Bettnässen – So kommt man davon weg

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Ein unangenehmes Thema, das allerdings entgegen der landläufigen Meinung nicht nur Kinder betrifft. Rund ein Prozent der Erwachsenen sind von dem Leiden betroffen. Im Erwachsenenkreis wird das Einnässen aus Scham der Betroffenen tabuisiert. Nicht selten geht die Erkrankung mit einem geringen Selbstbewusstsein und einer starken Verunsicherung einher. Doch welche Ursachen stecken hinter dem Phänomen und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Das können Betroffene selbst unternehmen

Nicht selten ist das Trinkverhalten Betroffener nicht optimal. Die Flüssigkeitsaufnahme sollte über den Tag verteilt erfolgen, während sich die Trinkmenge am Abend hin reduzieren sollte. Tritt das Einnässen häufig auf, kann spezielle Damen oder Herren Inkontinenz Unterwäsche Abhilfe schaffen. Auch eine wasserdichte Unterlage auf der Matratze oder ein Bettnässer Alarmgerät kann die Lebensqualität drastisch erhöhen. Ein solches Alarmgerät weckt Betroffene, sobald es mit Flüssigkeit in Kontakt kommt und ermöglicht das Aufsuchen einer Toilette. Die zusätzliche Sicherheit kann Betroffenen Stress nehmen, was sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Generell empfiehlt sich ebenfalls der Verzicht auf Alkohol oder Kaffee am Abend, da besagte Flüssigkeiten den Harndrang erhöhen und die
Blase sowie die Nieren reizen. Generell ist es ratsam, den Stresspegel im Alltag auf ein Minimum zu reduzieren, um einen ruhigen und erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Zu den läufigen Mitteln gegen das Bettnässen gehören zusammengefasst:

Ursachen im Überblick

Die fachlich korrekte Bezeichnung für das Phänomen lautet Enuresis nocturna. Sie beschreibt eine ab dem Kindesalter auftretende Harninkontinenz mit psychosomatischer oder körperlicher Ursache. Abhängig von verschiedenen Faktoren wird zwischen einer primären und sekundären Erkrankung unterschieden. Während eine primäre Enuresis ein kontinuierliches Bettnässen definiert, spricht man dann von einer sekundären Enuresis, wenn gelegentliches Bettnässen bei zunächst trockenen Betroffenen vorkommt. Beiden Varianten lassen sich unterschiedliche Ursachen zuschreiben. Während die primäre Enuresis häufig auf körperlichen Grundlagen basiert, ist die sekundäre Enuresis in der Regel psychisch bedingt.

Die Ursachen für eine Enuresis sind vielfältig. Zu ihnen gehören wie folgt:
  • Mangelhafte ADH Produktion (Fehlerhafte Drosselung in der Harnproduktion während der
    Nacht)
  • Genetische Vererbung (Reifeverzögerungen im Gehirn)
  • Fester Schlaf (Harndrang bringt Betroffene nicht zum erwachen)
  • Übermäßiger Stress und Traumata (Seelisches Befinden resultiert in Enuresis)
  • Alkohol (Trink Ethanol beansprucht die Nieren und erhöht die Harnproduktion)
  • Überaktive Blase (Die Blase steuernde Muskeln entspannen nicht richtig und führen zu
    einer geschwächten Blase)
  • Blasen- oder Niereninfektion (Betroffene verlieren unkontrolliert Harn)
  • Medikamente (Einige Medikamente erhöhen die Harnproduktion sowie die
    Harnausscheidung)
  • Blasenfunktionsstörung (Schließmuskeln der Blase schließen sich nicht richtig und öffnen
    sich vorzeitig)
  • Verminderte Blasenkapazität (Blase kann nicht genug Urin aufnehmen und lässt
    überschüssigen Urin entweichen)
  • Polyurie (Nieren produzieren zu viel Urin)
Grund zur Besorgnis bei einmaligem Auftreten

In den meisten Fällen tritt das Einnässen nicht stetig, sondern als sporadisches Problem auf. Die Vorkommnisse lassen sich dabei einem ganz spezifischen Umstand zuschreiben, ohne dass eine ärztliche Diagnose stattfinden muss. Ein einmaliges Auftreten des Phänomens ist dementsprechend kein zwingender Grund für einen Arztbesuch. Wiederholt sich das Phänomen allerdings und gibt es keinen offensichtlichen Zusammenhang, ist eine ärztliche Abklärung doch ratsam. Nur auf diese Weise lassen sich gravierende Erkrankungen als Ursache ausschließen oder feststellen und frühzeitig behandeln. Die Behandlung erfolgt allerdings nicht nur, um schwere Folgeschäden oder Risiken rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend entgegenzuwirken. Auch die Lebensqualität leidet stark unter den Folgen des Bettnässens. Neben Unsicherheit im Alltag bröckelt das Selbstbewusstsein Betroffener. Auch die Partnerschaft kann unter den Folgen leiden. Betroffene haben heutzutage zahlreiche Möglichkeiten, das Bettnässen zu behandeln und abhängig von den Ursachen vollständig zu kurieren.

Therapiemöglichkeiten gegen Enuresis

Der Gang zum Arzt ist zur Behandlung einer Enuresis unerlässlich. Auf diese Weise lässt sich die Ursache hinter der Erkrankung erörtern. Die Art der Behandlung richtet sich nämlich direkt nach der Ursache. So ist es etwa relevant, ob eine psychische oder körperliche Störung hinter dem Phänomen steckt. Die Diagnose wird nach einer umfassenden Anamnese gestellt. Relevant sind etwa Informationen über die Regelmäßigkeit des Einnässens, weitere Begleitsymptome sowie der Zeitpunkt. Zu den Basisuntersuchungen gehören zudem eine Urinprobe, eine körperliche Untersuchung und eine
Ultraschalluntersuchung. Eine primäre Enuresis wird durch die Behandlung der dahinter liegenden Erkrankung kuriert.