Hörgeräte sind zur Nomalität geworden

Hörgeräte stellen heute keinen Makel mehr dar. Sie sind mittlerweile so klein, dass sie kaum noch auffallen. Regelmäßige Werbesendungen im Fernsehen informieren Hörgeschädigte darüber, dass moderne Hörgeräte kaum noch Zuzahlungen erfordern. Schon die kassenfinanzierten Basismodelle sind erstaunlich leistungsfähig. Gänzlich können die winzigen Computerchips in modernen Hörgeräten aber die außergewöhnlichen Leistungen des Innenohrs noch nicht ersetzen.

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Wer gut hört, verliert nicht den Anschluss

Jeder dritte Deutsche hat heute Hörprobleme und ein „Kind im Ohr“. So mancher gönnt sich nicht nur die von der Krankenkasse finanzierten Basismodelle. Da die Grundausstattung, die von den Kassen finanziert wird, nur Basisfunktionen bietet, legen anspruchsvollere Kunden gerne etwas drauf. Sie erhalten dafür eine ausgereiftere Technologie mit weicheren Silikonstopfen. Alle Hörgeräte werden individuell angepasst. Die neuen Hörhilfen werden beim Hörgeräteakustiker perfekt auf die Bedürfnisse des Kunden eingestellt, unabhängig davon, welches Modell gewählt wurde. Auf der Webseite von Unbeschwert Hören erfahren Sie mehr über die möglichen Kosten.

Eine Imagefrage: Brille oder Hörgerät?

Das Hörgerät zieht langsam mit der Brille gleich. Diese hat ihr Image in den letzten Jahren verändert. Sie wurde zum modischen Accessoire, das einem Gesicht mehr Charakter verleiht. Das kann man von einer Hörhilfe nicht behaupten. Doch Hörgeräte ermöglichen trotz teilweisen Hörverlustes die uneingeschränkte Teilhabe am Leben. Ohne Hörerlebnisse in der Natur, uneingeschränkten Kunstgenuss und gutes Sprachverständnis mangelt es an Lebensqualität. Die immer anspruchsvoller werdenden Hörgeräte-Technologien können heute auf kleinstem Raum untergebracht werden. Auch das Design konventioneller Hörgeräte ist deutlich moderner geworden.

Das neue Hörerlebnis benötigt Gewöhnung

Trotz moderner Technologie und ansprechenden Designs empfinden viele Menschen die Eingewöhnungsphase bei neuen Hörgeräten als problematisch. Das Gehirn muss sich erst an das veränderte Hörerlebnis gewöhnen. Viele Geräusche, die als gewohnte Geräuschkulisse weggeblendet wurden, dringen nun verstärkt an unser Bewusstsein. Wir haben schon als Kinder gelernt, selektiv zu hören. Nun muss die vom Hörgerät verstärkte Geräuschkulisse erst neu sortiert und gefiltert werden. Anfangs klingt vieles, was das Hörgerät ans Ohr sendet, blechern. Nach und nach gewöhnt der Hörgerätenutzer sich daran. Er bemerkt, was ihm durch den zunehmenden Hörverlust bereits entgangen ist.

Moderne Hörgeräte: kleiner, feiner und erstaunlich leistungsfähig

Während eine Brille dank besseren Sehens sofort als Erfolgserlebnis verbucht wird, verlangt ein Hörgerät dem Träger ein bisschen Mitarbeit ab. Hörgeräte werden vielfach als optischer Makel wahrgenommen, obwohl kaum jemand sie bemerkt. Trotzdem sind moderne Hörhilfen heute so weit verbreitet, dass die Vorurteile darüber als überholt angesehen werden müssen. Gewisse Akzeptanzprobleme sind noch vorhanden – vermutlich, weil ein zunehmender Hörverlust mit dem Altern gleichgesetzt wird. Tatsächlich aber kommen deutlich mehr Neugeborene mit einem Hörschaden auf die Welt als mit Sehschäden.

„Ach, tragen Sie auch eine Hörhilfe?“

Es ist abzusehen, dass die Akzeptanzschwierigkeiten gegenüber modernen Hörgeräten am Abklingen sind. Das Image veralteter Technologie und unschöner Optik ist nicht mehr haltbar. Heute hindert einen nicht mehr das Schamgefühl daran, ein Hörgerät zu tragen. Vielmehr lässt sich ablesen, dass die Menschen von heute interessiert an einer uneingeschränkten Teilhabe am Leben sind. Zudem tragen auch immer mehr hörgeschädigte junge Menschen wie selbstverständlich ein Hörgerät. Sichtbare Cochlear-Implantate und die Zeichensprache gehörloser Menschen sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken.

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