Beiträge zum Thema: Immer der Nase nach!

 
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Erinnerung
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Deutsche Wissenschaftler haben ein Parfüm entwickelt, das Menschen bei der Partnersuche helfen soll.

Das synthetische Duftwasser entspreche dem individuellen Körpergeruch. Dieser spiele bei der Partnerwahl eine entscheidende Rolle, sagte der Direktor am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg und Leiter der Studie, Thomas Boehm.

Durch das Parfüm werde der Körpergeruch eines Menschen betont. Die Ergebnisse der Untersuchungen veröffentlichen die Forscher im Journal "Proceedings of the Royal Society B".

Am synthetischen Duftwasser wurde zehn Jahre lang geforscht.

"Die Studie bewegt sich im Grenzbereich von Immunbiologie und Verhalten", sagte Boehm in Freiburg der Nachrichtenagentur dpa.

Tiere signalisierten über ihren Körpergeruch, welche Immungene sie haben.

"Potenzielle Partner werden danach ausgerochen, ob sie die optimale Ergänzung zu den eigenen Immungenen anbieten.

Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen.


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Moin orlanda,
was war denn DAS für ein Tierarzt!!!!?????
Ich glaube, heute dürfen Tiere nicht soo ohneweiteres eingeschläfert werden.
Mit dem Baldrian hast Du völlig recht.
Meine Frau Fritz hat ein kleines Säckchen mit Baldrianwurzeln drin. Ab und zu holt sie sich das ran und spielt damit. Sie legt ihre Wangen daran und fährt sich damit durch das Gesicht und über die Ohren.

Und wie gut riechen Menschen, die längere Zeit draußen waren. Sie bringen den Geruch von frischer Luft mit - nach Wärme oder Sonne (je nach Jahreszeit).
Gerade jetzt, wo es so richtig kalt ist, finde ich den "draußen"-Geruch besonders gut :-)

Oder Motorrad-Geruch . . . . hhmmmm
Die Verbindung von "draußen"-Geruch und heißem Motor - - auch nicht schlecht. Wie ich noch selber gefahren bin, habe ich nach einem langen Tag immer als letzte geduscht, um den Geruch so lange wie möglich zu behalten :-)

Ganz anders gestern im Kino (QUEEN- HUNGARIAN RHAPSODY - das letzte Konzert bevor Freddy starb).
Da saßen Leute in der Reihe, die vermul. des längeren NICHT geduscht hatten. Bäääähhhh - da wird mir gleich schlecht.

Jockeline, mit einem emnpfindlichen Riechorgan
 
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Orlanda
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Liebe Jockeline, die Urmänner waren aber auch nicht in Waggons oder andere Gemäuer eingeschlossen! Ich weiß, wie gut ein Jäger riecht, der abends nach dem Hochsitzbau nach Hause kommt. Freilich ist da ein wenig Arbeitsduft dabei, aber abgemildert durch den Geruch von Harz, Motorenöl und der Erde....

Katzen interessieren sich vielmehr für z.B. Baldrian. Das war die Ursache, dass ich, kurz nachdem ich in ein bayrisches Bauerndorf gezogen war, alle Katzen nach und nach bei mir vorbeischauten. Frühmorgens, wenn ich die Fensterläden öffnete, hockte auch schon ein Katzentier am Fenster und mauzte mich an.
Ich war begeistert, bezog ich dieses Interesse doch auf mich! Kaum öffnete ich die Tür, rannten die Katzen schnurstracks in die Küche und schnurrten herum. Nach einiger Zeit fiel mir ein, dass ich in einer Schublade Baldriantee aufbewahrte und der wohl so anziehend auf die Katzen wirkte.
Dem setzte ein sehr eifersüchtiger, nicht kastrierter Kater ein Ende, indem er sich mit allen anderen Katzen prügelte und sie so vertrieb. Zu allerletzt noch den Kater Helmut, der es sich immer am Speichersofa bequem gemacht hatte und dem es meistens gelang, sich am "Hausherrn" vorbeizuschleichen.

Einmal markierte der dominante Kater auch mein Wohnzimmer! Ich hatte ihn, weil es abends schwer gewitterte, nicht mehr rausgesetzt. Er war spät am Abend gekommen und suchte gleich einen Schlafplatz. Vermutlich waren draußen in der Nacht aber alle seine Genossen und das hat ihm wohl fürchterlich "gestunken". Vor lauter Aufregung, weil er sie nicht vertreiben konnte, markierte er Gardinen, einen Teppich und auch die Polstermöbel. Es hat wochenlang gedauert bis der letzte "Duft" verflogen war! Ich mußte alles mehrmals reinigen...

Eines Tages holte ihn sein Frauchen bei mir ab - es war der 15. Juni 1983 - um ihn zum Kastrieren zu bringen. Ich habe ihn nie mehr wiedergesehen. Jahre später erfuhr ich, dass sie ihn einschläfern ließ, weil er ihr lästig geworden war! Ein dreijähriges Tier, gesund und lebensfroh! Ich hatte ihr kurz davor noch angeboten, den Kater zu übernehmen, weil sie mich schon darüber informiert hatte, dass sie den Kater nur wegen der Kinder angeschafft hätte, die Kinder ihn nun aber nicht mehr wollten.
Die Frau war Lehrerin und ich hoffte inständig, dass niemals eines meiner Kinder in ihrer Klasse sein möge.
Ich habe mir das Datum deshalb gemerkt, weil am 15. Juni 1983 mein Dackel geboren wurde - der 15. Juni war auch der Geburtstag meiner Mutter... Somit insgesamt ein be-merkenswerter Tag....

Orlanda
 
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Ich glaube schon, daß die Urfrau den passenden Erzeuger für den Nachwuchs "errochen" hat.
Unsere Altvorderen konnten mit ihren Sinnen viel mehr erfassen und deuten als wir heute.
Was vermutlich auch gut ist :-)
Denn wie Orlanda ihre morgendlichen "Dufterlebnisse" schildert . . . . uiuiuihhhh

Ich habe neulich eine Erfahrung gemacht:
bei meinen Hausbesuch-Patienten gibt es in jedem Haushalt einen Hund. Die können mich gut riechen :-)
Letzte Woche hatte ich einen neuen Duft aufgelegt, den sie noch nicht kannten.
Und siehe da: alle 3 wollten am liebsten in mich reinkriechen - am allerliebsten in die Ohren bzw. HINTER die Ohren.
Was ein Gefühl, wenn so eine feuchte kalte Hundenase nicht von dir lassen will. ;-0

Meine Katze hingegen interessierte dieser Geruch ÜBERHAUPT NICHT!!!!!!

Jockeline
 
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Orlanda
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Darüber sah ich einmal einen Bericht: Hunde verhielten sich merkwürdig bzw. "diagnostizierten" Krankheiten.
Warum auch nicht?

Als ich vor 8 Jahren ein schwere Grippe hatte (keine Erkältung!) träumte ich, dass auf mir grüne Wabbeldinger klebten, die einen fürchterlichen Geruch verbreiteten. Diesen Geruch hatte ich 5 Wochen in der Nase; er verschwand als das Fieber weg war.

Orlanda
 
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Ja Orlanda,

das sind doch mal ein paar gute Vorschläge.

Bei der Horde Männer könnte man ja noch einige Hindernisse einbauen. Quasi als körperliches "Auslesverfahren".

Für die drei besten gibt es dann ein geistiges Prüfverfahren. So umgeht man die Qual der Wahl.

Das der Körpergeruch mit den "Immungenen" zusammenhängt, wussten schon die alten Chinesen.

Diesen war schon vor 3000 Jahren bekannt, dass Hunde mit ihren extrem empfindlichen Nasen Krankheiten beim Menschen erriechen können.

Auf diesem Gebiet wird ja auch schon seit längerem geforscht. So ist es schon gelungen, frühzeitig Herz- und bestimmte Krebskrankheiten mit "elektronischen Nasen" zu erschnüffeln.

Es gibt (fast) nichts was es nicht gibt.

E.
 
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Orlanda
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Das klingt verlockend.... aber wer kommt für die Folgen auf? Stell Dir vor, mit dem richten Duft hat man auf einmal eine ganze Horde Männer hinter sich herlaufen - oder umgekehrt: der Mann wird von einer Horde Frauen verfolgt...

Wer weiß, was das Duftwasser am Ende auslöst?

Warum startet LF50 nicht zu einem Massenversuch?

Wie wäre es mit Regionaltreffen mit kostenlosem Duftwasser?

Orlanda
 
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Liebe Orlanda,

zumindest sollte man es ausprobieren. Vielleicht ist es vergleichbar mit dem "genetischen Fingerabdruck".

Man sollte also, um sicher zu gehen, immer ein paar Fläschen von dem "Duftbasiswasser" zur Hand haben.

Vermischt mit ein paar Schweißtropfen des potentiellen Partners kann man dann die "Probe aufs Exempel", pardon "Probe auf den Geruch" machen.

Vielleicht auch noch das Kopfkissen damit beträufeln, um die Träume zu beeinflussen.

E..
 
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Orlanda
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Das ist interessant, liebe Erinnerung, und es erinnert mich an einen Artikel in einer Zeitschrift. Dort stand, dass Frauen eigentlich zwei Männer brauchen: Einen knackigen, evtl. jüngeren Mann, zum Zeugen des Kindes, und einen gesetzteren, älteren Mann, um das Kind großzuziehen.
Eigentlich würden das Frauen ja auch so praktizieren, aber aufgrund der von Männern gemachten Regeln seit altersher seien Frauen der Meinung, es müßte EIN Mann für beide Bereiche sein.

Würde eine Urfrau etwa riechen, welcher Mann der richtige fürs Zeugen ist und welchem sie dann das Kind zur Aufzucht unterschieben kann?
Man könnte auch sagen, sie findet 'instinktiv' den richtigen Partner für dieses und auch für jenes...

Orlanda
 
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Orlanda
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Das ist interessant, liebe Erinnerung, und es erinnert mich an einen Artikel in einer Zeitschrift. Dort stand, dass Frauen eigentlich zwei Männer brauchen: Einen knackigen, evtl. jüngeren Mann, zum Zeugen des Kindes, und einen gesetzteren, älteren Mann, um das Kind großzuziehen.
Eigentlich würden das Frauen ja auch so praktizieren, aber aufgrund der von Männern gemachten Regeln seit altersher seien Frauen der Meinung, es müßte EIN Mann für beide Bereiche sein.

Würde eine Urfrau etwa riechen, welcher Mann der richtige fürs Zeugen ist und welchem sie dann das Kind zur Aufzucht unterschieben kann?
Man könnte auch sagen, sie findet 'instinktiv' den richtigen Partner für dieses und auch für jenes...

Orlanda
 
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Nice-Live
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Hallo Ihr,

also, Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen, die mich interessieren . . . .auch wirklich "Gut "riechen (ob mit oder ohne Parfüm) - Ohh jaa !!! Mhhh !!!

N.L.
 
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Liebe Orlanda,

natürlich soll mit dem erforschten „Duftwasser“ nicht der Körpergeruch eines ungepflegten Menschen verstärkt werden.

Im Prinzip ist es so, dass der individuelle Körpergeruch (bei einem gewaschenen und gepflegten Menschen) von den Immun-Genen bestimmt wird.

Tiere, die ja meistens einen ausgeprägteren Geruchssinn haben, können nun besser „erriechen“, wer die passenden Immungene anbietet. Die Nachkommen sind dann resistenter gegen Krankheiten.

Bei den Menschen geschieht dies unbewusster, weil der Geruchssinn nicht so ausgeprägt ist. Dennoch ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Partnerschaft auf allen Ebenen, wenn man sich „gut riechen“ kann.

Wer jedoch überwiegend auf körperlichen Kontakt verzichten will, sich nur mit einer geistigen Übereinstimmung zufrieden gibt, für den ist es wahrscheinlich völlig uninteressant. Er/Sie kann dann ja notfalls Abstand halten oder eben seinen eigenen Körpergeruch mit „gängigen Parfümen“ übertünchen.

Aber dann ist es keine funktionierende Partnerschaft sondern höchstens eine Zweckgemeinschaft.

Erinnerung

PS: In Japan, Südkorea und Taiwan wird der Partner eng nach der Blutgruppe ausgewählt. Vielleicht hat ja jede Blutgruppe auch ihren eigenen Geruch.
 
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Orlanda
Orlanda
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Ein Film über Coco Chanel und den russischen Komponisten Igor Strawinsky begeisterte mich so sehr, dass ich mir ein kleines Flacon Chanel Nr. 5 kaufte.
Bisher war dieser Duft für mich ein Duft für ältere Damen. Da ich nun selbst dazugehöre, genieße ich...

Wie riecht eigentlich ein Parfüm, das "den Körpergeruch eines Menschen BETONT"? Ich dachte immer, es soll doch eher den Körpergeruch (so es einen gibt!) übertönen? Ich denke an das 17./18. Jahrhundert, als nicht das Waschen mit Wasser und Seife der Methode für die Geruchsverbesserung diente, sondern man sich mit Duftwässern 'überschüttete'... (wie hat wohl Casanova 'gerochen'? - wurden die Damen in seiner Gegenwart aus Leidenschaft ohnmächtig oder wegen seines 'Duftes'?).

In mentalem Erschauern
Orlanda
(ab ins Bad!)
 
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Orlanda
Orlanda
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Sprotte, das habe ich schon - mehrmals! War mit meinem Enkel unterwegs.
Ich kenne die Dampfloks noch aus meiner Kindheit. Sie sind wie feuerspeiende Drachen...

Mein biologischer Vater war Lokführer, vielleicht ist das sein Anteil in mir, der beim Anblick einer Lok jubelt...

Orlanda
 
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Sprotte1946
Sprotte1946
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@ Orlanda;
Da solltest Du mal bei einer der sog. Museumsbahnen mit einer Dampflok mitfahren; da bist mittendrin im Geschehen. Dazu der typische Geruch der Dampfloks; es ist ein Erlebnis.
MfG
Sprotte1946
 
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Orlanda
Orlanda
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Ja, ich frühstücke vorher und schon sehr früh!

Manchmal stehe ich auch im Gang oder (als Schmankerl!) direkt hinter der Lok. Die Zwischentüre ist gut verschlossen und hat ein Glasfenster.
Man glaubt es nicht, welch ein Super-Gefühl das gibt, wenn das kraftvolle Ungetüm vorne so durch die Nacht braust.
Die Stromabnehmer blitzen und funkeln, wenn ich nach unten sehe, strömt und rauscht es zwischen den beiden Hinterrädern.

Man spürt die Kraft der Lok vorne auch wesentlich anders als wenn man in den Waggons sitzt. Ich könnte mir gut vorstellen, vorne im Führerstand zu sitzen und die Lok zu steuern. Kann schon verstehen, dass das zur Leidenschaft werden kann.

Wenn ich dann am Bahnhof aussteige, schnaubt und dampft das Ross bzw. die Lok wie ein Ross.

Ich machte mir auch schon Gedanken darüber, wie es sein kann, dass eine Maschine einem das Gefühl gibt, sie sei lebendig. Mich würde nicht wundern, dass, wenn ich an ihr vorbeigehe, ihre Stahlhaut zuckt, wie bei einem dampfenden Ross.

Am meisten mag ich die ALEX-Loks... Die erscheinen mir am lebendigsten.

Nun haltet Ihr mich wahrscheinlich für völlig durchgeknallt, vielleicht versteht aber auch mancher Mensch die Faszination, die von den Loks ausgeht...

Orlanda
(vom Thema abgekommen... oje!)
 
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Sprotte1946
Sprotte1946
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@ Orlanda;
Erinnerung hat mir die Ergänzung schon vorweggenommen; in dieses " Duftgemisch " noch Ausdünstung von Knoblauch, das ist nicht mehr zu toppen. Wenn es dann noch aussen kalt und feucht ist, darf es keiner wagen, irgendwo ein Fenster zu öffnen, sofern man das bei den neueren Zügen überhaupt noch kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass Du vor der Zugfahrt frühstückst, denn danach ist Dir sicher der Appetit vergangen.
MfG
Sprotte1946
 
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Hallo Orlanda,

das mit dem "Zugabteil" hatte ich schon vermutet. Wenn jemand abens Knoblauch gegessen hat, dann dünstet er das verstärkt morgens aus, egal wie lange er sich duscht.

Es gab ja auch mal eine Zeit (Mittelalter), in der waschen als schädlich angesehen wurde. Diese "Geruchsküche" hat die Menschheit auch überstanden.

Abgesehen davon ist der Geruchssinn ja bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Somit leidet der eine mehr, der andere weniger.

Was mich noch interessiert: Frühstückst Du vor oder nach der Zugfahrt?

E.
 
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Orlanda
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@Erinnerung: "... Durch das Parfüm werde der Körpergeruch eines Menschen betont..."

Liebe Erinnerung, dies löste bei mir eine sehr unangenehme Erinnerung an meine morgendlichen Fahrten zur Arbeit aus.

Bist Du schon einmal morgens in ein Zugabteil gestiegen, in dem offenbar zu früh aus dem Bett verscheuchte Menschen vor sich hindösen? Offenbar war nicht genug Zeit für die Morgentoilette und so muffelt man vor sich hin in der Nuance alter Käse bis unvergrabene Leiche.
Wenn ich mir vorstelle, dass es in manchen Schlafzimmern so riecht, wunderte es mich nicht, wenn die Menschen aussterben würden...

Merkwürdigerweise herrscht in den Zügen 2-3 Stunden später keine so "dicke" Luft mehr.

"Der Körpergeruch eines Menschen" ist aufgrund seiner unnatürlichen "Käfighaltung" manchmal nicht auszuhalten! Und es gibt Menschen, die riechen schon in der Früh ganz gräßlich nach Zwiebeln und irgendwelchen asiatischen Gewürzen. Ein Schimpanse, der sich hoch in den Ästen ein Nest baut und nur gute Nahrung zu sich nimmt, ist ein glückliches Wesen. Der Mensch stopft sich unterwegs mit Futter von Yormas zu und schließt sich anschließend in ein zugemauertes Zimmer ein. Zum Waschen bleibt offenbar wenig Zeit, weil morgens schon wieder der Zug fährt...

In meiner Jugend gab es einen Mann, der trug uralte Lederhosen und man sagte, er stinkt wie ein alter Geißbock. Vielleicht hat sich meine Erinnerung verklärt, aber das frühmorgendliche Aroma in den Waggons der Deutschen Bahn übertrifft den tierischen Geruch um ein vielfaches.

Der Mensch in seiner natürlichen Form, draußen in Wald und Feld, hat wenig Geruch an sich, auch wenn er ein Schwerstarbeiter und arg verschwitzt ist!
Mich erstaunt immer wieder, dass zwar alle Welt über die artgerechte Haltung von Tieren spricht, aber kein Mensch sich Gedanken über die artgerechte Haltung der Menschen macht.

Resümee: Würde der Mensch in körperlicher Freiheit leben, bedürfte es wohl kaum eines künstlichen Geruchs"verbesserers".
Und ich meine, das wichtigste Parfüm für Menschen, das am Anfang aller Bemühungen steht, sind immer noch Wasser&Seife!

Orlanda
 
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Hallo Orlanda,

welche „Geruchsvisionen“ haben Dich denn zu Deinem spontanen Kommentar veranlasst?

Schließlich ist es ja nichts Neues, dass eine Partnerschaft schwerlich zustande kommt, wenn man sich „nicht riechen“ kann.

Auch ist es ja so, dass die Parfümindustrie schon lange nicht nur „Blumen/Pflanzen“ für ihr „Produkt“ verwendet.

So wird z.B. Ambra aus den hervorgewürgten Resten der Beute von Pottwalen hergestellt. Moschus wird auch tierisch gewonnen usw......

Solche natürlichen Ingredienzien haben allergene Wirkungen und sollen immer mehr durch biologisch unwirksame Ersatzstoffe ersetzt werden. Insofern kommt diesem Forschungsergebnis schon besondere Bedeutung zu, damit künftig in klassischen Parfüms auf Ingredienzien tierischen Ursprungs verzichtet werden kann.

In dem Film „Das Parfüm“ wurde es mit den Zutaten zwar extrem überzogen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob alle Tierversuche nur im Sinne der Krankheitsforschung genutzt werden.

Vielleicht gelingt es ja auch mal, mit weniger Landfläche für die Parfümherstellung (und Seifen) auszukommen.

E.

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