Falten – der unliebsame Alterungsprozess der Haut

Während einige noch zufrieden in den Spiegel blicken, bekommen andere schon Sorgenfalten, wenn sie nur daran denken. Falten gehören zum natürlichen Alterungsprozess der Haut, der nur bei wenigen Menschen Anklang findet. Doch was passiert eigentlich im Laufe der Jahre mit unserer Haut und gibt es doch Kleinigkeiten, die man gegen das Altern der Haut unternehmen kann?

Unsere Haut – ein großes, sensibles Organ

Die Haut ist mit ungefähr 2qm und 10kg unser größtes Organ und hat zahlreiche physiologische FrauFunktionen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich erscheinen. Sie dient zum einem als Schutz Frauvor verschiedenen Umwelteinflüssen wie Kälte, Hitze, Druck, Reibung, chemischen Substanzen und Keimen und grenzt so unseren Organismus optimal von der Umwelt ab. Dies ist die passive Funktion der Haut. Zum anderen weist sie aber auch viele aktive Funktionen auf, worunter z.B. die Abwehr von eingedrungenen Keimen, die Wärmeregulation durch Schweißabgabe und Durchblutungsanpassung sowie die Synthese von Vitamin D unter Einfluss von UV Licht zählen. Neben den passiven und aktiven Funktionen unserer Haut, ist sie zudem ein sensibles Sinnesorgan, das uns durch die zahlreichen Rezeptoren Druck, Schmerz und Temperatur wahrnehmen lässt.

Der Aufbau unserer Haut

Die Gliederung der Haut erfolgt in 3 Schichten, in die Epidermis (Oberhaut), Dermis (Lederhaut) und Subkutis (Unterhaut). Die Epidermis besteht aus zahlreichen Zellschichten und dient vor allem zum Schutz. Sie enthält auch die Melanozyten, die das Pigment Melanin ausbilden und so für unsere Hautfarbe sorgen. In der Dermis hingegen finden sich die Blutgefäße, Haarfollikel, Nervenfasern und Sinnesrezeptoren. Auch ist diese Schicht reich an kollagenem und elastischen Bindegewebe, die die Straffheit der Dermis begünstigen und bei der Hautalterung eine besondere Rolle spielen. Die unterste Schicht, die Subkutis, besteht vor allem aus Fett- und Bindegewebe und wird daher auch subkutanes Fettgewebe genannt.

Die Physiologie der Hautalterung

Bereits mit Ende 20 bzw. Anfang 30 beginnt die Haut zu altern, wobei zwischen endogener und exogener Hautalterung unterschieden wird – auch intrinsische und extrinsische Alterung genannt. Unter der endogenen Hautalterung versteht man die natürliche Hautalterung unabhängig von schädigenden Umwelteinflüssen, die jeder von uns mit der Zeit erfährt. Damit verbunden sind die Verdünnung der Epidermis, der Zerfall von elastischen und kollagenen Fasern in der Dermis und eine Minderdurchblutung der Haut. Zudem nimmt auch das Fettgewebe der Subkutis ab, die Haut wird arm an Fett und Feuchtigkeit. Es kommt zu einer Einbuße von Struktur und Funktion, die sich darin äußert, dass die Haut dünner wird, eher zur Faltenbildung neigt, Läsionen langsamer heilen und empfindlicher wird.

Die exogene Hautalterung ist dahingegen von äußerlichen Faktoren bestimmt. Zu den schädlichen Einflüssen und Noxen zählen dabei übermäßige UV-Lichtbelastung, Nikotin, Alkohol und Stress. Eine große Rolle spielt die Belastung durch Lichtexposition, denn gut gebräunt bedeutet nicht immer gesund. Durch die UV-Belastung werden Enzyme in der Haut stimuliert, die den Abbau von Kollagenfasern und elastischen Fasern verstärken. Auch jene Kollagenfasern, die die Epidermis und Dermis miteinander verbinden sind davon betroffen und deren Schädigung sorgt vor allem für die Ausbildung von tiefen Falten.

Das Geschlecht spielt ebenfalls eine Rolle bei der Faltenbildung. So neigen Frauen aufgrund ihrer im Vergleich dünneren und kollagenärmeren Haut eher zur Faltenbildung als Männer. Hinzu kommen noch die hormonellen Veränderungen in der Menopause, die zu einer Verringerung der Produktion von Sexualhormonen führt, welche sich auch im Hautbild niederschlägt.

Kosmetik gegen Falten?

Die Palette an Anti-Aging Produkten ist groß und kaum noch überschaubar. Doch kann eine Creme wirklich Falten glätten? Tatsächlich befinden sich in vielen Cremes Inhaltsstoffe, die dermatologisch als wirksam gelten. Darunter zählen Vitamin E, Vitamin C, Karotinoide und Polyphenole aus grünem Tee, denen man eine antioxidative Wirkung zuschreibt. Vitamin-A-Säure, auch Tretinoin genannt, soll die Kollagensynthese anregen. Doch Cremes haben es schwer, in die tiefen Hautschichten einzudringen, in denen die Hautalterung vonstattengeht, denn bei der Haut handelt es sich um eine Schutzbarriere, die für äußerliche Einflüsse schwer zu passieren sein soll. Cremes können Falten also nicht eliminieren, doch eine gute Pflege kann dazu beitragen, ein jugendliches Hautbild beizubehalten.

Was kann man noch tun?

Neben topischen, also äußeren, Behandlungsmethoden, gibt es noch andere invasive Möglichkeiten, die wortwörtlich unter die Haut gehen. Die bekannteste Methode ist dabei die Denervierung von Gesichtsnerven mittels Botox. Das Nervengift wird in die kutanen und subkutanen Schichten der entsprechenden Gesichtspartien injiziert, was zu einer Lähmung der mimischen Muskulatur führt, wodurch Falten weniger definiert wirken. Eine andere Methode ist die Faltenunterspritzung mittels „Fillern“. Dabei wird zumeist Hyaluronsäure oder Eigenfett verwendet, wobei Hyaluronsäure resorbierbar ist und Eigenfett als permanenter Filler verwendet wird. Diese Methode wird auch zur Korrektur von Narben und Konturdefekten genutzt. Eine weitere Möglichkeit, die auch mit einer Operation verbunden ist, stellt das Facelifting dar. Übersetzt heißt es etwa so viel wie Gesichtsstraffung, was die Methodik auch gut beschreibt. Dabei wird die Haut mit Nähten gestrafft, überschüssige Haut wird entfernt und dann unauffällig wieder vernäht. Beim Facelifting handelt es sich um eine sehr invasive Methode und gerade da ist es wichtig, eine seriöse Praxis und einen Arzt zu wählen, der einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie erworben hat. Weitere Informationen zum Facelifting finden sich auf der Internetseite der etablierten Praxis von Dr. med. Entezami.

Gesundes Leben – gesunde Haut

Gegen die natürliche, endogene Hautalterung kann man nicht viel machen, denn es ist genetisch festgeschrieben, wie und wann man altert. Jedoch kann man versuchen, mit einem gesunden Lebensstil die exogene Hautalterung zu verzögern. Klassischerweise bedeutet das viel Sport, viel trinken, um die Haut mit viel Feuchtigkeit zu versorgen, eine gesunde Ernährungsweise, eine ausreichende Pflege der Haut und die Vermeidung von Stress. Auch bekannte Noxen wie Alkohol und Nikotin können reduziert oder ganz vermieden werden. Und vor allem auf die Lichtexposition der Haut kann geachtet werden. Zu lange und intensive Sonnenbäder schaden der Haut eher, als dass sie ihr gut tun und man sollte stets auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten, da UV-Strahlung auch maligne Erkrankungen der Haut begünstigen.

Ein gesundes Leben sieht man der Haut ebenso an wie ein bewegtes Leben, nicht umsonst spricht man von reifer Haut und nicht von alter Haut. Es ist verständlich, dass man Falten skeptisch gegenüber steht, doch Hautalterung ist völlig normal. Und wenn man sich zurückerinnert, dann gab es immer jemanden, der die ersten Lachfalten von damals sympathisch fand.

Bildquelle: 411803 © Greyerbaby – pixabay.com

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