Gold als Kapitalanlage

Für eine gute Altersvorsorge ist es nie zu spät. Wer die 50 überschritten hat, hat in dieser Hinsicht mit Sicherheit schon die eine oder andere Maßnahme getroffen, aber dennoch lohnt es sich, Augen und Ohren offen zu halten, um sich den nahenden Ruhestand mit weiteren Investitionen zusätzlich zu versüßen.

Eine Möglichkeit, die wieder immer mehr an Beliebtheit gewinnt, ist die Kapitalanlage in Gold. Das gelbe Edelmetall galt lange als veraltete und allzu konservative Anlageform und wurde auf dem Markt eher belächelt. Die Entwicklungen der letzten Jahre mit dem Höhepunkt der Wahl eines nicht gerade berechenbaren Mannes ins mächtigste Amt der Welt haben allerdings zu einem Umdenken geführt. Genau aus den Gründen, aus denen Gold abgelehnt wurde, ist es nun wieder in aller Munde, und zertifizierte Fachhändler wie feingoldhandel.de haben Hochkonjunktur.

Die Vorteile von Gold als Altersvorsorge

Denn es bietet genau die Sicherheit, die der Spekulationsmarkt in den Augen vieler Investoren vermissen lässt. In Sachen Wertbeständigkeit kann kein Material, keine Aktie und erst Recht keine Währung mit Gold mithalten. Schon im alten Rom besaß eine Unze des gelben Edelmetalls die gleiche Kaufkraft wie heute – man konnte und kann sich beispielsweise als Mann komplett einkleiden. Das liegt daran, dass Gold einen intrinsischen Wert besitzt, also per se wertvoll ist. Der Materialwert entspricht immer ziemlich genau dem Nennwert. Gerade bei Papiergeld oder Aktien ist das Gegenteil der Fall.

Zudem ist Gold eine sehr einfache Form der Kapitalanlage. Während die Kurse anderer Spekulationsobjekte, insbesondere von Fonds, oft schwer nachzuvollziehen und zu verfolgen ist, lässt sich der Goldpreis sehr einfach verfolgen. So weiß man immer, was die Anlage im Moment wert ist. Entscheidet man sich für physisches Gold, wird die Investition sogar im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Ein weiteres Argument für die Anlage in Gold ist seine absolute Krisensicherheit. Der über weite Teile des 20. Jahrhunderts beobachtete Effekt, dass der Goldpreis in unsicheren Zeiten stark ansteigt, hat sich in den letzten Jahren zwar ein Stück weit relativiert, gänzlich kann es seine Kaufkraft aber eben nicht verlieren.

Was gegen Gold spricht

Leider hat die Investition in Gold – wie alles im Leben – nicht nur Vorteile. Dagegen spricht, dass diese Form der Anlage sehr teuer ist. Denn man zahlt für jede einzelne Transaktion Gebühren. Daher ist es ratsam, eine möglichst große Menge am Stück zu kaufen. Und eine solche Menge ist nun mal nicht billig.

Ein weiterer Nachteil für Deutsche, die in das gelbe Metall investieren wollen, ist die Tatsache, dass es an der Börse nicht in Euro sondern in US-Dollar gehandelt wird. Ob man Gewinne macht, hängt also nicht nur von der Entwicklung des Goldpreises ab, sondern auch vom aktuellen Kurs der amerikanischen Währung gegenüber der Unseren.

Zum Thema Gewinne: Wer darauf aus ist, schnelles Geld zu verdienen, ist bei Gold an der falschen Adresse. Der Kurs verläuft meist eher träge, so dass man mitunter lange auf den Zeitpunkt warten muss, an dem es sich lohnt, das Gold wieder zu verkaufen.

Als Altersvorsorge ist Gold gut geeignet

Da man aber bei langfristigen Anlagen wie der Altersvorsorge ohnehin lange wartet, bis die Investition wieder zu Geld gemacht wird, ist Gold trotz seiner Nachteile in dieser Hinsicht eine gute Art der Kapitalanlage. Hat man genug Geld zusammen, um sich eine größere Menge des edlen Metalls zuzulegen, spricht nichts dagegen, sein Portfolio damit abzusichern und im Idealfall aufzuwerten.

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