Beiträge zum Thema: Beziehungen

 
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Erinnerung
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Es gibt Beziehungen, die nicht auf eine Partnerschaft (im Sinne von Mann und Frau) beruhen. Ein guter Freund / Freundin kann ebenfalls eine enge Beziehung darstellen. Besonders dann, wenn man keine andere Partnerschaft mehr aufbauen kann / will.

Hat aber diese Freundin plötzlich einen Partner gefunden und lässt die Freundschaftsbeziehung „schleifen“, entwickelt die „Verlassene“ genau so „Entzugserscheinungen“ wie beim Beenden einer Partnerschaft.

Was geht dann wohl in ihr vor??

Sie hat doch die Möglichkeit, da ungebunden, jederzeit neue Freunde zu suchen, wenn sie schon keine Partnerschaft mehr will.

Warum nutzt sie diese Möglichkeit nicht?

Zeigt sich daran nicht, dass ein bekennendes "Single-Leben" doch nicht so "allein" ist, wie manche das darzustellen versuchen?


Groß-E-Ponkt
 
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Ehemaliges Mitglied
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Schönen guten morgen ,

Ich bin eher sehr vorsichtig mit dem Eingehen irgendwelcher Freundschaften .

Oft finden sich schnell sogenannte Freunde oder wie es hier schon genannt wurde eine Form der Beziehung .

Man wird oft schnell gegen einen neuen Freund ausgetauscht sei es im Internet oder auch auf der freien Wildbahn .

Daher , wenn ich mal bereit bin zu einem Menschen in eine Freundschaft zu starten , erwarte ich mir im vornherein nichts an Loyalität und rechne schon damit das die Begeisterung des anderen an meiner Person schnell dahin geht .

Ich lasse einfach die Zeit arbeiten und warte ab . Da ich nicht unbedingt auf enge soziale Kontakte angewiesen bin kann ich alles in Ruhe abwarten was sich ergibt .

Mich findet man eher im Rudel bei Sport , Spiel und Freizeit und da habe ich schon langjährige Freundschaften für mich gefunden .Meist sind die neuen Partner bei gefestigten Freundschaften voll mit dabei bei den Aktivitäten .

Oft sind die Freunde auch mal eine Zeitlang untergetaucht und wollen ihre neue Zweisamkeit genießen . Da kann ich auch nicht böse sein denn aus meiner eigenen Erfahrung heraus kehren sie meist an den Tatort ....Freundschaft zurück entweder wieder alleine oder mit der neuen Beziehung .

Wie es @emirena hier schon schreibt....Loslassen das Zauberwort
 
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emirena
emirena
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..und wer sagt, dass das für JEDEN Menschen im gleichen Maße gelten MUSS?

emirena
 
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Altbier
Altbier
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Männlein und Weiblein sind nicht dazu geschaffen alleine zu leben.Wer sich das einredet der lügt sich was in die tasche .dasProblem ist das sich jeder was vor gaukelt wenn er behauptet ich bin gerne alleine.man hat nur eine bestimmte vorstellung was man möchte und was nicht und wenn das nicht hin haut ist bei den meisten immer der andere schuld so ein blödsinn man muss erst sich selbst lieben dann kannst du das auch wieder geben.
 
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emirena
emirena
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Orlanda, bei solchen Beispielen würde ich von "gelungener Domestizierung" sprechen (eine Abhängigkeit löst die andere ab). Wer das Spiel mitspielt, macht sich selbst zum Opfer.

Ich bleibe aber dabei: wer sich auf eine solche Abhängigkeitsbeziehung einlässt, kann nicht damit rechnen, dass es ihm selbst anders ergehen wird als dem Vorgänger/der Vorgängerin.

Ich bin manchmal einfach heilfroh, dass ich in jeder Hinsicht "suchtbefreit" bin. Und es gibt trotzdem keinerlei Notwendigkeit, auf Genüsse zu verzichten.

Das Zauberwort heißt LOSLASSEN.
Es gibt - außer uns selbst - auch noch andere Freigeister. Und sich nach einem Partner umzusehen, bedeutet ja noch lange nicht, sich ihm hilflos aiuszuliefern. Für mich jedenfalls nicht.

emirena
 
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Orlanda
Orlanda
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@Emirena: "... Scheitert die "Freundschaft" dennoch daran, dass ein neuer Partner "die Bühne betritt", war auch schon zuvor "der Wurm drin".
Vermutlich war es mehr Abhängigkeit als Freundschaft..."

Das mag in manchen Fällen stimmen, ist aber keine generell gültige Aussage.
Wenn der neu hinzugekommene Freund oder die Freundin sich als absolut unsympathisch darstellt und die Freundin/der Freund nur mehr im Zweierpack auftritt, dann wählt man eben das kleinere Übel und das heißt Bruch der Freundschaft.

Ich erlebte dies zweimal: Bei einer Freundin, die, durch eine Erbschaft sehr reich geworden, plötzlich einen Mann an der Seite hatte, der sie offensichtlich nur ausnutzte und gemeinsam mit seiner erwachsenen Tochter auch nicht vor hanebüchenen Lügen zurückschreckte, um der Freundin das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie sah das alles auch, aber weil sie ihn liebte, wie sie sagte, verzieh sie ihm alles.

Man konnte mit ihr nichts mehr unternehmen, immer war er dabei. Bei einem Konzert unterbrach er jegliches Gespräch über das Konzert ständig mit der Schilderung seiner großartigen Kunst auf der Gitarre zu spielen und zu singen. Er war wie ein Kind, das ständig im Mittelpunkt stehen will.

Ein Mann, mit dem ich befreundet und mit ihm oft beim Bergsteigen und Radfahren war, stellte mir eines Tages seine neue Freundin vor. Auf unserer ersten und letzten gemeinsamen Radtour quängelte sie ständig und von da an durfte der Mann auch mit mir nichts mehr unternehmen. Er gab es offen zu, dass sie eifersüchtig sei, an Radfahren und Wanderungen keine Freude fände und er deshalb mit mir nichts mehr unternehmen könnte.

Er war ein Freigeist, intellektuell und künstlerisch begabt. Mit dieser Frau begann er ein bürgerlich-spießiges Leben und baute mit ihr sogar ein Haus. Wir haben noch ein paar Male telefoniert, aber er war an nichts mehr interessiert außer an den Befindlichkeiten seiner Frau und dem Fortschreiten des Hausbaus...

Leider dulden viele Partner die Freundinnen oder Freunde des Partners und so zerbrechen interessante Beziehungen. Scheinbar gibt es nur selten Freundschaften, die solche Katastrophen überstehen.

Je älter ich werde, umso größer wird meine Abneigung gegen diese allgemein üblichen Beziehungen. Man trifft auch kaum Menschen, die etwas mitbringen, die eine Beziehung aus dem allgemeinen Trott herausheben könnten (wohl aber solche, die alles nur auf eine sexuelle Ebene stellen möchten).
Dieser gnadenlose Ablauf: Sich kennenlernen (man schildert sich gegenseitig was man hat, was man ist und stellt auch seine Bücher und Lieblingsmusik vor). Danach, wenn es Beiden angebracht erscheint besucht man sich gegenseitig, lernt die Kinder, so verhanden, vor, begutachtet alles.
Wenn dieser Schritt zufriedenstellend ausfällt, kommt der biologische Teil und es kommt zur Verpaarung.
Damit beginnt oftmals der gemeinsame Lebenslauf. Der Alltag wird nun mehr und mehr ein gemeinsamer. Es kommt zu einer Art Kernschmelze.
In manchen Fällen geht es aber auch wieder schnell vorbei, weil eine gesunde Angst oder Abscheu vor dem was kommen wird, die Oberhand bekommt.

Nach ein, zwei Jahren ist die Beziehung, falls sie bestehen blieb, eingefahren und gefestigt. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man alles duldet, alles auf sich nimmt, nur um nicht wieder allein zu sein. Es ist die Zeit der Rituale (Schatz, warum gibt es heute keinen Apfel am Abend, sonst gibt es schon immer einen....!)

Bis einer, so wie bei meiner Nachbarin - in diesem Fall der Mann - es nicht mehr aushält und sich eine eigene Wohnung sucht oder auch in einer Partnerbörse herumsucht... Supergau.

Jede Beziehung birgt das Risiko, dass sie auch wieder zerbricht. Es ist wie beim Autokauf - dabei denkt man kaum dass man mit diesem Auto zu 80% einen schlimmen Unfall haben wird...
Die Glücks- und Sexualhormone verhindern das klare Denken - weniger beim Autokauf, aber in der Liebe 100%ig...

Um welchen Preis? Nix Billiges und manches kommt teuer zu stehen (Tränen, Seelenqual, Eifersucht, Langeweile, Grauen...)

Orlanda
(don't worry, be single...)
 
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Ja, Emirena,

ich denke auch, dass in solchen Fällen mehr Abhängigkeit im Spiel ist / war.

Dann treten "Verlassensängste" evtl. gepaart mit Eifersucht noch deutlicher hervor.

E.
 
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emirena
emirena
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ach so; ich wusste nicht ganz genau, wie Du es gemeint hattest. Jetzt ist es klarer....

Ich denke, eine richtige Freundschaft leidet nicht darunter, wenn einer der beiden eine neue partnerschaftliche Beziehung eingeht. Kann man sich nicht einfach für den Freund/die Freundin mit freuen?

Scheitert die "Freundschaft" dennoch daran, dass ein neuer Partner "die Bühne betritt", war auch schon zuvor "der Wurm drin".
Vermutlich war es mehr Abhängigkeit als Freundschaft.

Abhängigkeit ist weder für Singles noch für "Verpartnerte" eine gute Basis für eine Beziehung, für eine Liebesbeziehung ebenso wenig wie für eine freundschaftliche Beziehung. Und das gilt für jede Art von Abhängigkeit.
Wer nicht loslassen kann, wer sich zwanghaft an eine andere Person oder an eine Sache, eine Leidenschaft klammert, wird so oder so nicht zufrieden oder gar glücklich sein können.

emirena
 
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Erinnerung
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Hallo Emirena,

ich glaube, es stellt sich fast die Frage, was ist ein „Single“?

Bisher versteht man allgemein darunter doch überwiegend jemanden, der mit keinem Partner eine Beziehung hat. (In welcher Form auch immer.)

Dieser „Single“ hat in den meisten Fällen dennoch Freunde / Bekannte.

Nun habe ich keine Probleme damit, wenn eine Freundin einen neuen Partner hat und die Freundschaft etwas zurückstellt.

Aber gerade im Internet kann man häufig Schilderungen von Personen lesen, deren „beste Freundin“ plötzlich einen Freund hat und sie „vernachlässigt“. Diese Personen haben große mentale Schwierigkeiten, damit fertig zu werden. Obwohl sie, nach eigener Aussage, noch andere Freunde und Bekannte haben.

Sie stehen nicht mehr im „Mittelpunkt“ ihrer Freundin und finden das Verhalten der Freundin nicht in Ordnung. Dass diese Personen sich nicht gerade „freundlich“ über den Partner ihrer „besten Freundin“ äußern, ist nachvollziehbar.

Wie gesagt, das stammt aus Schilderungen von Betroffenen. Wenn dann ähnliches Verhalten bei anderen sichtbar wird, ergeben sich mögliche Erklärungen.

Groß-E-Ponkt
 
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emirena
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ups, zu schnell abgeschickt.

Jemand, der von Partner oder Freund "verlassen" wird, ist ja auch nicht sofort ein "bekennender Single" sondern zunächst mal ein Single wider Willen, bis er begreift, daß man diesem Zustand durchaus etwas Positives abgewinnen kann.

Ob man Single-Sein als (ungewolltes) Alleinsein definiert und wie man damit umgeht, liegt natürlich hauptsächlich an jedem selbst.

emirena
 
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emirena
emirena
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Hallo Groß-E-Ponkt,

das glaube ich nicht: "Zeigt sich daran nicht, dass ein bekennendes "Single-Leben" doch nicht so "allein" ist, wie manche das darzustellen versuchen?"

Ich hinterfrage jetzt mal, ähnlich wie bei "um jeden Preis", woher will man denn wissen, dass "sie" es nicht tut (sich neue Freunde suchen)?

Sich neue Freunde zu suchen ist doch nicht einfacher als einen neuen Partner zu suchen!

Und - suchen kann man viel und lange, ob man es findet, darauf kommt es an. Wenn man etwas finden möchte, muss man dorthin gehen, wo das Gesuchte auch vorkommt. ABer das allein genügt, wie wir alle wissen, noch nicht, denn Nachfrage und Angebot passen oft nicht zusammen.

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