Beiträge zum Thema: Traumdeutungen

Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Jeder Mensch soll ca. 2000 Mal im Jahr während seines Schlafes träumen.

Nun gibt es ja nicht wenige Personen, die glauben, Träume könnten auch telepathische Visionen übermitteln.

Durch entsprechende Traumdeutungen sollen so die „verschlüsselten Botschaften“ Hinweise, Beurteilungen oder Warnungen zu einer „echten“ Lebenshilfe geben können.

Wird diese Möglichkeit bisher viel zu wenig genutzt?

Groß-E-Ponkt
Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Aber Merope,

die Astrologie stützt sich eben auf Erkenntnisse der Astronomie bzw. der Astro-Physiker.

Wo ist da das Problem?

Und die Aussage "...Gammablitze entstehen sehr wahrscheinlich ...." zeugt ja nun auch nicht von "Vollwissen".

Die Einrede --> "es handelt sich um Halbwissen" hinterläßt bei mir immer den Eindruck, derjenige weiß es auch nicht viel besser. Zumal, wenn es noch flankiert wird, mit Sätzen wie "...würde aber wirklich zu weit führen..."

Tut mir NICHT leid.

Groß-E-Ponkt


PS: Ich werde mich nicht zu einem generellen "Erbsenzähler" entwickeln.
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Hallo Erinnerung:

"Aber auch in der Astrologie gibt es neue Erkenntnisse, die sich darauf stützen, dass eine Beeinflussung durch die Sterne erfolgt. Insbesondere durch Gammastrahlen bzw. Gammablitze."

Das sind deine Worte!

Es würde aber wirklich zu weit führen, ein Referat ´über Gammastrahlen zu halten, dazu empfehle ich ein Astronomieforum.

Du hast nicht von einer Supernova gesprochen - aber Gammablitze entstehen sehr wahrscheinlich nur bei einer Supernovaexplosion. Das musst du nicht wissen - aber jetzt weißt du es.

Halbwissen ist irgendwie nervig. Mich nervt es jedenfalls - tut mir leid.

Merope
Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Warum daneben?

Es sind Astronomen, die das ins Spiel bringen. Müsstest Du doch eigentlich wissen.

Außerdem habe ich nicht von einer Supernova gesprochen.

Es wurden übrigens auch Gammastrahlen gemessen, die auf der Erde erzeugt wurden.

Groß-E-Ponkt
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Oh Erinnerung, nun haust du aber voll daneben! Sollte uns ein Gammablitz einer nahen Supernova je treffen, so wäre es schlecht bestellt für das Leben auf unseren Planeten - und wären wir nicht durch unsere Atmosphäre vor den Gammastrahlen unseres "Heimatsterns" geschützt, so würde es uns gar nicht geben - und mit uns auch keine Astrologie.

Es gibt einige "seriöse" Astrologen, die ihre Häuser- und Winkelberechnungen streng nach Vorschrift machen - das ist eine enorme Arbeit. Was sie dann hineininterpretieren, nun: darüber kann man geteiliter Meinung sein.

Aber wenn ein Astrologe Gammastrahlen oder -blitze ins Spiel bringt, dann ist er mit Sicherheit ein Scharlatan.

Schönen Tag noch
Merope
Beitrag aus Archiv
Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3654
Jetzt haben wir Weiber das aber wieder alles durcheinandergebracht... Leere und Horoskop und Meditation...!
Mann, sind wir froh, dass es doch immer wieder Männer gibt, die alles genauer wissen als wir es je ausdrücken können!

Orlanda
PS: Die Frauen sind halt doch eben nur halbe Männer, aber seien wir uns doch unserer Weiblichkeit bewußt, schließlich denken wir anders und haben auch sonst nicht alles was Männer haben...
Aua!
Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Hallo Merlin,

Mark Solms wird ja auch der „Enkel Freuds“ genannt. Seine Aussagen beruhen auf neueste Erkenntnisse der Hirnforschung. Vor allem will er die psychoanalytische Deutungskunst mit der empirischen Neurobiologie verbinden, woran Sigmund Freud ja einst scheiterte.

So wie Du nichts davon hältst, einen Vergleich mit der Astrologie herzustellen, wird es viele „Astrologiegläubige“ geben, die sich umgekehrt gegen einen Vergleich mit der „Traumszene“ wehren.

Aber auch in der Astrologie gibt es neue Erkenntnisse, die sich darauf stützen, dass eine Beeinflussung durch die Sterne erfolgt. Insbesondere durch Gammastrahlen bzw. Gammablitze.

Hierdurch sollen ja auch viele Gewitter ausgelöst werden.

Man schließt da nicht mehr aus, dass die genetischen Anlagen eines Menschen auch von diesen „Strahleneinflüssen“ der Sterne z.T. geprägt werden.

Da ja ein Mensch z.B. „schlecht“ träumt, wenn er zu viel gegessen bzw. zu viel Alkohol oder Drogen konsumiert hat, kann man die Wirkung dieser „außerirdischen“ Einflüsse auf die „Träumereien“ auch nicht ausschließen.

Und da ist dann wieder die Verbindung zwischen Astrologie und Träume gegeben.

Groß-E-Ponkt
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Zitat Merlin,

"Meditation ist ja auch keine Flucht aus der Realität. Vielmehr ist der meditative Zustand nur eine Phase auf dem natürlichen Weg vom Tagesbewusstsein hin zum Tiefschlaf."

Sag ich doch schon die ganze Zeit:-)
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1634
Liebe Merope,

sicherlich bedarf die Reflexion ein gewisses Maß an Bewusstsein, entscheidend ist aber die Dossierung. Bekanntlich findet der Mensch die besten Erkenntnisse im Ruhezustand und in dem befinden wir uns häufiger, als mancher glauben mag.

Deshalb halte ich auch nichts davon gerade in diesen besonders kreativen Phasen, das Gehirn mit der Sinnentleerung zu beschäftigen.

Jeder wird in seiner Wohnung auch nur das finden, nachdem er sucht. Sich selbst zu erkennen bedeutet doch nicht, dass man zwanghaft nach eventuellen Schmuddelecken suchen muss.

Meditation ist ja auch keine Flucht aus der Realität. Vielmehr ist der meditative Zustand nur eine Phase auf dem natürlichen Weg vom Tagesbewusstsein hin zum Tiefschlaf.


Merlin
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1634
Hallo Erinnerung,

auf Erkenntnisse aus den siebziger Jahren würde ich bei diesem Thema nicht bauen, denn da hat sich gerade in den letzten Jahren vieles als falsch entpuppt.

Man hat hier inzwischen ganz andere Möglichkeiten, um solche Vorgänge zeitgleich überprüfen zu können. Hier nun einen Vergleich mit den Horoskopen herstellen zu wollen, finde ich doch etwas zu oberflächlich.


Merlin
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
ich widerspreche dir nicht, Merlin - aber das Reflektieren geht noch besser im Wachzustand. :-)

In einer aufgeräumten, geputzten Wohnung muss man nicht mehr nach Schmuddelecken suchen..... :-)

Schönen Tag noch
Merope
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1634
Liebe Merope,

Träume beschäftigen sich weniger mit dem Kommenden, sonder mit den Gefühlen und Stimmungen im Hier und Jetzt.

Träume sind an sich zeitlos und beschäftigen sich nicht nur mit der Suche nach einer Lösung, sondern auch mit der augenblicklichen Befindlichkeit. Da sind also auch das Glück und die innere Ausgeglichenheit, die sich als Stimmung mit in den Tag tragen lässt.

Das Erinnern an die Träume hat sicherlich auch etwas mit der Schlaftiefe und dessen Rhythmus zu tun, aber in erster Line mit dem Aufwachprozess an sich. Da ist die Schaltstelle, mit der durch das Öffnen der Augen zwischen Traum und Wirklichkeit unterschieden wird.

Hier spielt auch die Einstellung zu den Träumen eine Rolle: Möchte ich mich daran erinnern oder kann das Geträumte unbesehen als unreal im Unterbewusstsein verschwinden?

Sicherlich kommt man im Leben auch ohne die Erinnerung an die Träume zurecht – wer sich aber als Mensch selbst erkennen möchte, eröffnet sich hier ein natürlicher Weg.


Merlin
Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Das Zustandekommen eines Traums erklärten in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts Allan Hobson und Robert McCarley auf der Basis neurobiologischer Beschreibungsmodelle:

Neuronen im oberen Hirnstamm produzieren zufällige Erregungsmuster, die Ausgang eines Traumerlebens sind.

Die mit der Schlafstarre des REM-Schlafs konfrontierte Großhirnrinde bemüht sich nun, sinnfällige Interpretationen dieser Muster zu bilden.

Das Ergebnis ist ein Traum, dessen Ursache demnach den niederen Gehirnfunktionen zuzuordnen und damit sinnlos ist.

---------------------------------------------------------

Eine andere Darstellung von Solms:

Gestützt auf neue Erkenntnisse neurobiologischer Forschung ist Solms der Ansicht, dass Träume durch höhere Hirnfunktionen zustande kommen und dass kein direkter Zusammenhang zwischen REM-Schlaf und Träumen besteht.


E.


PS: Jeder kann sich also aussuchen, was im gerade passt. Ähnlichwie bei einem Horoskop.
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Lieber Merlin,
da hast du mich völlig missverstanden. Die "Leerheit", das ist ein Kernstück der buddhistischen Religion.
Leerheit: das ist aber gleichzeitig Fülle. --- Sie enthält alles, jede Materie, jede Energie --- nur KEINE Dualität: Hier ich, dort die, das Andere!
Ich hbe auch nicht gesagt, dass ich nie träume, gestern z. B. habe ich mich über etwas ziemlich geärgert - und prompt heute Nacht einen ärgerlichen Traum gehabt.
Nur es kommt halt bei mir wenig zu ärgerlichen Stimmungen.
Immer im Augenblick zu leben, wie es der Buddhismus lehrt bedeutet zu erkennen, dass der Augenblick oft gar nicht so schlimm ist, dass das Schlimmste die Ängste in eine ungewisse Zukunft sind - und die verschwinden nach und nach. "Sorge nicht, lebe!" könnte man sagen.

Das das Gehirn auch im Schlafzustand aktiv ist, beweisen ja zahlreiche Tests in Schlaflabors. Aber wenn man seinen inneren Frieden hat - warum soll dann das Gehirn sich nicht darauf einstellen.

Ich rate jeden, seine Gedanken mal einige Zeit zu beobachten: Vom hundertesten ins tausende, oft sind lästige und überflüssige dabei.
Mich belastet vieles davon nicht mehr, weil es weniger wird, weil das Denken klarer wird.
Mensch bin ich deshalb trotzdem geblieben.

Schönen Tag noch
Merope
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1634
Wer glaubt, er würde nichts träumen, der irrt: Er kann sich nur nicht daran erinnern. Ich weiß auch nicht, ob es ein Prädikat der Aufgeklärtheit ist, wenn man für sich in Anspruch nimmt – nie oder selten zu träumen.

Möchte ich wirklich, dass ich auf der Reise durch meine Seelenlandschaft nur der Leere begegne? Nie mehr fröhlich über die grünen Wiesen der Kindheit rennen, einem verschlungenen Weg durch dunkle Wälder gehen oder gar in das Meer der Gefühle eintauchen.

Soll dies alles geopfert werden, um ein inneres Weltreich der Vernunft errichten zu können? Sicherlich kann man versuchen sich selbst zu überwinden, indem man den Menschen in sich tötet – ob das aber gelingen mag, wage ich zu bezweifeln.

"Wenn deine Einsicht meiner Lehre widerspricht, so solltest du deiner Einsicht folgen", ist ein Gedanke von Buddha – an den ich mich an dieser Stelle erinnern möchte.


Merlin
Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Wer wirklich ernsthaft seine Träume deuten möchte, sollte ein Traumtagebuch führen und dies unmittelbar am Bett bereit legen.

So kann man direkt nach dem Aufwachen notieren, was man geträumt hat.

Oft ist es nämlich merkwürdigerweise so, dass man zwar direkt nach dem Aufwachen noch weiß, wovon ein Traum handelte, es im nächsten Moment jedoch vergisst.

E.


PS: Gibt es eigentlich ein "Sternzeichen-typisches" Träumen. Hat ein "Löwe" also andere "Grundträume" als ein "Krebs"?
Beitrag aus Archiv
Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3654
@Merope: "... Wenn man in die Tiefe kommt, findet man tiefen inneren Frieden – aber ein Nichts, in dem gleichzeitig alles enthalten ist --- und vor allen: keine Dualität! So gesehen ist alles eins, alles der gleiche Geist – und nur EIN Geist. Und für dieses gewaltige ES, das alle Materie, alle Energie umfasst, sind unsere kleinen Ängste, die sich auch in unseren Träumen widerspiegeln, nur Peanuts..."


Dualität: Das ist es, was zerrissen macht!

Ich sehe zwei Räume: Ein Raum ist völlig leer, die Wände sind Spiegel.
Draußen, vor dem Spiegel-Raum, geht es wüst zu. Da herrscht große Disziplin, aber auch großes Chaos. Der Mensch in diesem Raum versucht krampfhaft alles unter Kontrolle zu halten und wird davon fast wahnsinnig.
In stillen Momenten (im Schlaf) kann er einen Blick in den Spiegelraum werfen und er sieht darin die Spiegelung des Raums, in dem er sich abrackert und bemüht, Ordnung zu halten. In der Spiegelung erscheinen ihm aber alle Dinge des Alltags noch fürchterlicher.

Wieder in seinem chaotischen Raum (Wachzustand) beginnt er nun die Details des Chaos zu erkennen. Nun könnte er "aufräumen" und Leere schaffen, auch in diesem Raum.

Bei dieser Betrachtung gelange ich zu den realen Wohnräumen: Sind sie nicht auch oftmals überlagert mit nutzlosem Gerümpel, Dingen, die im Weg herumstehen und nur Arbeit machen? Sieht es im Inneren eines Menschen nicht oftmals genauso aus wie in seiner äußeren Welt?

Vermutlich kann man "Aufräumen" nur aus dem Leeren Raum (Spiegelraum) heraus - in der Leere liegt die Erkenntnis.
Das heißt, ich werde niemals Ruhe und Ordnung finden, ehe ich nicht in die Ruhe gehe. Krampfhaftes Besteben Ordnung zu schaffen (Ich-gesteuert) hat keinen Erfolg.

Auch da kann ich mit einem Traum aufwarten:
Am Beginn einer Phase, in der ich mich SEHR wohl gefühlt hatte (ich war NICHT verliebt!) habe ich geträumt, dass ich am Ufer eines schönen Flusses spazierenging. Das Wasser plätscherte hell und klar dahin. Ich trug mein blaues Lieblingskleid und ich fühlte mich das erste Mal in meinem Leben ohne jegliche Sorge, in mir war ein einziges weiches, gutes Gefühl. Und das dachte ich auch in diesem Traum: Wie gut es mir geht, nun wird alles gut!

So könnte es sein, denn viele der Sorgen und Grübelursachen sind selbstgemacht.

Liebe Merope, danke für diesen Anstoß! Das Lernen hört niemals auf und auf dem Weg vorwärts übersieht man oftmals die kleinen, stillen Seitenwege...

Orlanda
Beitrag aus Archiv
Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2277
Traumdeutungen:

Wer z.B. von einem schlimmen Ereignis träumt, aber dabei keine Traurigkeit verspürt, für den symbolisiert dieses Ereignis etwas Positives.

Beispielsweise einen NEUANFANG.

E.
Beitrag aus Archiv
Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 1994
Lieber Merlin,
da hast du ja etwas angerührt! Ich habe soeben ein Word-Dokument aufgemacht und deinen Beitrag kopiert, dass ich in Ruhe antworten kann.
Kann sein – es könnte Stunden dauern. :-)

Ich beschäftige mich auch mit dem Unterbewussten und dem kollektiven Unbewussten, dem Lieblingskind von C. G. Jung. Aber im Laufe der Jahre hat sich meine Sichtweise geändert.
Ein Tier, eine Pflanze aber auch ein kleines Kind macht sich über Sein oder Nichtsein keine Gedanken. Es lebt einfach.
Stirbt z. B. der geliebte Großvater, so nimmt es ein Kleinkind einfach zur Kenntnis, dass er nicht mehr da ist – ein größeres Kind wird traurig, wütend sein, Fragen stellen: Wird Mama, Papa auch sterben; werde ich sterben? Ich erlebe eine solch traumatische Phase gerade bei meinem 7-jährigen Enkel – der Opa starb vor etwa eineinhalb Jahren, während der Kleinere, damals 2, davon völlig unberührt ist. Der Größere hat das Down-Syndrom – und bei diesen Menschen treten Emotionen ja viel unverfälschter auf. Erst mit der Erfahrung von Verlust und Tod entwickeln sich die Ängste, die je nach Veranlagung mehr oder weniger verdrängt werden.
Ich denke, Richard Wagner hatte ähnliche Vorstellung als er die Figuren Siegfried – der das Fürchten nicht kennt und Parsifal, den reinen Toren, kreierte.
Wie bekannt ist, meditiere ich seit Jahren. Im Laufe der Zeit wurde ich immer „leerer“, kein Grübeln, kaum Träume. Von dieser Erfahrung berichten viele, die meditieren, Buddhisten aber auch praktizierende Mystiker anderer Religionen.
Im Buddhismus spricht man ja auch von der „Leerheit“.
Wenn man in die Tiefe kommt, findet man tiefen inneren Frieden – aber ein Nichts, in dem gleichzeitig alles enthalten ist --- und vor allen: keine Dualität! So gesehen ist alles eins, alles der gleiche Geist – und nur EIN Geist. Und für dieses gewaltige ES, das alle Materie, alle Energie umfasst, sind unsere kleinen Ängste, die sich auch in unseren Träumen widerspiegeln, nur Peanuts.

Ich wünsche dir – und allen ein schönes Wochenende
Beitrag aus Archiv
Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1634
Liebe Merope,

glaubst Du wirklich, dass die Menschen ganz tief in ihrer Seele in ihrer Bildersprache so unterschiedlich sind, wie Du meinst? Ich möchte dich an die Empathie erinnern, mit der ein Mensch jeden anderen gleichermaßen verstehen kann, egal welche Sprache er spricht.

Erinnere dich auch einmal an die Dramaturgie im Theater und Film, mit der man die Stimmungen und Gefühlen der Menschen auslösen kann. Alfred Hitchcock hat diese Klaviatur der Gefühle virtuos beherrscht und diese wurde von allen Menschen verstanden – wenn auch nicht immer bewusst.

Wenn Du einmal die Träume genauer ansiehst, wirst Du erkennen, dass sich der dramaturgische Aufbau eines Theaterstückes gleicht. Wenn man will, ist die Aufführung eines Stückes also ein gelebter Traum – den man zum Beispiel in einer Oper auch in einer fremden Sprache verstehen kann. In der Pantomime oder dem Ballett kommt man sogar ganz ohne Sprache aus.

Sicherlich gibt es auch manche Dinge, die durch eine Erfahrung besonders geprägt wurden, aber das läßt sich im Zusammenhang mit dem Traumgeschehen und der Stimmung erkennen. Manche Symbole aus den Lexiken sollen zudem auch nur als Ansatz oder Angebot verstanden werden, um das Rad nicht nochmals erfinden zu müssen.

Ich schrieb ja schon, dass wir uns trotz aller Unterschiedlichkeit ganz tief in unserer Seele doch sehr ähnlich sind. Du solltest nicht vergessen, dass es auch in der Menschheitsgeschichte eine sprachlose Zeit im eigentlichen Sinne gab.


Merlin
nach oben