ja, man sollte wirklich die wahre Liebe auf die Ebene des Intellekts entrücken und weniger auf die Niederungen der schnöden Gefühle.

Nun ja, man kann nur das finden, nach dem man sucht!


Merlin
 
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Orlanda
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@Merlin: "... Diese werden aber nicht nach dem verstorbenen Platon suchen, sondern nach einem lebendigen Menschen zum anfassen..."

Eigentlich auch keine schlechte Idee nach dem verstorbenen Platon oder ähnlichen bereits verblichenen Persönlichkeiten zu suchen! Würde das das Erfolgsergebnis erheblich vom derzeit realen unterscheiden?

Ich meine schon, dass man&frau sich vorallem über Themen finden könnten. Wie denn sonst? Klar möchte ich nicht nur wissen wie Mann außen herum aussieht, sondern vorallem auch was innen drin ist in der Verpackung! Wenn ein Mann fähig ist mit mir über Platon zu sprechen und Schwanensee nicht für eine Aufforderung zum Badengehen auffaßt, dann rückt Mann schon in die nähere Auswahl.
Haben Männer da andere Kriterien für die Auswahl ihrer Herzdame?

Für mich ist nichts öder als dieser so typische Austausch von "Prüfungsfragen", das beginnt mit der Gestaltung der Wohnung bis hin zur Frage wie man sein Frühstück gestaltet. Und dann empfiehlt einem der Mann auch noch Bücher die frau lesen sollte...
Ich möchte es lieber anders herum: Zuerst sehen was in dem Mann steckt. Ob man dann im Leben zusammenpaßt wird sicher nicht von der Frage abhängen, ob man im Urlaub lieber in die Berge oder ans Meer fährt. Wenn das Interesse geweckt ist (und das geschieht sicher nicht nur weil der Mann vielleicht auch Frühaufsteher ist!), dann ist auch die Neugierde vorhanden auf dieses andere Leben, auf diesen anderen Menschen.

Nichts ist für mich fader als Menschen, die nur in ihrem Lebensfeld kreisen, das nur aus den Standards besteht - wo und was kaufe ich ein, wie kleide ich mich, was esse ich gerne, was mag ich nicht, wie sieht meine Wohnung aus (habe ich Schrankwände oder offene Regale?), trinke ich Kaffee ohne oder mit Zucker/Milch etc. etc. etc. (Ich langweile mich schon bei der Aufzählung!). Ja, die Alltagspolitik habe ich noch vergessen!...

Eine Partnerschaft, in der nur über diese alltäglichen Banalitäten kommuniziert wird ist wie ein frühzeitiger Tod! Dann braucht mir nur noch ein Mann sagen, dass er mit mir gerne ALT werden möchte. Danke, DAS werde ich auch alleine!

Ups, ganz vom Thema abgekommen.

Ist es eigentlich auch in Foren mit jüngeren Leute so langweilig wie hier?
Nein, sooo langweilig ist es ja zum Glück nicht, weil wir uns auch über die Langeweile ganz gut unterhalten können, nicht wahr?

Ich frage in die Runde: Wie hätte wohl Platon dieses Problem gesehen?

Orlanda
 
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emirena
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oh, ich hab's vergessen (nicht dass es gleich wieder wilde Spekulationen gibt):
wie bei Ebbe und Flut ist es überall wie im richtigen Leben auch ein Kommen und Gehen.
Ich ziehe mich jetzt (vorläufig, genug für heute) zurück und überlasse den Naturgewalten die Überflutung.

viel Spaß!

emirena
 
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emirena
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diesseits und jenseits ist ja auch wieder relativ!

Da hilft nur Toleranz!
 
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emirena
emirena
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auch damit hat es zu tun, ja klar!

Nachvollziehen kann ich aber auch die Intention des Betreibers der Plattform, möglichst viele Interessenten anzusprechen. Das ist völlig legal und im Geschäftsleben nicht nur üblich, sondern auch notwendig. Es gibt wahrlich viele Anbieter im Internet, die weit weniger Wert auf Seriosität legen. So wie ich es einschätze auch im Hinblick auf Datenschutz etc.

Deshalb ist für den Betreiber ist das "eigentliche Thema" naturgemäß ein anderes als für die User. Bestimmt hat er sich dazu Gedanken gemacht und deswegen "Themenvorschläge" vorgegeben. Mit diesen Optionen ist der eine über- und der andere unterfordert. So what!

Geht das denn überhaupt, die Partnersuche zum einzigen Thema ohne Nebenschauplätze zu machen?
DAnn wäre es doch ein wenig so wie auf einem Kamelmarkt??

Im wahren Leben ist es doch kaum hilfreich, sich ausschließlich auf den Partner zu konzentrieren?
Die Zeiten sind vorbei, auch für Frauen.

Also mir liegt viel daran, auch zwischen Zeilen lesen zu können und mir so ein Bild zu machen über denjenigen, mit dem ich ggf. in Kontakt treten könnte.
Um zwischen Zeilen lesen zu können, müssen aber erstmal Zeilen da sein. Profile finde ich dafür meist etwas zu "mager".

Ich finde es insofern schon ganz gut, dass es auch die Möglichkeit gibt, "Nebenschauplätze" zu eröffnen und zu betreiben.

Im Forum aktiv zu sein, kann man machen, muss man aber nicht.

emirena

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