Beiträge zum Thema: Neue Liebe, neues Glück.....

 
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Ehemaliges Mitglied
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Hallo Sonnenstrahl,

wenn Du nach 2 Jahren immer noch denkst "was habe ich falsch gemacht", solltest Du schleunigst mal andere Fragen stellen! Zum Beispiel: "was unterscheidet uns", "was hat ER, womit ich nicht umgehen kann oder will" oder "was will ich eigentlih und wo kann ich es bekommen". Die Schuldfrage immer an sich selbst beantworten zu wollen, zeigt masochistische Züge.

Unser Professor Dr. Merlin hat mit seiner heutigen Vorlesung bestimmt wertvolle wissenschaftliche Hinweise für alle Ratsuchenden gegeben.

emirena
 
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Merlin47
Merlin47
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Hallo Sonnenstrahl,

es gibt viele Gründe, warum eine Beziehung scheitern kann. Im Beitrag zu Jockeline habe ich ja schon etwas über die Ziele einer Beziehung geschrieben, eventuell liegen ja hier die Gründe verborgen. Es macht nicht immer Sinn nach einer Schuld zu suchen, man sollte sich dann mehr auf die Ursachen konzentrieren und daraus lernen.

Manchmal führt aber auch erst eine größere zeitliche Distanz zur Erkenntnis und manchmal müssen wir auch nicht alles verstehen. Die Gefahr ist halt, daß der Zweck einer neuen Beziehung, in der Aufarbeitung der vorherigen Partnerschaft liegt. Jeder kann sich vorstellen, was passiert, wenn dieses Ziel erreicht ist.

Merlin
 
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Merlin47
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Liebe Jockeline,

Esoterik ist ein so vielschichtiger Bereich, daß es da neben der sinnvollen Spiritualität sicherlich auch Auswüchse und Irrwege gibt – aber das gibt es auch in anderen Bereichen. Man sollte dabei auch nicht aus dem Auge verlieren, daß es eine Zeit für Spiritualität gibt und auch eine für die nüchterne Ratio. Ein guter Christ läuft ja auch nicht ständig mit dem Rosenkranz durch die Straßen.

Aber nun zu Deinen direkten Fragen um die Liebe. Ja, die Fehler zähle ich auch zu den Schwächen eines Menschen und bisher hatte ich mit dem Erkennen der Authentizität auch keine Probleme. Mit den Mäntelchen ist das so eine Sache, aber in Gesellschaft legt man die ja ab und dann erkennt man auch, was darunter verborgen ist.

Etwas anderes ist es, wenn das Mäntelchen erst später in einer Beziehung angezogen wird. Dazu möchte ich Dir sagen, daß sich Menschen ständig verändern und eine Beziehung im Grunde eine Zweckgemeinschaft ist. Wenn sich da die Interessen eines Partners verändern oder der Zweck erfüllt ist, dann ist auch die Beziehung in Gefahr und wenn da keine neue gemeinsame Ziele gefunden werden, ist da nicht mehr viel zu retten. Die Gefahren für ein Scheitern lauern also nicht nur am Anfang einer Beziehung, sondern sind ständig präsent.

Nachdem die Gefühle des Schmerzes und der Enttäuschung verraucht sind und nach einigen Jahren die Wunden verheilt sind, wird man auch die alten Gefühle von Liebe zu dem damaligen Partner wieder entdecken. Ich habe mir deshalb angewöhnt, nur die schönen Augenblicke einer Beziehung im Herzen zu behalten, denn die kann mir niemand mehr nehmen.

Das heißt aber nicht, daß ich die alten Geschichten wieder beleben möchte, das würde für mich wenig Sinn machen, denn die Vergangenheit läßt sich nicht mehr gestalten. Wunden verheilen zwar, aber unschöne Narben bleiben da meist zurück.

So liebe Jockeline, ich hoffe, daß ich Dir einige Deiner Fragen beantworten konnte. Es gäbe da noch viel anzumerken, aber jeder von uns kann über dieses Thema sicherlich ein Buch schreiben, also lasse ich das.

Für Dich ein paar Blümchen zum Valentinstag
Merlin
 
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Ehemaliges Mitglied
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Ach Merlin,
habe ich gesagt, daß ich mich mit dem Thema "Esoterik" NICHT auseinandergestzt habe???? NEIN, habe ich nicht gesagt.
In vielen Lebenslagen stand das Thema immer wieder vor mir, ich habe es angeschaut,hingehört und manchmal auch ausprobiert.
Aber darum geht es nicht.
Mir ist wichtig, wie WICHTIG mache ich die Esoterik für mich, mache ich mich evtl. davon abhängig??
Mein Leben will ich weitgehenst selber bestimmen und leben.
Natürlich gibt es was zwischen Himmel und Erde, was wir mit Worten nicht beschreiben können und auch nicht müssen.
Das Maß macht es aus, wie mit allem im realen Leben...
Und heute mittag schreibst Du, wenn Du eine Frau liebst, liebst Du sie mit all ihren Schwächen..
Auch "Fehlern"???
Woher willst Du wissen, ob sie authentisch ist?
Was wäre, wenn die Dame sich soeben in einer Veränderungsphase befindet und sich ein Mäntelchen (sinnbildlich geshen) umhängt, welches Dir nicht mehr gefällt???
Was ist dann mit Deiner Liebe??? Veränderst Du Dich dann auch - oder sagst Du Dir, das wird schon wieder :-)
Fragen über Fragen - ob wir jemals eine Antwort finden?
Jockeline
 
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Feuerzeichenherz
Feuerzeichenherz
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Kirie, ich wollte nur für ALLE klarstellen, wen ich meinte, damit sich EINZELNE nicht angesprochen fühlen...

ging wohl daneben...entschuldige...
 
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Daisy59
Daisy59
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Noch ein kurzer Nachschlag: Ich bin davon überzeugt, dass Mann sowie Frau oft dieselben Typen anziehen, solange sie immer dasselbe ausstrahlen.

Daisy
 
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Daisy59
Daisy59
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Hallo Feuerzeichenherz,
ja, es ist manchmal einfach etwas schwierig mit der Schreiberei, man kann keinerlei Betonung reinlegen, alles steht einfach da schwarz auf weiß.
Natürlich hat du dich mit "einfach gestrickt" gemeint, stand ja deutlich da.

Emi, zum Thema selbst: Es ist komisch mit den Verhaltensmustern. Die können sich, je nachdem auf wen man trifft, schlagartig ändern, so dass man es selbst oft kaum glauben kann.
Beispiel: Bei einem Mann könnte einen das etwas Unordentlichsein zur Weißglut bringen. Kommt der Nächste, kann es einem durchaus egal sein. Oder eine Frau tanzt, die andere nicht. Kommt ein neuer Mann, macht sie auf einmal Dinge, die sie mit einem anderen Mann niemals gemacht hat.
Also ändern wir unsere Verhaltensmuster oft ganz automatisch, wenn wir auf einen anderen Menschen treffen.

Frage: Wann spricht man von "Fehlern" im Verhalten, die man nicht wieder machen will? Das ist auch beliebig auslegbar.

Vielleicht sollte man einfach so sein, wie man ist und sich in diesem einzigen Moment, der nie wiederkehrt, fühlt.

Daisy
 
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Feuerzeichenherz
Feuerzeichenherz
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..ich entschuldige mich in aller Form, sollte ich mich fehlverhalten haben.

Danke für das Verständnis.
 
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Feuerzeichenherz
Feuerzeichenherz
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Ja, mit der Esoterik habe ich Kirie gemeint...



mit einfach gestrickt, habe ich MICH gemeint...
 
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kibsolo
kibsolo
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Bitte genau lesen Emirena, da steht vor „fremdgehen“ die Aussage:
„Auch wenn wir sagen, nie in eine Beziehung einzugreifen, passiert es täglich Hunderttausende Male“.
Damit deute ich auf ein Verhaltensmuster hin, welches oft geäußert wird im Sinne von „so etwas würde ich nicht tun“.

Und dennoch entwickeln sich über das „Fremdgehen“ vielen vielen Beziehungen.
Deshalb die Aussage von mir sage nie nie.
Ist eben doch nicht oberflächlich!

Ich unterstelle, es könnte jedem von uns hier passieren, weil wir eben nicht alles perfekt
(!!! was auch immer perfekt sein mag) steuern können.
An dieser Stelle sollte sich doch jeder mal überlegen, was er im Leben niemals machen wollte und dennoch getan hat.
Es gibt sie eben doch, jene peinliche Augenblicke im Leben, die Mann/Frau so gerne vergisst.
Es grüßt Kibsolo
 
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Ehemaliges Mitglied
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wie bitte, Kibsolo? Veränderung durch Fremdgehen? Wie oberflächlich ist das denn? Versteh mich richtig bitte, es geht mir hier NICHT um die moralische Betrachtung/Verurteilung.

Fremdgehen beweist doch gerade in den meisten Fällen, dass jemand sich überhaupt nicht wirklich verändert, sondern nur das passende neue Objekt zum gleichbleibenden Verhalten sucht. Und genau das funktioniert meistens nicht. Da fallen mir spontan die Mehrfach-Enttäuschten, die jedes Mal glauben, mit dem neuen Mann/der neuen Frau und der neuen Liebe wird alles anders.

Ich will das nicht ausschließen; möglich ist vieles, aber weil ich denke "alles wird gut" ist noch keine Weiche gestellt. Es gilt herauszufinden, was falsch läuft. Und ein gewisser Abstand (zeitlich und gefühlsmäßig) ist, wie Schreiberlinchen schrieb, dafür sicher hilfreich.

emirena
 
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Ehemaliges Mitglied
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Anzahl Beiträge: 7477
Mann, Merlin, wer könnte Dich "erziehen" wollen!
Mir jedenfalls reicht es, meine Kinder erzogen zu haben.

Ich glaube ganz einfach, dass wir beide ein sprachliches Probem haben. Du erörterst etwas allgemein, sprichst mich aber direkt an. Ich will auch immer nur allgemein etwas erörtern und spreche dann fälschlicherweise in der Ich-Form. Meinen Erkenntnisse liegen meine Erfahrung und teilweise auch die Meinungen und Erfahrungen anderer Menschen zugrunde. ABer wenn ich Hilfe für ein eigenes Problem suchen wollte, hätte ich das bestimmt klar und deutlich gesagt. Ich suche - öffentlich - niemals ein für mich bestimmtes Rezept, sondern nur ein Brainstorming und ziehe dann entsprechende Schlüsse (oder auch nicht).

Ja damit hast Du schon Recht, dass ich dazu neige, die Kontrolle über meine Beweggründe oder Gefühle nicht aufgeben zu wollen. Aber das gilt nur für den Anfang. Zu unterstellen, ich vermute irgendeinen wunden Punkt, weil ich mich nicht auf Gefühle verlassen mag, wäre ein Irrtum. Ganz im Gegenteil, ich vermute eher, dass jemand (das kann auch ich selbst sein) im gefühlsmäßigen Überschwang ein paar Fakten leicht übersehen kann, die mit Liebe allein nicht zu bewältigen sind. Ich unterstelle keinem böse Absichten. Ehrlichkeit und Offenheit stehen im meinem persönlchen charakterlichen Ranking ganz oben.

Übrigens finde ich es ziemlich blöd, dass wir (alle)uns hier immer darüber zoffen, ob der Kopf oder der Bauch das Sagen haben dürfen. Es hat beides seine BErechtigung, alles zu seiner Zeit und im richtigen Zusammenhang.

Zur Esoterik:
(Jocki, ich hoffe Du nimmst es mir nicht übel, dass ich hierzu antworte, obwohl es an Dich gerichtet war!?)
Ich habe im Prinzip nichts gegen Esoterik. Sie wird nur oft dazu mißbraucht, uns die klare Sicht zu vermebeln. "Alles wird gut, wenn ich nur daran glaube". Das meinte ich mit dem Beispiel Haiti. Die Haitianer sind bestimmt lebensfrohe und positive Menschen (gewesen); das Schicksal hat zugeschlagen und ich finde es ziemlich vermessen zu glauben, daß mir selbst (beispielhaft) nichts Schlimmes passieren kann, weil ich positiv denke.

emirena
 
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Merlin47
Merlin47
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Liebe Emirena,

denke schon, daß ich Dich zwischenzeitlich auch ganz ohne Karten recht gut kenne.

Aber nun zum Thema selbst:

Wenn Du eine Thema einstellst verfolgst Du auch ein bestimmtest Ziel. Entweder Du möchte über eine Sache ganz grundsätzlich oder auf Dich bezogen eine Klarheit bekommen.

Wenn Du nun bei einer grundsätzlichen Erörterung nicht auf die fiktiven Fakten eingehst, sie auf Dich persönlich beziehst und dann ausschließt, muß ich doch eine andere Motivation vermuten – oder?

Aber es sollte in diesem Thema ja um neue Liebe gehen. Wenn ich eine Frau wirklich liebe, so liebe ich sie doch, wie sie ist, auch mit ihren Schwächen. Diese machen uns doch gerade zu dem, was wir sind, nämlich Menschen und keine seelenlose Wesen.

Dies zu erkennen ist übrigens nicht allzuschwer – man muß dem Gegenüber einfach nur zuhören und auch auf das Nichtgesagte zwischen den Worten achten (ganz ohne Karten).

Mit dem Karten auf den tischlegen solltest Du ehrlich sein, denn damit erwartest Du das auch von Deinem neuen Partner, wozu? Du vermutest doch dann damit, daß da irgendwo noch ein dunkler Punkt sein könnte, den Du übersehen hast und das würde ich schon als Mißtrauen bezeichnen – oder?

Ich weiß, daß Du gerne alles unter Kontrolle haben und nichts dem Zufall überlassen möchtest – aber das geht bei Gefühle und Emotionen halt nicht – denn sie folgen ihrer eigenen Logik.

Es reicht auch nicht Deine eigene Seele unter Kontrolle zu halten, denn in einer Partnerschaft gibt es deren zwei. Selbst wenn Du die Karten auf den Tisch legst, ist das keine Garantie für immerwährende Liebe. Hingebung in jeder Form setzt ein grundsätzliches Vertrauen voraus.

Die Einsicht, daß wir einen Partner nicht verändern sollen, mag schon vorhanden sein – dieser jedoch zu folgen steht auf einem anderen Blatt.


Merlin, wie immer schwer erziehbar
 
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kibsolo
kibsolo
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Nein Kirie,
ich meine nicht ganz die Vernunft ausschalten, sondern manchmal die guten Vorsätze.
Was ich meine, ist, dass die Vernunft nicht immer entscheidet.

Unsere „Verhaltensmuster“ sind im Laufe des Lebens natürlich geprägt und haben sich gefestigt.
Entscheidend sind sie aber von unseren Charakterstrukturen und Milieu bestimmt und da spielt das Wunschdenken eine große Rolle.
Unser Umfeld entscheidet, wie wir mit diesen Charakteranteile umgehen.

Ich habe bewusst das Beispiel des „Fremdgehens“ gewählt, um aufzuzeigen, dass so viele Einflüsse bei unserem Verhalten eine Rolle spielen.
Der Ansatz aber ist in uns selbst.

Wenn in einer neuen Beziehung alte Verhaltensmuster durchbrechen, dann hat dies Gründe, die in unserem Empfinden vorhanden sind. Wut, Unzufriedenheit, funktional Gelerntes.
Eine Zeit lang mag das gut gehen, irgendwann brechen diese Muster aber auf und zwar ungewollt.
Das muss nicht immer negativ sein!

Dies ist kein Widerspruch, sondern eine Funktionalität in unserer Persönlichkeit, die sich selbst schützen möchte, oder --- etwas Gutes tun.
Deshalb wiederhole ich: „Wir steuern diese Dinge eben nicht immer nach der Vernunft“.

Kibsolo
 
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Feuerzeichenherz
Feuerzeichenherz
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Menschenskind...bin ich einfach gestrickt....!!!!!!!!!
 
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Feuerzeichenherz
Feuerzeichenherz
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Esoterik tut alles, ausser krampfen.

Da entsteht wirklich der Eindruck, dass du dich noch nicht damit beschäftigt hast, was ja nicht schlimm ist.

Nur werten sollten wir nicht....

aber ich machs mir jetzt mal gar nicht kompliziert....

ich denke, der Mann für mich ist geboren....(beschrieben habe ich ihn ja im Thema "starke Frauen").
Und wird meinen Weg kreuzen....

und dann werde ich hemmungslos lieben, lachen, tanzen, leben....mit allen Sinnen....

und meine ganze Lebenserfahrung einsetzen, mit ihm glücklich zu sein.

Bis ans Ende meiner Tage...
 
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Merlin47
Merlin47
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Hallo Jockeline,

warum Du immer den gleichen Typ von Mann suchst, liegt doch gerade an Deinem Verhaltensmuster und wenn Du das nicht änderst, werden Zwangsweise auch Deine Erfahrungen immer die gleichen bleiben.

Deine Haltung gegenüber der Esoterik kann ich gut verstehen, denn Dinge, mit denen man sich noch nicht beschäftigt hat, kann man auch nicht verstehen und deshalb erscheint es dem Menschen dubios und unheimlich.

Mit der Sinnhaftigkeit der positiven Gedanken haben sich nahezu alle Religionen und auch die moderne Psychologie beschäftigt (Autosuggestion). Ja, wenn es alle versuchen würden, könnte die Welt sehr viel freundlicher und auch menschlicher sein – tatsächlich ein Paradies auf Erden.

Wer morgens griesgrämig zur Arbeit kommt, wird auch nicht mit Elan und Freude die Dinge angehen, die er tun sollte. Er wird auch nicht zu einer kreativen Stimmung unter den Kollegen beisteuern. Jeder, der schon einmal einen solchen Arbeitskollegen oder gar Chef hatte, weiß, wie negativ sich das auf die Arbeit auswirken kann. Das ist auch ganz offensichtlich in einer Partnerschaft nicht anders.

Aber manche Menschen verfolgen andere Wege, um an ihre Ziele zu kommen – wie man in unserer Ellenbogengesellschaft sehr gut erkennen kann. Es stellt sich nun die Frage, welchen dieser Weg ich für mich einschlagen möchte.

Ich kann natürlich auf die Mitmenschen schielen, um der Masse zu folgen, ohne an meine Befindlichkeit zu denken oder einfach meinen eigenen Weg gehen. Soll ich da warten, bis auch der Letzte begriffen hat, daß er den falschen Weg eingeschlagen hat? Die Christen haben in fast 2.000 Jahren die Lehre Jesus noch nicht einmal begriffen.

Geduld ist eine Tugend, die wir in unserer schnellebigen Konsumwelt leider immer mehr verlieren. Alles muß möglichst schnell und lieber sofort geschehen, dabei verlieren wir in der Hast das Wesentliche aus dem Auge.

Bei der Partnersuche setzen wir uns so selbst unter Druck und erzeugen in uns eine Unzufriedenheit, die sich auch auf die Suche selbst wieder niederschlägt. Diese Ungeduld verleitet uns auch gerne Dinge zu erzwingen, was gerade für eine Partnerschaft ein Scheitern vorprogrammiert: Liebe kann man halt nicht erzwingen – sie muß geschehen und dann ist auch der Augenblick, den es zu erwarten und zu nutzen gilt.

Was nun die Sicht auf uns selbst mit der Naturkatastrophe in Haiti zu tun hat, ist mir nicht so recht klar – wenngleich sie uns einmal wieder unseren Platz in der Natur vor Augen führt.


Die Sache mit dem Parfüm bringt es auf den Punkt
Merlin
 
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kibsolo
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Einen wunderschönen guten Morgen!

Da habe ich doch beim Lesen hier glattweg zwei Tassen Kaffee getrunken.

Die meisten von uns haben doch auch, wie so vielen getrennten und/oder geschiedenen Beziehungen, ihren Erfahrungen gemacht.
Es hat etwas mit Flexibilität und Motivation zu tun, ob wir uns ändern oder nicht, ob wir auch wollen oder nicht.

In jungen Jahren ist die Verliebtheit, die Romantik und alle weitere schöne Begleiterscheinungen einer Beziehung der Grund für unsere Veränderungen.
Und zwar bei beiden Partnern. Wir wachsen aufeinander zu und verändern uns fortwährend.

Die älteren Semester, wie wir hier (grins…….) wissen aber genau, das wir uns im Laufe der Jahren verändert haben, auch was der Umgang mit unseren Gefühlen betrifft.
Vieles wird durch andere Werte ersetzt, wie etwa das gemeinsam Durchlebte, unsere Reife im Umgang mit Gefühlen.

Und genau hierin liegt unser Motivationsverhalten.
Es ist nicht die Frage der Rationalität oder der Vernunft, es ist die Frage des Bauches, die uns dazu (ver)führt, wie wir uns entscheiden.
Und darin haben wir uns nicht wesentlich verändert.

Ob nun gebunden, getrennt oder geschieden, wir ändern uns, wenn es die Gefühle sagen.
Auch wenn wir sagen, nie in eine Beziehung einzugreifen, passiert es täglich Hunderttausende Male. Wir nennen das „fremd gehen“.

Wenn der Bauch es sagt, passiert es meist auch, -- zumindest sehr oft.
Wenn dann daraus eine Beziehung entsteht, hat Man(n)/Frau sich schon verändert.
Und das nicht Mal so ein bischen!

Manche Fragen lassen sich eben erst beantworten, wenn die Erfahrung eingetreten ist, manche gar nicht.
Hier sind die besten Vorsätze oft wertlos oder werden (vorübergehend oder dauernd) ausgeschaltet.
Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie wir gute Vorsätze draußen vorlassen.

Ich meine, wenn es sich lohnt, verändert man sich auch,
sage nie nie!
Der Alltag holt uns oft ein.

Das Muster ist veränderbar und wir verändern es oft genug.
Das ist übrigens der berühmte „verhaltenstherapeutische Ansatz“ in uns selbst, steigere die Motivation oder ersetze das Ziel.
Wir steuern diese Dinge eben nicht immer nach der Vernunft.
Ich finde das auch gut so!

LG Kibsolo
 
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
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hallo Merlin,

so weit solltest Du mich doch zwischenzeitlich - wenn auch nur virtuell - kennengelernt haben, dass es NICHT mein Anspruch ist, eine Bestätigung meiner Vorstellung von Dir oder anderen Lesern zu erhalten.
Sagen wir, ich will das ebenso wenig wie DU.

Zum Punkt "Karten auf den Tisch":
Was sollte daran ein Zeichen von Mißtrauen sein, wenn ich zu Beginn einer neuen Beziehung/Liebe MEINE Karten freiwillig auf den Tisch lege? Ich habe ja nichts eingefordert, würde es aber für hilfreich halten, um spätere Vorwürfe von vornherein weitgehend auszuschließen. Gerade deshalb, weil ich mich selbst kenne und weiß, was ich bei aller Toleranz nicht tolerieren kann und mag.

Vertrauen ist doch etwas, was wächst. Man kann (und sollte) wohl einen Vertrauensvorschuß gewähren, sollte dabei aber auch die Großzügigkeit des "neuen" Partners auch nicht überstrapazieren, indem man die eigenen "Schwachstellen" wissentlich verschweigt.
Schweigen mag manchmal Gold sein; VERSCHWEIGEN ist es nicht.

Da sind wir uns doch alle einig: den Partner verändern zu wollen, das geht gar nicht. Wohlgemerkt, wir sprechen hauptsächlich von charakterlichen Veränderungen. Dass ich IHM zuliebe mal einen Rock anstatt einer Hose und er mir zuliebe mal eine rote statt eine graue Krawatte trägt, also darüber will ih nun wirklich kein Wort verlieren. Deswegen nur hier zur Klarstellung, um entsprechenden Hinweisen vorzubeugen.

emirena
 
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied
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Hallo Biene,

ich habe nochmal über Deine Worte nachgedacht, dass die Unterscheidung von Verhaltensmusteränderung und Rollenspiel schwammig ist. Das stimmt.
Sorry, da habe ich wohl nur flüchtig quergelesen.

Trotzdem: wo Erkenntnis (über sich selbst) und ein Wille ist, "an sich selbst zu arbeiten", gibt es auch eine Möglichkeit, mit den eigenen Unzulänglichkeiten bewußter um- und auf "neue" Menschen anders zuzugehen. Auch die Bereitschaft, die eigene Erwartungshaltung kritisch zu überdenken, ist hilfreich. Ganz ohne Erwartung zu sein ist, finde ich, selbstzerstörerisch und weltfremd.

lg emirena

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