In der Mitte angekommen – warum das Leben mit 50 nicht aufhört

Auf den 50. Geburtstag freuen sich nur wenige Menschen. Für sie ist diese Zahl ein Indiz dafür, dass ihr Leben zur Hälfte vorbei ist. Dabei ist das alles eine Einstellungssache.

Menschen teilen ihr Leben gerne in Lebensabschnitte ein:

  1. von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr
  2. vom Tag der Volljährigkeit bis zum 50. Lebensjahr
  3. ab 50 beginnt der letzte Lebensabschnitt

Bild: Fotolia.de © animaflora

Nur so können sich einige ihr Leben erklären. Junge Menschen stehen schließlich am Anfang ihres Lebens; die ganze Welt liegt ihnen zu Füßen. Die Generation 50plus soll irgendwo in der Lebensmitte liegen. Ist das aber wirklich der Fall oder spielt sich das alles nur in den Köpfen der Betroffenen ab?

Voller Stolz auf das eigene Leben zurückblicken

Zahlreiche Menschen blicken auf ihre Vergangenheit zurück und begutachten diese sehr kritisch. Nicht alle haben mit 50 das erreicht, was sie sich in jungen Jahren vorgenommen haben. Und genau hier entsteht ein Problem: Anstatt sich auf unerfüllte Ziele zu konzentrieren, sollte jeder seinen 50. Geburtstag nutzen, um Erfolge zu feiern.

Wer die erste Lebenshälfte hinter sich hat, dem stehen noch sehr viele Jahre bevor – und die kann man nutzen, um sich neue Ziele zu stecken oder alte, unerreichte Lebenspunkte Realität werden zu lassen. Das ist aber nur möglich, wenn man darauf verzichtet, seiner Jugend hinterher zu trauern.

Zugegeben: Viele Mitglieder dieser Gruppe sind verunsichert und sie wissen nicht, was sie mit ihrem Leben anstellen sollen. Hinzu kommen ernst zu nehmende Probleme wie der plötzliche Verlust des Lebenspartners oder des Jobs. In solchen Fällen kann eine fachkundige Beratung helfen, wie sie beispielsweise vom Expertenteam von Vivado angeboten wird.

Mit Verlusten umgehen & sie überwinden

Wenn die Generation 50plus von einer Existenzkrise geplagt wird, hat es meist einen guten Grund. Nicht immer ist der Tod des Partners verantwortlich. Häufig stellt sich heraus, dass eine jahrelang glückliche Beziehung nicht mehr funktioniert. Das ist ein großes Problem für diese Personengruppe, die der Ansicht war, dass der Tod sie scheiden würde.

Nach einer 20- oder 30-jährigen Ehe herrscht oftmals keine romantische Beziehung mehr. Viel mehr geht es um Vertrautheit und Respekt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Menschen der Generation 50plus getrennte Wege gehen. Und die Frage, ob diese eine neue Liebe finden, kann man klar mit ja beantworten. Wenn sich Paare in diesem Alter trennen, suchen sie natürlich auch neue Partner.

Nicht nur die Beziehung zweier Personen unterliegt großen Veränderungen, sondern auch jene mit Freunden und der Familie. Wenn die Kinder das Haus verlassen und selbst eine Familie gründen, sinkt die Zeit, die man sie zu Gesicht bekommt. Das ist für viele Menschen der Generation 50plus eine schwere Umstellung. Sie können aber diese Entwicklung aktiv beeinflussen, wie Zukunftsforscher Eike Wenzel erklärt. Sie bezeichnet die moderne Gesellschaft als Großfamilie 2.0, eine Form des Mehr-Generationen-Haushalts, bei dem Oma und Opa die Eltern entlasten; sie holen die Kinder von der Schule ab, fahren mit ihnen in den Urlaub und bringen sie zum Fußballtraining.

In dieser Zeit ist es aber auch wichtig, sich auf andere Dinge des Lebens zu konzentrieren, sei es auf die persönliche Entwicklung, berufliche Karriere oder seine Hobbys. Letztere kann man mit seinen Freunden ausführen, die man meist genauso wenig wie seine Familie zu Gesicht bekommt. Jeder Mensch scheint mit zunehmenden Alter weniger Zeit für seine Mitmenschen zu haben. Dennoch darf man nicht vergessen, seine Beziehungen regelmäßig zu pflegen.

Der Beruf & kommende Eintritt ins Rentenalter

Sobald man die Schwelle der Lebensmitte überschritten hat, macht man sich vermehrt Gedanken um seinen Beruf und den baldigen Eintritt ins Rentenalter. Viele Menschen geben sich damit zufrieden, an ihrem aktuellen Beruf festzuhalten. Sie hoffen, dass sie dadurch beruhigt in Rente gehen können. Das funktioniert in vielen Fällen, jedoch gibt es Ausnahmen: Zahlreiche Menschen wünschen sich eine berufliche Neuorientierung, was mit 50 Jahren durchaus noch möglich ist, wenn die Personen genügend Selbstvertrauen und Lebenskompetenz besitzen. Sinnvoll ist die Neuorientierung, wenn mit ihrer Hilfe die Arbeitszeit reduziert werden kann; nicht selten arbeitet man sogar in der Rentenzeit noch im neuen Beruf, wenn er psychisch und physisch wenig anspruchsvoll ist.

Das Rentenalter ist wiederum ein völlig anderes Thema, dem Menschen auf unterschiedliche Weisen entgegentreten: Für einige ist es die Erlösung von der Arbeitswelt, andere wollen sich noch nicht von ihrem Beruf trennen. In jedem Fall sollte niemand vergessen, seine Pensionierung nicht nur mit dem Älterwerden zu verbinden, sondern als eine Chance ansehen, sein Leben auf eine neue Art und Weise zu genießen. Alle Eigenschaften, die man bis zu diesem Zeitpunkt seines Lebens erlernt hat, gehen nicht über Nacht verloren.

Jeder Mensch gestaltet sein Leben selbst

Auch wenn Menschen Gewohnheitstiere sind und auf Veränderungen ängstlich reagieren, sollten die Menschen der Generation 50plus diese mit Freude annehmen. Jeder von ihnen kann sein Leben gestalten und, beginnend ab dem 50. Lebensalter, es in vollen Zügen genießen.

 

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