Beiträge zum Thema: Weiterentwicklung (Joh.W. v. Goethe)

 
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Feuerzeichenherz
Feuerzeichenherz
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Wir können uns nur weiterentwickeln,

wenn wir versuchen, über das, was wir bereits können, (und kennen, Zusatz von FZH), hinaus zu wachsen.

Johann Wolfgang von Goethe

ich für meinen Teil, stimme voll und ganz zu.
 
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Toro
Toro
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Wie merlin schon erwähnte, ist die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat oder nicht, keine neue, sondern eine Urfrage der Philosophie, die von unterschiedlichen Philosophen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich beantwortet worden ist.
Deswegen brauchen wir uns auch nicht zu einigen.

Ich bin zu der Einstellung gelangt, dass der Mensch sowohl einem Schicksal unterliegt, Karma meinetwegen, Fügung oder Führung, und zugleich einen freien Willen hat, der es ihm erlaubt, auf seinen Weg Einfluss zu nehmen. Wo die Grenze ist, vermag ich nicht zu sagen, vermutlich ist sie bei jedem Menschen anders und auch nicht zu jeder Zeit gleich.

Anders ausgedrückt ist das Leben des Menschen eine Mischung von Demut und Wagemut. Beides brauchen wir, und wer nur eins davon hat, der ist nicht vollständig.
Ich hatte in der ersten Hälfte dieses Jahres durch eine schwere Krankheit eine große Portion Demut zu lernen, und es fällt mir immer noch schwer, wieder wagemutig zu sein - ohne diese Demut wieder zu verlieren.
Und da passt nun das Goethe-Zitat aus dem Eröffnungspost von Feuerzeichenherz:
"Wir können uns nur weiterentwickeln, wenn wir versuchen, über das, was wir bereits können, (und kennen, Zusatz von FZH), hinaus zu wachsen."

Es ist glaube ich, nicht ganz verkehrt, sich ab und an eine kleine Liste zu machen, wo wir versuchen wollen, über das, was wir schon können, hinaus zu wachsen. Bei mir läuft das immer auf Komparative hinaus: ich möchte z.B. geduldiger werden, großzügiger, liebesfähiger und und und ...

Toro
 
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Merlin47
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Liebe Emirena,

bei der Krone der Schöpfung hatte ich extra angemerkt, daß ich das ganz allgemein meine. Es ist eine grundsätzliche Vorstellung unseres christlich orientierten Kulturkreises, den Menschen in eine herausgehobene Rolle zu stellen.

Das geschieht nicht unbedingt vordergründig, sondern schlägt sich in unserem Wertehorizont nieder. Nicht umsonst wurden Tiere bis vor wenigen Jahren in der Rechtssprechung als Sache gesehen.

Der freie Willen müßte eine Handlung sein, die frei von irgendwelchen Zwängen ist und ihren Ursprung im Willen selbst hätte. Schopenhauer hatte dazu einmal gesagt: „Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will.“

Zu diesem Thema hatten sich schon eine Menge schlauer Leute den Kopf zerbrochen. So wundert es nicht, daß man auch in der Hirnforschung den Denkprozess um diese Sache schon beobachtet hatte und zur Erkenntnis gekommen ist, daß Entscheidungen getroffen werden, noch ehe es dem Menschen bewußt wird.

Deine Denkfabrik kann auch nur das verarbeiten, was ihr aus dem Unterbewußtsein geliefert wurde. Schon die Art der Problemlösung folgt einem unterbewußten Muster. Ob es nun am Ende des Denkprozesses zu einer destruktiven oder umsichtigen Handlung kommt, hängt von der allgemeinen Befindlichkeit der betreffenden Person ab.

Wer in einer Situation mit Wut, Neid oder Traurigkeit erfüllt ist, wird anders handeln, als in einem ausgeglichenen oder euphorischen Zustand. Die Ratio hat lediglich ein eingeschränktes Vetorecht in den weniger bedrohlichen Lebenssituationen. Mit der zunehmenden Streßsituation schwindet auch der Einfluß der Ratio, bis hin zu einer völligen Ausblendung.

Das Unterbewußtsein bezieht ihre Informationen aus den Sinnesorganen und der Sensorik des Menschen. Dort werden unentwegt alle Dinge aus dem Umfeld abgetastet, bewertet, gespeichert oder dem Bewußtsein zur Problemlösung übergeben. Es werden dort aber nur jene Informationen weitergeleitet, die für die Lösung erforderlich erscheinen, der Rest wird ausgeblendet und in den Träumen aufgearbeitet.

Wenn man sich alle diese Gegebenheiten vor Augen führt, wird man erkennen, daß der scheinbare Rückschritt in der Entwicklung der Menschen eigentlich keiner ist, sondern nur ihr Wesen widerspiegelt.

So folgt auch die allgemeine Ansicht zu einer notwendigen Weiterentwicklung im Grunde auch nur dem uralten Grundbedürfnis des Menschen zur Optimierung. Warum sollte er auch diese alte und bewährte Strategie aufgeben, die ihn im Grunde so erfolgreich werden ließ?

Da selbst Einstein den freien Willen nicht gefunden hatte, werde ich wohl auch vorerst oder für immer darauf verzichten müssen.


Es sind nur meine Gedanken, verstehe sie also bitte nicht zu persönlich.

Merlin
 
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lieber Merlin,

mir fällt immer wieder auf, dass wir beide offenbar eine besondere Begabung darin haben, aneinander vorbei zu reden.

1. Den Menschen als die Krone der Schöpfung zu bezeichnen, liegt mir fern. Es gibt reichlich Beispiele dafür, dass Menschen schlimmere Bestien sein können als Tiere, die ja NUR ihrem Instink folgen (müssen).

2. In Frage zu stellen, dass der Mensch einen freien Willen hat, erscheint mir sicher ebenso berechtigt wie in Frage zu stellen, dass er den freien Willen NICHT hat. Ich tendiere - wie in vielen Fällen - zu der Annahme, dass es sich bei der Beantwortung der Frage nach dem freien Willen um eine Variable handeln könnte. Mehr oder weniger.

Ob nun freier Wille oder nicht; jedenfalls sind Menschen nicht zu Greueltaten oder unsozialem Handeln gezwungen, sondern haben eine eigene "Denkfabrik". Was dabei herauskommt, kann gut oder böse, konstruktiv oder destruktiv, umsichtig oder kurzsichtig sein. Sicher spielt dabei auch das Unterbewußtsein eine gravierende Rolle. Woraus also wird das Unterbewußtsein gespeist und wie kompatibel ist es mit dem Organ "Denkfabrik"? Auch das ist wieder individuell verschieden.

Es gibt Menschen, die überwiegend "triebgesteuert" sind und es gibt solche, die sich überwiegend von der Ratio leiten lassen (können).

Damit gebe ich Dir allerdings Recht: eine Entwicklung kann in mehrere Richtungen gehen. Und oft bin ich der Meinung, dass sich die Menschheit insgesamt in gewissem Sinne eher "zurückentwickelt" trotz allen technologischen Fortschritts. Irgendwie scheint jegliche Verhältnismäßigkeit verloren gegangen und jeglicher Sinn ins Absurde gedriftet zu sein.

Umso mehr sehe ich dennoch die Herausforderung an jeden einzelnen, sich im positiven Sinne weiter zu entwickeln. Man könnte es wenigstens versuchen.

In diesem Sinne grüßt aufmüpfig aber herzlich
emirena
 
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Merlin47
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Liebe Emirena,

natürlich darf man die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht ohne Reflexion übernehmen, denn da gibt es auch kontroverse Ansichten und Widersprüche.

Um einen neuen Gedanken in mein Denkmodell aufzunehmen, ist es mir halt wichtig, daß man ihn in einen stimmigen Zusammenhang mit dem bereits Bekannten stellen kann.

Wenn also nicht ganz klar ist, woraus sich eigentlich der freie Wille des Menschen begründet – stelle ich ihn halt, wie andere in Frage.

Je mehr man sich in den letzten Jahren mit dem Wesen des Menschen beschäftigt hatte, je mehr wurde auch deutlich, wie verschwindend klein und diffus der Aspekt des freien Willens sein muß.

Sicherlich ist diese Erkenntnis für einen christlich orientieren Menschen (meine ich ganz allgemein) schmerzlich, wenn sein Weltbild von der Krone der Schöpfung ins Wanken gerät. Eventuell gelingt es uns aber mit dieser "neuen" Erkenntnis den Menschen als Teil des Ganzen zu verstehen.


Merlin
 
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Merlin47
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Liebe Cardia,

es ist mir schon klar, was Du mir damit sagen möchtest. Von der Vernunft her gesehen ist das ja völlig richtig – wenn da nicht die eigenen Erfahrungen wären.

Manchmal glaubt man halt, daß diesmal die Herdplatte nicht so heiß sein würde. Wir sehen das ja auch nicht, sondern können es nur fühlen.

Es gibt einfach zu viele Beispiele – die mich an der bestimmenden Vernunft der Menschen zweifeln läßt.


Merlin
 
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lieber Merlin,

müssen wir nicht alle immer wieder an uns arbeiten und sind immer Schüler des Leben?

Wir lernen doch nie aus. Nun zu unserem Unterbewußtsein: Unser Gehirn registriert unsere Fehler und hat auch ein " Frühwarnsystem ".

Sonst würden wir unsere Hand immer wieder auf die heisse Herdplatte legen.-

Egal, ob dumm oder klug,... wer aber immer die gleichen Fehler macht, zeigt somit nur, dass er entweder kein Gehirn hat...oder....????


In diesem Sinne,
lG Cardia
 
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aber Merlin,
das habe ich doch zu keinem Zeitpunkt gesagt (und auch nicht gedacht), dass man sich NUR auf die eigene Wahrnehmung verlassen soll. Ganz im Gegenteil bin ich doch dafür, den eigenen Standort auch mal vorübergehend zu verlassen, um eine andere Perspektive kennenzulernen.
Nur vertraue ich eben auch nicht AUSSCHLIESSLICH dem, was andere kluge und weniger kluge Köpfe mir permanent vorbeten. Auch die etablierte Wissenschaft muss hin und wieder, wie Dein aktuellstes Beispiel zeigt, neue Erkenntnisse aufnehmen und alte Zöpfe abschneiden.
emirena
 
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Merlin47
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Liebe Cardia,

da ich noch daran arbeite zumindest ein kluger Mensch zu werden, kann ich mir also auch noch leisten gelegentlich ein Dummkopf zu sein.

Sicherlich, wäre es schön, wenn ein dummes Schaf noch etwas lernen könnte - wenn ich aber auf die Welt blicke – habe ich da so meine Bedenken.

Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt.

Merlin
 
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Merlin47
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Liebe Emirena,

natürlich hat jeder das Recht seine Sicht der Dinge selbst zu basteln. Diese Betrachtungen nehme ich dennoch sehr ernst, aber Du wirst verstehen, daß ich mich einer These, die sich lediglich auf die eigene Wahrnehmung stützt nicht anschließen mag.

Wenn Galileo der Lebenserfahrung gefolgt wäre, hätte er das Weltbild Kopernikus aufgeben und sich der Meinung der Inquisitoren anschließen können.

Ja, so kann ich mit ruhigem Gewissen seinem Beispiel folgen und behaupten: " ... und sie bewegt sich doch!"

Merlin
 
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Hey, Kirie

aus dem heutigen, dummen, schwarzen Schaf kann morgen ein erleuchtetes, kluges, weißes Schaf werden,...

wenn es aus seinen Fehlern und denen der anderen Schafe lernt.-:)

LG Cardia
 
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Hallo Kirie,

da besteht schon ein gravierender Unterschied: Genau,
der Mensch denkt....
und deshalb sollten wir nicht nur aus unseren Fehlern, sondern auch aus denen der anderen etwas lernen, wir müssen es sogar, oder?

Wir haben die Freiheit, uns zu entscheiden und Fehler zeigen uns, dass uns etwas " fehlt".-


Also sind Fehler auch hilfreich und ohne Fehler gäbe es wohl auch keinen Fortschritt.

Wenn Du deine Hand auf eine heiße Herdplatte legst, wirst Du sie doch nicht noch einmal darauf legen, oder?


" Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein"!
A. Einstein

Wir aber haben einen Verstand und der ist ganz und gar nicht unwillkürlich.-
Manche entwickeln sich weiter, andere bleiben stehen und wieder andere entwickeln sich zurück.-

LG Cardia
 
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Feuerzeichenherz
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Das täuscht, liebe Emirena, sonst würde ich ja nicht sagen, dass dies nur mein Erfahrungen sind, die für mich gelten.


Wäre ja ein Widerspruch in sich.

Ich denke, ich bin diejenige, die sich ständig verteidigen muss, weil mir andere einreden wollen, ich hätte keine Ahnung.

Und es wäre in Wirklichkeit alles nur fröhlich geredet, Scheinwelt und Träumerei.


Auf der einen Seite wird darauf hingewiesen, dass jeder seine Meinung vertreten kann, nichts anderes tue ich.

Und bin ich anderer Meinung, sage ich das auch.

Ganz einfach......wie jeder und jede hier im Forum.
 
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Merlin47
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Liebes Feuerzeichenherz,

der Eindruck von den uralten Strukturen ist durchaus richtig, nur sind wir da wohl alle steckengeblieben. Ja, es gibt auch neue Erkenntnisse über das Wesen der Menschen, aber die beziehen sich gerade auf diese uralte Strukturen.

Daß nun das Management diese Gegebenheiten für ihren Profit entdeckt haben, ist auch völlig richtig und verständlich.
Die Werbung und die Verkaufsstrategien in den Supermärkten dürfte zum Beispiel jener Bereich sein, der am meisten von der Kenntnis über das Wesen der Menschen profitiert hat, und wird dort auch bis zum Exzeß betrieben.

Glaube mir, es macht wenig Sinn, das Rad nochmals neu zu erfinden wollen – es wird dadurch nicht besser.

Merlin
 
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Hallo, Ihr Lieben,

"normalerweise" sollte der Mensch aus seinen Fehlern lernen, dass kann ich schon von mir behaupten;

denn, der etwas daraus gelernt hat, wird nicht 2x den gleichen Fehler machen,
sondern immer wieder andere.-

Wie heißt es so schön: "Der "Kluge" macht macht immer andere Fehler, nur der " Dumme" macht immer dieselben Fehler".

Sonst wären wir ja dumm geboren und hätten nichts dazu gelernt!-

Frühlingsgrüße von Cardia
 
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ui, eine Eins mit Sternchen von FZH!
Welche Ehre!

Aber wir sind ja hier nicht in der Schule, wenn man auch manchmal den Eindruck gewinnen könnte.
Meine Lieben, FZH und Merlin, ich möchte nur mal ganz bescheiden darauf hinweisen, dass man eigene Positionen sicher vertreten kann und soll, aber trotzdem immer bedenken sollte, dass die eigene Erfahrung und auch die eigenen Erkenntnisse nicht unbedingt die ultimative Wahrheit aller Menschen sein muss.

FZH, Du weist zwar meistens darauf hin, dass es sich um Deine eigenen Erfahrungen handelt, scheinst aber manchmal nicht zu akzeptieren, dass es auch andere "Wahrheiten" gibt.

Merlin, ich verstehe (immer) schon sehr gut, was Du meinst und was Du sagen willst, nur werde ich aus meiner eigenen Perspektive und Erkenntnis heraus dennoch niemals die Meinung vertreten, dass der gemeine Mensch überwiegend eine fremdgesteuerte, zu selbstbestimmtem Handeln unfähige Marionette einer "höheren Macht" sein soll. Klar läuft vieles, sehr vieles unbewußt ab, aber um Deine Matapher der Weggabelung zu bemühen, Merlin, haben wir Menschen die Gabe zur Reflexion und "dürfen" unter mehreren Möglichkeiten(Wegen) wählen. Dass eine solche Entscheidung natürlich auch irgendwie mit den gemachten Erfahrungen zu tun hat und durch das Unterbewußtsein mitbestimmt wird (wie bei den Pawlow'schen Hunden) steht außer Frage.

Sachliche Diskussionen setzen eine Bereitschaft voraus, dass wir uns auf die gegenüberliegende Seite begeben und uns die Mühe machen, von dieser anderen Position aus eine möglichst vorurteilsfreie Betrachtung zu wagen. An eben dieser Bereitschaft scheint es oft zu hapern. Jeder glaubt, nur er selbst würde die ultimative Wahrheit kennen.

emirena
 
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Feuerzeichenherz
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Lieber Merlin, manchmal habe ich den Eindruck, dass du in uralten Strukturen der Realitätsgestaltung steckengeblieben bist.

Informiere dich doch mal über die neuesten Erkenntnisse, die sogar in sehr guten Firmaen unter den Mitarbeitern gelehrt wir. Es wird sogar Wert darauf gelegt, dass diese auch umgesetzt und gelebt werden.

Ja, genau, ich arbeite mit solchen Menschen zusammen.

Ich würde sonst nicht schreiben, dass dies so ist.

Nach meinem Prinzip, nur das selbst Erlebte und Geschaffene hier zu vertreten.
 
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Feuerzeichenherz
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Eine sehr gute Antwort, Emirena.


Genauso sehe ich das auch.
 
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Merlin47
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Liebe Emirena,

mit dem Beispiel der Wiederholung eigener Fehler wollte ich eigentlich nur auf einen Aspekt hinweisen, der auch dazu führen kann, daß wir uns mit dem richtigen Weg irren können.

Ich hatte ja schon mit der Projektion der Erfahrungen aus der Vergangenheit auf die Zukunft beschrieben, wie wichtig die Lebenserfahrung für unser zielgerichtetes Handeln ist.

Diese Dinge laufen aber im Unbewußten ab, wir können da lediglich zwischen den Optionen entscheiden, die uns vorgeschlagen werden.

An andere Stelle hatten wir diesen Umstand auch in Zusammenhang mit der mangelnden Fähigkeit der Menschen zu einer weitreichenden Planung über das Leben hinaus beleuchtet.

Du solltest deshalb einmal die Lebenswege, der von Dir besagten Personen einmal näher betrachten – dann wirst Du Dich sicherlich auch fragen – wie weit es da mit dem eigenen Willen bestellt ist.

Lebenserfahrung alleine ist noch kein Garant für den Erfolg, dazu bedarf es noch eine Reihe weiterer Komponenten.

Merlin
 
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Hallo Merlin,
"schaden" kann es sicherlich nicht. Ebenso wenig kann es schaden, sich im Voraus mit den möglichen Folgen des eigenen Handelns auseinander zu setzen. Dass dann immer noch unvorhergesehene Dinge passieren, die wir nicht beeinflussen können, ist ja unbestritten und insofern verstehe ich auch, was Du damit meinst, dass man oft erst im Nachhinein erkennen kann, ob eine Entscheidung richtig oder falsch war.

Nur bin ich nach wie vor nicht mit Deiner These einverstanden, dass wir "nichts aus Fehlern lernen", weil wir uns ja angeblich nur einbilden, den Verlauf des eigenen Schicksals selbst steuern zu können.

Das mag auf verschiedene Charaktere unterschiedlich stark zutreffen, aber es gibt auch jede Menge Beispiele dafür, wie Menschen ihren Weg kraft ihres eigenen Willens weitestgehend selbst bestimmen. Nicht ohne gewisse Unwägbarkeiten - selbstverständlich.

emirena

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