Die Rente aufbessern – Jobs im Alter

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Immer mehr Senioren nehmen einen Nebenjob an – und das, obwohl sie bereits Rente erhalten. Die Gründe dafür können vielfältiger Natur sein: Nicht jeder möchte sich mit Mitte Sechzig bereits zur Ruhe setzen und seinen Hobbies nachgehen. Viele haben Lust, sich auch im Alter noch beruflich zu engagieren, um den Alltag abwechslungsreicher zu gestalten. Doch am häufigsten nehmen Senioren Nebenjobs an, um ihre Rente aufzubessern. Reicht diese nämlich nicht für einen einigermaßen guten Lebensstandard, haben Senioren nur noch die Möglichkeit, einen 450-Euro-Job anzunehmen.

Noch bis vor einigen Jahren war die gesetzliche Rente völlig ausreichend, um ein angenehmen Lebensabend damit zu verbringen, doch heutzutage wird das Thema Rentenlücke immer wichtiger. Schon jetzt ist klar, dass nachfolgende Generationen unter einer viel zu niedrigen Rente leiden werden – und auch heute schon gibt es mehr als genug Senioren, die mit ihrer monatlichen Rente nicht über die Runden kommen.

Nebenjobs für Senioren: Aktuell ist der Arbeitsmarkt attraktiv

Wer sich als Senior dazu entschieden hat, einen Nebenjob anzunehmen, muss sich als Erstes damit auseinandersetzen, welche Tätigkeiten man ausführen möchte und kann. In erster Linie kommt es dabei natürlich auf die persönlichen Interessen an, doch auch die eigenen Fähigkeiten und vor allem die körperliche und geistige Gesundheit spielen dabei eine essenzielle Rolle. Am besten wirft man zunächst einen Blick in Lokalzeitungen: Hier finden sich immer wieder Stellenausschreibungen für 450-Euro-Jobs und Minijobs. Auch die Arbeitsagentur kann bei der Suche nach seniorengeeigneten Jobs behilflich sein. Grundsätzlich werden nämlich alle Arbeitssuchenden von der Agentur für Arbeit betreut – auch dann, wenn sie keine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Derzeit stehen die Chancen, einen Nebenjob zu finden, übrigens sehr gut, denn die Konjunktur in Deutschland erlebt einen massiven Aufschwung.

Viele Unternehmen suchen stets nach Kräften, die auf 450-Euro-Basis arbeiten möchten. Mini- und Teilzeitjobs erfreuen sich bei den verschiedensten Firmen großer Beliebtheit, denn die Bewerber bringen in der Regel Flexibilität mit und sind zeitlich ungebunden. Egal, ob als Reinigungskraft, Zeitungsbote, Empfangsdame, Kundenbetreuer, im Sicherheitsdienst (hier werden sogar spezielle Weiterbildungen im Sicherheitsgewerbe angeboten) oder an der Supermarktkasse – es gibt unzählige Branchen, in denen Aushilfen gesucht werden. Arbeiten trotz Rente ist in der heutigen Zeit fast schon selbstverständlich und verbreitet sich stetig weiter.

Vorsicht: Diese Fallen gibt es bei Jobs für Senioren

Leider gibt es auf dem Arbeitsmarkt zahlreiche schwarze Schafe, an die man bei der Jobsuche ungewollt geraten kann. Deshalb ist es wichtig, vorsichtig zu sein und ein Unternehmen genau zu prüfen, ehe man sich für einen Job entscheidet. Seriöse Unternehmen werden ihren Arbeitnehmern – auch Minijobbern – stets einen schriftlichen Vertrag aushändigen, in dem die genauen Tätigkeiten, die Arbeitszeiten, das Gehalt und weitere Aspekte festgehalten sind. Zudem muss bedacht werden: Auch ein 450-Euro-Job ist steuerpflichtig und muss somit zwingend dem Finanzamt gemeldet werden. Bezieht man nur wenig Rente, werden die Abgaben allerdings auf ein Minimum reduziert oder fallen vielleicht sogar gar nicht erst an. Handelt es sich um einen Minijob, müssen grundsätzlich keine Sozialversicherungsabgaben entrichtet werden.

Somit bleibt zu sagen: Jobs für Senioren gibt es in fast jeder größeren Stadt wie Sand am Meer. Allerdings lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen und bei der Jobsuche ruhig etwas kritisch vorzugehen. Annehmen sollte man schließlich nur eine Arbeit, die einem persönlich Spaß bereitet.

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