Beiträge zum Thema: Der Allerweltsmensch!

 
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Erinnerung
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Im dem an anderer Stelle eingebrachten Zitat von Albert Schweizer sprach dieser vom „Allerweltsmenschen“ (wollte er nicht sein). Das hat er in seinen jungen Jahren geschrieben.

Was um alles in der Welt ist ein „Allerweltsmensch“??

Darf man so etwas überhaupt ansprechen, ohne gleich wieder „schief“ angesehen zu werden?

Denn eines ist sicher, ohne "Allerweltsmenschen" könnte sich niemand davon abgrenzen.

E.
 
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Orlanda
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Liebe Emirena, aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es für alle Beteiligten einschließlich einem selbst wesentlich vorteilhafter ist, wenn man eher wenig als zuviel Grossmutter-Präsenz zeigt.

Mein Prinzip: Wenn der Enkel/die Enkelin es möchte, kann man sich 'weit' öffnen und für die lieben Kleinen da sein (aber natürlich auch nicht so weit, dass man sich selbst und seine Bedürfnisse dabei vegißt!). Für die Tochter oder den Sohn ist es ok, wenn man in großen Dingen da ist - aber nicht für jeden 'Pipifatz'!

Es ist wie immer und überall: Es kommt auf die Balance an und die sollte man niemals verlieren!

Nun balanciere ich den heutigen Tag - bei dem Schneematsch muss ich wirklich aufpassen, dass ich nicht ins Schleudern komme.

Orlanda
 
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emirena
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@Orlanda zum von mir selbst eröffneten Nebenschauplatz "Großmutter-Syndrom":
Simone de Beauvoir hat auch bei mir manche Erkenntnis ausgelöst bzw. bestätigt.

Mit meiner Mutter habe ich mich rechtzeitig vor ihrem Tod ausgesöhnt und bin froh darüber.
Die fatale Konstellation ist "abgearbeitet" und verziehen, aber vergessen ist sie nicht.

In meiner eigenen Großmutter-Rolle bin ich eher extrem zurückhaltend, was möglicherweise auch nicht immer optimal ist.

Miteinander Reden ist wohl das Einzige, was evtl.aus einem bestehendes Dilemma herausführen kann.

emirena
 
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emirena
emirena
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Oha, "diese Typen" (FinCh)!
Einspruch, Euer Ehren!
Jeder kann ja den einen mehr und den anderen weniger MÖGEN.
Ich mag weniger diejenigen, die mit dem Finger auf bestimmte Typen zeigen, ohne jeden einzelnen von "diesen" wirklich zu kennen.
Weder "den Allerweltsmenschen" noch den "Gutmenschen" lasse ich so durchgehen.

Man mag über Verhaltensweisen diskutieren, aber nicht über Menschen, auch nicht über eine bestimmte selbst zusammen gestellte Kategorie von Menschen in Schubladen.
Ebenso wenig würde ich es dulden, wenn z.B. Banker oder Bankangestellte als raffgierige Kapitalisten bezeichnet werden. Eine Zeit lang war das ja "in".

Soo einfach ist das nicht.
"Gutmenschen setzen sich in Szene und heischen nach Beifall".
Wer will denn von außen objektiv beurteilen können, ob jemand sich nur in Szene setzt oder er tatsächlich ein Anliegen hat, das eines guten Menschen würdig ist? Was soll dagegen einzuwenden sein, dass jemand, der Gutes tut, auch entsprechend die Werbetrommel rührt, um eine Sache zu fördern?
Vielleicht braucht ja ein sog. Allerweltsmensch das Vorbild eines sogenannten Gutmenschen, um eine Sache überhaupt zur Kenntnis zu nehmen?

"ohne großes Gesumms" hätte manche große Sache keine Zukunft gehabt. Manchmal sind es Selbstdarsteller, aber ich denke, man muss das schon im Einzelfall genau ansehen. Was steckt wirklich hinter dem medienträchtigen äußeren Schein?

(fast) niemand ist nur gut oder nur schlecht und deswegen halte ich es schon für ein wenig anmaßend und herablassend, über bestimmte Menschen zu urteilen. Jeder Mensch ist einzigartig und jeder Mensch hat grundsätzlich erstmal eine Existenzberechtigung, auch wenn es keinen Anspruch darauf gibt, jedermanns Freund sein zu dürfen.

emirena
 
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Orlanda
Orlanda
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@Emirena: "... Ich konnte nicht verhindern,
dass meine Kinder in einem Sinne erzogen wurden, der mir überhaupt nicht gefiel. Manche Folgen davon sind nicht wieder gut zu machen..."

Aber letztendlich greifen im Laufe der Zeit so viele "Kräfte" in die Kindererziehung ein (Schule, Freunde etc.), dass man vieles ohnehin nicht verhindern kann. Ich konnte bei der Erziehung schalten und walten wie ich wollte und doch bekam ich gerade von meiner Tochter viele, viele Vorwürfe - manche durchaus berechtig und manche waren halt aus der Sicht einer sehr jungen Frau heraus formuliert und sehr unfair!
Ganz 100% richtig kann man es nie machen! Ich erkenne an meinen Kindern auch einiges, das ich als Ursache in manchen meiner Erziehungs"methoden" erkenne - es ist aber nicht die Grobheit dabei, sondern eher, dass ich wohl ab und zu etwas nicht ernst genug genommen habe!

Simone de Beauvoir brachte mich in ihrem Buch Das andere Geschlecht darauf, dass Mütter nämlich dazu neigen, sich die Enkelkinder 'anzueignen', die Töchter damit zurückreduzieren auf das Kindsein, um auf diese Weise selbst "die Mutter" zu bleiben. Die Mutter verhindert damit, selbst an den Rand gedrückt zu werden, als Alte, als Grossmutter.
Das sind sicher noch archaische Anlagen in den Frauen, denn nur die gebärfähige hat einen hohen Rang und um die Gebärfähigkeit zu belegen, bedarf es eines Kindes!

Ich erlebte ja bei meiner Mutter ähnliche Verhaltensweisen, sie hat es bei mir versucht, aber ich zog mit meinem Kind weit weg. Meine Schwester fiel ihr "zum Opfer" und diese lebte 40 Jahre mit ihrem Kind im Haus der Eltern!

Deine Mutter hat sicher alles getan, um als diejenige dazustehen, die sich als "Mutter" erweist. Auf diese Art wurde sie nicht 'enttront'! Dich versuchte sie in der Rolle der älteren Tochter zu halten...

Seit der Industrialisierung hatten Frauen aber auch kaum etwas anderes Mächtiges in der Hand als Mutter zu sein. Die Gebärerin der Erben hatte eine wichtige Position. Wenn es sonst nichts gibt, was einem beweist, dass man wichtig und tatsächlich ein Lebewesen ist, ist es ein wenig verständlich, wenn sich Frau daran klammert.
Für Töchter ist das aber unakzeptabel.

Ich erlebte übrigens auch zwischen meiner Tochter und mir, wenn auch abgeschwächt, ähnliche "Strömungen". Ich spürte aber vorallem bei ihr, dass sie sich das "Heft nicht aus der Hand nehmen ließ". Mittlerweile sind die Positionen klar. Dabei ist es aber wichtig, dass man als Grossmutter ganz klar seinen eigenen Bereich, sein eigenes Leben und sich selbst als Einzelwesen wahr nimmt.
Sobald ein Enkel auf Erden erscheint, flammt in einem der Nesttrieb auf - bei einer Frau mehr, bei der anderen weniger. Auch bei Primaten kommt es zum Kindsraub und die Mütter haben oftmals sehr aufmerksam zu sein und müssen sich ihre Kinder zurückholen aus den Armen von jüngeren als auch älteren, kinderlosen Affenfrauen!

Grossmütter sind wichtig, vorallem weil sie doch eine sehr verläßliche Instanz sind, der man seine Kinder anvertrauen kann. Aber Mißtrauen ist trotzdem gut, ihr lieben Töchter! Die U(h)rzeit lauert! - es ist schon so spät... muss noch zum Joggen, damit die Oma nicht aus der Form läuft..

Orlanda
 
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emirena
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niemand ist gezwungen, "gebräuchliche" Begriffe auch selbst zu gebrauchen.
Man kann ja durcchaus mal darüber nachdenken, was hinter solchen Begriffen wirklich alles steckt und wie sie entstanden sind.

e.
 
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Erinnerung
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Die Bezeichnung „Otto Normalverbraucher“ wurde populär durch den deutschen Spielfilm Berliner Ballade (1948), einem der ersten Filmprojekte der Nachkriegszeit.

Gert Fröbe spielt darin den Otto Normalverbraucher, einen früheren Wehrmachtssoldaten, der nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg in seine Heimatstadt Berlin zurückkehrt.

Ein Normalverbraucher war offiziell ein Anspruchsberechtigter, dem bei der Lebensmittelzuteilung keine besonderen Vergünstigungen gewährt wurden, wie sie zum Beispiel von Schwangeren, Schwerstarbeitern und Kriegsversehrten in Anspruch genommen werden konnten.

Der Begriff „Allerweltsmensch“ war schon vorher gebräuchlich. Der folgende Ausspruch wird Richard Strauß zugeordnet:

"Daß auch die Snobs, Herr und Frau Überalldabei, die Dummen, die Allerweltsmenschen, die Totalisateure der Kunst sie hören lernen."



E.
 
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emirena
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dem kann ich natürlich nur zustimmen:
"Ich habe Respekt vor allen, die sich ehrenamtlich betätigen" Zitat Erinnerung

Häme mag ich gar nicht. Leider gibt es ziemlich viel davon. Überall.

emirena
 
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Orlanda
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@Emirena: "... Ich bin überzeugt davon, dass in jedem ein wenig von allem steckt, in positivem wie in negativem Sinne..."

Ja, liebe Emirena, natürlich und dem Himmel sei Dank dafür!
Noch sind wir Menschen mit allen möglichen Anlagen und Eigenschaften - später, wenn einst die Eltern ihre Kinder nach Maß "anfertigen" lassen können, d. h.. wenn man aus einem Katalog auswählen wird, wie das Kind beschaffen und geprägt sein soll, dann ist's wahrscheinlich vorbei mit der Individualität und auch mit der Möglichkeit, sich über ein Leben lang hinweg zu ändern, zu reifen..

Aber jetzt sind wir hier und jetzt und erfreuen uns am Zustand des Allerweltmenschen (ist das vielleicht die Definition dafür, dass dieser Mensch ALLES in sich enthält was möglich ist? Gott und Satan, Leidender und Leidverursacher, Kind und Greis... Das Universum ist auch in uns so wie überall in allem was ist...

Orlanda
 
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emirena
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"Grundsätzlich sollte man aber Menschen, die sich besonders engagieren nicht behindern, denn genaugenommen nehmen sie anderen Menschen damit viel Arbeit ab... Solange es nicht das Wohlergehen meiner Kinder stört war und ist mir jedes Engagement recht..." Zitat Orlanda

Das ist wohl wahr.
Zum Wohlergehen "meiner" Kinder war es auch, dass meine Mutter sich um meine kleinen Kinder "gekümmert" hat, als ich mit Anfang Zwanzig allein dastand und irgendwie versuchen musste, ohne Wohnung und Geld, dafür mit Schulden aus meiner kurzen Ehe und der Notwendigkeit, Geld zu verdienen, einen gangbaren Weg aus der Misere zu finden.

Natürlich war ich dankbar dafür, dass meine Mutter da war. Aber schon damals war mir bewußt, dass sie in Erziehungsdingen ziemlich konträre Ansichten zu meinen eigenen hatte. Ich konnte nicht verhindern,
dass meine Kinder in einem Sinne erzogen wurden, der mir überhaupt nicht gefiel. Manche Folgen davon sind nicht wieder gut zu machen.
Aber ich musste natürlich dankbar sein und war es auch.

Die unbewußten Motive meiner Mutter wurden mir erst später bewußt.
Natürlich hatte das "Engagement" auch mit Liebe zu tun, keine Frage, aber es war auch das Bedürfnis, sich selbst eine Art Denkmal zu setzen. Jegliches Selbstbewußtsein generierte sich für sie aus dem, was sie für mich und meine Kinder "geleistet" hat. Das wirkte meistens gegen mich. Was konnte ich schon dagegen halten; ich war ja bei der Arbeit und musste für dieses Engagement selbstverständlich bezahlen (für beide Elternteile; auch für den verschwundenen Vater). Viel später erfuhr ich durch GEspräche mit den Kindern, wie verzerrt durch ihre eigene Betrachtungsweise meine Mutter die Dinge damals dargestellt hat. Beispiele würden den Rahmen hier sprengen.

ES war ein großer Kraftakt, mich aus dieser Abhängigkeit zu befreien und ging nur in kleinen Schritten vor sich.
Die "Altlasten" aus dieser fatalen Abhängigkeit und die Langzeit-Nachwirkungen in der Psyche der Kinder sind weitgehend verarbeitet, aber mir ist immer bewußt, dass auch die Liebe und das Engagement von sogenannten Gutmenschen nicht immer selbstlos ist.

Sorry, hab' mich verquatscht. Ich stehe einfach auf Kriegsfuß damit, dass oft Menschen pauschalisiert beurteilt werden. Nicht selten sind solche Urteile falsch, weil oberflächlich.
Alle diese Begriffe beinhalten vielerlei Aspekte und es fällt mir schwer, Verallgemeinerungen hinzunehmen.

Meine Ausführungen betrafen weniger den "Allerweltsmenschen" sondern hauptsächlich den "Gutmenschen".

emirena
 
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Erinnerung
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Das Wort "Gutmensch" belegte als Unwort des Jahres 2011 in Deutschland den zweiten Platz.

In der Begründung gab die Jury an, mit dem Wort werde „insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen‘ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren“ und kritisierte die aus ihrer Sicht 2011 einflussreich gewordene Funktion des Wortes als „Kampfbegriff gegen Andersdenkende“.
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Ich habe Respekt vor allen, die sich ehrenamtlich betätigen.

E.
 
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emirena
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Verstanden habe ich auch. Klar.
Sowohl den "Allerweltsmenschen" als auch den "Gutmenschen", aber ich bin der Meinung, dass beide Begriffe meistens irgendwie herablassend angewandt werden. Diejenigen, die es verwenden, nehmen sich meistens selbst davon aus und das finde ich ziemlich überheblich.

Ich bin überzeugt davon, dass in jedem ein wenig von allem steckt, in positivem wie in negativem Sinne.

emirena
 
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Orlanda
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Liebe FinCh, vermutlich meinst Du mit dem Begriff "Gutmenschen" solche, die ich als "Klugschei..er) oder wie hier im Süden der BRD üblich, als "Gschaftlhuber" bezeichnen würde.

Mir sind solche auch noch gut in Erinnerung, denn die gab es auch schon vor 35 - 40 Jahren, als meine Kinder noch klein waren.

Grundsätzlich sollte man aber Menschen, die sich besonders engagieren nicht behindern, denn genaugenommen nehmen sie anderen Menschen damit viel Arbeit ab... Solange es nicht das Wohlergehen meiner Kinder stört war und ist mir jedes Engagement recht...

Unerbetenes Einmischen ist aber schnell abgestellt - dieses kam eher nicht von Fremden, sondern eher aus der eigenen Familie und Verwandschaft in Form von Mutter, Schwiegermutter und Tanten... (Männer mischten sich oftmals weniger ein, vorallem, wenn es um 'Frauensachen' wie Erziehung der Kinder ging).

Orlanda
 
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Orlanda
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Es ist bemerkenswert, dass es oftmals nur eines Stichwortes bedarf und schon geht alles in eine Richtung.

Ich habe FinCh verstanden und ich glaube zu wissen, was sie meint.
Sie meint nicht die übliche Hilfsbereitschaft und das notwendige Maß an Mitgefühl, das die Menschheit braucht um zu überleben.

Sie meint Menschen, die krankhaft pflegen, helfen und sich auch dort aufdrängen, wo es gar nicht notwendig wäre. Plakatives Beispiel ist der Witz von der alten Dame, die gar nicht über die Straße wollte...

Es gibt so etwas wie das Helfersyndrom, ich denke dabei an eine Bekannte, die erst ihre alte Mutter pflegte, bis diese starb (ein wirklich anerkennenswerter Charakterzug meiner Bekannten), dann traf sie einen alten Herrn, zog bei ihm ein und sie pflegte auch ihn bis er 98jährig starb. Sie ist die Seele in Person, opfert(e) sich und betüdelt(e) in hohem Maße. Sie verzichtete auf das kleinste Bißchen sie selbst zu sein (z.B. auch auf ein Fahrrad, da der alte Herr es ihr 'verbot'!!).
Nun, da der alte Herr gestorben ist und ihr ein großes Vermögen hinterlassen ( und 2 Häuser und 1 Wohnung)hat, bemäkelt sie, dass er nicht veranlaßt hat, dass ihr auch eine Rente aus dem Verkauf seiner Firma ausbezahlt wird, die er zeitlebens erhalten hat.
Sie spricht von ihrer 32jährigen "Leistung" und läßt durchblicken, dass sie ihr Leben "ihm", dem Undankbaren geopfert hat.

Es ist eine Tatsache, dass es viel mehr Unglück und Leid gäbe, wenn es nicht die vielen (vorallem weiblichen!) Ehrenamtlichen gäbe, die Unentgeltliches leisten in der Pflege, im Betreuen von Alten, Kindern und Kranken!

Man sollte nicht pauschalieren und alle in einen Topf werfen.
Es gibt Autofahrer, die sind verantwortungs- und rücksichtslos und trotzdem gibt es eine große Anzahl von Menschen, die durchaus in der Lage sind ein Auto so zu führen, dass sie weder sich noch andere damit bedrohen oder gefährden.

Orlanda
 
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Erinnerung
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Auch hierzu passend finde ich:

Was gut und wahr ist, ist für alle Menschen dasselbe.
Angenehm freilich ist dem einen dies, dem anderen das.

(Demokrit)


PS: Nicht die Tastatur klemmte, sondern es war einfach zu aufwendig, die vielen Fragen, die mir durch den Kopf "schossen", nieder zu schreiben. Also habe ich mich mit dem jeweiligen Ende (?) begnügt.

Hat außerdem den Vorteil, dass jeder seine Fantasie laufen lassen kann.
 
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emirena
emirena
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Nein.
Als selbsternannte Allerwelts-Gutmenschin will ich Deine Frage doch kurz beantworten, Erinnerung. Ich weiß doch, was sich gehört, hihi.

Ein bisschen Sorgen mache ich mir darüber. dass wohl einige Deiner Tasten hängen geblieben sind.
Wird schon wieder werden!


"Nichts auf der Welt ist schwierig; es sind nur unsere Gedanken, welche den Dingen diesen Anschein geben"

Arabisches Sprichwort
 
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Erinnerung
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"............Sitzen die Selbstgefälligen etwa zu Rate, lästern, richten, urteilen? Erst wird ein Prototyp konstruiert, dann die Schuldigen nominiert und "hingerichtet"?
Na bravo.. ..................." ??????????????????

Themaverfehlung???????


E.
 
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emirena
emirena
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Sitzen die Selbstgefälligen etwa zu Rate, lästern, richten, urteilen? Erst wird ein Prototyp konstruiert, dann die Schuldigen nominiert und "hingerichtet"?
Na bravo..

Ich weiß, niemand ist persönlich angesprochen.
Das war bei den bekannten Völkermorden auch nicht der Fall.

Wenn man selbst perfekt ist (was immer das auch heißen mag), ist man natürlich perfekt für dieses hohe Amt geeignet, das Herrenmenschen von Untermenschen unterscheiden darf.

Nein danke, ich möchte diesem hohen Gericht nicht beisitzen! Ein Segen, dass ich die erforderlichen Qualifikationen nicht besitze.

Ich frage mich, wie ein Mensch sein müsste, um alle selbsternannten Scharfrichter, Kritiker, Spötter und Herrscher über die Schubladen zufrieden zu stellen.
Ziemlich absurd, die ganze Diskussion hierüber, sorry!

Wie soll ein "normaler" Mensch, der viele (menschliche) Facetten hat, vor einem solchen Gremium, in dem vermutlich lauter "reinrassige" Idealtypen (?) sitzen, bestehen können? Und wie soll der Idealpartner bei einer solchen Erwartungshaltung sein?

emirena
selbsternannte Allerwelts-Gutmenschin ohne Master-Studium und ohne Lizenz zum Hinrichten
 
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Merlin47
Merlin47
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Klar, ein Gutmensch passt nicht so recht in eine Ellenbogengesellschaft. Mitgefühl, Anteilnahme, Selbstlosigkeit und Vernunft ist unnötiger Ballast, den man auf dem Weg nach oben über Bord werfen sollte.

Hauptsache ich habe alles, was kümmern mich die anderen Leute! Ich frage mich, wo hier wohl die Selbstgefälligen zu finden sind.


Merlin
 
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Erinnerung
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Albert Schweizer meinte mit „Allerweltsmensch“ sicherlich nicht gleichartige „Gene“, sondern das Verhalten in der Gesellschaft.

Z.B.: Risikofreudigkeit zu bevorzugen statt Sicherheit, verwirklichen eigener Ideen, Fehler zu „erleben“ , den eigenen Antrieb nicht „zuschütten“ zu lassen und, und und......

Kurz: Seine eigene Freiheit und Menschenwürde nicht nehmen zu lassen. Sich nicht von Lobbyisten oder andersdenkenden beeinflussen zu lassen.

E.


PS: ".... sich überall anpaßt...?...", Orlanda, ist auch eine zutreffende Bemerkung.

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