Beiträge zum Thema: Welche Werte sind uns wichtig und welche halten die Gesellschaft zusammen?

24.02.2016 14:26
schlichter
schlichter Anzahl Beiträge: 29
Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem Andern zu .
Das hilft sogar den Meschen die nicht gerne anständig sind.
Wie & Wem können wir vertauen?
Ich habe geholfen und es war Wasser in den Rhein getragen.
Ich habe Fremde um Hilfe gebeten, und mir wurde geholfen.
Habe Superreiche gekannt die anständige Löhne zahlten,
und angeblich Patzifisten die Öl ins Feuer gossen.
Das Vereinsleben wird immer geringer, warum?
Mein Bauch gehört mir-Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Und es gibt Sie doch, die Hilfsbereitschaft,bündeln wäre gut.
29.10.2015 16:25
Aaron1821
Aaron1821 Anzahl Beiträge: 10
Vertraue auf Gott mit deinen ganzen Herzen und Stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beauchtet ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerade machen. Wer der Tag beobachtet, beobachet ihm für Gott. Wer ißt ißt für Gott, den er sagt Gott sei Dank: und wer nicht ißt, ißt nicht für Gott und sagt Gott den noch Dank. Keiner von uns Lebt ja nur im Hinblick auf sich selbst, denn wenn wir leben, leben wir für Gott. Darum, wenn wir leben und auch wenn wir Sterben gehören wir Gott. ,, Sp3:5-6, Rom14: 6-8 Offenbarung 20:12 Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in der Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
Ehemaliges Mitglied schrieb:
Werte bestimmen die Basis unseres Lebens, in der Erziehung, im Ungang und im Miteinander.

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit besinnen sich die Menschen wieder darauf, Gutes zu tun und es wird freudig gespendet und rührselig auf die Tränendrü...
Zitat von Cardia:
"
Von " oben " her wird sich da nichts ändern.
Wenn jedoch von " unten " her immer mehr Menschen ein Rechtsbewusstsein entwickeln werden, ( müssen!)
dann wird es sich auch durchsetzen.-

Persönlich kann jeder dazu beitragen, ein Gewissen für Recht und Unrecht zu entwickeln, eine eigene Meinung zu bilden, die Sinne schärfen, und den gesunden Menschenverstand einsetzen.

Ich möchte mich nicht entmündigen lassen von bestimmten Systemen; denn...
Markt und Kapital dürfen nicht über dem Menschen stehen.

Es wird mühselig werden und lange dauern, doch spätestens, wenn der seelische Bankrott seinen Lauf nehmen wird, werden immer mehr Menschen zum Umdenken gezwungen werden..."

Cardia, ich weiß nicht, ob Du noch (gelegentlich) DA bist?
Aber dieses Dein Thema ist heute genauso aktuell wie schon vor Jahren.
Es gefällt mir, dass es Menschen gibt, die nicht nur darüber lamentieren, was alles NICHT GEHT, sondern mindestens nachdenken anstatt Tatsachen zu ignorieren.

Gestern, in Frankfurts City, gab es eine große Demo/Infoveranstaltung mit dem Motto "stoppt ISIS", ein Thema, das mich sehr bewegt (auch wenn es viele Themen gibt, die - rein geografisch - näher sind.
Ich habe mich mit einer der jungen Frauen unterhalten und mein Interesse und meine Anteilnahme gezeigt, musste aber leider auch sagen, dass ich für mich selbst wenig Möglichkeiten sehe, etwas im Sinne der Aktion zu unternehmen.
DAs war dieser jungen Frau sehr bewußt und sie bestätigte mir, dass es zunächst mal darum geht, Menschen zu erreichen - im Bewußtsein.
Mir hat gefallen, dass es viele zum Teil sehr junge Menschen waren, die dort ein Zeichen gegen das Vergessen und für mehr Menschlichkeit und Solidarität und Freiheit setzen wollten. Die Jungen habe es stellvertretend auch für die Alten getan.

Die Medien sind kurzatmig. Vorgestern war es der Arabische Frühling im Allgemeinen, irgendwann das Leid in Syrien, alles längst wieder vergessen, und so wird es auch mit den Verbrechen der ISIS sein. ja, es ist nicht "einfach", etwas zu "bewegen".
Das heißt aber m.E. nicht, dass es richtig ist, wennn wir uns entspannt zurücklehnen und uns mit den Börsenkursen beschäftigen.

DAS ist nämlich - davon bin ich überzeugt - der Werteverfall.
"Wir" (unsere degenerierte Gesellschaft, pardon! DICH meine ich natürlich nicht persönlich!) huldigen heute nur anderen Göttern (Kapital, Fußball usw.)
Diese neuen Götter geben vielen von uns das trügerische Gefühl, etwas WERT zu sein, weil wir dieser Gemeinschaft der "Gläubigen" angehören.
Ebenso funktioniert das aber auch bei fanatischen Gruppierugen.
WEr nicht zur Gemeinschaft der GELD-Elite zählen kann, ist evtl. offener für andere Gemeinschaften, so "kriminell" sie auch sein mögen. Man darf nicht vergessen, dass auch solche Führer wahrscheinlich geschickt genug sind, um mit Argumenten für ihre Sache zu werben.

emirena
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2304
Werte bestimmen die Basis unseres Lebens, in der Erziehung, im Ungang und im Miteinander.

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit besinnen sich die Menschen wieder darauf, Gutes zu tun und es wird freudig gespendet und rührselig auf die Tränendrüsen gedrückt....

Sollte aber da nicht jeden Tag Weihnachten sein, und ich nicht nur da dann das Elend in der Welt und vor allem, meinen Nächsten sehen, der Hilfe braucht???

Da sprechen wir von den " Helden des Alltags" und den "guten, tollen Prominentenseelen"....

Sind die persönlichen Werte, wie gutes Benehmen, Respekt
usw. ein Auslaufmodell im Alltag?

Es gilt ein einfacher Grundsatz:
" Handle so, wie du auch von anderen behandelt wrden möchtest."

Welche Werte gehen besonders verloren in unserer Leistungsgesellschaft ( Sklavenarbeit und Hungerlöhne)?

Was sind unsere eigenen Werte, die uns nicht aufgezwungen werden von Erziehern, Kirche, Schule, Werbung und der Gesellschaft?

Welche Werte sind euch wichtig und kennen wir unsere persönlichen Werte?

Cardia
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2304
Danke Emirena, für Deinen Spruch. Er passt zu mir, " wie Faust auf Auge."-:(

Lieber Merlin,

da sprichst du mir aus der Seele, es ist würdelos, von seiner Hände Arbeit mehr schlecht als recht leben zu können und...

auch, dass viele Menschen nicht in Würde altern können.-

LG Cardia
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Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1683
Ja, das Paradies ist der Ort, an dem ein Mensch glücklich sein kann. Dieser Ort wird auch gerne als der Garten Eden bezeichnet, also gehört zum Glück auch einen Rahmen, in es eingebunden werden kann.

Es bedarf des Glückes eigentlich nicht viel, dennoch gibt es Dinge, die unsere Gedanken so gefangen halten, dass es sich zum Glücklichsein nicht zusammenhalten lässt.

Wer zum Beispiel mit seiner Hände Arbeit nicht so viel verdient, dass er in Würde leben kann, wird zwar auch Glück erfahren, aber er wird sein Dasein nicht als Paradies empfinden können.

Freiheit, Toleranz und Anerkennung sind weitere Bausteine zum Paradies, die mir gerade einfallen.

Manches auf dem Weg zum Paradies wäre auch nicht unerreichbar und würde nicht einmal etwas kosten: nur den guten Willen! Ich wünschte mir ein Paradies, das zumindest für alle offen steht – auch wenn sie nicht darin leben wollen.


Merlin
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
liebe Cardia,
ein Spruch für DICH:

Wenn Du einen Garten hast und eine Bibliothek, hast Du alles, was Du brauchst.
Cicero

Mir geht es (inzwischen) ähnlich; es war kein leichter Weg und ich habe nichts geschenkt bekommen, außer die "Möglichkeiten", die ich genutzt habe, so gut es ging.

Trotzdem ist mir immer bewusst, dass dieses kleine Paradies mit Garten (Gesundheit, heile Umwelt, genug zu essen, ein Dach über dem Kopf) und Bibliothek (Zugang zu Bildung und Wissen) für viele Menschen für immer unerreichbar bleiben wird und sie noch nicht mal die gleichen Möglcihkeiten haben.

Das Mindeste, was "man" da tun kann, ist es, nicht zu vergessen...

emirena

.
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2304
Hallo husky,

kannst du mir bitte die wurmstichigen Werte benennen?

Also, selbst wenn ein Baum wurmstichige Äpfel trägt, käme ich doch nicht auf die Idee, ihn deshalb gleich zu fällen, oder???

Hat diese Ablehnung etwas mit deinen eigenen Werten und deiner Weltanschauung zu tun, dann akzeptiere ich diese plumpe Meinung, ( die auch nicht gerade hilfreich ist) -ich teile sie jedoch nicht und..

gegen Würmchen im Obst, Gemüse , Holz, usw kann hilfreich angegangen werden...

Cardia
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2304
Lieber Merlin,

die Defination vom Paradies ist so vielfältig, wie es Menschen auf dieser Erde gibt...

WIR SIND ALLE NICHT VOLLKOMMEN, ALSO WIRD DER
ZUSTAND DES PARADIESES AUF ERDEN WOHL UNERREICHBAR SEIN;aber.....

mein persönliches Paradies liegt im Frieden, der
===================================
Zufriedenheit in mir, meine Gefühle und Gedanken mit
======================================
Menschen zu teilen, die ich liebe ( auch, wenn sie anderer Meinung sind)
========================================
außerdem meine Bücher und mein Garten.
=============================

Herrlich! MEIN PARADIES AUF ERDEN!!!

Cardia
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
Warum wir das Paradies nicht Wirklichkeit werden lassen?

Weil das ein unerfüllbarer Ansatz ist.
Wer ALLES fordert, möglichst auch noch SOFORT, bekommt NICHTS.

Weil es zu viele Menschen gibt, die grundsätzlich DAGEGEN sind; die ALLES fordern und sich nicht einmal gedanklich so weit bewegen, dass sich die Perspektive verändert und den Blick nicht nur auf Misserfolge, sondern auch auf kleine Erfolge ermöglicht.

Ist doch viel einfacher, einen flotten Spruch abzusondern. Wer von wurmstichigen Werten spricht, könnte sich selbst evtl. mal Gedanken über die eigene Erwartungshaltung machen.

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

emirena
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husky
husky Anzahl Beiträge: 26
scheint so merlin...
och wurmstichige werte sind da letztendlich nicht hilfreich
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Merlin47
Merlin47 Anzahl Beiträge: 1683
Bleibt doch die Frage, warum wir den Traum vom Paradies trotz der guten Gedanken und Vorbilder dennoch nicht Wirklichkeit werden lassen.

Liegt es etwa am Unvermögen der Menschen selbst?


Merlin
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
interessanter Spruch, Cardia:
"" In den Herzen allzu folgsamer Kinder nistet knisternd und raschelnd die Rache."
H. Flemming"

Zum Glück ist trotzdem nicht generell Hopfen und Malz verloren, wie Du bestätigst.

Dafür sind Anregungen, Vorbilder und Kommunikation notwendig. Auch wenn nicht ALLES IMMER klappt, ich finde es lohnt sich trotzdem; jegliche BEmühung in jedem einzelnen Fall.
Auch wenn wir uns schwer tun damit, die Welt zu verbessern, so haben wir doch viele Möglichkeiten, sie ein kleines in einem begrenzten Radius um uns herum ein bisschen zu verändern.

Und deswegen mag ich mich nicht von berechtigt pessimistischen Betrachtungsweisen irritieren lassen.
Ja, es gibt Störfaktoren und auch die sind real.
Ich möchte meine Aufmerksamkeit aber lieber auf positive Ansätze, die es auch immer wieder gibt, richten, als mich gedanklich in einem Teufelskreis der negativen Betrachtungen im Kreis zu drehen.

Wer möchte, kann etwas bewegen, obwohl sich die Erde weiterdreht und obwohl nicht jeder Mensch ein guter und umsichtiger Mensch werden wird.

Gegen den STrom zu schwimmen ist halt nicht einfach und ich verstehe jeden, der es nicht schafft.
Gedanken können sich vermehren, können wie ein Funke ein Feuer entfachen. Drum heißt es achtsam zu sein, dass es kein vernichtendes sondern ein wärmendes Feuer ist.

emirena
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2304
Liebe Orlanda,

schlechtes Benehmen registriere ich auch tagtäglich, in jeder Altersgruppe, und ich muss dir sagen:

" Allzuviele Kinder haben schwersterziehbare Eltern!"
======================================

Bei deinem Beispiel mit dem Sitzplatz, stehe ich dann domonstrativ auf und biete meinen an...

Es wird viel durch Materielles ausgeglichen und ich finde, sie bekommen dafür weniger Zeit und Zuwendung, um sie zu fördern und zu fordern, und ihnen, wenn nötig, Grenzen aufzuzeigen.-

Das Wort" Erziehung " würde ich lieber durch " Bildung " zum Menschen ersetzen,,,( Menschenbildung )

Wem als Kind keine Achtung entgegen gebracht wurde, der kann auch schwer dem anderen Achtung zollen.
Zum Glück gibt es die Eigenerziehung und die regulert vieles.

" In den Herzen allzu folgsamer Kinder nistet knisternd und raschelnd die Rache."
H. Flemming

Wenn wir Kinder aber als eigenständige Menschen betrachten, werden wir sie mit Liebe und Vorbild prägen, nicht durch falsche Zwänge und Unmündigkeit, und ihnen Wurzeln und Flügel mitgeben.-

Beziehung und Kommunikation sind immer mühselig, liebe Orlanda; es ist wichtig für mich , -bei Erwachsenen, ebenso wie bei Kindern, ihnen in die Augen zu sehen und zu fragen:

" Wie verstehen wir uns" oder " was fühlen wir zusammen und...

da habei ich mich oft sogar verausgabt, und...es wurde natürlich auch manchmal ausgenutzt,aber....
was ich zurück bekam, besonders von Kindern,...
es war enorm und ich kann es kaum mit Worten beschreiben...

Cardia
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Wenn alles so einfach wäre! Liebe Cardia ich glaube, man darf den menschlichen Faktor nicht außer Acht lassen. All das was Du aufzählst, von Mitmenschlichkeit bis hin zu Egoismus und dem Willen zur Ausbeutung sind höchst menschliche Eigenschaften. Und wie uns ja auch das Experiment mit dem Sozialismus/Kommunismus zeigte, geht es nicht ohne den Menschen auch in seiner negativen Ausprägung zu berücksichtigen.

Freilich mag es immer mehr Menschen geben die mitdenken und erkennen, dass es so nicht weitergeht. Ob aber ausreichend Menschen dies so machen werden bezweifle ich.

Heute erlebte ich es wieder im Zug: Alles vollbesetzt, sogar die Stehplätze... Eine uralte Frau steigt ein, zittrig und unsicher steht sie da, hat sich zumindest schon bis zu den ersten Sitzen gekämpft.
Wer nun vermutet es würde jemand aufstehen geht weit in die Irre. Kein Mensch reagiert. Hier sitzen sie alle: Mittelalte, junge, Männer, Frauen, Kinder und Teenager und keiner rührt sich.
Ich kann da nicht still sein und fragte in die Runde, ob man denn der alten Frau nicht einen Platz anbieten könnte. Betretenes Schweigen, keiner steht auf. Dann erhebt sich ein junger Mann mit seiner Freundin und bietet der alten Frau seinen Platz an.

In welcher Welt leben wir eigentlich? Hätten unsere Vor-Vorfahren so gehandelt, wären wir sicher ausgestorben noch ehe wir uns zum Homo Sapiens hätten entwickeln können.

Wer glaubt, dass sich die Menschheit so sehr ändert, dass sich auch alle Mißstände ändern werden, der glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann!
Ich glaube eher, dass es vielleicht eines Tages ein wenig mehr Balance gibt in Gut und Böse, aber ganz abschalten wird sich die Ignoranz und Dummheit der Menschen nie!
Ich denke dabei an die Eltern jener Kinder, die die Situation heute mitbekommen haben. Was haben sie gelernt und wie werden sie als Resultat daraus eines Tages ihre Eltern behandeln, wenn diese alt geworden sind? Wir ernten immer das was wir säen!

Orlanda
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Liebe Emirena, ich habe auch nicht speziell Dich gemeint, wenn Dein und MerlinsTexte mich auch inspiriert haben zu meiner allgemeinen Betrachtung...

Orlanda
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Erinnerung
Erinnerung Anzahl Beiträge: 2282
Eine objektive Betrachtungsweise zum gesellschaftlichen Wertewandel in der BRD zeigt diese Seite der bpb:

http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138454/werte-milieus-und-lebensstile-wertewandel


E.
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Ehemaliges Mitglied
Ehemaliges Mitglied Anzahl Beiträge: 2304
" Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance. Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance."
A. Camus

Für ein gesellschaftliches, gerechtes Miteinander gibt es schon bestimmte Werte, z. B. die Mitmenschlichkeit, die Einhaltung der Menschenwürde und Menschenrechte, den Minderheitenschutz, die Solidarität zwischen Starken und Schwachen usw.

Die Gier und die krankhafte Egomanie sehe ich schon als die größte unsolidarische Dummheit in dieser Welt!

Wir haben eine Kapitaldiktatur und Profitsysteme, wobei " Gewalt " und Machtmissbrauch ganz legal vollzogen werden, z. B. in Ämtern, Arbeitgebermanier usw.

So kann ein einzelner Verrat am Nächsten begehen, oder....
sich solidarisieren.
Keiner wird z. B. gezwungen, zu mobben oder es zu unterstützen.
Deshalb ist eben nicht jeder einzelne ohnmächtig.

Von " oben " her wird sich da nichts ändern.
Wenn jedoch von " unten " her immer mehr Menschen ein Rechtsbewusstsein entwickeln werden, ( müssen!)
dann wird es sich auch durchsetzen.-

Persönlich kann jeder dazu beitragen, ein Gewissen für Recht und Unrecht zu entwickeln, eine eigene Meinung zu bilden, die Sinne schärfen, und den gesunden Menschenverstand einsetzen.

Ich möchte mich nicht entmündigen lassen von bestimmten Systemen; denn...
Markt und Kapital dürfen nicht über dem Menschen stehen.

Es wird mühselig werden und lange dauern, doch spätestens, wenn der seelische Bankrott seinen Lauf nehmen wird, werden immer mehr Menschen zum Umdenken gezwungen werden...

Cardia
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emirena
emirena Anzahl Beiträge: 7740
ach Orlanda,

es liegt mir sehr fern, jemanden von meinem Weg überzeugen zu wollen.
Es geht doch auch nicht um ALLES oder NICHTS, um Richtig oder Falsch. Zwischen allen Extremen gibt es eine große Bandbreite, innerhalb derer sich jeder selbst nach eigenem Gutdünken einsortieren kann.

Von "STÄNDIG auf alles zu achten", was irgendwo auf der Welt eine Ungerechtigkeit auslöst oder zu deren Manifestierung beiträgt, ist meinerseit nicht die Rede.

Für mich selbst ist es mir wichtig, BEWUSST zu leben*, was einen gesunden Egoismus ebenso einschließt, wie den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.
Diesen Blick will ich mir bewahren. Über Sinn oder Unsinn für mcih selbst folge ich meiner eigenen Intuition. Konträre Denkansätze kann und will ich nicht bekämpfen, aber ich muss mich ihnen auch nicht anschließen.

Ich wollte nie "führen"; allerdings will ich mich auch nicht führen lassen. Ich folge keinen Gurus und will auch selbst keiner sein, sondern einfach nur ein Mensch, der seinen gesunden Menschenverstand nicht in den dunklen Keller der Bequemlichkeit verbannt.

Zu Verschwörungstheorien und obskuren Heilslehren halte ich einen Sicherheitsabstand - und damit bin ich bisher ganz gut gefahren.
Niemand muss es mir gleich machen. Ist doch klar.

emirena

*das ist doch genau das Gleiche, was gerne mit "bei sich selbst anfangen" umschrieben wird!
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Orlanda
Orlanda Anzahl Beiträge: 3743
Das ganze klingt mir nach "Ethischem Handeln" und dabei kann man wirklich nur bei sich selbst anfangen.

Dass man aber in allen Dingen ständig darauf achten wird, ob denn jegliches Tun auch niemandem schadet, würde sicherlich jeden von uns überfordern. Viele Dinge, die routinemäßig und deshalb auch gedankenlos erfolgen, haben irgendwo in der Welt negative Auswirkungen. Nicht, weil "Ich oder Du" es machen, sondern weil es ein Großteil einer Gruppe oder Gesellschaft so macht. Heute ist die Aufklärung aber viel besser und auch die Möglichkeiten sich zu informieren, als z.B. noch in meiner Kindheit oder Jugend - und trotzdem können wir nicht "hinter allem her" sein.

Ich frage mich, ob es Sinn macht, sich in alle Ungerechtigkeiten gedanklich einzufühlen, wenn wir sie nicht ändern können. Im Trauern, sich ärgern oder irgendwelche negativen Gedanken wälzen schaden wir uns in erster Linie selbst. Welche Menge an negativen Reaktionen werden im Körper hervorgerufen!
Wer sich ständig mit dem Unheil der Welt beschäftigt, wird sicher keinen gesunden Körper bewahren können. In mancher Hinsicht ist es also wichtig, sich auch aus der Welt-Missäre herauszuhalten... Ich spreche aus Erfahrung, weil ich weiß wie es tagelang in mir "hing", als ich z.B. mich maßlos über bestimmte Dinge sorgte und ärgerte, die so weit weg waren, dass ich nichts dagegen machen konnte. Wir können z.B. auch nicht Eltern von ihren Kindern entfernen, die diese sehr schlecht behandeln. Wir können aufzeigen, sich ans Jugendamt wenden, aber was tun, wenn diese nicht reagieren, weil sie die ganze Angelegenheit nicht als so schlimm ansehen? Weil dort immer noch die Devise herrscht: Besser schlechte Eltern als mittelgute Pflegeeltern....

Was natürlich nicht heißt, dass man für sich nicht ethisch handeln sollte. Die Schöpfung und ihre Geschöpfe respektvoll zu behandeln und zu achten, das sollte der erste Leitsatz sein. Aus dem ergeben sich für jeden Einzelnen unzählige Möglichkeiten.

Orlanda
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